bq Aquaris X5: Langlebigkeit vs. schiere Leistung und Feature-Wahn

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Bei Smartphones versuchen sich die meisten Hersteller wie gehabt am Höher-Schneller-Weiter-Prinzip: Mit immer mehr Features und technischen Zusätzen bei gleichzeitig sinkenden Preisen soll die Konkurrenz übertrumpft werden.

Das gelingt allerdings nicht immer: Schnell bleiben wichtige Details wie etwa die Verarbeitung oder die Kamerasoftware auf der Strecke, weil die Kosten für die teuren Gimmicks an anderer Stelle wieder eingespart werden müssen.

Aquaris X5: Unkomplizierte Hardware für den mobilen Alltag

bq versucht sich an einem anderen Weg: Die Spanier bieten weder die Smartphones mit der technisch besten Ausstattung noch dem niedrigsten Preis, wie ein schneller Blick auf die Spezifikationen des Aquaris X5 zeigt. Für rund 220 Euro gibt es gerade mal ein einfaches HD-Display, einen Qualcomm Snapdragon 412, zwei Gigabyte RAM, 16 Gigabyte Festspeicher und eine Kameratechnik, die Bilder mit bis zu 13 Megapixeln auf der Rückseite und fünf Megapixeln an der Front aufzeichnet.

Auch die Netzwerkfähigkeiten sind solide, hauen aber nicht vom Hocker: Das WLAN-Modul unterstützt die Spezifikationen b/g/n, das Funkmodem beherrscht immerhin die für Deutschland wichtigen LTE-Bänder B3, B7 und B20. Für die kabellose Anbindung von Peripherie steht Bluetooth 4.0 bereit.

Doch wie bereits angedeutet geht es bq nicht darum, die Konkurrenz mit Technik auszustechen. bq setzt stattdessen auf die Haltbarkeit seiner Smartphones. Während so mancher Hersteller den Eindruck zu erwecken versucht, dass der Nutzer sein Gerät eigentlich im Jahresrhythmus austauschen sollte, gewähren die Spanier eine Herstellergarantie von satten fünf Jahren.

Cyanogen-ROM: Länger Support und mehr Freiheiten

Ein zweites Alleinstellungsmerkmal des bq Aquaris X5 soll das Betriebssystem sein. Denn installiert wird nicht irgendein Standard-Android, dem eine eigene Oberfläche aufgezwungen wird, sondern eine von Cyanogen entwickelte Variante des Google-Betriebssystems.

Optisch bleibt diese nah an der von Google bereitgestellten Vanilla-ROM und auch darüber hinaus halten sich die zusätzlichen Möglichkeiten, die die Cyanogen-ROM bietet, mittlerweile in Grenzen – frühere Versionen verfügten über deutlich mehr Möglichkeiten hinsichtlich der Sicherheitseinstellungen; an dieser Stelle hat Google jedoch mittlerweile nachgezogen.

Der größte Vorteil dürfte in der langfristigen Unterstützung liegen. Derzeit wird auf dem Smartphone zwar “nur” die Version 5.1.1 genutzt, ein Update auf 6.0 dürfte jedoch folgen sowie die Basis als “stabil” bezeichnet wird, was im Regelfall einige Monate nach der Veröffentlichung der neuen Android-Version passiert.

Auch kommende Versionen könnten das Smartphone noch erreichen. Zudem ist der Bootloader entsperrt, sodass versierte Nutzer ohne viel Aufwand eigenhändig am System Veränderungen vornehmen und beispielsweise ohne Schwierigkeiten Erweiterungen, die Root-Zugriff benötigen, installieren können.

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