Mifcom SG5-M: Schlankes High-End Gaming-Notebook

Wie schon beim zuletzt getesteten Notebook aus der EG-Serie bietet Mifcom auch die SG-Serie in unterschiedlichen Größenklassen an: SG5-M und SG7-M stehen jeweils für die 15,6 oder 17,3 Zoll große Variante.

Allein vom Ersteindruck und der Haptik her ist die SG-Serie über den EG-Notebook anzusiedeln: Mifcoms aktuelles 15,6-Zoll Flaggschiff SG5-M basiert auf Clevos P650SG-Plattform und nutzt im Vergleich zum N150SD-Barebone nicht nur (beschichteten) Kunststoff, sondern setzt im Bereich von Displaydeckel und Handballenablage großflächig auf gebürstetes Aluminium.

Wie bei anderen Mifcom-Geräten üblich gibt es eine zweijährige Pickup&Return-Garantie einschließlich des Versprechens, dass die Displays der Geräte pixelfehlerfrei ausgeliefert werden: Nach Erhalt hat der Nutzer 14 Tage lang Zeit, dies zu überprüfen. Zum Standard-Service gehört kostenloser Telefon-Support sowie die Möglichkeit der Notebooküberprüfung per Fernwartung. Weitere Garantieleistungen gibt es gegen Aufpreis.

Alle SG5-M basieren auf einer Kombination aus Intels Core i7-4720HQ und Nvidias GeForce GTX 980M. Die CPU-Leistung ist damit auf dem Papier identisch zum EG5-M, während die Grafikleistung jedoch deutlich höher ausfallen sollte. Aus diesem Grund stehen für das SG-5M auch mehrere Displays in unterschiedlichen Auflösungsklassenzur Verfügung, die mit Full-HD beginnen – für FHD-Gaming ist die üppige Leistung der verbauten GTX 980M nämlich schon fast ein wenig “zu” hoch.

Für den Test ließen wir uns eine relativ üppig ausgestattete Variante des Notebooks zukommen, auch wenn hier je nach Budget noch deutlich mehr möglich ist: Mifcom bestückte unser Testgerät mit einem 3K-Display, einer extrem schnellen M.2-SSD aus dem Hause Samsung, 16 Gigabyte RAM und einer zusätzlichen mechanischen Festplatte im 2,5-Zoll-Format. Der Preis für das Testgerät beläuft sich auf über 2300 Euro.

Bei unserem Testgerät war noch Windows 8.1 vorinstalliert, da wir es noch vor dem Release von Microsofts aktuellstem Betriebssystem bekamen. Ein Upgrade auf Windows 10 ist natürlich kostenlos möglich und bei den aktuellen Geräten kann man natürlich auch gleich Windows 10 auswählen. 

Highlight: Wahlweise mit 3K- oder 4K-Display

Für das Mifcom SG5-M stehen insgesamt drei Displayvarianten zur Verfügung: Full-HD (1920 x 1080 Pixel), WQHD+ (in diesem Fall 2880 x 1620 Pixel) und UHD (3840 x 2160 Pixel). Während der verbaute GeForce GTX 980M-Grafikchip in den meisten Fällen damit unterfordert sein dürfte, “nur” ein Full-HD-Display befeuern zu müssen, sind die beiden größeren Varianten schon fast ein wenig zu viel des Guten, wenn mit maximalen Details gespielt werden soll. Insofern erscheint uns die WQHD+-Variante mit der Möglichkeit, die Auflösung bei Bedarf geringfügig zu reduzieren, als die sinnvollste Option.

Konfigurationsmöglichkeiten

Während die Basis von CPU und GPU bei unserem Modell des SG5-M gleich bleibt (es gibt aktuell im Shop auch einige deutlich günstigere Versionen mit GTX970M, diese allerdings nicht mit dem getesteten 3K-Display), bietet Mifcom wie üblich reichlich Auswahl bei M.2- und 2,5-zölligen SSDs sowie Festplatten in unterschiedlichen Kombinationen und aus unterschiedlichen Preis- und Leistungskategorien. Wer nicht über 2000 Euro ausgeben möchte, kann den Preis durch die Auswahl weniger leistungsstarker Komponenten also deutlich drücken.

