Monat: Dezember 2015

Wenn die renommierten Hersteller neue Top-Modelle ihrer Smartphone-Linien auf den Markt bringen, steigt regelmäßig auch die Display-Auflösung. Samsung und LG etwa sind mittlerweile bei WQHD angelangt, also bei 2560 x 1440 Bildpunkten. Zum Vergleich: Viele aktuelle 27-Zoll-Monitore nutzen ebendiese Auflösung.

Sony ist das Rennen um die höchste Auflösung in den vergangenen Jahren nicht mitgegangen. Auch das neue Flaggschiff namens Xperia Z5 hält sich in Sachen Auflösung – wie schon seine Vorgänger – vornehm zurück: Full-HD mit 1920 x 1080 Pixeln steht nach wie vor im Datenblatt.

Sony hat sich damit aber nicht gänzlich aus dem Auflösungs-Poker zurückgezogen – im Gegenteil: Vom Xperia Z5 gibt es noch eine Premium-Variante, die es in Sachen Auflösung auf die Spitze treibt. Sony spricht gar vom ersten 4K-Smartphone. Dementsprechend stellt das 5,5 Zoll große Display des Sony Xperia Z5 Premium ganze 3840 x 2160 Bildpunkte dar. Das entspricht einer Pixeldichte von unerreichten 806 PPI. Zum Vergleich: Beim LG G4 mit WQHD-Auflösung reden wir von 534 PPI.

Aber in diesem Test geht es erst einmal um das normale Xperia Z5 mit 5,2 Zoll Bildschirmdiagonale und Full-HD-Auflösung. Gegenüber dem Vorgänger, der in Deutschland als Xperia Z3+ gehandelt wurde, hat sich also nichts geändert. Wobei das Z3+ aus unserer Sicht ein überflüssiges, kleines Update des Xperia Z3 war. Erst mit dem Xperia Z5 kann man wirklich von einer neuen Generation sprechen.

Die Neuerungen betreffen wie schon beim kleinen Bruder Xperia Z5 Compact vor allem die technische Basis und die Hauptkamera mit ihren satten 23 Megapixel Auflösung. Herzstück ist auch beim großen Z5 der Qualcomm Snapdragon 810, dem hier allerdings drei Gigabyte RAM zur Seite stehen. Davon abgesehen – und natürlich von der unterschiedlichen Display-Größe und Auflösung – gleichen sich die beiden Z5-Modelle technisch. Äußerlich darf das Z5 etwas edlere Kleider auftragen.

In zwei weiteren Punkten unterscheidet sich das Sony Xperia Z5 von seinem kompakten Schwestermodell: Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 700 Euro soll es 150 Euro mehr kosten. Online beginnen die Preise aktuell etwa 160 Euro unter der UVP. Zum Vergleich: Das Xperia Z3 bekommt man schon ab etwa 430 Euro. Zudem kommt das große Z5 in anderen Farben daher: Schwarz und Weiß gibt es zwar auch beim Compact, Gold und Grün sind indes dem Z5 vorbehalten.

Bluetooth-Lautsprecher gibt es wie Sand am Meer, aber dieser Kleinstbrüller hat uns wegen seiner geringen Größe dann doch interessiert. So stand einem Test nichts im Wege – schließlich will man ja auch wissen, mit was man es im Detail zu tun hat.

Die etwa 30 Euro Einstiegspreis bei seriösen Shops sind zwar nicht die günstigste Offerte in dieser Volumenklasse, aber gerade noch niedrig genug, um es bei Gefallen auch in eine vertretbare Relation bringen zu können.

Dementsprechend zweckgebunden fällt dann auch das Zubehör aus, denn im Lieferumfang findet man nur ein USB-Ladekabel für den Anschluss am PC und ein kurzes 3,5-mm-Klinkenkabel – jedoch keinen kleinen Tragebeutel. Den bräuchte der Zwerg aber durchaus, denn das dünne Aluminium-Kleidchen ist recht empfindlich.

Womit wir auch schon beim Äußeren angekommen wären. Optik und Haptik spielen eigentlich immer eine Rolle, egal in welcher Preisklasse. Deshalb finden wir den gebürsteten Aluminum-Look noch nicht einmal verwerflich – ganz im Gegenteil. Der Lautsprecher sitzt oben, also im Deckel und nutzt alle Aufstellflächen gern als akustische Potenzhilfe. Ob und wie gut das klappt sehen wir gleich noch.

An der Unterseite befinden sich die hinter einer Silikonabdeckung vesteckten Kontrollemente, die Status-LED und dummerweise auch das Mikrofon. Doch zu letzterem später gleich noch mehr. An der linken Seite befinden sich die Öffnungen für den USB-Ladeanschluss und den Line-In-Eingang im 3,5-mm-Format. Die Frontseite und die rechte Seite sind ohne weitere Elemente und komplett geschlossen.

Die Rückseite (wo ist beim Würfel eigentlich vorn und hinten?) trägt den Ein-/Aus-Schalter und das Produkt-Label. Mehr optische Erkennisse gibt es bis hierher definitiv nicht zu verkünden. Aber wozu auch – es ist am Ende ja ein extrem simples Gerät.

