Monat: Oktober 2015

Der Trend zu immer größeren Bildschirmdiagonalen ist nach wie vor aktuell – und gleichzeitig verschiebt sich das Seitenverhältnis immer weiter Richtung Breitbild. Mit 21:9 oder UltraWide scheint allerdings das Maximum im Breitenwachstum vorerst erreicht zu sein – zumindest hat sich seit unserem letzten Test von 21:9-Monitoren in Sachen Seitenverhältnis nichts getan.

Dafür sind alle Geräte des aktuellen Tests mit 34 Zoll deutlich größer als die 29-Zöller aus dem vergangenen Test. Zwei der Monitore besitzen zudem ein gewölbtes Display, neudeutsch “curved”. Dank der Biegung soll der Bildeindruck für das menschliche Auge natürlicher sein, da der Abstand zum Bildschirm in allen Bereichen etwa gleich bleibt.

Bei einem normal flachen Display ist der Sehabstand in den Randbereichen deutlich größer als in der Mitte. Das bringt auch perspektivische Nachteile, denn bei geringem Sitzabstand erscheinen gerade Linien zu den Rändern hin schon verzerrt. Die Vorteile eines gewölbten Panels kommen vor allem bei besonders großen Flächen zum Tragen. Daher testen wir Monitore mit satten 34 Zoll in der Diagonalen und überprüfen, ob die Curved-Modelle den – teils happigen – Aufpreis wert sind.

Im Test vertreten sind vier Monitore, die  außer der Größe von 34 Zoll auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten haben. Auflösung, Panel-Technologie, Zielgruppe, gewölbt oder plan – selten herrschte so große Uneinigkeit unter unseren Probanden. Gut für alle, die an einem UltraWide-Monitor mit großer Anzeigefläche interessiert sind. Denn wo eine große Auswahl vorhanden ist, findet sich leichter das passende Gerät.

Die beiden Monitore mit klassisch flachem Display sind der AOC U3477PQU für aktuelle Lagerpreise ab rund 670 Euro und der LG 34UM67-P, der derzeit zu Preisen ab um die 500 Euro gehandelt wird. Mit gewölbten Displays gehen hingegen der Dell U3415W (Straßenpreis ab ca. 750 Euro) und der Samsung S34E790C LED (Straßenpreis ab ca. 890 Euro) an den Start.

Ob dieses Konzept in der Gesamtheit stimmig ist und wie von KFA² beabsichtigt aufgehen kann, wollen wir in diesem Test gewohnt kritisch und objektiv hinterfragen.

Der erste Blick auf GPU-Z nach dem Hochfahren des Rechners lässt zumindest schon einmal vermuten, dass die Karte zu den eher schnelleren Vertreterinnen der GeForce GTX 980 Ti-Familie gehört. Natürlich werden wir auch auf die möglichen Übertaktungsmöglichkeiten hinweisen (vor allem auf das Dual-BIOS und die Möglichkeit, modifizierte BIOSe zu flashen), legen aber im Test den Hauptaugenmerk auf die stabile Werksübertaktung, die die Mehrzahl der Anwender sicherlich nutzen wird.

Zunächst jedoch wenden wir uns noch kurz den trockenen Fakten zu. Die direkten Mitbewerber und die Referenzkarte haben wir wie gewohnt in tabellarischer Form zusammengefasst:

Radeon
R9 290X
(Referenz)
GeForce
GTX 980
(Referenz)
GeForce
GTX 980 Ti
(Referenz)
KFA²
GTX 980 Ti
Hall of Fame
GeForce
GTX Titan X
(Referenz)
Shader-Einheiten: 2816 2048 2816 2816 3072
ROPs: 64 64 96 96
96
Speichergröße: 4 GByte 4 GByte 6 GByte 6 GByte 12 GByte
Speicherinterface: 512 Bit 256 Bit 384 Bit 384 Bit
384 Bit
GPU-Takt: 1000 MHz 1126 MHz+ 1000 MHz+ 1190 MHz+
1000 MHz+
Speicher-Takt: 1250 MHz 1750 MHz 1750 MHz 1753 MHz
1750 MHz

Die Karte im Detail

Wenden wir uns nun den Details zu und betrachten die Karte, die optisch (und technisch) durchaus auffällig daherkommt und auch über den im Verhältnis zu anderen GeForce GTX 980 Ti recht günstigen Preis punkten möchte.

