Tom’s Hardware Gaming-PCs 2016 für 999 und 1999 Euro im Test

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Wie konzipiert man ein ausgewogenes Gaming-System zu einem fairen Preis in Kooperation mit einem Systemhersteller und schafft es dabei, (hoffentlich) den Geschmack der Community zu treffen und unterschiedliche Bedürfnisse zu bedienen?

Diese Frage haben wir uns in der Redaktion gestellt und uns dazu entschieden, gleich zwei Systeme auf Basis von Intels aktueller Skylake-Plattform auf die Beine zu stellen, die sich ab sofort im Online-Shop von Mifcom bestellen lassen.

Auf den folgenden Seiten präsentieren wir einen kleinen 999-Euro-PC als ordentliches Einstiegsgerät für Full-HD-Gaming sowie ein Modell für 1999 Euro, das Spiele auch in 1440p-Auflösung in höchster Qualität auf den Monitor zaubern sollte.

Flüssiges 4K-Gaming ist derzeit (noch) nicht in den genannten Preisklassen möglich, denn hierzu wäre ein SLI- oder Crossfire-Setup aus mindestens zwei sehr leistungsstarken Grafikkarten nötig – und das lässt sich preislich einfach nicht sinnvoll innerhalb des von uns gewählten Rahmens abbilden.

Bei der konkreten Komponentenwahl war es uns wichtig, zu einem möglichst ausgewogenen Verhältnis aus Leistung, Betriebsgeräusch, Preis und wo möglich auch Optik zu gelangen. Die Geschmäcker sind aber letztlich verschieden und natürlich mussten auch wir bei der Planung einige Abstriche machen, um die Systeme in einem realisierbaren Preisrahmen halten zu können.

Deshalb haben wir beim kleinen System beispielsweise auf eine mechanische Festplatte verzichtet und stattdessen mehr Arbeitsspeicher und eine SSD in passabler Größe verbaut. Somit bieten beide Systeme eine 500 Gigabyte fassende SSD sowie 16 Gigabyte RAM.

Hinsichtlich der restlichen Komponenten gibt es aber selbstverständlich Unterschiede: Während das Einstiegssystem auf einer Kombination aus Intel Core i5-6500 und einer GeForce GTX 960 basiert, kommt beim großen Gaming-Rechner ein Core i7-6700 mitsamt einer GeForce GTX 980 Ti zum Einsatz.

Wir hoffen, Zockern mit beiden Systemen eine mehr als nur solide Basis bieten zu können. Und letztlich gilt: Wer hier ein bestimmtes Feature vermisst, hat im Mifcom-Webshop (oder im eigenen Bestand) immer noch die Möglichkeit, selbst nachzurüsten.

Als Partner für die Zusammenstellung und den Vertrieb der PCs konnten wir die Systemschmiede von Mifcom gewinnen, die uns qualitativ bereits in der Vergangenheit überzeugen konnte, unter anderem anhand der hinreißend angerichteten, pfeilschnellen, aber auch sündhaft teuren Mifcom Battlebox MSI Edition (Test vom April 2015).

Verpackung und Lieferumfang

Alle Notebooks und Komplettsysteme, die wir bislang von Mifcom im Test hatten, zeichneten sich zunächst einmal durch eine hervorragende Verpackung für maximale Stoßsicherheit während des Transports aus. Dies sollte es selbst dem grobmotorigsten Paketausträger unmöglich machen, den Geräten während der Auslieferung Schaden zuzufügen – er (oder sie) müsste es dann schon echt darauf anlegen.

Beide PCs befinden sich nicht nur in den Originalkartons der verwendeten Gehäuse, sondern werden noch einmal zusätzlich in einer beachtlich großen Umkartonage untergebracht. Im Inneren schützt großzügig bemessene, robuste Luftpolsterfolie in mehreren Lagen.

Damit aber noch nicht genug: Im Systeminneren kommen spezielle, einmalig aufblasbare Schaumkissen zum Einsatz, die dafür sorgen, dass sich auch schwere Komponenten wie Grafikkarten oder Prozessorkühler während des Transports nicht bewegen können.

Mifcom legt beiden Systemen sämtliches zusätzliches Zubehör bei, das bei der Montage der Systeme übrig geblieben ist. Wer also später selbst nach- oder aufrüsten möchte, kann sich je nach Systemgrundlage aus einem mehr oder minder umfangreichen Teilekonvolut aus dem Mainboard-Karton bedienen. Beim großen Tom’s-Hardware-PC lagen sogar zusätzliche gesleevte Kabel (optional) oder auch ein zusätzliches Paar Halteklammern bei, um einen zweiten Lüfter am Prozessorkühler arretieren zu können.