Bevor wir nun gleich die Usability und den Klang testen wollen, schnell noch einmal alle technischen Daten im Schnelldurchlauf:

Technische Daten des Speedlink Xilu
Ausführung:
Mobiler Mono-Lautsprecher mit Buetooth
Abmessungen:
5 x 5 x 5 cm (BxHxT)
Gewicht:
100 g
Frequenzgang:
90 Hz bis 18 kHz (Herstellerangabe)
200 Hz bis 14 KHz (+/- 10 dB, Messung auf simulierter Tischplatte)
Ausgangsleistung:
max. zwei Watt RMS (Herstellerangabe)
Anschlüsse:
Bluetooth (keine Herstellerangabe zur Version)
Aux (3,5 mm Klinkenbuchse)
Besonderheiten:
Freisprecheinrichtung
Lauf- und Ladezeit:
– bis ca 2 Stunden bei hoher Lautstärke
– bis ca. 4 Stunden bei mittlerer lautstärke
– bis ca. 6 Stunden (und mehr) bei geringer Lautstärke

Ladezeit 2 Stunden und 39 Minuten (getestet)

Die meisten neuen Smartphones sind flacher und leichter als ihre Vorgänger. Das war auch bei Sony schon oft der Fall. Auf das jüngste Modell der Japaner, das Xperia Z5 Compact (Z5c), trifft dies allerdings nicht zu. Denn trotz identischer Displaygröße im Vergleich zum Vorgänger, dem Xperia Z3 Compact, wiegt das aktuelle Gerät mehr und trägt ein wenig mehr auf. 


Was genau der Grund dafür ist, weiß wohl nur Sony selbst. Vielleicht der thermisch anspruchsvolle Prozessor? Der Qualcomm Snapdragon 810 ist ja nicht gerade für sein vorbildliches Temperaturmanagement bekannt und hat etwa bereits im HTC One M9 zu starkem Drosseln geführt, sodass der Hersteller den Prozessor mittlerweile aktiv heruntergetaktet hat – ebenso wie schon OnePlus im 2.

Möglicherweise benötigt der in den Power-Button integrierte Fingerabdruckleser etwas mehr Platz? Vielleicht geht Sony aber auch einfach davon aus, dass mehr Gewicht den Eindruck höherer Wertigkeit erweckt? Wie auch immer.


Das Xperia Z5 Compact dürfte jedenfalls wieder einmal das leistungsfähigste Android-Smartphone auf dem Markt sein. Das hat es mit seinen beiden Vorgängern Z1 Compact (Z1c) und Z3 Compact (Z3c) gemeinsam.

Richtig aufgerüstet hat Sony beim Thema Kameras: Die Hauptkamera löst jetzt mit satten 23 Megapixeln auf – das ist schon eine echte Ansage. Auf die Qualität der Bilder und Videos sind wir gespannt. Ebenso wie auf die Akkulaufzeit, denn diese Disziplin war bis dato stets eine Domäne der Compact-Modelle von Sony.

Auch das neueste Sony-Smartphone bringt auf Wusch wieder etwas Farbe in den Smartphone-Alltag. Das Xperia Z5c gibt es neben schwarzen und weißen Versionen auch in den Farben Gelb und Koralle, einem pastelligen Rotton. Mit 32 Gigabyte Speicher ausgestattet ruft Sony einen Preis von 550 Euro für das neue Kompakt-Smartphone auf – das ist mehr als ambitioniert. Zum aktuellen Zeitpunkt liegen die günstigsten Angebote mit rund 430 Euro etwa 120 Euro drunter. Zum Vergleich: Der nach wie vor konkurrenzfähige Vorgänger Z3 Compact (Z3c) kostet oft nur noch 360 Euro.

Manches muss reifen und gewinnt mit dem Alter und dank den Köpfen findiger Entwickler auch im zweiten oder dritten Leben noch einen Platz an der Sonne – oder besser: Im Rechner der angepeilten Zielgruppe. Die wiederum ist im Fall von AMDs FirePro W4300 natürlich nicht im High-End-Bereich zu Hause, aber die breite Masse ist sowieso eher auf bodenständige CAD-Einstiegdrogen geeicht.

Wir setzen AMDs neue FirePro W4300 gegen Nvidias ähnlich platzierte Quadro K1200 und erweitern das Testfeld zusätzlich um die AMD FirePro W5000 (eine W5100 hatte AMD leider gerade nicht zur Hand) und die Nvidia Quado K2200. Allerdings bewegen wir uns dann schon fast schon in der nächsthöheren Leistungs- und Preisklasse.

Die Beschriftung der FirePro W5000 auf dem Bild unten ist übrigens ein lustiger Fabrikationsfehler unseres sehr frühen Samples, also bitte nicht wundern.

Doch zurück zu AMDs FirePro W4300, die im AMD-Portfolio exakt den Platz besetzen soll, denn bei Nvidia die Quadro K1200 einnimmt. Dabei vollführt AMD einen interessanten Schachzug, indem man auf den selben Bonaire Pro GL setzt, der auch schon auf der FirePro W5100 aus dem Jahr 2014 werkelt.

Insgesamt 768 Shadereinheiten, 48 TMUs, 16 ROPs, 12 CUs sowie ein GPU-Takt von 930 MHz bzw. 1500 MHz Speichertakt lesen sich zunächst identisch. Auch die TDP von 50 Watt scheint bei der FirePro W5100 fast gleich, jedoch liegt die Leistungsaufnahme der älteren Karte in der Realität unter Extrembelastungen deutlich darüber.

Genau da möchte AMD endlich ansetzen, denn obwohl die Eckdaten ähnlich auschauen, kommt die FirePro W4300 doch mit einem völlig anderen Formfaktor auf dem Markt und lässt sich nun auch als echte Low-Profile-Karte nutzen. Damit dies kühltechnisch nicht schief geht, hat man einfach dank Power Tune einen brutalen Riegel vorgeschoben – und die restriktive Abkappung bei übermäßigem Durst funktioniert richtig gut, wie wir später noch zeigen werden.

