XCOM 2: Wir erobern die Erde von den Aliens zurück

Als 2012 unter der Regie von Firaxis die erste XCOM-Version im neuen Gewand erschien, waren die Erwartungen sehr hoch – und wurden zumeist nicht enttäuscht. Grafisch deutlich aufgepeppt und spielerisch an die Neuzeit angepasst wusste XCOM mitsamt dem Add-On XCOM: Enemy Within zu überzeugen.

Firaxis hat sich für den zweiten Teil der Neuauflage beruhigend viel Zeit gelassen. In Zeiten, in denen viele Publisher Teile einer Serie im Jahrestakt “raushauen”, ist dies sehr löblich.

Wir hatten schon vor der offiziellen Veröffentlichung die Chance, XCOM 2 auf Herz und Nieren zu testen. Im Umkehrschluss heißt dies, dass unser Testmuster eine Vorabversion war. Zwar sind große Unterschiede zur Release-Version unwahrscheinlich, aber eben auch nicht ausgeschlossen.

Die Mutons wurden weiterentwickeltDie Mutons wurden weiterentwickelt

Zur Handlung: Obwohl in XCOM mit Sicherheit millionenfach die Aliens von den menschlichen Spielern eine tüchtige Abreibung verpasst bekommen habe, ist in der Zwischenzeit des Undenkbare passiert: Die Aliens haben die Menschheit besiegt und beherrschen die Erde.

Anstatt wie bisher die menschlichen Staaten gegen die Nadelstiche der Aliens zu verteidigen, schlüpft der Spieler nun in die Rolle der menschlichen Rebellen, die wiederum den Aliens mit ähnlichen Nadelstichen das Leben schwer machen. Die Situation ist also gewissermaßen spiegelverkehrt. Auch viele andere Aspekte in XCOM 2 ähneln einem Erlebnis mit einem Spiegel: Vieles kommt einem bekannt vor, aber dennoch ist alles irgendwie anders.

Was ist XCOM eigentlich?

Für alle, die noch nie irgendein XCOM-Spiel gespielt haben (vermutlich waren sie die letzten 200 Jahre in irgendeinem Vault eingefroren), eine kurze Einführung in das Spiel und seine Mechanik.

XCOM kombiniert rundenbasierte Taktik mit starken Echtzeit-Wirtschaftselementen. In den taktischen Bereichen Leveln steuert man einen kleinen Trupp Soldaten rundenbasiert über eine begrenzte Karte und muss hauptsächlich einigen Rudeln Aliens zeigen, wo der menschliche Hammer hängt. Nebenbei gibt es häufig noch Aufträge zu erfüllen. Jeder Soldat hat pro Runde zwei Aktionen: Meist bewegt man sich für einen Aktionspunkt etliche Felder, oft schießt man und nur Sterben kostet das Leben anstatt den üblichen Aktionspunkt.

Einer von vielen schön gestalteten RäumenEiner von vielen schön gestalteten Räumen

Zwischen den Runden baut man an seinem Hauptquartier, verwaltet sein Personal, forscht an neuen Technologien und baut Ausrüstungsgegenstände für seine Berufshelden. Das ganze wird stets von einer Geschichte und Myriaden erzählerischen Details untergefüttert.

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