Intel Core i5-6600K und i7-6700K: Skylake feiert sein Debüt

Es ist schwierig, ein finales Urteil über Hardware zu fällen, die immer noch in Geheimnisse gehüllt ist. Es gibt zwar eine Menge, das uns auf Basis von Intels Angaben, geleakten Informationen und den im Labor genutzten Diagnostik-Tools über Skylake bekannt ist, aber dieser Launch fühlt sich ohne den ganzen  Hintergrund, der zu einer neuen Architektur einfach dazugehört, nicht komplett an. Glücklicherweise sind uns die grundlegenden Infos bekannt: Wir wissen, was Core i7-6700K und Core i5-6600K leisten, wir wissen was sie (in etwa) kosten, wir haben ein guten Eindruck ihrer Stärken und Schwächen gewonnen und wir kennen nun die Plattformen, auf denen sie arbeiten werden.

Man könnte jetzt argumentieren, dass die Mainboards der interessanteste Teil der ganzen Story sind – und wann hat man das zuletzt bei einem CPU-Launch gelesen? Die von Intels Z170-Chipsatz eingeläuteten Änderungen ebnen den Weg für eine Ära PCIe-basierter Speicherlösungen und durchbrechen damit die Durchsatz- und Latenzlimits, die Systemen bisher durch SATA III (6 GBit/s) und AHCI aufgezwungen wurden. Und natürlich ist es schön, wenn USB-3.1-Controller, DDR4-Support und feinfühliges BLCK-Overclocking größere Verbreitung finden.

Der Core i7-6700K hat einen niedrigeren Turbo Boost als der Core i7-4790K. Aber seine überlegene IPC-Performance resultiert dennoch in besserer Performance bei den meisten Single- und Multi-Thread-Workloads. Unter schwerster Last muss der Quad-Core-Prozessor für gewöhnlich nur Haswell-E-Prozessoren mit sechs oder acht Kernen an sich vorbeiziehen lassen. Dafür bieten Intels Mainstream-Plattformen aber die modernere Ausstattung. Man muss sich also entscheiden, ob man die eben aufgeführten Features oder Prozessor-basiertes PCIe und mehr Kerne will.

Intel wird sich dem Thema Skylake Ende des Monats im Rahmen des IDF noch genauer widmen – und wir sehen keinen Grund, vor diesem Termin hektisch einen Kauf einzuleiten (wenn die neuen Prozessoren bis dahin denn überhaupt in ausreichenden Stückzahlen am Markt verfügbar sind). Sollten auch die zu erwartenden abschließenden Informationen sich mit dem decken, was wir heute hier in Form gegossen haben, dann dürfte man getrost behaupten, dass Skylake Intels erste CPU-Architektur seit Sandy Bridge sein wird, die Enthusiasten wirklich begeistern kann – und nicht einmal nur wegen der Prozessoren selbst.

Folgt Tom’s Hardware Deutschland auf Facebook and Google+ und Twitter.

Ebenfalls interessant...