Ebenso kann die Arbeitsspeicherausstattung hinsichtlich Menge und Geschwindigkeit angepasst werden und es stehen verschiedene WLAN-Karten bis hin zu Modellen mit Killer Wireless-AC-Chipsatz für Gamer mit speziellen Ansprüchen an die Priorisierung des Netzwerkverkehrs bereit. Optische Laufwerke können nur als externe Modelle hinzugewählt und genutzt werden. Darüber hinaus gibt es eine breite Palette an Peripherie wie Headsets, Mäuse, Tastaturen, einen zusätzlichen Monitor oder eine Notebooktasche.

High-End-Komponenten für Gamer

Wie schon bei EG5-M nutzt Mifcom auch beim SG5-M Intels Core i7-4720HQ, der vier Kerne mit einem Basistakt von 2,6 GHz (Turbo: bis zu 3,4 GHz bei gleichzeitiger Auslastung aller Prozessorkerne) samt Hyper Threading und sechs Megabyte L3-Cache bietet. Für mobile Spieler ist diese CPU mit einer TDP von 47 Watt im mobilen Bereich nach wie eine ausgesprochen leistungsstarke Wahl.

Und auch Nvidias Optimus-Technologie wurde implementiert: Wird die Grafikkarte nicht durch rechenintensive 3D-Anwendungen gefordert, dann nutzt das SG5-M automatisch die in die CPU integrierte, sparsame Intel HD 4600-Grafik. Das reicht aber natürlich nicht annährend für eine flüssige Spieldarstellung aus und so greift das Notebook unter 3D-Last in Spielen auf Nvidias mobile High-End-GPU GeForce GTX 980M mit vier Gigabyte GDDR5-Speicher zurück.

Der Grafikchip basiert auf Nvidias GM204-GPU und gehört somit zum aktuellen Maxwell-Lineup. Mit ganzen 16 SMMs (Streaming Multiprocessors), 1536 Shader-Einheiten, 96 TMUs (Texture Mapping Units) und 64 ROPs (Raster Operation Processors) bietet die GTX 980M noch einmal deutlich mehr Leistung als die nächst kleinere GTX 970M. Der Standard- sowie Boost-Takt liegt bei 1038 bzw. 1127 MHz, der Speicher taktet mit 1253 MHz und ist über ein 256 Bit breites Speicherinterface angebunden.

Für 4K-Gaming bei höchsten Details reicht auch die Rechenleistung dieser GPU nicht aus, aber dennoch sind hier Auflösungen oberhalb von Full-HD selbst bei sehr hohen Details problemlos möglich. Insofern erscheint das 3K-Display mit seiner Auflösung von 2880 x 1620 Bildpunkten als eine attraktive Option.

Mifcom hat unser Testmodell mit 16 GByte (2x 8 GByte) DDR3-1600-SODIMM Arbeitsspeicher von Samsung bestückt: Das ist zukunftssicher, denn in fast allen Fällen reicht derzeit noch selbst die Hälfte vollkommen aus.

Für mächtig Dampf sorgt dann die SSD: Samsungs 256 GByte große XP941 für die M.2-Schnittstelle (16 GByte/s) ist extrem schnell und sorgt beim sequentiellen Lesen und Schreiben für eine Datendurchsatzrate von 1120 bzw. 716 MByte/s. Damit wird jedes 2,5-Zoll-Modell mit SATA-III-Anschluss überdeutlich abgehängt.

Zusätzlich ist eine ein Terabyte große mechanische 2,5-Zoll-Festplatte verbaut. Die Seagate ST1000LM024 (vormals Samsung Spinpoint M8) dreht mit gemächlichen 5400 U/min und bringt es dabei nicht über eine mittlere Transferrate von 84,8 MByte/s – aber für ein “Datengrab” reicht das durchaus aus.

Bei einer Kapazität von nur 60 Wh fällt der Akku ein wenig klein aus – selbst beim kleineren und sparsameren EG5-M sind es 62 Wh. Wie sich das auf die Akkulaufzeit auswirkt, muss sich noch zeigen. Da das SG5-M für ein Gerät dieser Leistungsklasse sehr schlank auftritt, bietet es sich zumindest theoretisch nicht nur als reines Desktop-Replacement-Gerät an, sondern – mit Einschränkungen – auch als mobiler Alltagsbegleiter.

Mifcom liefert das Notebook mit einem 180 Watt starken Netzteil für den Betrieb an der Steckdose aus.

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