Kaufberatung SSDs, Stand Juni 2016

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Nur wenige Möglichkeiten zum Upgrade eines bestehenden Systems schaffen so viel gefühlten Geschwindigkeitszuwachs wie der Einbau einer SSD: Als schneller Systemspeicher sowie als Installationsmedium für Programme kann sie Wartezeiten minimieren und Arbeitsabläufe signifikant beschleunigen.

Dadurch wird die SSD zur perfekten Ergänzung für eine mechanische Festplatte, auch wenn sie diese nach wie vor nicht ersetzen kann. Denn obwohl schon vor einigen Jahren der baldige Tod der guten, alten Festplatte vorausgesagt wurde, erfreut sie sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Das hat drei Gründe: Erstens können Festplatten mit bis zu 10 Terabyte Speichervolumen deutlich mehr Platz bereitstellen als Flash-basierte SSDs. Zweitens sind sie nach wie vor deutlich günstiger als die Flash-basierte Alternative – je mehr Speicherplatz benötigt wird, desto mehr kann die herkömmliche Festplatte aus Preis-Leistungs-Sicht punkten. Drittens eignen sich HDDs im Gegensatz zu SSDs auch für die Langzeitspeicherung von Daten.

Wir haben uns die aktuelle Marktsituation angeschaut und Festplatten (3,5 und 2,5 Zoll) sowie SSDs (2,5 Zoll und M.2) verglichen: Wieviel Cent zahlt der Käufer pro Gigabyte Speicherplatz? Die Übersichtstabelle basiert auf Werten des Preisvergleichs Geizhals vom 14. Juni 2016; erfasst wurden Laufwerke bei deutschen Händlern, die direkt ab Lager lieferbar sind. Eine drei Terabyte große 2,5-Zoll-SSD gibt es nicht, daher die gestrichelte Linie zwischen den zwei und vier Terabyte großen Modellen.

Das Ergebnis der aktuellen Preisanalyse: Werden die jeweils günstigsten Modelle miteinander verglichen, dann sind SSDs immer noch deutlich teurer als mechanische Festplatten. Das attraktivste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten Modelle mit 250 und 500 Gigabyte sowie ein Terabyte Speicherplatz. Oberhalb davon gibt es nur wenige Angebote zur Auswahl – und diese sind unverhältnismäßig teuer.

Das Gegenteil gilt im Hinblick auf mechanische Festplatten: Besonders preisbewusste Anwender greifen zu drei Terabyte großen Modellen im 3,5-Zoll-Format und erhalten den Festspeicher bereits für 2,61 Cent pro Gigabyte. Für SSDs mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis (1 TByte) werden 20,7 Cent pro Gigabyte fällig. Kleine Festplatten mit bis zu 500 Gigabyte haben angesichts der Konkurrenz durch SSDs beinahe ausgedient und sind wiederum im Vergleich zu größeren Modellen zu teuer.

Wer sehr viel Speicherplatz benötigt, kommt nicht um die Anschaffung einer mechanischen Festplatte herum: Das Preis-Leistungs-Verhältnis steigt hier im Vergleich zur Größenklasse nicht exponentiell an – selbst für eine 3,5-Zoll-Festplatte mit acht Terabyte Speichervolumen werden nur rund 2,9363 Cent pro Gigabyte aufgerufen. Das entspricht ziemlich genau dem Niveau einer 2-TByte-Festplatte.

Allerdings werden die schnellen Flash-Speicherlaufwerke immer günstiger: Ein Blick auf die Preisentwicklung der schon länger erhältlichen Samsung SSD 850 Evo mit 512 Gigabyte macht Hoffnung auf weitere, kontinuierliche Preisnachlässe.

Screenshot von www.geizhals.at, 17.6.2016Screenshot von www.geizhals.at, 17.6.2016

Wer sich für kleinere 2,5-Zoll-HDDs sowie Hochleistungs-SSDs mit M.2-Anbindung entscheidet, sollte sich im Klaren sein, dass ein – teils deftiger – Aufpreis gezahlt werden muss.

Was für wen?

Für welche Art von Anwender lohnt sich aber nun welches Speicherlaufwerk? Welche Schnittstellen, Leistungsunterschiede und sonstigen Argumente sprechen jeweils für und gegen die unterschiedlichen Lösungen?

Der ideale Systemaufbau in Sachen Speicherplatz dürfte für die meisten Anwender eine Mischbestückung aus möglichst großer, gerade noch erschwinglicher SSD für Betriebssystem und Anwendungen sowie einer noch größeren mechanischen Festplatte als Datengrab sein. Was es ansonsten zu beachten gibt, zeigen wir im Verlauf des Artikels.

Im folgenden Abschnitt wollen wir zunächst auf die Vorteile der jeweiligen Lauwerkstypen eingehen und dabei gilt im Regelfall: Die Vorteile der einen Produktgruppe sind die Nachteile der anderen.

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