CAT S40: Robustes Smartphone für Outdoor-Fans und Handwerker

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Das Galaxy Xcover 3 von Samsung hat sich als echter Exot erwiesen, die Leistungswerte waren für ein Gerät der unteren Mittelklasse dennoch in Ordnung. Das CAT S40 kommt mit einem deutlich weniger exotischen Innenleben daher. Leistungsmäßig sollte es aber ähnlich einzuordnen sein wie das robuste Samsung-Phone.

Synthetische Benchmarks

Der CPU-Teil des Snapdragon 210 kann jedoch nicht mit dem im Xcover 3 verbauten Marvell-Prozessor mithalten. Im Geekbench 3 kommt das S40 auf gerade einmal 314 bzw. 1019 Punkte – je nachdem, ob nur ein Rechenkern oder alle gleichzeitig getestet werden. Das Samsung Xcover 3 schneidet hier mehr als 60 Prozent stärker ab. Auch der AnTuTu v5 stuft das Samsung-Gerät als gut 30 Prozent leistungsfähiger ein: Die 19.080 Punkte des CAT-Phones sind nicht sehr berauschend. Der GPU-Teil löst seine Aufgabe indes etwas besser: 4395 Punkte beim 3DMark 2013 Ice Storm Unlimited passen zumindest zum Mittelklasseanspruch. Der GFXBench stößt in dasselbe Horn: Beim Manhattan-Test weiß das CAT mit 6,2 fps onscreen sogar positiv zu überraschen.

  Cat Phones CAT S40 LG G4c Samsung Galaxy Xcover 3
Geekbench 3 single/multicore 314/1019 459/1430 576/1711
AnTuTu v5 19.080 21.665 22.299
3DMark – Ice Storm Unlimited 4395 4382 3107
GFXBenchmark 2.7 (T-Rex HD, Fixed Timestep, Offscreen 5,1 fps 5,2 fps 5,4 fps
GFXBenchmark 2.7 (T-Rex HD, Fixed Timestep, Onscreen 12 fps 9,8 fps 15 fps
GFXBenchmark 3.0 (Manhattan, Offscreen 1,8 fps 1,7 fps 0,8 fps
GFXBenchmark 3.0 (Manhattan, Onscreen 6,2 fps 3,9 fps 2,2 fps

Browser- und Storage-Benchmarks

Eine positive Überraschung gelingt dem S40 bei den Browser-Tests hingegen nicht, alle Ergebnisse liegen ein wenig hinter den Erwartungen zurück. So spuckt der Google Octane v2 mit 2054 Punkten einen der schlechtesten Werte aller bisher bei uns getesteten Smartphones aus. 946 Punkte beim Browsermark 2 sind ebenfalls recht schwach und werden nur von wenigen Mittelklasse-Geräten unterboten. Mit 2275 Millisekunden dauert die Durchführung des SunSpider-Tests sehr lang – das Samsung Xcover 3 benötigt ziemlich genau die Hälfte der Zeit. Peacekeeper (493 Punkte) und WebXPRT 2015 (38 Punkte) lassen das CAT S40 auch nicht in einem besseren Licht erscheinen. Da ist es gut zu wissen, dass sich die gefühlte Surf-Geschwindigkeit deutlich besser anfühlt als es die Benchmarks vermuten lassen.

Die Leistung des internen Speichers geht völlig in Ordnung, das sieht auch der AndroBench 3 so. Gerade beim sequenziellen Schreiben fällt die Performance mit 66 MByte/s sogar sehr hoch aus. An diesen Wert reichen sonst nur Oberklassemodelle heran. Nicht ganz mithalten können da die übrigen Resultate, die aber dennoch keinen Anlass zur Kritik geben.

  Cat Phones CAT S40 LG G4c Samsung Galaxy Xcover 3
AndroBench 3 (sequential read/write) 138/66 MByte/s 126/35,6 MByte/s 112/25,6 MByte/s
AndroBench 3 (random read/write 4K) 14,7/5,5 MByte/s 10,6/1,7 MByte/s 15,4/3,9 MByte/s
Google Octane v2 2054 2553 2209
Browsermark 2.1 946 1287 999
SunSpider 1.0.2 2275 1040 1137
Peacekeeper 493 794 784
WebXPRT 2013 DNF 217 209
WebXPRT 2015 38 47

Display

Ein Smartphone, das viel bei Outdoor-Aktivitäten zum Einsatz kommt, sollte wenigstens noch halbwegs kompakt ausfallen. Das gelingt dem CAT S40 mit seinem 4,7 Zoll großen Display noch gerade so. Mindestens ebenso wichtig ist allerdings eine hohe Leuchtkraft, damit sich Bildschirminhalte auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch einwandfrei ablesen lassen. Und genau hier punktet das CAT-Phone: Exakt 600 cd/m² zeigt das Messgerät an. Damit steckt das Rugged-Smartphone fast jedes andere Smartphone in die Tasche, auch den Outdoor-Rivalen von Samsung (455 cd/m²).

