Gelid Zentree: Durchdachte Ladestation für bis zu 4 Mobilgeräte

Zukunftssicherheit dank austauschbarer Ladekabel

Die Stromversorgung der Zentree-Ladestation erfolgt über ein zweipoliges Standardkabel, das auf der Rückseite eingeschoben wird. Im Inneren der Kunststoffkiste verbirgt sich die eigentliche Ladetechnik, die vier klassische USB-Steckplätze vom Typ B bereithält, die insgesamt eine Stromstärke von 9,6 Ampere – und damit 2,4 Ampere je Anschluss – bei einer Betriebsspannung von fünf Volt bereitstellt. Damit können auch Schnellladefunktionen wie beispielsweise Qualcomms Quick-Charge-Technologie genutzt werden.

Allerdings bleibt die Einsatzmöglichkeit auf die kleineren Mobilgeräte beschränkt. Leistungsstärkere Tablets – etwa die immer beliebteren 2in1-Convertibles – besitzen oftmals eigene Netzteile, die mit Ladespannungen von deutlich mehr als 10 Volt umgehen können.

Die vier Ladekabel werden durch zwei Aussparungen im Deckel nach außen geführt. An dieser Stelle wird jedoch die Hoffnung auf eine größere Ordnung auf dem Tisch zumindest gedämpft, denn vier Kabel – auch die vom Hersteller, die mit einer Länge von 45 Zentimetern recht kurz sind – lassen zumindest den empfindlichen Nutzer schnell wieder von einem Kabelgewirr sprechen. Aufgeräumter ist es dennoch allemal, denn die nicht benötigten Kabelsegemente kann man galant im Gehäuse verstecken.

Ein etwaiges Kabelgewirr lässt sich übrigens weiter sortieren, indem auf die beiliegenden Kabellaschen zurückgegriffen wird, die am Gehäuse Kiste angeklebt werden. Dennoch stellt sich hier die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, jeweils ein Kabel an einer Seite oder einer Ecke aus dem Gehäuse zu führen. Optisch sieht es so fraglos sauberer aus, da alle Kabel an einer einzigen Seite aus dem Gehäuse geführt werden, die man dann beispielsweise zur Wand drehen kann.

Immerhin bietet Gelöids Zentree dank des vergleichsweise unkomplizierten, „modularen“ Aufbaus die Möglichkeit der Individualisierung, wenn eben nicht nur Gerätschaften mit Mini-USB-Anschluss betankt werden sollen – man steckt einfach sein eigenes, spezielles USB-Kabel im Inneren des Geräts an. Auch hinsichtlich der Zukunftssicherheit kann die Konstruktion auf diese Weise Überzeugen, schließlich setzen mehr und mehr Hersteller auf den USB-Typ-C-Standard.

Wünschenswert wäre an dieser Stelle aber auch die Möglichkeit, kabellos laden zu können. Denn auch diese Technik wird sich in Zukunft noch stärker durchsetzen – was nicht zuletzt Ikea zeigt, das entsprechende Lösungen bereits in Möbeln integriert in seinen Konsumtempeln zum Kauf anbietet. 

Fazit: Clevere Ladestation für bis zu vier Mobilgeräte

Die Vielzahl von Mobilgeräten stellt die Infrastruktur in Heim und Büro schnell vor Probleme. Mal sind alle Plätze an den Steckdosen vergeben, mal sind Ladekabel oder Netzteil spurlos verschwunden. Die Gelid Zentree hält vier Anschlüsse parat, deren Kabel man eigentlich nicht verlieren kann, und offeriert unkompliziertes, gut organisiertes Laden: Mobilgerät(e) mit dem Ladekabel verbinden und dabei sicher, weil rutschfest ablegen.

Allerdings ist das Mobilgerät so erstmal an einem Ort gebunden, sodass der Aufstellort eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie effektiv Gelids Zentree eingesetzt werden kann. In privaten Haushalten wird sie ihren größten Nutzen vermutlich dann ausspielen, wenn auch Tablets verwendet werden, die nicht ständig greifbar sein müssen. Auch bei Geräten mit Schnelladefunktion gefällt das Konzept, denn es bietet eine praktische Energietankstelle für ein schnelles Nachladen.

Auch eine Nutzung in Büros ist sehr gut vorstellbar. Gerade hier sind die freien Steckdosenplätze oft begrenzt und so mancher Arbeitgeber sieht es nicht sonderlich gern, wenn das Smartphone an den Arbeitsrechner angeschlossen wird.

Bei einer Kaufentscheidung dürfte auch der Preis eine Rolle spielen. Die ZenTree USB Charger Station soll für 50 Dollar angeboten werden. Bei einer 1-zu-1-Übertragung würde das hierzulande einen Kaufpreis von 50 Euro entsprechen – und das ist eine überschaubare Summe für all diejenigen, die etwas auf der Suche nach eine stationären Lademöglichkeit sind, die eine breite Unterstützung von diversen Gerätschaften bietet.

Dass auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens verzichtet wurde, mag damit als verschmerzbarer erscheinen – und vielleicht gibt es bei einem kommerziellen Erfolg irgendwann einen Nachfolger, der auch dieses Feature mitbringt.


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