Monat: Juni 2015

CHERRY MX Board 6.0

Kompromisslose Performance-Tastatur mit reaktionsschneller und präziser Technologie

Auerbach, 16. Juni 2015 – CHERRY, der Spezialist für Computer-Eingabegeräte, präsentiert mit dem MX Board 6.0 die weltweit reaktionsschnellste Performance-Tastatur für Enthusiasten. Das Keyboard vereint die neuste RealKey-Technologie zur analogen Signalverarbeitung mit den bewährten und präzisen MX-Schaltern für kompromisslose Leistung. CHERRY setzt bei dem Top-Modell auf höchste Qualität und ein absolut puristisches Design.
  
 
Höchste Performance dank neuster Präzisionstechnologie
 
Dank RealKey-Technologie erzielt das MX Board 6.0 eine bisher unerreichte Performance, denn die Signalverarbeitung erfolgt analog: Alle Tasten sind direkt mit dem Controller verbunden, wodurch das digitale Scannen der Schaltpunkte entfällt. Deshalb überträgt das MX Board 6.0 jedes Signal rasant in einer Millisekunde an den PC und eignet sich ideal für Situationen, in denen die Reaktionszeit entscheidend ist. Konventionelle, mechanische Tastaturen benötigen hingegen rund 20 Millisekunden für die Signalumsetzung und arbeiten deutlich langsamer. Darüber hinaus ermöglicht die RK-Technologie ein Full-N-Key-Rollover und ein 100 Prozent zuverlässiges Anti-Ghosting. CHERRY gewährleistet damit ein gleichzeitiges sowie absolut sauberes Auslesen aller Tasten und verhindert aktiv eine fehlerhafte Signalinterpretation der Eingaben.
  
 
Bewährte MX-Technologie
 
Das MX Board 6.0 wurde komplett mit den eigenen, hochwertigen Gold-Crosspoint-Schaltern aus deutscher Produktion ausgestattet, die eine Lebensdauer von über 50 Millionen Betätigungen aufweisen. CHERRY garantiert damit die höchste Präzision beim Auslösen. Bei dem neuen Performance-Keyboard kommen die roten Schalter zum Einsatz, welche ohne spürbaren Druckpunkt sowie mit einem minimalen Widerstand arbeiten. Deren Auslösekraft liegt bei 45 Zentinewton und erfolgt linear. Jeder Schalter verfügt zudem über eine rote LED. Dadurch bietet das MX Board 6.0 eine gleichfarbige Hintergrundbeleuchtung mit Helligkeitsregelung. Passend dazu wurden die laser-gravierten Tastenkappen optimiert, um eine perfekte Ausleuchtung zu erreichen. CHERRY realisiert dies durch eine höhere Bauweise der Key-Caps als beispielsweise bei der G80-3000. Durch diese Änderung werden das Abstrahlen der LEDs und ein ungewolltes Ausleuchten der Tasten-Zwischenräume bestmöglich unterbunden.
  
 
Feature-Set für Enthusiasten
 
Um den Langzeiteinsatz angenehm zu gestalten, kann der Anwender die mitgelieferte, gummierte Handballenauflage anbringen. Die Montage erfolgt über ein durchdachtes Magnet-System, was eine einfache Handhabung garantiert. Außerdem ist die Auflage dadurch schnell zur Reinigung abgenommen. Zudem freuen sich Enthusiasten über den abschaltbaren Windows-Key, zweifarbige Statustasten und die zwölf Funktionstasten, die doppelt belegt werden können.
  
 
Puristisches Design und beste Verarbeitung
 
Trotz der auffälligen Hintergrundbeleuchtung zeigt sich das MX Board 6.0 schlicht und in einem puristischen Design. CHERRY setzt bei der 454 x 147 x 28,4 Millimeter großen Tastatur auf ein hochwertiges Gehäuse, dessen Oberteil aus Aluminium gefertigt und mit einer Sandstrahloptik versehen wurde. Eine fettabweisende Beschichtung sorgt außerdem für eine hohe Beständigkeit gegenüber alltäglichen Einflüssen. Die hochwertige Verarbeitung der Tastatur wird mit dem textilummantelten, zwei Meter langen Kabel bis zum USB-Port fortgesetzt.  
  
 
Preis und Verfügbarkeit
 
CHERRY bietet die neue, reaktionsschnelle High-End-Tastatur für den Performance-Bereich zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 189 Euro an. Das MX Board 6.0 ist ab sofort im Handel verfügbar.

Frage: “Was hast du für ein Smartphone?” Die Antwort: “Ein Motorola Moto G mit 4G LTE (2. Gen.)” Aha. Manchmal sind die Dinge nicht so einfach, wie sie sein könnten. In dem Fall hätte man das vorliegende Testgerät auch Moto G2 LTE nennen können – und zumindest wir werden es im Laufe dieses Artikels auch so beibehalten. Denn der Autor hat sich selten so oft vertippt wie bei dieser “sprechenden” Modellbezeichnung.

