Nvidia GeForce GTX 1080 Founders Edition: Pascal im Test

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Hitman

Zu diesem Zeitpunkt wird wahrscheinlich jeder Leser zustimmen, dass die schnellsten Grafikkarten der letzten Generation mehr als genug Saft für WQHD hatten: Die GeForce GTX 980 Ti und die Radeon R9 Fury X hatten keine Probleme mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln – selbst bei maximierten Detaileinstellungen nicht.

Die GeForce GTX 1080 setzt jedoch ihren Siegeszug fort – wir notieren einen 27-prozentigen Vorsprung vor der GTX 980 Ti und um 59 Prozent schnellere Framerates als die der GTX 980. Die Karte braucht diese Werte angesichts einer starken Konkurrenz aber auch, denn AMDs Karten liefern in Hitman eine sehr gute Performance ab: Die Radeon R9 Fury X und die Radeon R9 Fury übertreffen Nvidias GeForce GTX Titan X, die selbst jetzt noch mindestens 1000 Euro kostet. Keine schlechte Leistung angesichts der Tatsache, dass Sapphires Nitro Fury für weniger als die Hälfte zu haben ist.

Das gleiche Bild unter UHD: Nvidias neues GeForce GTX 1080 überholt AMDs Fiji-basierten Grafikkarten, die wiederum die schnellsten Maxwell-Karten in die Schranken wiesen.

Interessanterweise hat die GeForce GTX 980 in der 4K-Auflösung mit Ausschlägen bei den Frame-Time-Varienzen zu kämpfen. In der Frame-Time-Grafik kann man die türkisfarbene Linie der 980 oberhalb der Konkurrenz sehen – ein sichere Zeichen für niedrigere Framerates. Die Ausschläge über diese Linie hinaus sind es, die die gefühlte Flüssigkeit im Gameplay am stärksten beeinträchtigen.

Project CARS

Project CARS ist ein schwieriger Benchmark-Titel, denn man muss so konsistent wie möglich eine Linie um den Kurs ziehen. Die Ergebnisse decken sich jedoch mit denen, die wir bisher schon gesehen haben: Die minimalen Framerates liegen durch die Bank oberhalb der 40-FPS-Marke und die Durchschnittswerte beginnen bei 50 FPS – jede dieser Grafikkarten hat genug Bumms für die WQHD-Auflösung.

Auch wenn die Frame-Time-Grafik klar macht, dass wir es hier mit einer großen Leistungsbandbreite von der Radeon R9 390X bis hin zur GeForce GTX 1080 zu tun haben, sind die Frame-zu-Frame-Differenzen beruhigend gering und zeugen von einem – auch gefühlt – flüssigen Gameplay.

Der Sprung zur 4K-Auflösung zeigt heftige Auswirkungen auf die Performance. AMDs Grafikkarten schon bei WQHD im Nachteil; das Top-Modell Radeon R9 Fury X war hier langsamer als die langsamste Nvidia-Karte im Testfeld (die GTX 980). Aber jetzt kommt die Radeon R9 390X gerade mal auf Durchschnittswerte von knapp über 30 FPS während die Fury und die Fury X knapp unter der 40-FPS-Marke verbleiben. Eine GeForce GTX 1080 verdoppelt hier locker die Fury-X-Performance – sie ist 107 Prozent schneller. Die GTX 1080 ist außerdem um mehr als 76 Prozent schneller als eine GeForce GTX 980.

Letztes Jahr um diese Zeit wies Slightly Mad Studios Anschuldigungen zurück, dass man die Performance von AMD-GPUs verkrüppeln würde. AMD-Vertreter versicherten, dass AMDs Treiber-Team an einem fix arbeiten würde, der die Performance in Project CARS verbessern würde.

Nun haben wir das Spiel erstmals in unserer Benchmark-Suite genutzt – schließlich ist es ein wunderschöner Titel. Wir können allerdings nicht sagen, ob die Radeon-Karten im Vergleich zu damals nun besser abschneiden. Aber auf jeden Fall kann dieses Ergebnis nicht zufriedenstellend für AMD (und die Nutzer seiner Karten) sein; hier ist noch viel Arbeit am Treiber nötig.

Rise of the Tomb Raider

Rise of the Tomb Raider bevorzugt Nvidia-Hardware auf ähnliche Weise – allerdings bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie bei CARS. Die GeForce GTX Titan X und die GeForce GTX 980 Ti kommen mit diesem Titel sehr gut klar.

Nach diesen beiden Flaggschiffen der Vorgängergeneration reihen sich vier weitere Karten in knapper Reihenfolge ein, während die GTX 1080 einsam die Spitze hält und bei der durchschnittlichen Framerate 71 Prozent schneller ist als eine GTX 980.

Alle Karten liefern unter diesen Bedingungen eine flüssig spielbare Performance ab – aber das wird sich beim Wechsel zu 3840 x 2160 Pixeln wahrscheinlich sehr schnell ändern.

Trotz unserer besten Bemühungen, gleiche Bedingungen für alle Karten in Rise of the Tomb Raider sicherzustellen (das Ambient-Occlusion-Setting bleibt auf „On“ anstelle von „HBAO+“, um Nvidias GameWorks-Feature zu umgehen), bleiben AMDs Fiji-basierte Grafikkarten hinter Nvidias GM200-basierten Boards zurück.

Die Radeon R9 Fury X und Radeon R9 Fury zeigen zudem heftige Frame-Time-Ausschläge, die in der Grafik als prominente, augenscheinliche Latenzprobleme sichtbar werden.

Nciht, dass das bei 4K eine große Bedeutung haben würde: Die Framerate im Zeitverlauf zeigt, dass die Radeon R9 Fury X, Fury und 390X sowie die GeForce GTX 980 bei etwa 20 FPS oder weniger herumkrebsen. Die durchschnittlichen Framerates dieser Karten liegen bestenfalls bei 32 FPS. Bei all diesen Karten muss man hinsichtlich der Grafikdetails mehr oder weniger starke Kompromisse eingehen, wenn man eine spielbare Performance erzielen will.

Könnten diese Werte durch den Onboard-Speicher bedingt sein? Immerhin erzielt die mit acht Gigabyte bestückte Radeon R9 390X bessere Ergebnisse als die beiden Fiji-basierten Karten und die GTX 980 mit ihren vier Gigabyte bricht ebenfalls stärker ein als erwartet. Denn: Die GeForce GTX 1080 ist mit einem Vorsprung von 101 Prozent mehr als doppelt so schnell wie sie!

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