Beide Systeme werden mit einem Warnhinweis zum ESD-Schutz ausgeliefert, der vor der Inbetriebnahme sinnvollerweise durchgelesen und auch beherzigt werden sollte.

Anmerkung in eigener Sache

Uns ist durchaus bewusst, dass wir es mit unserer Komponentenauswahl nicht allen Anwendern Recht machen können. Wenn wir als Online-Publikation im Bereich Computer-Hardware an ein Systemhaus herantreten, um gemeinsam einen Gaming-PC zu konfigurieren, gibt es eine Reihe von Einschränkungen, die zu beachten sind.

Zunächst einmal sollte es nachvollziehbar sein, dass der Verkaufspreis nicht nur ein, zwei Euro über der Summe der billigsten im Internet auffindbaren Preise für Einzelkomponenten liegen kann. Der Grund sollte auf der Hand liegen: Die Systeme wollen professionell zusammengebaut, eingerichtet und getestet werden, bevor sie die Produktionsräume verlassen. Als Gegenleistung für einen entsprechenden Aufpreis gibt es dann aber auch Garantie- und vor allem Support-Leistungen, die deutlich über das hinausgehen, was im Rahmen der Garantie der Einzelkomponenten geboten wird.

Zum anderen haben Systemhersteller wie Mifcom Verträge mit den Komponentenherstellern. Das bedeutet, dass nicht jede am Markt erhältliche Komponente ausgewählt werden kann, sondern vorzugsweise auf jene zurückgegriffen wird, für die der Systemhersteller Rabattvereinbarungen mit den Herstellern getroffen hat.

Erst dadurch wird es möglich, am Ende auch ein Produkt zu einem attraktiven Preis anbieten zu können. Allerdings sind natürlich auch Sonderabsprachen möglich. So konnten wir in einigen Bereichen den Einsatz “offiziell” nicht zur Auswahl stehender Bauteile vereinbaren, um damit dem Tom’s Hardware-Geschmack gerechter werden zu können.

Das Ziel bestand letztlich darin, möglichst viel Gaming-Leistung zu einem guten Preis bieten zu können. Deshalb mussten an einigen Stellen Abstriche gemacht werden, um an anderer Stelle mehr Budget für die wirklich wichtigen Kernkomponenten wie eine schnellere Grafikkarte oder mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung zu haben.

Auf den Einsatz teurer “Gaming”-Mainboards mit einer maximalen Anzahl an Zusatz-Features haben wir ebenso verzichtet wie auf übertaktbare Prozessoren oder werksseitiges optisches Modding. Dafür gibt es mehr von dem, worauf es (uns) letztendlich ankommt: Spieleleistung.

Garantie und Supportleistungen

Nicht nur das große 1999-Euro-System, sondern auch die kleine 999-Euro-Version erhalten von Mifcom eine dreijährige Herstellergarantie einschließlich kostenlosem Pickup & Return Service. Gegen Aufpreis kann der Garantiezeitraum auf fünf Jahre verlängert werden. Einzelheiten führt Mifcom im Rahmen der eigenen Garantieerklärung auf.

Eine Besonderheit ist das Versprechen eines lebenslangen technischen Supports auch nach dem Ende der Garantie: Per E-Mail oder Telefon kann im Bedarfsfall auf das Know-how der Mifcom-Techniker zurückgegriffen werden. Außerdem besteht unter bestimmten Bedingungen (siehe Seite 2) die Möglichkeit zur Inanspruchnahme einer Fernwartungsoption via Teamviewer.

Eine sauber durchgeführte Systemaufrüstung nach dem Kauf bedeutet keinen Garantieverlust, so lange hier nicht unsachgerecht vorgegangen und dadurch eine Beschädigung hervorgerufen wird.

Update 15.12.: Zusätzlich bietet Mifcom erweiterte Garantieleistungen, die Käufern von Einzelkomponenten verwehrt bleiben. Zunächst einmal soll eine Reparatur bzw. ein Komponententausch im Falle eines Defekts innerhalb weniger Tage vom Systemhaus abgeschlossen werden. Wer schon einmal eine defekte Einzelkomponente aus einem selbst zusammengebauten PC über die Herstellergarantie tauschen musste, der weiß auch, dass in einem solchen Fall teils Wochen oder gar Monate vergehen können.

Darüber hinaus gilt: Ist eine defekte Komponente – beispielsweise die Grafikkarte – nicht mehr beim Komponentenhersteller selbst verfügbar, dann ersetzt Mifcom das entsprechende Bauteil durch ein mindestens gleichwertiges Nachfolgermodell – und auch dieses Versprechen gilt für einen Zeitraum von drei Jahren.

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