Die Platine fällt relativ lang aus, was beim Einbau allerdings keine Probleme verursachen sollte.  AMD liefert natürlich auch noch ein zusätzliches Bracket in normaler Einbauhöhe und vier Adapter mit, mit denen man von mini-DP auf DP wechseln kann.

Wer sechs Monitore anschließen muss, kann dies mittes MST-Hub gern tun, auch wenn es reichlich umständlich ist. Die DP-Ausgänge unterstützen den Standard 1.2a, womit auch Freesync möglich ist. Wir haben diese Monitorspielereien mit zwei Hubs von Club3D spaßeshalber auch getestet: Das Splitting funktioniert genauso problemlos wie die Verwendung von Freesync mit einem geeigneten Monitor samit IPS-Panel (in unserem Fall von Asus).

Die Karte ist optisch und auch technisch auf den ersten Blick absolut unspektakulär. Das muss aber kein Nachteil sein, denn wir bewegen uns ja im (semi-) professionellen Bereich.  Der Luftaustritt am Ende der Karte ist logisch, das andere Ende am Slot-Panel etwas arg verbaut.

Bevor wir jedoch mit den eigentlichen Test beginnen, haben wir noch einmal alle Kontrahenten (und Verwandten) in einer Liste zusammengefasst:

AMD
FirePro
W5000
AMD
FirePro
W4300
AMD
FirePro
W5100
Nvidia
Quadro
K1200
Nvidia
Quadro
K2200
GPU:
Pitcairn
GL
Bonaire
Pro GL
Bonaire
Pro GL
GM107
GL-A
GM107
GL-A
Shader:
768 768
768 512 640
GPU-Takt:
825 MHz 930MHz
930 MHz 954 MHz 1046 MHz
TMUs/Rops:
32/48 16/48
16/48 32/42 16/40
Pixel-
Füllrate:
26,4
GPixel/s
14,9
GPixel/s
14,9
GPixel/s
30,5
GPixel/s
16,7
GPixel/s
Textur-
Füllrate:
39,6
GTexel/s
44,6
GTexel/s
44,6
GTexel/s
40,1
GTexel/s
41,8
GTexel/s
Speicher-
Interface:
256 Bit 128 Bit
128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicher-
größe:
2 GByte
GDDR5
4 GByte
GDDR5
4 GByte
GDDR5
4 GByte
GDDR5
4 GByte
GDDR5
Speicher-
durchsatz:
102,4
GByte/s
96,0
GByte/s
96,0
GByte/s
80,2
GByte/s
80,2
GByte/s
Straßen-
preis (ab):
ca. 325 Euro ca. 315 Euro
(nicht lagend)
ca. 345 Euro ca. 354 Euro ca. 413 Euro

Angesichts derart beeindruckender Eckdaten ist es nicht verwunderlich, dass für den Fernseher ein entsprechend stolzer Preis aufgerufen wird: Derzeit werden rund 5500 Euro fällig (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des TVs waren es sogar noch 9000 Euro). Dafür wird allerdings auch deutlich mehr geboten als bei der deutlich günstigeren Massenware, wo es oft nur Full-HD-Auflösung, nicht gebogene Panels und LCD-Technik mit LED-Hintergrundbeleuchtung gibt.

Gerade im TV-Bereich ist es angesichts der schieren Größe der eingesetzten Bildschirme an der Zeit, den Schwenk zur UHD-Auflösung zu vollziehen: Das Angebot der populärsten Streaming-Dienste in 3840 x 2160 Pixeln (4K/UHD) nimmt seit Ende letzten Jahres beständig zu. Sehr große Fernseher wie der LG 65EG9609 profitieren bei nativem Bildmaterial von ihrer hohen Pixeldichte und liefern ein sichtbar schärferes Bild als FHD-Geräte.

Voll im Trend liegt LG auch im Hinblick auf die Konzeption des Smart-TVs als gebogenes Curved-Display. Nicht umsonst werden selbst im Bereich der PC-Monitore zunehmend gebogene Displays verkauft: Hier machen sich die Hersteller den psychologischen Effekt der Biegung zu Nutze, der ein intensiveres Eintauchen in virtuelle Welten ermöglicht – sei es nun beim Betrachten von Filmen oder aber auch beim Spielen.

65 Zoll wirken auf den ersten Blick wie ein etwas abstrakter Wert. Vergegenwärtigt man sich jedoch, dass dies einer Bildschirmdiagonalen von 165 cm entspricht, wird der Wert umso eindrucksvoller. Schließlich ermöglicht der Fernseher auch die Wiedergabe von 3D-Material mittels Polarisationssystem: Es müssen also Brillen getragen werden, aber die anpassbare 3D-Darstellungsqualität ist gut.

Zu etwas Besonderem wird der LG 65EG9609, dessen mit 55 Zoll etwas kleinerer Bruder bereits für knapp 4500 Euro erstanden werden kann, durch die verwendete OLED-Technologie: Diese bringt im Gegensatz zu den ansonsten eingesetzten, günstigeren LCD-Technologie eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich.

OLED-Displays sollen im Idealfall für hervorragende Schwarz- und Kontrastwerte, lebendige Farben und eine höchstmögliche Blickwinkelstabilität sorgen. Für Multimedia- und Filmfans sind derartige Bildschirme also im Hinblick auf die Bildqualität die beste Wahl.