Hinzu kommt ein extrem hoher Kontrast von 1200:1, der rechnerisch aus dem guten Schwarzwert von 0,5 cd/m² resultiert. Zwar wirken schwarze Flächen bei voller Helligkeit wie von einem Grauschleier überzogen. Bei normaler Leuchtdichte verschwindet dieser Effekt aber zugunsten eines satten Schwarztons. Auch die Darstellung von Farben und Graustufen ist sehr gut gelungen, auch wenn letztere bei sehr hellen Tönen ein wenig ins Türkise abdriften. Zusammen mit den stabilen Blickwinkeln mausert sich das IPS-Display des CAT S40 zu dessen größter Stärke.

Kameras

Da kommen die beiden Kameras nicht mit. Die vordere Linse ist mit ihren zwei Megapixeln Auflösung im Selfie-Zeitalter bereits überholt, was auch die Bildqualität belegt. Es herrschen flaue Farben und eine magere Schärfe vor, bei Zwielicht stets kombiniert mit starkem ISO-Rauschen.

Die 8-MP-Optik am Heck ist von einem ganz anderen Kaliber – zum Glück. Mit ihr gelingen durchaus scharfe, farbenfrohe Aufnahmen. Am besten unter freiem Himmel bei heller Motivausleuchtung. Im Videomodus mag es die Hauptkamera indes nicht zu hell. Denn dann zeigen die Aufnahmen deutliches Überstrahlen. Die Schärfe ist obendrein nicht ganz zufriedenstellend.

Selfie mit der FrontkameraSelfie mit der Frontkamera

Draußen #1Draußen #1

Draußen #2Draußen #2

DrinnenDrinnen

Akkulaufzeit

3000 mAh elektrischer Arbeit hat der nicht wechselbare Lithium-Ionen-Akku des CAT S40 im Gepäck – das ist schon eine echte Ansage. Der Hersteller verspricht zudem sehr lange Laufzeiten von bis zu 18 Stunden beim Telefonieren. Im Standby soll das S40 sogar ganze 39 Tage durchhalten.

Damit wäre es wohl der ideale Begleiter auf einer Safari, wo die Smartphone-Benefits nicht wirklich gebraucht werden. Aber dafür tut es auch jedes normale Handy, das mindestens genau so lange durchhält … aber nur einen Bruchteil davon kostet.

Wir testen auch das CAT-Phone beim Surfen im WLAN mit auf 160 cd/m² gedimmter Helligkeit. Auch hierbei kann sich das Durchhaltevermögen mehr als sehen lassen: Knapp elf Stunden Laufzeit sind aller Ehren wert.

Fazit: Wenn bloß das gesprungene Display nicht wäre…

Das CAT S40 hatte sich schon nach wenigen Stunden der Benutzung in das Herz unseres Testers geschlichen. Endlich ein handliches Smartphone mit modernem Betriebssystem, das man nicht wie seinen Augapfel hüten muss.

Das helle Display machte auch in den sonnigen Tagen des Hochsommers eine hervorragende Figur, die Leistung reichte für normale Alltagsanwendungen vollkommen aus – und für die verschiedensten Outdoor-Aktivitäten ward das passende Smartphone gefunden.

Leider hielt die Euphorie nur wenige Tage, denn dann purzelte dem Autor das CAT S40 aus der Hosentasche und … war hinüber. Zumindest zersprang das Display und damit ist das Gerät unbrauchbar geworden. Leider, muss man sagen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich das S40 absolut bewährt.

Für ein Rugged-Phone ist es noch angenehm leicht und kompakt, das Display leuchtet superhell und die Bedienung geht flüssig und dank der mechanischen Tasten auch mit Handschuhen gut von der Hand. Die Leistung ist zwar nur durchschnittlich, dennoch hatten wir nie das Gefühl, von dem Smartphone ausgebremst zu werden. Im Gegenteil. Zudem überzeugt das S40 mit modernen Schnittstellen wie Bluetooth 4.1 und LTE Cat. 4. Und auch den Dual-SIM-Slot werden viele Käufer zu schätzen wissen.

Bleibt halt nur die Frage: Wie lange hält es beim nächsten Mal?

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