Technische Daten: KFA² GTX 980 Ti Hall of Fame (HOF)
Boost-Takt: ab Werk: 1392 MHz (1291 MHz als Mindestvorgabe)
max. stabile Übertaktung: 1445 MHz
Speichertakt: ab Werk: 1753 MHz
max. stabile Übertaktung: 1835 MHz
Kühler: 4x 8 mm + 3x 6mm Heatpipes, vernickelt
massiver Kupfer-Heatsink
3x Axiallüfter, kein Semi-Passiv-Betrieb
massive Backplate mit Luftlöchern
Anschlüsse: 1x DVI-I (+ analoges Signal), 1x HDMI, 3x DisplayPort
Stromversorgung: 8+2 Phasen-Design
2x 8-pin PCI-Express
Gemessene
Leistungsaufnahme:
15 Watt (Idle)
271 Watt (Gaming)
276 Watt (Stresstest)
Einbaumaße (LxHxT): 30,2 x 12,2 x 5,0 cm  + 0,5 cm Backplate
benötigt drei Slots
Gewicht:  1,292 kg (netto)
Pro: – Dual-BIOS
– leise
– schnell
– fast ohne Spannungswandlergeräusche (“Spulenfiepen”)
– im Verhältnis zu vergleichbaren Karten günstig
– weißes PCB
Kontra: – ziemlich groß und schwer
Preis: ca. 698 Euro

Das Platinen-Layout mit den insgesamt 10 Phasen (8 für die GPU, 2 für den VidRAM) ist völlig ausreichend, in Bezug auf mögliche Resonanzen gut abgestimmt und zudem hinsichtlich der Bauteile recht zweckmäßig bestückt (z.B. IR 3595 als PWM-Chip, IR 3555 als DRMOS), so dass Spannungswandlergeräusche (“Spulenfiepen”) kaum auftreten.

Die siber-metallisch lackierte Backplate besitzt keine aktive Kühlfunktion (Wärmeleitpads), jedoch genügend Luftlöcher für eine ausreichende Zirkulation heißer Luft. Der “Hall of Fame”-Schriftzug auf der Rückseite ist ein nettes optisches Gimminck – genau wie die weiße Platine der Grafikkarte.

Man sieht sehr deutlich, dass der Kühlblock der Spannungswandler mit in den großen Kühler integriert wurde, was nur zu begrüßen ist. Die Kühlfinnen sind alle vertikal ausgerichtet, was natürlich dem Kühlkonzept der fast komplett waagerecht durchläufigen Heatpipes entgegenkommt.

Die Karte kommt mit zwei 8-Pin-Anschlüssen für die Spannungsversorgung, was für das voreingestellte Power Target von etwa 275 Watt völlig ausreicht. Die Händlerangabe mit einer TDP von 250 Watt stimmt deshalb nicht ganz, was man bei der Netzteilauswahl auf alle Fälle berücksichtigen sollte. Das Logo auf der Oberseite leuchtet weiß und ist optisch eine nette Ergänzung zur weißen Kunststoffabdeckung mit den Chrom-Applikationen.

An der Slot-Blende fällt einem als Erstes der BIOS-Umschalter ins Auge: Die Karte setzt auf ein Dual-BIOS, das sich in nichts vom “Original” unterscheidet, dem Benutzer aber die Möglichkeit eröffnet, selbst ein modifiertes BIOS gefahrlos zu flashen, ohne bei einem Fehler die gesamte Karte einzubüßen. Die Community bietet zum Beispiel ein spezielles BIOS an, das sehr viele Restriktionen lockert:

Download XOC (eXtreme OverClock) BIOS – NUTZUNG AUF EIGENE GEFAHR!

Und sonst? Wir finden die übliche Kost aus je einem DVI-I und HDMI-2.0-Port und drei DisplayPort-Anschlüssen, womit wir auch schon am Ende der rein äußerlichen Begutachtung angekommen wären.

Wer das OnePlus One schon mal in Händen gehalten hat, wird das 2 wohl sogar blind erkennen: Die raue Rückseite und die harten Kanten – das war schon für den Vorgänger charakteristisch.

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Bei genauerem Tasten werden aber zwei Änderungen auffallen: Das 2 besitzt jetzt einen optisch und mechanisch abgesetzten Home-Button und an der linken Gehäuseseite sitzt ein Schieberegler, der in drei Positionen arretiert werden kann. Wer sehr sensible Finger hat, spürt zudem, dass das OnePlus 2 jetzt von einem Metallrahmen eingefasst ist. So viel erst einmal zu den erfühlbaren Unterschieden.

