Thermaltake Suppressor F51: Silent-Gehäuse im Midi-Tower-Format

Schallgedämmte PC-Gehäuse mit schlichtem Auftreten und vielen zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen sind ausgesprochen beliebt. Dementsprechend werden die hinlänglich bekannten Modelle von Fractal Design und Nanoxia auch immer wieder gern in unserem Forum als Basis für einen möglichst leisen, aber dennoch leistungsstarken PC empfohlen.

Mit Thermaltake tritt nun ein weiterer Hersteller hinzu, der ein Gehäuse in dem genannten Bereich anbieten möchte. Dabei gelingt es durchaus, sich in einigen Punkten von den bereits bestehenden Angeboten abzusetzen: Wie die Konkurrenz bietet auch das Suppressor F51 herausnehmbare Dämmelemente an der Oberseite und im linken Seitenteil. Thermaltake stattet den Midi-Tower allerdings zusätzlich mit magnetischen Staubschutzfiltern für die genannten Bereiche aus. Wer ohnehin zusätzliche Lüfter oder eine Kompaktwasserkühlung unter dem Gehäusedeckel unterbringen möchte, dem könnte das Gehäuse umso mehr zusagen.

Abweichend fällt auch die Lüfterbestückung aus: Das Suppressor weist einen langsam drehenden 20-cm-Lüfter an der Front und ein 14-cm-Modell am Heck auf. Diese werden durch eine mehrstufige Lüftersteuerung ergänzt, an die sich insgesamt vier 3-Pin-Lüfter anschließen lassen.

Auf der Höhe der Zeit ist Thermaltake hinsichtlich der Möglichkeiten zur Unterbringung von Radiatoren bzw. Kompaktwasserkühlungen: Gehäusefront und Oberseite fassen Modelle bis zu einer maximalen Größe von 36 bzw. 42 cm. Damit lassen sich zumindest in der Theorie alle gängigen, mit 12- sowie 14-cm-Lüftern bestückten Radiatoren unterbringen.

Thermaltake ruft für das Suppressor F51 eine unverbindliche Preisempfehlung von 129,99 Euro auf. Derzeit sind zu diesem Preis sowohl die von uns getestete Version mit geschlossenem Seitenteil als auch eine alternative Variante mit seitlichem Sichtfenster gelistet.

Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung ist schlicht, punktet aber mit einer informativen Explosionszeichnung des Suppressor F51. Im Inneren gibt es leider nur Halteteile aus Styropor.

Kurze Informationen samt schematischer Zeichnungen zum Komponenteneinbau erhält der Käufer in einer multilingualen Montageanleitung. Neben ein paar wiederverwendbaren Kabelbindern, einem Piezo-Lautsprecher und dem nötigen Montagematerial in schwarzer Farbe gibt es also Dreingabe eine Metallblende, die sich auf Wunsch vor einen der beiden 5,25-Zoll-Schächte schrauben lässt.

Aufbau und Außenansicht

Das Außenkleid des Thermaltake Suppressor F51 wirkt klassisch schlicht und kann seine Ähnlichkeit zu einigen anderen Gehäusereihen auf dem Markt kaum verbergen. So gibt es auch hier eine robuste Frontblende aus Kunstsoff mit seitlichen Lufteinlässen und einer an der rechten Seite angeschlagenen Tür in gebürsteter Aluminiumoptik. Farbliche Abweichungen zwischen Stahlblechlackierung und Kunstsoff gibt es nicht.

Allerdings weicht Thermaltakes jüngster Gehäusespross in einigen Design- wie auch funktionellen Details von der Konkurrenz ab. Da wäre zunächst einmal die nicht vollständig saubere Optik: Beim Suppressor F51 werden die einzelnen Dämmelemente unter dem Gehäusedeckel und am linken Seitenteil von der Innenseite her eingesetzt und verschraubt. Dafür gibt es an der Außenseite großflächige Staubschutzfilter, die die Konkurrenz nicht bietet.

Einen kleinen, aber nützlichen Gimmick hat sich der Hersteller für die Fronttür einfallen lassen: Mittels einer sich an der Innenseite der Tür befindenden Gummilasche kann selbige für den Transport sicher arretiert werden, auch wenn die Magnethalterung an sich schon für einen recht festen Sitz der Tür sorgt.

Als komplett ist die Bestückung mit Front-Panel-Anschlüssen zu bezeichnen. Das Suppressor F51 bietet jeweils zwei USB-Anschlüsse gemäß Spezifikation 2.0 und 3.0 und die üblichen HD-Audio-Buchsen. Der Power-Taster verfügt über eine blaue LED-Rahmenbeleuchtung, es gibt einen leicht mit dem Finger zu betätigenden Reset-Taster und schließlich zwei Bedienelemente für die integrierte Lüftersteuerung, mit denen sich zwischen den Regelstufen hin- und herschalten lässt.

An der Unterseite verbaut Thermaltake vier hohe Kunststoffstandfüße mit einer weichen Moosgummibeschichtung. Im Gegensatz zur silbernen Chrom-Optik vieler anderer Modelle setzt Thermaltake auf Mattschwarz mit glänzend schwarzem Zierring.

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