Ungeachtet der Namensgebung bringt Motorola mit diesem Android-Smartphone sein viertes Modell der erfolgreichen Moto-G-Serie auf den Markt, die sich seit ihren Anfängen als eines der Smartphones mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt etabliert hat.

Schon in der ersten Generation gab es eine LTE-Variante, die der Hersteller kurz nach der Einführung des Ur-G nachgeschoben und mit einem microSD-Slot versehen hat. Mit Nummer 3 wurde das Display größer, der Card-Slot blieb, das 4G-Modul musste indes wieder weichen … um nun im vierten Anlauf wieder mit an Bord sein zu dürfen.

In der Redaktion von Tom’s Hardware ist das Moto G2 LTE indes erst das zweite Modell der G-Serie, das zum Kurztest antritt – mithin aber auch das aktuelle.

Beim Blick in die technischen Daten fallen die Änderungen gegenüber dem Ur-G aber kaum auf. Das Display ist größer, der Speicher erweiterbar, und ein LTE-Modul steckt drin. Das war’s. Okay – Android Lollipop ist auch an Bord, aber das gibt es mittlerweile auch für ältere Motos. Alles andere ist weitestgehend beim alten geblieben.

Von dieser Warte aus betrachtet, scheint das Moto G in seiner vierten Auflage kein echter Preisbrecher mehr zu sein. Denn im Preisbereich um 200 Euro tummeln sich viele andere Geräte, denen das Moto G in dieser Verfassung nichts mehr voraus hat.

Thermaltakes Tt eSports Theron Plus wäre zunächst einmal nur eine weitere Maus aus der oberen Preisklasse. Spätestens auf den zweiten Blick wird sie aber richtig interessant: Denn im Gegensatz zur normalen Theron kann die Maus nämlich über Bluetooth mit einem Smartphone oder Tablet kommunizieren, wenn vorher eine entsprechende App aus Googles Play Store oder Apples App Store heruntergeladen wurde.

Diese App ermöglicht das Mitloggen von Mausdaten während des Spiels und bietet Statistiken, Achievements sowie eine Funktion zum Teilen dieser Daten auf sozialen Netzwerken. Was diesbezüglich genau geboten wird, wollen wir im Verlauf des Tests aufzeigen.

Ansonsten bietet die Theron Plus die Eckdaten, die man von einem 70-Euro-Nager erwarten kann: Für die Abtastung der Mausunterlage sorgt Avagos ADNS-9800-Lasersenor mit einer maximalen Auflösung von maximal 8200 dpi. Zudem handelt es sich seit längerer Zeit mal wieder um ein Gerät mit Gewichtsmanagement.

Selbstverständlich gibt es eine Software zur Anpassung der Mauseinstellungen. Dank RGB-LEDs kann die Beleuchtung in vier Zonen eingestellt und aus bis zu 16,8 Millionen Farbschattierungen gewählt werden. Neben der Justierung der vier auswählbaren DPI-Stufen können zudem die Polling Rate, Lift-off-Distance sowie die Doppelklick-, Cursor- und Scroll-Rad-Geschwindigkeit justiert werden. Auch die Möglichkeit zur Programmierung von Mausmakros ist vorhanden: Diese werden auf den integrierten Speicher in insgesamt fünf verschiedenen Profilen abgelegt.

Die Tt eSports Theron Plus wird in einer aufklappbaren Schachtel ausgeliefert und der Lieferumfang fällt für eine Maus erfreulich groß aus: Neben Garantiekarte und Anleitungen zur Installation der Maus am PC sowie der App für Tablet oder Smartphone legt Thermaltake zwei Tt eSports Aufkleber und eine weiche, dicke Transporttasche für das Eingabewerkzeug bei. Herstellerseitig wird das Gerät als besonders geeignet für RTS-Spieletitel beworben.

Ein 11,5 MByte großes Softwarepaket zur Makroprogrammierung und Modifikation der Mauseinstellungen kann direkt von der Herstellerseite bezogen werden.

Einen ersten Rundumanblick der in glänzendem Metallic-Schwarz und Rot erstrahlenden Maus bieten wir in Form einer durchklickbaren Bilderstrecke:

Die Optik ist ja immer nur die Hälfte der Wahrheit – doch diesbezüglich kann der etwas verschlankte Herkulez durchaus schon mal punkten. Kaum Kunststoff, dafür jede Menge Kühlfläche und ein etwas geringeres Gewicht stehen auf der Haben-Seite. Und sonst? Das wird der nun folgende Test zeigen müssen. Der Name inno3D GTX 980 Ti iChill X3 Airboss Ultra ist jedenfalls schon einmal so sperrig wie eine fette Ledercouch im Korridor.