Auch für – gut betuchte – Spieler bieten sich OLED-Displays dank ihrer extrem schnellen Reaktionszeiten an: Laut LGs Spezifikationen liegt diese bei 0,001 Millisekunden, also einem Bereich, in dem uns jegliche Messung unmöglich ist.

Somit könnte der LG 65EG9609 gerade auch für PC-Spieler mit Multi-GPU-Setups  interessant sein: 4K-Gaming bei höchsten Qualitätseinstellungen auf einem 64 Zoll großen Curved-Display, das zudem noch sehr reaktionsfreudig ist? Das hört sich zu gut an, um wahr zu sein. Wir haben beides auf LGs aktuellem Flaggschiff ausprobiert – innerhalb eines Testzeitraums von über einem Monat – und waren begeistert.

Als Smart-TV bietet LG mit dem vorliegenden Modell viel Funktionsumfang: Als Betriebssystem kommt WebOS 2.0 zum Einsatz, über einen eigenen App-Store können viele Programme, aber auch kleine Spiele heruntergeladen werden. Die bekanntesten Streaming-Dienste wie Maxdome oder Netflix sind bereits als Apps für den Schnellzugriff vorinstalliert.

Sehr schön: Die Bedienung der grafischen Nutzeroberfläche ist quasi selbsterklärend, somit explizit auch für Einsteiger geeignet und zudem sympathisch präsentiert.

Bei der Einrichtung hilft ein niedliches, vogelartiges Maskottchen und eine durchdachte Erklärung der Funktionen und Einrichtung lässt sich direkt auf dem Bildschirm des Geräts aufrufen.

Eingaben werden über eine Fernbedienung getätigt, die auch genutzt werden kann, um die Bewegungssteuerung des LG zu nutzen. Beiliegende 3D-Brillen ermöglichen den Genuss entsprechender Filme mit räumlicher Darstellung. In der aktuellsten Generation wirkt das Smart-TV-Gerät insgesamt bereits nach dem ersten Eindruck ausgereift und durchdacht und ist bereit, auch die Wohnzimmer weniger technikaffiner Nutzer zu erobern.

Dafür spricht auch, dass der LG 65EG9609 im Vergleich zu vielen anderen Geräten ausgesprochen schlank daherkommt und mit 20 bzw. 25,1 kg Gewicht (jeweils exkl. bzw. inkl. Standfuß) erstaunlich leicht ausfällt – zumindest für ein Gerät der 65-Zoll-Klasse. Für respektablen Sound sollen immerhin 20 W starke integrierte Boxen aus dem Hause Harmann/Kardon sorgen.

LG OLED TV – The Ultimate Display“? Wir haben den Test gemacht.

Für kleine Wohnungen fast schon zu groß: LG 65EG9609Für kleine Wohnungen fast schon zu groß: LG 65EG9609

Technische Spezifikationen

Wer sich heute ein iPhone, ein iPad oder einen iPod von Apple zulegt, weiß vorher, dass die Geräte nicht gerade zu den Schnäppchenangeboten zählen. Erst recht nicht, wenn auch noch ein großer interner Speicher auf der Wunschliste steht. Die aktuellen iPhones gibt es nach wie vor auch mit nur 16 Gigabyte Speicher. Der Preisunterschied zum Top-Modell mit 128 Gigabyte beträgt immerhin 220 Euro – das würde sich so mancher Nutzer vielleicht gerne sparen.

Doch sobald man das iOS-Gerät intensiv nutzt, stößt man schnell an die Grenzen des internen Speichers. Vor allem hochauflösende Videos und Fotos gehen zu Lasten der Speicherkapazität. Im Android- und Windows-Lager lässt sich diesem Problem oft kostengünstig und einfach mit einer microSD-Karte begegnen; selbst Modelle mit 128 Gigabyte Speicherkapazität sind schon für rund 50 Euro zu haben. Bei iOS-Geräten gibt es aber generell keinen Slot für die Aufnahme eine Speicherkarte, dieser Weg fällt also aus.


Der taiwanische Zubehörhersteller Adam Elements hat daher mit dem iKlips einen USB-Stick im Programm, der den internen Speicher von iOS-Geräten erweitern bzw. den Austausch von Daten zwischen iOS-Devices und dem Desktop-PC erleichtern soll. Als Schnittstellen besitzt der Stick je einen USB-3.0- und einen Lightning-Port. Im Inneren arbeitet der Stick mit MLC-Speicherzellen. Der Hersteller spricht von 26 bzw. 10 MByte/s beim Lesen und Schreiben über den Lightning-Port, 140 bzw. 70 MByte/s sollen am USB-3-Port erreicht werden.

Optisch macht der iKlips, den es aktuell in fünf verschiedenen Farben gibt, richtig was her. Neben den vier Farben Grau, Silber, Gold und Roségold, die an die Farbgebung der aktuellen iPhones angelehnt ist, hat Adam Elements auch noch ein kräftiges Rot im Programm. Wir haben uns für den Alltagstest einen Stick mit 32 Gigabyte Kapazität in Gold zusenden lassen.

Der Farbton trifft die entsprechende Farbe bei den iOS-Geräten nahezu exakt und fügt sich daher gut ins Bild. Auch die Verarbeitung liegt auf einem ordentlichen Niveau. Das Gehäuse besteht überwiegend aus Aluminium, zudem macht die rückseitige Klammer einen hochwertigen Eindruck. Lediglich die beiden Silikon-Schutzkappen schließen nicht exakt bündig mit dem Metallkörper ab. Das Gewicht liegt bei gut 18 Gramm, fällt also nicht weiter auf.