Mehr als bei der äußeren Erscheinung hat sich beim Innenleben des neuen “Flagship-Killers” getan. OnePlus hat sowohl das SoC auf den neusten Stand gebracht als auch den Arbeitsspeicher auf jetzt satte vier Gigabyte aufgebohrt. Weitere Verbesserungen oder Neuerungen muss man im Datenblatt fast mit der Lupe suchen.

Da wäre zum Beispiel die Unterstützung für zwei SIM-Karten statt bisher nur einer. Zudem will der Hersteller das Display und die Kameras verbessert haben. Das lässt sich nicht aus dem Datenblatt herauslesen, muss also quasi unter dem Ladentisch passiert sein. Das Betriebssystem ist nun eine Eigenentwicklung namens Oxygen OS 2.0. Wie das beim One verwendete CyanogenMod basiert auch Oxygen OS auf Googles Android.

Das OnePlus One war in den ersten Monaten seiner Existenz ein echter Preisbrecher: 300 Euro kostete die 64-GByte-Version. Mit dem Kursrutsch des Euro entschloss sich der Hersteller später zu einer Preisanpassung und verlangte fortan 50 Euro mehr – nur um den Preis wenige Wochen später wieder auf das ursprüngliche Niveau zu senken. Die Herstellungskosten seien gesunken, so der Hersteller.

Beim Nachfolger sind die Kosten anscheinend wieder nach oben gegangen – oder will OnePlus einfach mehr verdienen? Die getestete 64-GByte-Variante schlägt jedenfalls mit 400 Euro zu Buche, die 16-GByte-Version, die dann auch nur drei Gigabyte RAM besitzt, soll 340 Euro kosten. Nicht zu vergessen: Der Versand verschlingt auch nochmal 20 Euro. Damit ist das OnePlus 2 zwar sicher kein Schnäppchen mehr, die technischen Daten lassen aber immer noch auf ein sehr faires Angebot schließen.

Die Themen auf Tom’s Hardware, die uns heute als ganz normal vorkommen, waren vor vielen Jahren noch Science Fiction und vor noch mehr Jahren wären sie als Magie durchgegangen – seien es nun Internet, Smartphones, Nanotechnologie, Roboter und vieles mehr. Letztlich befinden wir uns alle auf einer Reise in die Science Fiction und ich gehe mal davon aus, dass das Lesen dieser Webseite als Beweis dafür angesehen werden kann, dass ihr gerne auf dieser Reise seid.

Wer sich viel mit den heutigen Trends beschäftigt, ist vermutlich auch neugierig darauf, wie denn die weitere Zukunft aussehen könnte und eventuell sogar, wie sich Menschen der letzten 50 Jahre die Zukunft vorgestellt haben. Mich jedenfalls interessierte das brennend und es interessiert mich immer noch. Immer mehr Bücher extrapolieren die heutigen Technologien und machen daraus interessante Geschichten rund um diese Trends, die erzählerisch teils auf erheiternde und teils auf schockierende Weise weiterentwickelt werden.

Ich möchte die Chance nutzen, euch einige dieser Erzählungen vorzustellen und so eine Liste an Büchern für “Geeks” zu erstellen. Diese Listen gibt es allerdings schon zuhauf. Darauf befinden sich etliche bekannte Romane und ganze Büchereihen wie zum Beispiel die Herr der Ringe-Trilogie, Per Anhalter durch die Galaxis und Neuromancer. Genau deshalb lassen wir diese Werke hier auch nicht auftauchen: Ihr werdet sie entweder ohnehin schon längst kennen oder euch offensichtlich bewusst dagegen entschieden habt, sie zu lesen/hören/sehen.

Die Auswahl der Bücher ist vollkommen subjektiv und ich erhebe nicht den Anspruch, sie objektiv zu betrachten oder auszuwählen. Deshalb sind jegliche Kritiken und Kommentare erwünscht. Auch erwünscht sind natürlich Anregungen zu weiteren Büchern, die hier besprochen werden sollen. Und ganz besonders sind Kommentare erwünscht, die uns einschätzen lassen, ob euch diese Idee gefällt und ob wir sie fortsetzen sollen.

Den Anfang macht der Roman Daemon: Die Welt ist nur ein Spiel von Daniel Suarez. Dieses Buch erschien zuerst im Eigenverlag und baute sich mit der Zeit eine beachtliche Fan-Gemeinde auf. Dadurch wurde dann ein größerer Verlag auf den Titel aufmerksam und seitdem hat er seinen Siegeszug fortgesetzt.