Im Beipack zur Karte gibt es ein kleines Mauspad und diverse Adapter, die man sich mittlerweile eigentlich auch hätte sparen können. Aber egal, es stört ja nicht. Vielleicht hätte man den Preis um ein bis zwei Euro drücken können, aber das dürfte bei dem Preisniveau der Karte kaum noch entscheidungsführend ins Gewicht fallen dürfte.

Die Karte kommt mit einem ordentlichen Mehrtakt zum Kunden: Schon der Basistakt wurde von 1000 MHz auf immerhin 1152 MHz angehoben. Da man auch beim Speicher noch etwas höher liegt, sollte damit eine merkliche Leistungssteigerung gegenüber der Referenzkarte herauskommen. Neben einem ordentlichen 6+2 Phasen-Design will inno3D nun mit noch mehr Solid-Caps direkt neben den Spannungswandlern punkten – löblich und sicher nicht ganz zufällig. Doch dazu später mehr.

Wir wollen natürlich auch überprüfen, mit welchen Steigerungen bei der Leistungsaufnahme das Mehr an Performnce erkauft wurde und wie es insgesamt mit den Temperaturen und der Lautstärke aussieht. Der Kühler als solcher sieht ja durchaus vielversprechend aus – aber jetzt muss er beweisen, dass er nicht nur optisch was hermacht, sondern auch (leise) Leistung bringt.

Die direkten Mitbewerber und die Referenzkarte haben wir noch einmal kurz in tabellarischer Form zusammengefasst:

Radeon
R9 290X
(Referenz)
GeForce
GTX 980
(Referenz)
GeForce
GTX 980 Ti
(Referenz)
inno3D
GTX 980 Ti
iChill X3 Ultra
GeForce
GTX Titan X
(Referenz)
Shader-Einheiten: 2816 2048 2816 2816 3072
ROPs: 64 64 96 96
96
Speichergröße: 4 GByte 4 GByte 6 GByte 6 GByte 12 GByte
Speicherinterface: 512 Bit 256 Bit 384 Bit 384 Bit
384 Bit
GPU-Takt: 1000 MHz 1126 MHz+ 1000 MHz+ 1152 MHz+
1000 MHz+
Speicher-Takt: 1250 MHz 1750 MHz 1750 MHz 1800 MHz
1750 MHz

Die Karte im Detail

Technische Daten: inno3D GTX 980 Ti iChill X3 Airboss Ultra
Boost-Takt: ab Werk: 1342 MHz (1241 MHz als Mindestvorgabe)
max. stabile Übertaktung: 1515 MHz
Speichertakt: ab Werk: 1800 MHz
max. stabile Übertaktung: 1845 MHz
Kühler: inno3D Herculez
2x 8 mm Heatpipe + 3x 6 mm Heatpipe (vernickelt)
118 vertikale Lamellen, drei Axiallüfter, Semi-Passiv-Betrieb
schwarze Backplate mit kleinen Luftöffnungen ohne Kühlfunktion
Anschlüsse: 1x DVI-I (+ analoges Signal), 1x HDMI, 3x DisplayPort
Stromversorgung: 6+2 Phasen-Design
1x 8 Pin + 1x 6-pin PCI-Express
Gemessene
Leistungsaufnahme:
7 Watt (Idle)
246 Watt (Gaming)
264 Watt (Stresstest)
Einbaumaße (LxHxT): 29,9 x 11,5 x 4,2 cm + 0,5 cm Backplate
benötigt drei Slots
Gewicht: ca. 1,2 kg
Pro: – sehr leise beim Gaming in Anbetracht der Abwärme
– kaum Spannungswandlergeräusche (“Spulenfiepen”)
– sehr schnell und für die Leistung auch effizient
Kontra: – relativ schwer
– zu heiße Spannungswandler
Preis: ca. 749 Euro

Das Platinen-Layout mit den insgesamt acht Phasen (6+2) ist nicht neu, zeigt sich aber gewohnt aufgeräumt und solide. Ordentliche Feststoffkondensatoren (Solid Caps) sorgen vor allem am PCI-Express-Anschluss für eine leichte Reduzierung der Spannungspitzen, auch wenn das Problem damit noch nicht vollständig gelöst wurde.

Der Herkulez-Kühler ist vergleichsweise modular aufgebaut: Bis hin zu den Lüftermodulen lassen sich jede Menge Teile abnehmen, um den Kühler später bei Bedarf entspannt und effizient säubern zu können.

Die Backplate ist massiv und trägt gut zur Stabilisierung der recht schweren Grafikkarte bei – für die Kühlung ist sie aber eher unnütz. Doch dazu später mehr. Optisch und mechanisch ist sie jedenfalls keine schlechte Lösung.

Die insgesamt fünf Heatpipes (2x 8 mm, 3x 6 mm) münden in einem sehr massiven Heatsink, wobei die Spannungswandler (leider) in einer separaten, durchaus großflächigen Kühllösung gefangen bleiben, die nicht mit Heatsink oder restlichem Kühlkörper verbunden ist. Auch darüber wird noch zu sprechen sein.