Die angebotenen Speichergrößen betragen 16, 32, 64, 128 und 256 Gigabyte. Dafür ruft der Hersteller Preise zwischen 59 und 399 Euro auf. Ein Schnäppchen ist der iKlips also auf keinen Fall.

Unser 32-GByte-Modell schlägt mit 79 Euro zu Buche. 128 Gigabyte gibt es für 199 Euro, also in Sachen reinem Speicherplatz kaum billiger, als wenn man sich gleich für das iPhone mit der höchsten Speicherkapazität entscheidet. Allerdings verspricht der iKlips zusätzliche Funktionen – und auch die 128 Gigabyte des Top-iPhones können manchmal zu wenig sein.

Asus ist zweifelsohne ein Spezialist für Mobilgeräte: Bei Notebooks aller Größen und Formen sowie Tablets in den verschiedensten Ausprägungen ist der Hersteller eine feste Größe. Dies gilt allerdings nicht bei Smartphones. Zwar wurden auch an dieser Stelle interessante Formate entwickelt (hier sei an das bereits 2011 im Vorfeld der Computex vorgestellte Padfone erinnert; eine Kombination aus Smartphone und Tablet), doch so richtig durchsetzen konnten sich diese trotz eines recht großen Angebots bei der Zenfone-Serie bisher noch nicht.

Asus Zenfone 2: Das Intel-Phablet

Die zweite Auflage gibt sich deutlich reduzierter. Angeboten wird lediglich ein 5,5 Zoll großes Phablet – das Zenfone 2 – sowie eine davon abgewandelte Version mit aufgewerteter Kamera. Das Standardmodell ist in der oberen Mittelklasse angesiedelt und setzt sich auf dem Papier vor allem durch das Intel-SoC Atom Z3580 von den Konkurrenten ab. Denn die Full-HD-Auflösung des Displays ist genauso klassenüblich wie die Kamera, die Bilder mit 13 (Rückseite) bzw. fünf Megapixeln (Front) auflöst. Der Datenspeicher ist mit 32 Gigabyte vergleichsweise üppig dimensioniert.

Auf der Höhe der Zeit präsentiert sich das Asus-Smartphone auch hinsichtlich der Netzwerkschnittstellen: Das LTE-Modem funkt zwar nur auf der Kategorie 4 (150 MBit/s Down- und 50 MBit/s Upload), aber in WLAN-Netzen kann auf den schnellen ac-Standard zurückgegriffen werden.

ZenMotion-UI: Viele Pendants zu Google-Diensten

Als Betriebssystem setzt Asus auf Android 5.0 (Lollipop), das um die hauseigene ZenMotion-UI bereichert wird. Optisch halten sich die Unterschiede zu Vanilla-ROM in Grenzen, lediglich die eckigeren Buttons fallen sofort ins Auge. Die Menüs und die Tastatur wurden ebenso leicht überarbeitet, allerdings wird dann auf runde Symbole gesetzt.

Ein wirklicher Mehrwert lässt sich bis hier aber noch nicht erkennen. Allerdings ist die auf produktive Anwender abzielende Sortierung in der App-Sammlung augenscheinlich: Abgesehen von wenigen Ausnahmen werden die meisten vorinstallierten Anwendungen auch im App Drawer in Ordnern abgelegt.

Viele der Anwendungen, die eine ganze Reihe der üblichen Google-Dienste nachbilden (und damit doppeln), dürften beim Großteil der Nutzer eher für Schulterzucken sorgen – beispielsweise Kalender, E-Mails, To-do-Listen u.v.m. Auch wenn Alternativen zu den Google-Apps wünschenswert sind und sich vermutlich nicht wenige Nutzer darüber freuen würden, wenn sie selbst entscheiden könnten, welcher Dienst von welchem Anbieter für welche Aufgabe verwendet wird, sind derartige Angebote nicht wirklich befriedigend. Schließlich versuchen sie doch, den Nutzer dauerhaft an die Gerätschaften des Herstellers zu binden bzw. können für einen größeren Aufwand sorgen, wenn die Daten von einem zu einem anderen Mobilgerät umgezogen werden sollen.

Immerhin werden mit der UI aber auch Möglichkeiten für die Steuerung mit Hilfe von Bewegungsgesten sowie ein Einhand-Bedienmodus mitgeliefert. Junge Eltern werden sich über einen Kindermodus freuen, mit dem festgelegt werden kann, welche Apps von den lieben Kleinen ausgeführt werden dürfen.

Wie konzipiert man ein ausgewogenes Gaming-System zu einem fairen Preis in Kooperation mit einem Systemhersteller und schafft es dabei, (hoffentlich) den Geschmack der Community zu treffen und unterschiedliche Bedürfnisse zu bedienen?

Diese Frage haben wir uns in der Redaktion gestellt und uns dazu entschieden, gleich zwei Systeme auf Basis von Intels aktueller Skylake-Plattform auf die Beine zu stellen, die sich ab sofort im Online-Shop von Mifcom bestellen lassen.

Auf den folgenden Seiten präsentieren wir einen kleinen 999-Euro-PC als ordentliches Einstiegsgerät für Full-HD-Gaming sowie ein Modell für 1999 Euro, das Spiele auch in 1440p-Auflösung in höchster Qualität auf den Monitor zaubern sollte.

Flüssiges 4K-Gaming ist derzeit (noch) nicht in den genannten Preisklassen möglich, denn hierzu wäre ein SLI- oder Crossfire-Setup aus mindestens zwei sehr leistungsstarken Grafikkarten nötig – und das lässt sich preislich einfach nicht sinnvoll innerhalb des von uns gewählten Rahmens abbilden.