Daemon beginnt mit einem Ende. Dem Ende des Lebens der Hauptperson. Der Mitbegründer der Spielesoftwarefirma CyberStorm Entertainment, Matthew A. Sobol, stirbt und damit wird ein Programm von ihm aktiv, das das Internet zu einem Werkzeug macht. Zu Beginn nur zu einem Werkzeug für einen Mord und dann im Laufe der Geschichte zu einem Werkzeug für eine Revolution. Seine im Internet implantierte Software manipuliert zuerst das Netz selbst und dann einzelne Individuen über das Internet. Das perfide daran ist, dass sich die meisten Menschen dessen nicht bewusst sind und so aus einer normalen Handlung ein Mord resultieren kann.

Die von Sobol entwickelte Software ist allerdings nur eine Art Initialzündung, denn sie entwickelt sich weiter mit jedem Menschen, der von ihr eingebunden wird. Per Abstimmung entscheiden die Menschen gleichzeitig über den weiteren Verlauf und werden dennoch wiederum vom Daemon manipuliert. Ihre Handlungen und Reaktionen werden vorausberechnet und machen sie so zu willigen Werkzeugen eines größeren Plans.

Gegenspieler des toten Sobol ist Detective Pete Sebeck. Dieser hat es nicht so mit Computerspielen und ebenso wenig mit virtuellen Welten, daher stößt er bei seinen Ermittlungen inmitten von Server-Clustern und Algorithmen auf vieles, auf das er sich keinen Reim machen kann.

Während Sebeck noch ein normales Verbrechen aufzuklären versucht, zieht der Daemon immer weitere Kreise und die Gesellschaft wird zu dessen Spielball.

Daemon ist gleichzeitig actiongeladen, visionär und nachdenklich. Unweigerlich fragt man sich, ob das, was Suarez in Daemon beschreibt, Realität werden kann. Immer wenn man denkt, dass man weiß, wie der digitale Hase läuft, schlägt der Daemon den nächsten Haken und die Erzählung entwickelt sich weiter. Letztlich ist die Geschichte in Daemon so groß, dass sie nicht in ein Buch passt. Sie wird im Sequel Darknet fortgesetzt und zieht dort immer weitere Kreise.

Daemon und Darknet zeichnen sich ebenso durch die Menge an Details, wie durch eine exakte Beschreibung technischer Prozesse und Entwicklungen aus. Hierbei überzeugt der Autor einerseits technische versierte Menschen durch sein Fachwissen, nervt jedoch womöglich in dieser Hinsicht weniger versierte Leser mit einer Fülle an Informationen, die ohne den richtigen Background nur schwer verständlich sind. Die eigentliche Stärke der Erzählung ist aber die Weiterentwicklung der heutigen Technik und die Vision einer veränderten Gesellschaft, wie sie durch den Daemon entsteht.

So befriedigt der Roman letztlich sowohl jene, die in der Action den schnellen Kick suchen, als auch jene, die der Schaffung einer neuen Gesellschaft zusehen wollen. Ich jedenfalls konnte den MP3-Player nicht aus den Händen legen und war froh, dass ich nahtlos mit der Fortsetzung Darknet fortfahren konnte, die zu diesem Zeitpunkt bereits erschienen war. Ich kann euch diese zwei Bücher nur ans Herz legen.

Daemon und Darknet gibt es neben der Buchausgabe sowohl als eBook, Hörbuch und als Hörspiel.

Das Einmaleins der WLAN-Adapter

Um wirklich von Nutzen zu sein, muss ein Computer an ein Netzwerk angeschlossen und gleichzeitig mit dem Internet verbunden werden. Obwohl

sich ein kabelgebundener Anschluss in den meisten Fällen als die sinnvollere, weil stabilere und schnellere Verbindung erweist, ist die Verwendung eines WLAN-Netzwerks häufig die bequemere Lösung.

Das kabellose Netzwerk beginnt mit einem Breitbandmodem, das eine Verbindung zum Internetprovider (ISP) herstellt. Falls das Modem nicht bereits über eingebaute WLAN-Funktionalität verfügt, wird es vermutlich per Ethernet-Kabel an einen WLAN-Router gekoppelt werden. Die meisten WLAN-tauglichen Router besitzen gleichzeitig einige Ethernet-Anschlüsse für Geräte, die sich ganz in ihrer Nähe befinden. Nachdem die Verbindung zwischen Modem und Router eingerichtet wurde, kann letzterer das Signal drahtlos senden.