Die Oberseite ist geprägt durch die 8- und 6-Pin-PCIe-Anschlussbuchsen. Auf sinnige LED-Leuchtreklamen verzichtet inno3D allerdings komplett, was leicht zu verschmerzen ist.

Das dicke Ende zeigt noch einmal die beiden massiven 8-mm-Heatpipes, die den Haupttransport der Abwärme durch den langen Kühler übernehmen.

Das Slot-Panel bietet die üblichen Verdächtigen. Neben dem Dual-Link DVI-I mit durchgeschleiftem analogen Signal finden sich noch vier Anschlüsse, die bei UHD 60 Hz unterstützen: Drei mal DisplayPort und einmal HDMI 2.0.

Solide, schwer, schnell und zumindest von oben in massivem Aluminium verpackt – so kommt Cherrys neues MX Board 6.0 in den Handel. Wir haben dieses Keyboard fast sechs Wochen lang im täglichen Einsatz getestet, sogar unterwegs während der Computex in Taipeh. Doch lohnen sich Aufwand und Preis für den Kunden oder ist es doch nur eine schön verpackter Refresh des MX Board 3.0?

Cherry wirbt mit vielen Features und neuen, inneren Werten für diese im Preis nicht allzu bescheidene Tastatur – eine hochwertige Außenhülle und Aufmachung inklusive. Grund genug für uns, diesen Tastenmechaniker nicht nur genauer unter die Lupe zu nehmen, sondern auch gleich mal einen Langzeittest azustoßen, bei dem das Testobjekt die Finger eines viel- und schnellschreibenen Redakteurs, diverse Gaming-Sessions und sogar eine Flugreise nach Asien inklusive subtropischem Klima überstehen musste.

Um es kurz zu machebn: Sie funktioniert immer noch klaglos, auch wenn der Koffer auf der Reise arg leiden musste und die Finger des Redakteurs nicht immer klinisch steril und vor allem auch nicht sonderlich zärtlich im Umgang waren. Wir wollten Gebrauchsspuren und haben sie am Ende bekommen – jedoch weniger als befürchtet, was auf alle Fälle für die Umsetzung und Wertigkeit der Materialien spricht.

Auspacken und anpacken – was erwartet uns nach dem Öffnen der roten Innenverpackung? Cherry hat die Tastatur in eine textile Hülle gebettet um Kratzer zu vermeiden und ein gewisses Luxusgefühl aufkommen zu lassen. Geschenkt – aber es schaut zumindest wirklich gut aus.

Zerlegt man die Verpackung, dann bleiben Tastatur, Handballenauflage, textile Hülle und ein Handbuch übrig. Letzteres sollte man wirklich zuerst lesen, um nicht in die Irre zu gehen. Treiber gibt es keine, denn man braucht sie einfach nicht – sehr schön, eine Klimbimsoftware beim Systemstart weniger.

Die reinen technischen Daten lesen sich dann auch reichlich unspektakulär, auch wenn Cherry im Inneren noch eine Überraschung bereit hält. Doch dazu im weiteren Verlauf gleich mehr, hier erst einmal die Fakten:

Technische Daten: Cherry MX Board 6.0
Ausführung: massives Aluminium-Cover (1,8 bis 3 mm dick)
Unterschale aus schwarzem Kunststoff
Abmessungen
(Herstellerangaben):
45,4 x 14,7 x 3,5 cm (ohne Handballenauflage)
45,4 x 23,1 x 4,5 cm (komplett mit Handballenauflage)
Handballenauflage: ansteckbar (magnetischer Clip)
Gewicht
(Messung):
Tastatur: 964 g
Handballenauflage: 206 g
Gesamtgewicht: 1170 g
Anti-Ghosting /
KRO:
kein Ghosting und Jamming feststellbar
>= 64KRO (multiple USB-Devices)
Schalter: mechanische Schalter (Cherry MX-Red)
50.000.000 Anschläge
4 mm Gesamt-Hub
45 g Federwiderstand
Layout: Deutsch, 105 ISO (erweitert)
Extra: Spezial-Taste, Abspielen/Pause, Vor/Zurück
Media: Mute, Lautstärke (über Fn-Taste)
Anbindung drahtgebunden: USB 2.0, 2 m textilummanteltes Kabel
Betriebssysteme: Windows XP / Vista / 7 / 8
UVP: ca. 190 Euro

Womit wir auch schon bei der Prüfung des Äußeren und der Funktionalität angekommen wären. Einmal umblättern, bitte!

AMD ist bekannt dafür, seine Fans im Vorfeld wichtiger Launches in eine Art gemeinschaftlichen Fressrausch zu versetzen. Nachdem AMD immer wieder Details zu seiner neuen Flaggschiffgrafikkarte Radeon R9 Fury X durchsickern ließ, ist es nun Zeit für uns zu prüfen, ob der Hype gerechtfertigt war. Können eine komplexere GPU, eine bahnbrechende Speichertechnologie und eine Kompaktwasserkühlung genügend Performance generieren, um Nvidias effiziente Maxwell-Architektur in Form der GeForce GTX 980 Ti vom Thron zu stoßen?