Bei der konkreten Komponentenwahl war es uns wichtig, zu einem möglichst ausgewogenen Verhältnis aus Leistung, Betriebsgeräusch, Preis und wo möglich auch Optik zu gelangen. Die Geschmäcker sind aber letztlich verschieden und natürlich mussten auch wir bei der Planung einige Abstriche machen, um die Systeme in einem realisierbaren Preisrahmen halten zu können.

Deshalb haben wir beim kleinen System beispielsweise auf eine mechanische Festplatte verzichtet und stattdessen mehr Arbeitsspeicher und eine SSD in passabler Größe verbaut. Somit bieten beide Systeme eine 500 Gigabyte fassende SSD sowie 16 Gigabyte RAM.

Hinsichtlich der restlichen Komponenten gibt es aber selbstverständlich Unterschiede: Während das Einstiegssystem auf einer Kombination aus Intel Core i5-6500 und einer GeForce GTX 960 basiert, kommt beim großen Gaming-Rechner ein Core i7-6700 mitsamt einer GeForce GTX 980 Ti zum Einsatz.

Wir hoffen, Zockern mit beiden Systemen eine mehr als nur solide Basis bieten zu können. Und letztlich gilt: Wer hier ein bestimmtes Feature vermisst, hat im Mifcom-Webshop (oder im eigenen Bestand) immer noch die Möglichkeit, selbst nachzurüsten.

Als Partner für die Zusammenstellung und den Vertrieb der PCs konnten wir die Systemschmiede von Mifcom gewinnen, die uns qualitativ bereits in der Vergangenheit überzeugen konnte, unter anderem anhand der hinreißend angerichteten, pfeilschnellen, aber auch sündhaft teuren Mifcom Battlebox MSI Edition (Test vom April 2015).

Verpackung und Lieferumfang

Alle Notebooks und Komplettsysteme, die wir bislang von Mifcom im Test hatten, zeichneten sich zunächst einmal durch eine hervorragende Verpackung für maximale Stoßsicherheit während des Transports aus. Dies sollte es selbst dem grobmotorigsten Paketausträger unmöglich machen, den Geräten während der Auslieferung Schaden zuzufügen – er (oder sie) müsste es dann schon echt darauf anlegen.

Beide PCs befinden sich nicht nur in den Originalkartons der verwendeten Gehäuse, sondern werden noch einmal zusätzlich in einer beachtlich großen Umkartonage untergebracht. Im Inneren schützt großzügig bemessene, robuste Luftpolsterfolie in mehreren Lagen.

Damit aber noch nicht genug: Im Systeminneren kommen spezielle, einmalig aufblasbare Schaumkissen zum Einsatz, die dafür sorgen, dass sich auch schwere Komponenten wie Grafikkarten oder Prozessorkühler während des Transports nicht bewegen können.

Mifcom legt beiden Systemen sämtliches zusätzliches Zubehör bei, das bei der Montage der Systeme übrig geblieben ist. Wer also später selbst nach- oder aufrüsten möchte, kann sich je nach Systemgrundlage aus einem mehr oder minder umfangreichen Teilekonvolut aus dem Mainboard-Karton bedienen. Beim großen Tom’s-Hardware-PC lagen sogar zusätzliche gesleevte Kabel (optional) oder auch ein zusätzliches Paar Halteklammern bei, um einen zweiten Lüfter am Prozessorkühler arretieren zu können.

Beide Systeme werden mit einem Warnhinweis zum ESD-Schutz ausgeliefert, der vor der Inbetriebnahme sinnvollerweise durchgelesen und auch beherzigt werden sollte.

Anmerkung in eigener Sache

Uns ist durchaus bewusst, dass wir es mit unserer Komponentenauswahl nicht allen Anwendern Recht machen können. Wenn wir als Online-Publikation im Bereich Computer-Hardware an ein Systemhaus herantreten, um gemeinsam einen Gaming-PC zu konfigurieren, gibt es eine Reihe von Einschränkungen, die zu beachten sind.

Zunächst einmal sollte es nachvollziehbar sein, dass der Verkaufspreis nicht nur ein, zwei Euro über der Summe der billigsten im Internet auffindbaren Preise für Einzelkomponenten liegen kann. Der Grund sollte auf der Hand liegen: Die Systeme wollen professionell zusammengebaut, eingerichtet und getestet werden, bevor sie die Produktionsräume verlassen. Als Gegenleistung für einen entsprechenden Aufpreis gibt es dann aber auch Garantie- und vor allem Support-Leistungen, die deutlich über das hinausgehen, was im Rahmen der Garantie der Einzelkomponenten geboten wird.

Zum anderen haben Systemhersteller wie Mifcom Verträge mit den Komponentenherstellern. Das bedeutet, dass nicht jede am Markt erhältliche Komponente ausgewählt werden kann, sondern vorzugsweise auf jene zurückgegriffen wird, für die der Systemhersteller Rabattvereinbarungen mit den Herstellern getroffen hat.

Erst dadurch wird es möglich, am Ende auch ein Produkt zu einem attraktiven Preis anbieten zu können. Allerdings sind natürlich auch Sonderabsprachen möglich. So konnten wir in einigen Bereichen den Einsatz “offiziell” nicht zur Auswahl stehender Bauteile vereinbaren, um damit dem Tom’s Hardware-Geschmack gerechter werden zu können.