Im Gegenzug müssen die einzelnen Geräte Empfangsgeräte wie PC, Tablet oder Smartphone über integrierte Funkmodule verfügen, um Daten aus dem Netzwerk zu empfangen. Wenn ein solches Endgerät noch keinen eigenen WLAN-Adapter besitzt, gibt es mehrere Möglichkeiten, diese Funktionalität nachzurüsten. Die prominenteste Möglichkeit besteht sicherlich in der Nutzung des allgegenwärtigen USB-Anschlusses. Wird hierüber ein WLAN-Adapter mit einem Computer verbunden, wird es möglich, anschließend drahtlos mit dem Router und damit auch mit dem Modem zu kommunizieren.

Samsung übernimmt mal wieder die Vorreiterrolle im Speichermarkt: Die neue SSD 950 Pro kombiniert extreme Performance mit einer eleganten Verpackung. Diese Schönheit ist auch ein Biest – und zur Überraschung vieler auch noch erschwinglich.

Der heutige Tag ist ein wichtiger Meilenstein für das Storage-Segment. Das NVMe-Protokoll (Non-Volatile Memory Express) wird AHCI in einer Vielzahl von Geräten ersetzen und dank niedriger Latenzzeiten die Nutzererfahrung verbessern. All dies ist dank des ersten Produkts möglich, das speziell für Endkunden entwickelt wurde – Samsungs SSD 950 Pro.

Jahrelang haben Storage-Enthusiasten von der Seitenlinie aus beobachtet, wie andere Subsysteme dank neuer Technologien und fortschrittlicheren Herstellungsprozessen in den Genuss massiver Performance-Verbesserungen kamen. Festplatten und selbst SSDs skalierten einfach nicht mit der gleichen Geschwindigkeit wie CPUs, RAM oder GPUs. AHCI-fähige SSDs reduzierten den Rückstand, wurden aber schnell durch überholte Schnittstellen limitiert, die einst für mechanische Festplatten konzipiert wurden.

NVMe ändert die Spielregeln. Kürzlich enthüllte Intel, dass das Protokoll für 3D XPoint entwickelt wurde. Das hat SSD-Hersteller aber nicht daran gehindert, das Protokoll für traditionellere Speicherprodukte anzupassen. Intel stellte bereits ein NVMe-basiertes High-End-Laufwerk für Endkunden vor, das aber einen teuren und leistungshungrigen Controller aus Intels Data-Center-Portfolio integrierte. Technologie aus dem Enterprise-Segment findet immer wieder mal ihren Weg in den Desktopbereich, lässt aber oft den “Endkunden-Feinschliff” vermissen. Beispielsweise brauchen viele Data-Center-Gerätschaften einen höheren Luftdurchsatz – wenn man so ein Gerät nun in einem Desktop verbaut, muss man auch die Kühlung entsprechend aufbohren und dann mit dem höheren Geräuschpegel leben. Aber die SSD 950 Pro ist etwas völlig anderes: Ihr M.2-Formfaktor ermöglicht eine geringere Energieaufnahme als Intels SSD 750, die wegen ihrer 12-Volt-Stromversorgung auf das 2,5-Zoll- und Steckkartenformat limitiert ist.

Die 950 Pro unterscheidet sich auch von der SM951 und der SM951-NVMe. Dieses neue Modell ist ein reines Retail-Produkt und wird mit Tools ausgeliefert, die für Endkunden entwickelt wurden. Samsung stellt Treiber bereit und packt auch seine SSD-Toolbox-Software namens Magician dazu. Auch Samsungs eigenes Cloning-Tool liegt bei. Zum Vergleich: Die SM951-Modelle wurden für OEM-Kunden entwickelt und lassen normalerweise offizielle Treiber und Software vermissen, wenn man sie doch in einem Shop findet. Viele Enthusiasten haben die SM951-NVMe gekauft, nur um dann die Microsoft-Treiber verwenden zu müssen. Ohne die kürzlich von HP veröffentlichte NVMe-Software von Samsung verliert man ungefähr 30 Prozent der Random-Performance einer SM951-NVMe an den Treiber-Stack, was garantiert nicht jeder Power-User auf dem Radar hatte. Bei Retail-Produkten wie der SSD 950 Pro ist der (Treiber-)Support für Privatanwender dagegen deutlich entspannter.

Technische Spezifikationen

Samsungs SSD 950 Pro ist in zwei Speicherkapazitäten – 256 und 512 Gigabyte – verfügbar. Laut Samsung wird das Unternehmen Anfang 2016 auch ein 1-TByte-Modell auf den Markt bringen. Dieses Modell wird dann Samsungs MLC V-NAND mit 48 Schichten nutzen, der mehr Speicherzellen aufeinander stapelt, ohne dabei die Anzahl nutzbarer Dies pro Wafer zu verringern. Die beiden heute vorgestellten SSD 950 Pro-Modelle nutzen MLC V-NAND mit 32 Schichten. Die 48-Schichten-Speicherbausteine werden erst Ende dieses Jahres in Produktion gehen.