AMDs letzte Ultra-High-End-Hardware kam vor mehr als einem Jahr auf den Markt: Die Radeon R9 295X2 war ein Höhepunkt für das Unternehmen. Diese Karte demonstrierte, dass zwei Hawaii-GPUs auf eine Grafikkarte passen und im Gegensatz zur Radeon HD 7990 und Radeon HD 6990 auch vergleichsweise leise gekühlt werden können.

Das Geheimnis von AMDs Erfolg war eine Kompaktwasserkühlung: Ein großer Wärmetauscher und ein 12-cm-Lüfter sorgten dafür, dass die Abwärme direkt an der Rückseite des Gehäuses nach außen abgeführt wurde. Diese Kombination machte nicht viel Lärm und stellte gleichzeitig genügend Kühlleistung bereit, dass AMD seine großen GPUs sogar über die Referenzspezifikationen der R9 290X hinaus übertakten konnte.

Und das Beste: Die Dual-GPU-Karte kam zu einem Preis von rund 1300 Euro auf den Markt – also weniger als die Hälfte von dem, was Nvidia für seine GeForce GTX Titan Z verlangte. Zur Erinnerung: Dieses Monster belegte nicht nur satte drei Slots, sondern musste auch gehörig an die Leine gelegt werden, damit es seine Luftkühlung nicht überforderte.

Wir bewunderten regelrecht, was AMD mit seiner Radeon R9 295X2 geschafft hatte. Aber angesichts der immer schneller werdenden Single-GPU-Karten von Nvidia wurde die R9 295X2 im Lauf der Zeit immer mehr zu einem Wahrzeichen dafür, dass AMD sich auf rohe Kraft statt Effizienz verließ, um konkurrenzfähig zu bleiben. Mittlerweile bekommt man die Dual-GPU-Grafikkarte schon zu Marktpreisen von knapp 700 Euro – ein (relatives) Schnäppchen für jeden, der sich mit den riesigen Abmessungen und dem manchmal frustrierend schlechten CrossFire-Support arrangieren konnte.

Technische Spezifikationen

AMD belebt die glorreiche Vergangenheit

Die Radeon R9 Fury X hat die gleiche DNA wie die 295X2: Sie basiert auf AMDs GCN-Architektur (Graphics Core Next) und nutzt eine Wasserkühlung, um die Abwärme der massiven Fiji-GPU abzuführen. Im Gegensatz zur 295X2 ist sie allerdings ein Single-GPU-Board, braucht also kein besonders langes PCB. Außerdem ist die Fury X AMDs erste Grafikkarte mit HBM (High Bandwidth Memory) als Grafikspeicher: Sie verbaut direkt neben der Fiji-GPU vier Gigabyte gestapelte Dies auf einem Silizium-Interposer, was die Abmessungen weiter reduziert.

AMD hat angesagt, dass die größeren Rechenressourcen der neuen GPU zusammen mit der beispiellos hohen Bandbreite der Speicheranbindung in einer Grafikkarte resultieren, die Nvidias GeForce GTX 980 Ti schlagen kann – und das zu einem annähernd gleichen Preispunkt (hierzulande 700 Euro).

AMD überlässt das Schicksal der Karte aber nicht dem Zufall. Die Marketing-Maschine des Unternehmens belebt einen alten Markennamen neu – einen, der sogar älter ist als Tom’s Hardware. Denn ATI nannte 1995 seine ersten 3D-Beschleuniger “Rage” – das war noch vor PCIe und sogar noch vor AGP. Und ja – viele von uns besaßen wohl eine 3D Rage-Grafikkarte. Bei Chris fanden auch die Rage Pro, die Rage 128 Pro und die Rage Fury Maxx irgendwann ihren Weg in verschiedene seiner Rechner. Mit der Namenswahl für die neue Grafikkartengeneration will AMD wohl wieder etwas der alten Magie heraufbeschwören, die das Unternehmen dazu verführte, 2006 mehr als fünf Milliarden US-Dollar für den Kauf von ATI hinzublättern.

AMDs Fiji nimmt Form an

Aber ist die Radeon R9 Fury X solch einer Bezeichnung eigentlich würdig? Sie hat auf jeden Fall vielversprechende Spezifikationen, das steht mal fest. Unsere US-Kollegen haben die wichtigsten Eckdaten letzte Woche in einem Preview beleuchtet. Aber zur Erinnerung: Dreh- und Angelpunkt der Karte ist AMDs neue Fiji-GPU.