Das Ziel bestand letztlich darin, möglichst viel Gaming-Leistung zu einem guten Preis bieten zu können. Deshalb mussten an einigen Stellen Abstriche gemacht werden, um an anderer Stelle mehr Budget für die wirklich wichtigen Kernkomponenten wie eine schnellere Grafikkarte oder mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung zu haben.

Auf den Einsatz teurer “Gaming”-Mainboards mit einer maximalen Anzahl an Zusatz-Features haben wir ebenso verzichtet wie auf übertaktbare Prozessoren oder werksseitiges optisches Modding. Dafür gibt es mehr von dem, worauf es (uns) letztendlich ankommt: Spieleleistung.

Garantie und Supportleistungen

Nicht nur das große 1999-Euro-System, sondern auch die kleine 999-Euro-Version erhalten von Mifcom eine dreijährige Herstellergarantie einschließlich kostenlosem Pickup & Return Service. Gegen Aufpreis kann der Garantiezeitraum auf fünf Jahre verlängert werden. Einzelheiten führt Mifcom im Rahmen der eigenen Garantieerklärung auf.

Eine Besonderheit ist das Versprechen eines lebenslangen technischen Supports auch nach dem Ende der Garantie: Per E-Mail oder Telefon kann im Bedarfsfall auf das Know-how der Mifcom-Techniker zurückgegriffen werden. Außerdem besteht unter bestimmten Bedingungen (siehe Seite 2) die Möglichkeit zur Inanspruchnahme einer Fernwartungsoption via Teamviewer.

Eine sauber durchgeführte Systemaufrüstung nach dem Kauf bedeutet keinen Garantieverlust, so lange hier nicht unsachgerecht vorgegangen und dadurch eine Beschädigung hervorgerufen wird.

Update 15.12.: Zusätzlich bietet Mifcom erweiterte Garantieleistungen, die Käufern von Einzelkomponenten verwehrt bleiben. Zunächst einmal soll eine Reparatur bzw. ein Komponententausch im Falle eines Defekts innerhalb weniger Tage vom Systemhaus abgeschlossen werden. Wer schon einmal eine defekte Einzelkomponente aus einem selbst zusammengebauten PC über die Herstellergarantie tauschen musste, der weiß auch, dass in einem solchen Fall teils Wochen oder gar Monate vergehen können.

Darüber hinaus gilt: Ist eine defekte Komponente – beispielsweise die Grafikkarte – nicht mehr beim Komponentenhersteller selbst verfügbar, dann ersetzt Mifcom das entsprechende Bauteil durch ein mindestens gleichwertiges Nachfolgermodell – und auch dieses Versprechen gilt für einen Zeitraum von drei Jahren.

Update, 14.12.2015, 12 Uhr: Wir haben eine neue Seite 4 eingefügt, auf der wir detailliert beschreiben, wie wir möglichst objektiv den subjektiven Höreindruck (“Klang”) von Lautsprechern und Kopfhörern bewerten. Dies ist als finale Vorbereitung für unseren für übermorgen geplanten großen Vergleichstest von 2.0- und 2.1 Soundsystemen zu verstehen, der im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut werden wird.

Wir haben mittlerweile fast ein Jahr an unserem Projekt gearbeitet und sind inzwischen (fast) fertig. In unserem neuen Messraum in Chemnitz können wir nun eigentlich alles messen – von der Grafikkarte über Lautsprecher und Kopfhörer bis hin zu Gehäusen und Lüftern. Die Realisierung ist zudem reichlich ungewöhnlich, denn es handelt sich nicht einfach um einen zweckmäßig ausgekleideten Raum. Stattdessen konnten wir eine Idee umsetzen, die sonst nur sehr viel kostenintensiver hätte realisiert werden können: Den Raum im Raum.

Wer bei dieser Abbildung an einen großen Lastenaufzug denkt, der liegt goldrichtig. Und da die Türen trotz innerer Verkleidung nicht ganz so toll sind wie die restlichen dicken Mauern, haben wir eine zusätzliche Zarge auf Rollen gebaut, die mit Spezialschaumstoff gefüllt wurde und die Türöffnung während der Messungen komplett und dicht von außen abschließt (siehe nachfolgendes Bild).

Der Trick mit dem stillgelegten Aufzug ist eigentlich simpel – man muss nur erst mal darauf kommen! Die knapp vier Tonnen schwere, recht geräumige und zudem sehr verwindungssteife Kabine ist doppelwandig ausgeführt, bereits ab Werk in den Wänden mit PU ausgeschäumt und berührt die Außenwelt nur an einer einzigen Stelle – nämlich dort, wo sie auf Dämpfern abgestellt wurde.

Natürlich kann man so noch nicht messen und auch die Reflexionen im Inneren waren nicht von schlechten Eltern. Deshalb haben wir diesen Raum aufwändig und in mehreren Lagen komplett verkleidet. Die unterste Lage besteht dabei aus einem sehr dichten Spezialschaumstoff (RG 75), mit dem wir Decke, Wände, Türen und Fußboden verkleidet haben – und zwar teilweise mehrlagig. Als oberste Lage dient dann spezieller Pyramidenschaumstoff, den wir abgesehen vom Fußboden ebenfalls überall angebracht haben. Der Fußboden erhielt schließlich auf dem Schaumstoff einen Belag aus sehr weichen Gitterplatten und als Abschluss nach oben eine dicke Filzauflage.