Herz der SSD 950 Pro ist Samsungs UBX-Controller, den man auch in der SM951 und SM951-NVMe findet – wie es aussieht ist er Samsungs universeller PCIe-zu-NAND-Flash-Controller für 2015. Eine auf den Enterprise-Bereich abzielende Version namens SM953 wird für Ende des Jahres erwartet und wird einen Stromausfallschutz mitbringen. Der UBX-Controller wird in 32-nm-Prozesstechnik gefertigt und besteht aus drei ARM-Cortex-R4-Kernen, die mit 500 MHz getaktet sind. Der Controller kann acht Kanäle mit 8-Wege-Interleaving adressieren. Fehlerkorrektur gibt es in Form von BCH, so dass Samsung wohl kein 3-Bit-pro-Zelle-Flash nutzen kann – zumindest nicht ohne massive Modifikationen.

Das 512-GByte-Modell der SSD 950 Pro sollte schneller als das 256-GByte-Modell sein und bis zu 2500 MByte/s bzw. 1500 MByte/s sequenzielle Lese- und Schreibleistung liefern. Die angegebene Random-Performance ist ebenfalls beeindruckend: Bei einer Queue Depth von eins sollen laut Samsung bis zu 12.000 IOPS drin sein. Die sequenziellen Angaben basieren auf einem Enterprise-Workload – auf dem Desktop sollte man also besser nicht 2,5 GByte/s erwarten. Trotzdem: Diese SSD sollte sehr, sehr schnell sein.

Die SSD 950 Pro-Modelle unterstützen außerdem Laufwerkverschlüsselung mit 256 Bit AES, eDrive und TCG Opal. Dieses Feature war bei unserem Testsample nicht aktiviert, aber Retail-Laufwerke sollen entweder noch vor dem Launch oder kurze Zeit danach ein entsprechendes Firmware-Update bekommen. AES-Verschlüsselung ist auch bei der SM951 nicht aktiviert, aber wir haben bisher noch von niemandem gehört, der sich über dieses Versäumnis beschwert hätte.

Preis

Das 256-GByte-Modell von Samsungs SSD 950 Pro hat eine UVP von 219,99 Euro, für das 512-GByte-Modell werden 379,99 Euro fällig. Der offensichtliche Konkurrent ist das 400-GByte-Modell von Intels SSD 750, das es im Handel zu Preisen ab knapp unter 400 Euro zu kaufen gibt. Wir haben die beiden Endkunden-orientierten NVMe-Produkte von Intel mit in den Performance-Vergleichen in diesem Test aufgenommen.

Garantie

Die SSD 950 Pro-Laufwerke werden mit einer fünfjährigen Garantie ausgeliefert, die durch die insgesamt geschriebene Datenmenge limitiert wird: Das 256-GByte-Modell hat diesbezüglich einen TBW-Wert (Terabytes written) von 200, beim 512-GByte-Modell verdoppelt sich das Limit auf 400 TBW. Im Vergleich mit den 256er und 512er Laufwerken der 850-Pro-Modellreihe satteln die beiden 950-Pro-Modelle somit 50 TBW (256 GByte) bzw. 100 TBW (512 GByte) oben drauf.

Zubehör

Die Magician-Software zur Aktivierung des Rapid Modes war nicht rechtzeitig für unseren Test verfügbar. Samsung wird das Tool nach eigener Aussage aber in Kürze veröffentlichen. Das Unternehmen hat auch eine eigene Cloning-Software für Retail-SSDs. Interessant ist die Frage, wie Samsung das Boooten eines NVMe-Treiber von einem geklonten Betriebssystem handhabt. Eventuell wird man diesbezüglich mit BIOS-Settings und dem originalen Betriebssystem herumspielen müssen, um einen sauberen Übergang hinzubekommen. Dazu würde es gehören, einen NVMe-Treiber in Windows 7 zu installieren. Der in Windows 8.x und Windows 10 integrierte NVMe-Treiber von Microsoft macht die Sache ein bisschen einfacher.

Abgesehen von der Software gibt es nicht viel: In der Verpackung findet man das M.2-2280-Laufwerk selbst und zwei Aufkleber für die Außenseite eures Notebooks oder Desktop-PCs.

