Nvidia GeForce GTX 1080 Founders Edition: Pascal im Test

Inhaltsverzeichnis

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Testsystem und Setup

Um möglichst realitätsnah zu bleiben, nutzen wir unsere in Kooperation mit der Hamburger Firma Happyware entwickelte Crossover-Workstation (wir teasern damit auch schon einmal ein umfangreiches Workstation How-To an) und verwenden in dieser Konfiguration auch nur reine Workstation-Komponenten. Das heißt natürlich auch, dass wir auf einen nicht übertakteten Intel Xeon E3-1280V5 als schnellste Workstation-CPU der Skylake-Generation setzen, der mit 3,7 GHz getaktet ist.

Diese Ergebnisse sind schon aufgrund der anderen Plattform und der neueren Treiber nicht mehr mit den Werten älterer Artikel vergleichbar.

Tom’s Hardware Crossover Workstation
Testsystem:
Intel Xeon E3-1280V5 3,7 GHz
4x 4 GByte Kingston DDR4-2133 ECC
Asus P10 WS
2x Samsung SM863 (3D V-NAND)
Seagate Constellation Server HDD
Windows 10 Enterprise (alle Updates)
Treiber:
Catalyst Pro 15.201.2401
Quadro ODE 362.56 WHQL (ODE drivers)
GeForce 368.13 (Press Drivers)

Wir möchten außerdem darauf verweisen, dass sehr viele professionelle Programme zertifizierte Hardware und natürlich auch Workstation-Grafikkarten voraussetzen. Allerdings haben mittlerweile viele Firmen, darunter auch Autodesk, auf DirectX anstelle von OpenGL gesetzt, so dass es durchaus auch Applikationen gibt, in denen Consumer-Technik deutlich preiswerter eingesetzt werden könnte.

Wer auf zertifizierte Treiber verzichten kann und dessen Software normal performt, wird mit guten Consumer-Karten also unter Umständen deutlich günstiger fahren. Die nachfolgenden Benchmarks geben einen guten Eindruck darüber, was geht und was passiert, wenn die Treiber (aus gutem Grund) dann eben doch nicht mitspielen.

AutoCAD 3D-Performance

Dass gerade bei AutoCAD im 2D-Bereich allein die CPU-Performance entscheidet, haben wir uns allein auf die Bewertung der 3D-Leistung beschränkt. Zum Einsatz kommen der Standardbenchmark Cadalyst und AutoCAD 2015. Wir sehen, dass die GeForce GTX 1080 mit ca. 2,5% Vorsprung nur unwesentlich schneller agiert als eine Quadro M6000, die baugleich zur Titan X ist und unter Last im thermischen Limit auch nur 10 MHz niedriger taktet als die Consumer-Version. Allerdings liegen hier alle Karten generell näher zusammen, weil am Ende die CPU limitiert, trotz Skylake.

Maya 2013

Hier (und auch im Folgenden) greifen wir auf die neueste Version des SPECviewperf12 zurück, der als Standardbenchmark einige gängige Programme samt passender Workloads integriert hat. Dieser Benchmark zeigt, was passieren kann, wenn die GeForce GTX 1080 ohne Limitierung ans Werk gehen kann. Fast 44% Vorsprung vor der Quadro M6000 sollten auch ca. 40% vor der TitanX bedeuten. Der Rest des Testfeldes sieht demütig aus weiter Ferne zu.

Showcase 2013

Ebenfalls DirectX, jedoch ein anderes Programm. Hier fällt der Vorsprung mit reichlich 22% zur TitanX nicht mehr ganz so groß aus, weil wiederum die CPU noch höhere Frameraten verhindert. dafür sind 40% gegenüber der GeForce GTX 980 dann wieder standesgemäß.

Creo 2

Dieses Programm ist eigentlich nichts für Consumer-Karten, wenngleich die Performance noch knapp in Ordnung geht. Man sieht sehr deutlich, dass die Treiberoptimierungen für die professionellen Karten schon voll ins Kontor schlagen.

Catia V6 R2012

Bei Catia sieht es jetzt ähnlich aus und auch hier gelten die üblichen Einschränkungen für die Consumer-Karten. Trotz allem schlägt sich die GeForce GTX 1080 noch relativ wacker, wenn man Leistung und Preis ins Verhältnis setzt.

Solidworks 2013

Das Programm zeigt zwei Dinge. Erstens wiederholt sich die Geschichte mit den exklusiven Treiberoptimierungen für die Workstation-Karten im Allgemeinen und zweitens die ganz spezielle Benachteiligung der GeForce- gegenüber den Quadro-Karten im Besonderen. Während AMD in den Treibern den Radeons noch ein wenig Luft zugesteht, riegelt man bei Nvidia gnadenlos ab. Wobei dies nur eine relative Aussage ist, denn wofür sind Workstation-Grafikkarten gemacht, wenn nicht fürs professionelle Arbeiten?

Zwischenfazit

Solange nicht spezielle Treiber samt ausgeklügelter Optimierungen benötigt werden , bietet auch die GeForce GTX 1080 eine menge Leistung fürs Geld. Wenn man mit dem Feature-Set der Consumer-Karten hinkommt, dann kann die GeForce GTX 1080 durchaus eine interessante Alternative sein. Vor allem bei Anwendungen wie AutoCAD kann der Durchschnittsanwender getrost auf die deutlich teureren Workstation-Grafikkarten verzichten.

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