Sowohl AMD als auch Nvidia wussten, dass die 28-nm-Prozesstechnik eine Langzeitangelegenheit sein würde. AMD rechnete nach eigener Aussage aber mit einer schneller Entwicklung der Prozesstechnik. Das gleiche gilt mit Sicherheit auch für Nvidia. Aber beide Firmen passten sich an die Realitäten an und schlugen dabei verschiedene Wege im Design ihrer neuen GPUs ein. Wo Nvidias GM200 601 mm² misst, ist AMDs Fiji mit 596 mm² fast genauso groß. AMD quetscht 8,9 Milliarden Transistoren auf diese Fläche und montiert den Chip dann auf einem 1011 mm² großen Silizium-Interposer, der von vier Blöcken High Bandwidth Memory flankiert wird.

Ein schneller Blick auf Fijis Blockdiagramm lässt an das 2013 gelaunchte Hawaii-Design denken – und wenn es nur deswegen ist, weil beide GPUs in vier Shader Engines organisiert sind, von denen jede über einen eigenen Geometrie-Prozessor und Rasterizer sowie vier Render-Backends verfügt, von denen jedes 16 Pixel pro Takt schafft. AMD lässt all das unberührt. Aber das Unternehmen packt mehr Compute Units in jede Shader Engine, nämlich 16 statt 11. Bei 64 Shadern pro CU resultiert das in 1024 Shadern pro Shader Engine und 4096 Shadern für die gesamte GPU. AMD behält die vier Textur-Filter-Units pro CU bei, was in insgesamt 256 je Shader Engine bei der Fiji-GPU im Vergleich zu den 176 je Shader Engine der Hawaii-GPU resultiert.

In der Theorie müsste die Shading-, Compute- und Texture-Filterung-Performance von Fiji also deutlich höher sein. Aber ist das ohne korrespondierende Verbesserungen an den Geometrie-Engines oder der ROP-Anzahl nicht schon wieder ein großer Engpass auf Ansage? Letztlich wird es vom Workload abhängen. Als AMD Hawaii vorstellte unternahm das Unternehmen konzertierte Anstrengungen, um den Geometrie-Durchsatz mit dem 4-Wege-Shader-Engine-Layout zu verbessern und die Pixel-Füllrate zu erhöhen. AMD-Vertreter postulierten damals sogar, dass die Speicher-Bandbreite die GPU begrenzen würde – trotz einem 512 Bit breiten Interface. Heute hört man von AMD, dass laut seinen Analysen Rasteroperationen mit acht Bit pro Kanal kaum die Performance limitieren. Raster-Ops mit 16 Bit pro Kanal sollen da schon eher eine Herausforderung darstellen, aber dank der Kombination aus HBM und Farbkompression soll Fiji die GCN-Möglichkeiten bezüglich der vollen Unterstützung von 16-Bit/Kanal-Rasteroperationen voll ausschöpfen können, während frühere GPUs in der Tat mit Engpässen zu kämpfen hatten. Ob sich AMD wünscht, das man eine größere Engine hätte bauen können? Das scheint der Plan gewesen zu sein. Aber angesichts der limitierten Größe des Interposers war auch die Größe der GPU limitiert – und AMD hat dieses Limit in Form der Fiji-GPU auch voll ausgeschöpft.

Was man im Blockdiagramm des Grafikprozessors nicht sieht sind die inkrementellen Verbesserungen, die AMD an seiner GCN-Architektur vorgenommen hat – und von denen einige in der Tat dabei helfen, die Engpässe aufzuweiten, über die wir uns Sorgen machten. Hawaii nutzte eine zweite Iteration von GCN, die für die Tonga-GPU der Radeon R9 285 noch einmal einem Update unterzogen wurde. Fiji kommt in den Genuss der Vorteile der dritten Generation des GCN-Designs. Ein solcher Vorteil sind aktualisierte Geometrieprozessoren, die die Tesselation-Performance verbessern. Verlustfreie Farbkompression für die Lese- und Schreibvorgänge des Frame-Puffers, neue 16-Bit-Integer-/Gleitkommainstruktionen und eine Verdopplung des L2-Caches auf zwei Megabyte finden sich ebenfalls auf dieser Liste. Weniger relevant für die 3D-Pipeline von Fiji aber genauso willkommen sind ein hochwertigerer Display-Skalar und eine aktualisierte Videodekodierungs-Engine, die HEVC-Playback unterstützt.

Rechnerisch integriert Fiji ein verbessertes  Task-Scheduling und einige neue Instruktionen für die parallele Datenverarbeitung. Dank seiner 4096 Shader und der maximalen Taktfrequenz von 1050 MHz gibt AMD die Single-Precision-Rechenleistung mit 8,6 TFLOP an. Die FP64-Leistung hat AMD jedoch auf ein Sechzehntel davon reduziert, was die Double-Precision-Performance auf 537,6 MFLOP limitiert – weniger als Hawaii. Nach der Beschneidung der GM200-GPU darf man dies als erneute Bestätigung spezialisierter High-End-Gaming-GPUs werten.