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Bei der Vorstellung der neuesten Apple-Produkte Anfang September standen das iPad Pro, Apple TV und die neuen iPhones im Fokus. Wer den Livestream jedoch aufmerksam verfolgt hat, dem ist noch eine Neuheit aufgefallen: Das iPad Mini 4 wurde mit genau zwei Sätzen erwähnt. Erstens kostet es exakt so viel wie sein Vorgänger und zweitens bietet es die Performance des iPad Air 2 in einem kompakten Gehäuse.

Die erste Behauptung stimmt, die Preise für das neue iPad Mini beginnen wieder bei 389 Euro. Das Top-Modell, das unserem Testgerät mit LTE und 128 Gigabyte Speicher entspricht, liegt bei 709 Euro. Dass das neue kleine iPad jedoch die Leistung des aktuellen Top-Modells aus Cupertino bringen soll, muss man bereits nach einem kurzen Blick ins Datenblatt anzweifeln. Zwar verbaut Apple den aus den 6er iPhones bekannten A8-Chip, der dem A7 aus dem iPad Mini 3 bei Weitem überlegen ist, erhöht außerdem den Kerntakt auf 1500 MHz und verdoppelt zusätzlich den Arbeitsspeicher auf zwei Gigabyte. Den dritten Rechenkern des A8X aus dem iPad Air 2 wird das aber nicht ersetzen können. 

Trotz der etwas nachlässigen Kommunikationsstrategie zum iPad Mini 4 hat es Apple nicht versäumt, sein kleines Tablet wieder auf den Stand der Dinge zu bringen. Konkret verbessert haben will Apple neben der Leistung die Kameras, das Display, die Energieeffizienz und die drahtlose Kommunikation. Leichter und kompakter ist die vierte Generation ebenfalls geworden. Also auf in den Ring, Konkurrenten wie das Asus ZenPad S 8.0, das HP Pro Slate 8 und das Sony Xperia Z3 Tablet Compact warten bereits.

Schwarz Silber Gold
16 GByte iPad Mini 4 WiFi iPad Mini 4 WiFi iPad Mini 4 WiFi
iPad Mini 4 LTE iPad Mini 4 LTE iPad Mini 4 LTE
64 GByte iPad Mini 4 WiFi iPad Mini 4 WiFi iPad Mini 4 WiFi
iPad Mini 4 LTE iPad Mini 4 LTE iPad Mini 4 LTE
128 GByte iPad Mini 4 WiFi iPad Mini 4 WiFi iPad Mini 4 WiFi
iPad Mini 4 LTE iPad Mini 4 LTE iPad Mini 4 LTE

Wer heutzutage auf der Suche nach einem reinrassigen High-End-Smartphone ist, findet fast ausschließlich Geräte mit Bildschirmdiagonalen jenseits der fünf Zoll. Flaggschiffe müssen groß sein – da sind sich die Hersteller weitgehend einig. Lediglich Sony hat mit dem mittlerweile schon etwas betagten Xperia Z3 Compact ein Android-Highend-Smartphone mit einem kleineren Display (4,6 Zoll) im Angebot. Und seit einem Jahr gibt es auch von Apple ein großes (iPhone 6 Plus mit 5,5 Zoll) und ein nahezu identisches kleines (iPhone 6 mit 4,7 Zoll) Flaggschiff.

Im aktuellen Test geht es also um die neueste Version des kleinen iPhones mit der Versionsnummer 6s. Den 5,5 Zoll großen Bruder namens iPhone 6s Plus haben wir ja auch schon unter die Lupe genommen.

Da sich die beiden Schwestermodelle technisch sehr ähneln, kommen wir zunächst zu den wenigen Unterschieden: Größe und Gewicht liegen auf der Hand, dazu kommt eine etwas niedrigere Auflösung beim 6s. Das 6s Plus besitzt obendrein statt eines elektronischen einen optischen Bildstabilisator und der Akku im Plus bietet mehr Kapazität – das war es im Prinzip. Eine Kleinigkeit noch: Beim iPhone 6s Plus rotiert auf Wunsch auch der Homescreen ins Querformat, beim normalen iPhone 6s nicht.

Das Apple iPhone 6s ist aber nicht nur kleiner als das 6s Plus, es kostet auch weniger. Die kleinste Version mit 16 Gigabyte Speicher liegt bei 740 Euro, die mit 64 Gigabyte bei 850 Euro und das Top-Modell, das wir zum Test geordert haben, schlägt mit 960 Euro zu Buche. Damit kostet das iPhone 6s jeweils 110 Euro weniger als die Plus-Version, gleichzeitig aber zwischen 40 und 60 Euro mehr als der Vorgänger. Die neue Farbe Roségold gibt es natürlich auch beim kleinen iPhone.