Neben fast 200 m² verschiedenster Schaumstoffe wurden einschließlich des Fußbodens insgesamt acht Liter Sprühkleber verbraucht, was eine längere Entlüftung nach sich zog. Natürlich wurden auch andere, wichtige Details nicht vergessen. So nutzen wir im Raum selbst für die Aufstellung der Messobjekte spezielle, resonanzarme Blöcke aus Kunststoff, die einerseits die Raumcharakteristik nicht beeinflussen und andererseits die Messergebnisse nicht negativ beeinflussen.

Natürlich ist unser Messraum nur eine semi-professionelle Lösung, die sich definitiv nicht mit den deutlich teureren Spezialräumen messen kann, die sich beispielsweise größere Unternehmen, Universitäten oder Messlabore leisten können. Jedoch ist diese Lösung für uns die Obergrenze des Machbaren und aus unserer Sicht allemal ausreichend für das, was wir für die tägliche Arbeit benötigen.

Kabeldurchführung, Abstand zwischen Außenwänden und frei stehender Kabine, noch ungedämmtKabeldurchführung, Abstand zwischen Außenwänden und frei stehender Kabine, noch ungedämmt

Direkt neben unserem Messraum nutzen wir eine weitere Räumlichkeit als Kontrollraum, von dem aus wir alle Tests steuern können. Im Messraum stehen uns dank eines speziellen Kabelschachts vielfältige Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehört die Mikrofonleitung, eine weiteres Stereo-NF-Kabel (Klinke, Chinch), Lautsprecherkabel, HDMI und USB sowie ein zuschaltbarer 230-Volt-Anschluss für aktive Lautsprechersysteme. Hinzu kommen noch der VGA-Bench-Table und die zu testenden PC-Gehäuse.

Wenn es nachts leise ist (und nur dann messen wir), sind Werte von 20 dB(A) und niedriger kein Hexenwerk. Warum wir weiterhin überwiegend auf bewertete Dezibel-Messungen und eben nicht auf Sone setzen, erklären wir später noch genauer.

Bevor wir jedoch unsere Messaufbauten genau beschreiben, wollen wir als Nächstes noch ein paar notwendige Worte zur Aufgabenstellung, der Messung und den verwendeten Einheiten loswerden, denn es sind zu viele Legenden über solchen Messungen im Umlauf, die am Ende nur verwirren – und das wollen wir aufklären.

Wer heute in ein hochwertiges Netzteil mit hoher Leistung investiert, der will sichergehen, dass auch der Wirkungsgrad stimmt und das teure Netzteil nicht als Heizung dient. Bei den Markenherstellern darf man sich da aber heutzutage gut aufgehoben fühlen.

Denn auf fast allen Markengeräten ab 300 Watt aufwärts klebt für gewöhnlich ein Logo der 80 Plus Organisation, meist handelt es sich mindestens um die Bronzeausführung. Entsprechende Netzteile müssen also mindestens eine Effizienz von 82 Prozent schaffen, im mittleren Lastbereich müssen es sogar 85 Prozent sein.

Mit diesen Werten geben sich unsere aktuellen Testteilnehmer jedoch erst gar nicht ab. Zum einen stellen die vier Netzteile mindestens 750 Watt Leistung bereit, zum anderen muss es wenigstens das 80 Plus Gold-Logo sein. Die beiden Geräte von Corsair und Fractal Design tragen diese Farbe.

Für die Vertreter von be quiet! und Seasonic darf es gar noch ein bisschen mehr Wirkungsgrad sein: Diese beiden Netzteile halten laut Hersteller sogar die strengen Vorgaben nach 80 Plus Platinum ein. Dabei sollen die Netzteile obendrein noch leise arbeiten – versprechen zumindest die Hersteller. Wir sind gespannt.

Unser aktuelles Testfeld setzt sich zusammen aus einem be quiet! Dark Power Pro 11 mit 850 Watt und Platinum-Logo, einem ebenfalls 850 Watt starken Corsair CS850M auf Gold-Level, dem 750 Watt starken Gold-Netzteil Edison M von Fractal Design und einem Platinum-zertifizierten Seasonic Snow Silent mit 750 Watt Leistung.

Klar, dass hohe Leistung und hohe Effizienz auch beim Preis zu Buche schlagen. Zum Testzeitpunkt waren das Fractal und das Corsair mit ab 110 Euro bzw. ab 130 Euro online am günstigsten zu haben. Dabei spielt die geringere Leistung bei der Preiskalkulation offensichtlich eine erheblich geringere Rolle als der Wirkungsgrad. Denn die beiden Platinum-Netzteile von be quiet! und Seasonic kosten mit Preisen um die 200 Euro deutlich mehr. Das teuerste Netzteil in diesem Vergleichstest ist das ab 210 Euro erhältliche Seasonic Snow Silent – und das trotz der geringeren Leistung im Vergleich zum ab 195 Euro erhältlichen Dark Power Pro 11 von be quiet!.

Über den Daumen gepeilt kann man also sagen: Der höhere Wirkungsgrad schlägt mit rund 80 Euro zu Buche. Der Unterschied der Effizienzgrenzwerte zwischen Gold und Platinum beträgt im Mittel etwa zwei Prozentpunkte. Geht man von einem kWh-Preis von 25 Eurocent aus und setzt man einen 24/7-Dauerbetrieb unter Volllast voraus, ergibt sich in etwa eine Ersparnis von 35 Euro – in einem Jahr. Bei dauerhafter Volllast, wohlgemerkt.

Im Normalbetrieb werden sich die Mehrkosten für die Platinum-Einstufung während des Lebenszyklus eines Netzteils also wohl niemals amortisieren. Ob die Platinum-Geräte dennoch die bessere Wahl sind, muss der Test klären.

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