Schlaglicht: High Bandwidth Memory (HBM)

Hinsichtlich der Implementierung von High Bandwidth Memory macht AMD aber richtig Boden gut, denn der Spitzendurchsatz steigt von 320 GByte/s bei der R9 290X auf die 512 GByte/s der Fury X. Die Low-Level-Details sind ja mittlerweile ziemlich gut bekannt, aber HBM erzielt seine hohe Bandbreite, indem DRAM vertikal gestapelt wird. Jeder der vier Dies beherbergt zwei 128-Bit-Kanäle, so dass man aggregiert auf ein 1024 Bit breites Interface kommt.

Die erste HBM-Generation taktet mit 500 MHz recht konservativ und überträgt zwei Bits pro Takt. Zum Vergleich: GDDR5 läuft aktuell mit bis zu 1750 MHz und schaufelt dabei vier Bits pro Takt durch die Leitung – das ist der Unterschied zwischen einem und sieben Gigabit pro Sekunde. Autsch. Aber wenn man sollte auch die Busbreite mit ins Kalkül einbeziehen und nicht vergessen, dass jeder HBM-Stapel mit seinen 256 Bit Bandbreite 128 GByte/s schafft – bei GDDR5 reden wir über 32 Bit und 28 GByte/s. Einje Karte wie die GeForce GTX 980 Ti beherbergt sechs 64-Bit-Speicher-Controller. Wenn man das alles durchmultipliziert kommt man schließlich auf die spezifizierten 336 GByte/s. AMDs Radeon R9 Fury X hat exakt vier HBM-Stapel an Bord, wodurch wir auf die angesprochenen 512 GByte/s kommen.

Es geschieht nicht oft, dass man bei einer derart wichtigen Spezifikation einen Leistungssprung um 60 Prozent erlebt oder sieht, dass der Wert 50 Prozent über dem Besten der Konkurrenz liegt. Es gibt keinen Zweifel, dass HBM eine wichtige Rolle für die Performance der Fury X spielt. Wenn Fiji ein größerer Chip geworden wäre, hätte HBM noch mehr an Bedeutung bekommen. Ihr werdet aber an den Performance-Ergebnissen sehen, dass die Radeon R9 290X und die GeForce GTX 980 heute sehr nahe aneinander liegen. Fiji und HBM stehen erst am Anfang ihres Weges und es ist nur logisch anzunehmen, dass AMDs Treiber-Team im Laufe der Zeit noch mehr Performance aus dieser Kombination herauskitzeln kann. AMD hat spezifische Release-Targets eingeplant, zu denen signifikante Leistungszuwächse erwartet werden. Wir können natürlich keine Schätzung abgeben, wo Fury X schließlich landen wird; das entspräche dem guten, alten Blick in die Kristallkugel. Dennoch ist es interessant, dass AMD selbst offenbart ein noch nicht realisiertes Potenzial in der Karte sieht.

Angesichts ihrer nur vier Gigabyte HBM gibt es bezüglich der Langzeitaussichten der Fury X durchaus auch Ungewissheit. Es ist nur natürlich, dass angesichts von GTX 980 Ti- und Titan X-Grafikkarten mit sechs bzw. zwölf Gigabyte Speicher Bedenken aufkommen. Allerdings lässt kein einziger unserer 4K-Benchmarks vermuten, dass die Radeon R9 Fury X wegen ihrer “nur” vier Gigabyte HBM Probleme machen wird. Wir bastelten eine ziemlich realitätsfremde Kombination von Einstellungen in GTA V zusammen, die die 4-GByte-Schallmauer in Sachen Speichernutzung durchbrach und die Framerates in den einstelligen Bereich drückte. Allerdings war das Spiel zu diesen Zeitpunkt sowieso nicht mehr wirklich flüssig spielbar. AMD findet sich allerdings angesichts der Bewaffnung der R9 390X- und R9 390-Karten mit acht Gigabyte Speicher allerdings in einer etwas seltsamen Position wieder. Dennoch denken wir, dass die halbierte Speicherkapazität des Flaggschiffs nicht wirklich ein Handicap ist. Bei den Auflösungen und Einstellungen, die nötig sind, um die 4-GByte-Grenze zu knacken, ist Fijis sowieso schon nicht mehr in seinem Element – zumindest als Single-GPU-Karte oder -Setup. Zudem kann AMD nach eigener Aussage noch eine Menge mehr in Sachen Speicherverwaltung machen, was bisher nur noch nicht umgesetzt wurde. Solche Aussagen dürften natürlich das Interesse der Ingenieure wecken.

Schon der erste Blick auf die damals frische Fifa 15-Demo offenbarte, dass es in der Serie einen Paradigmenwechsel gab. Nachdem in Fifa 14 Pässe dominierten – insbesondere lange, hohe Pässe – und Dribblings quasi ein Ding der Unmöglichkeit war, klebte im Nachfolger der Ball den Spielern förmlich am Fuß. Die Spieler wurden schnell und quirlig und liefen so gerne schon vom Anstoß an bis zum gegnerischen Tor durch.