Noch vor Jahresfrist haben wir den ersten Test der neuen iPhone-Generation dem kleineren Modell gewidmet. Dieses Mal beginnen mit der Plus-Variante. An der Displaygröße und dem äußeren Erscheinungsbild hat Apple gegenüber dem Vorgänger nichts verändert – ein typisches Vorgehen der Amerikaner bei den iPhone-Generationen mit dem Namenszusatz “s”.

Dass sich die Gehäuse von Neu und Alt nicht bis aufs Haar gleichen, ist nicht mit einer Design-Auffrischung zu erklären, sondern funktionell bedingt: Die neue Technik für das Bedienkonzept “3D Touch” hätte sonst einfach nicht ins Gehäuse gepasst.

Womit wir auch schon bei einer der wichtigsten Neuerungen des iPhone 6s Plus wären: Das neueste Apple-Smartphone reagiert jetzt nicht mehr nur auf Tippen und Wischen. Auch Drücken – in zwei Intensitätsstufen – ist nun möglich. Der neuen Bedienlogik werden wir uns in diesem Test noch eingehend widmen. Nun aber erst mal zu den weiteren Neuerungen.

Traditionell hält in den jüngsten iPhones auch eine neue Chip-Generation Einzug. Nach dem Apple A8 heißt der neue Chip folgerichtig A9, der sowohl im CPU- als auch im GPU-Bereich signifikante Leistungszuwächse bringen soll – Apple spricht von 70 bis 90 Prozent Mehrleistung. Neu sind auch der jetzt zwei Gigabyte große Arbeitsspeicher, die beiden Kameras mit deutlich höherer Auflösung und die Kommunikationsmodule. Und eine weitere Farbvariante hat Apple eingeführt: Roségold.

Überarbeitet haben die Amerikaner auch ihre Preisstruktur, wobei die Größe des internen Speichers gegenüber der vorherigen Generation gleich geblieben ist. Nach wie vor gibt es Versionen mit 16, 64 und 128 Gigabyte Speicher. Die Preise für das iPhone 6s Plus beginnen jetzt allerdings bei 850 Euro (iPhone 6 Plus 16GB: 800 Euro) und reichen bis hin zu 1070 Euro (iPhone 6 Plus 128GB: 1000 Euro) für unser Testgerät mit 128 Gigabyte Speicherkapazität. Erweiterbar ist der Speicher weiterhin nicht.

Asus ist eine der großen Nummern im Notebook- und Tablet-Markt. Doch während die ZenBooks schon seit Jahren zur Speerspitze im Notebook-Segment zählen, haben die Taiwaner im Bereich der Tablets schon länger keinen echten High-Ender mehr rausgehauen. Auf der IFA 2105 in Berlin hat Asus diesen Umstand wieder gerade gerückt und mit der ZenPad-Serie eine ganze Familie an neuen Tablets vorgestellt. Darunter auch das derzeitige Highlight namens ZenPad S 8.0 Z580CA, unser aktuelles Testgerät.

Dabei handelt es sich – wie der Name bereits vermuten lässt – um ein acht Zoll großes Tablet. Das Betriebssystem steuert Google bei, der Prozessor stammt von Intel – beides keine Überraschungen in einem Asus-Tablet. Dass der Prozessor aber einer der aktuell schnellsten ist und dass der Hersteller dem ZenPad satte vier Gigabyte Arbeitsspeicher spendiert, verwundert schon ein wenig mehr.

Dazu gibt es noch ein hochauflösendes Display, eine laut Datenblatt ordentliche Ausstattung und – optional – einen aktiven Eingabestift. Mit acht bzw. fünf Megapixeln bringt das ZenPad auch eine anständige Kamerabestückung mit, zumindest was die Auflösung angeht.

Oberklasse-Leistung und -Ausstattung lassen sich die Hersteller für gewöhnlich fürstlich belohnen. Asus gibt sich bei der neuen ZenPad-Reihe indes recht zurückhaltend: Die Wifi-only-Version mit 16 Gigabyte Speicher soll laut Hersteller rund 270 Euro kosten. Daneben wird es noch Varianten mit 32 und 64 Gigabyte Speicher sowie Versionen mit LTE-Modul geben. Unser Testgerät (64 GByte, Wifi) kommt mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 350 Euro – sehr fair, wie wir finden. Günstigere Angebote gab es zum Zeitpunkt der Testerstellung noch nicht.

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