Sapphire R9 390 Nitro: An der Grenze des Sinnvollen

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Mehr geht ganz offensichtlich nicht, wenn man versucht, AMDs Hawaii-Karten kühltechnisch möglichst leise und doch kraftvoll zu bändigen – soviel muss man Sapphire mit dem Nitro-Kühler wirklich zugestehen.

Das eigentliche Problem liegt nun mal wie so oft zwischen dem Kühler und der Platine. Der Refresh des Hawaii-Chips – wenn man denn überhaupt von einem echten Refresh und nicht nur einem Rebranding sprechen will – fällt im Vergleich zu den Radeon-Vorgängerkarten in Form der vielen R9 290-Modelle so marginal aus, dass man es fast schon in den Bereich der Messtoleranzen verfrachten könnte.

Die aktuell aufgerufenen 339 Euro für diese Karte bewegen sich auf ähnlichem Niveau wie für viele Modelle der werksübertakteten GeForce GTX 970. Da wird man schon genau abwägen müssen: Wer “nur” mit Full-HD spielt, wird sich kaum so eine schwere und recht durstige Karte einbauen wollen. Ab WQHD macht es dann eher Spaß und wer in UHD zumindest mit mittleren Einstellungen das Vergnügen sucht, wäre mit den real nutzbaren 3,5 Gigabyte der GeForce-GTX-970-Karten dann schon etwas arg knapp dran.

Fazit

Sapphire hat wohl mit das aktuelle Beste daraus gemacht, was man mit einer solchen Chip-Lösung noch auf die Beine stellen kann. Dafür gibt es auch den Approved-Award, der die hohe Tauglichkeit der genutzten Kühllösung belohnt.

Trotz des Alters der Grafiklösung rettet sich die Sapphire R9 390 allein durch den großen Speicherausbau von immerhin acht Gigabyte noch in eine Nische, die grantiert ihre Kunden besitzen dürfte. Wer in höheren Auflösungen spielt oder auf Full-HD sehr speicherlastige Spiele und Mods benutzt, dürfte in diesem Preissegment sicher glücklich werden. Einzig das Fehlen von HDMI 2.0 und DisplayPort 1.3 ist dann im angepeilten 4K-Segment schon ein wenig ärgerlich – aber das kann ja auch Fury nicht besser.

Die hohe Leistungsaufnahme samt Abwärme wäre auch noch so ein Punkt. Aber wer nicht stets und ständig auf die Steckdose schielen will oder muss, dem kann es am Ende egal sein. Man wird ja kaum rund um die Uhr spielen und die Leistungsaufnahme im Idle ist immerhin recht annehmbar.

AMDs Hawaii-Chip ist mit Auslegungen wie der hier vorliegenden am Ende seiner Fahnenstange angekommen, viel mehr ist einfach nicht drin – dies ist die letzte Schlacht, in die er noch einergermaßen aufrechten Ganges geschickt werden kann. Bis zur Markteinführung der R400-Reihe Mitte nächsten Jahres muss man als Board-Partner oder Kunde noch mit den 300er Karten über die Runden kommen, zu Fury X, Fury oder Nano greifen oder sich für das grüne Lager entscheiden – letztlich entscheidet oft sowieso persönlicher Geschmack oder die Vorliebe für einen bestimmten Hersteller. Fanboys und treue Kunden sind sowieso gern geneigt, auch Nachteile und kleinere Macken milde lächelnd zu ignorieren – und warum auch nicht? Ohne diese eiserne Klientel wäre es wohl im Moment noch schwerer für AMD.

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