Ermöglich wurde diese Dribbelfähigkeit durch zwei Faktoren: Zum einen legen sich die Spieler den Ball nicht mehr so weit vor und können mit beiden Füßen die Balllaufrichtung ändern und zum anderen werden Richtungswechsel deutlich weniger mit Geschwindigkeitsverlust bestraft. Das Spielgefühl war erfrischend anders.

Meine Erlebnisse am Release-Tag des Spiels lassen sich am besten chronologisch wiedergeben.

Als ich die PC-Version frisch installiert hatte und ins Spiel ging, lief das Spiel mit etwa einem Bild pro Sekunde. Nachdem der erste Schock überwunden war, fiel mir schnell wieder ein, dass schon bei Fifa 14 mit eingeschalteten Origin-Einblendungen die Bildrate ins Bodenlose fiel. Offensichtlich hatte ein Jahr nicht gereicht, um diesen Fehler zu beheben.

Also flink das Spiel mit neuen Origin-Einstellungen neu gestartet und siehe da – jetzt lief es flüssig. Doch zu meinem Erstaunen liefen sämtliche Spieler in Richtung Platzmitte. Das erleichterte das Toreschießen zwar ungemein, sieht aber doch mehr nach F-Jugend als nach Profifußball aus.

Die unglaubliche Lösung des Problems lautet: Windows-7-Nutzer mit einem Computer-Namen von weniger als vier Zeichen sollten den Namen verlängern.

Ich starte das Spiel also erneut, nachdem ich einen eloquenten Namen für meinen PC gefunden hatte und war frohen Mutes, dass ich mich nun an das erste Match einer Online-Saison trauen konnte. Es lief soweit auch erstmal alles gut, bis ich irgendwann leichtsinnig mit meinem Mittelstürmer dem Ball hinterher grätsche.

Dummerweise hat den zwischenzeitlich der gegnerische Torwart in der Hand. Der Schiedsrichter quittiert dies mit einer roten Karte und die wiederum mit einem Crash des Spiels. Sang- und klanglos verabschiedete sich die Fifa 15-Instanz und ich sah den Desktop. Damit galt diese Partie wohl als verloren.

Das war meine erste halbe Stunde mit einem Multi-Millionen-Dollar-Projekt und ich hatte den Eindruck, dass da wohl jeder Euro in die Lizenz und keiner in die Qualitätssicherung geflossen war.

Probleme und ihre Patches

Erst einmal die gute Nachricht vorweg: Es gab mittlerweile etliche Patches für Fifa. Wie oben schon geschildert gab es allerdings auch gute Gründe für die hohe Anzahl von Patches. Im Folgenden führe ich nur Fehler auf, die bei mir aufgetreten sind.

Massenauflauf auf der Spielfeldmitte

Dieser doch recht lustige Fehler wurde immerhin mit dem ersten Patch behoben (siehe oben).

Rote Karten und Elfmeter

Im Schnitt gab es bei Fifa 15 anfangs etwa zwei bis drei rote Karten pro Spiel. Grätschen von hinten wurden konsequent mit Platzverweis bestraft. Seit einem der Patches gibt es fast gar keine rote Karten mehr und ungefähr so viele gelbe Karten wie zuvor rote.

Gleiches gilt für Elfmeter: Zwischenzeitlich wurde jedes Zerren und Ziehen im Strafraum mit Strafstoß geahndet. Inzwischen sieht es manchmal eher wie in einer Wrestling-Arena aus – und der Schiedsrichter schaut gepflegt weg.

Mannschaftsänderungen wurden nicht übernommen

Hat ein Spieler vor Spielbeginn Wechsel an der Mannschaft vorgenommen, wurden diese erst seit dem ersten Patch auch im Spiel übernommen.

Verletzung nach drei Wechseln führt zu Dead-Lock

Hat man im Liga-Modus schon dreimal gewechselt und verletzt sich dann ein Spieler, verweigert das Spiel den nächsten Wechsel und man kann das Spiel nur abbrechen. Dieses Problem scheint behoben zu sein, weil es in letzter Zeit nicht mehr auftrat.

Smartphones – erst recht mit Android als Betriebssystem – gibt es fast wie Sand am Meer. Gerade in der unteren und mittleren Preisklasse tummeln sich zig Anbieter. Nach oben hin wird die Luft allerdings bedeutend dünner; den Flaggschiff-Bereich teilen sich nur noch gut eine Handvoll Hersteller. Allen voran die Branchenriesen Apple und Samsung, aber auch HTC, LG, Sony und Microsoft haben veritable High-Ender im Programm. Motorola und Google mischen ebenfalls oben mit.

Huawei hingegen werden die meisten eher in die Budget-Schiene einordnen. Viele Smartphones der Chinesen überzeugen durch ansprechende Leistung bei verhältnismäßig günstigem Preis. Doch mit der P-Serie hatte Huawei immer wieder versucht, den Arrivierten ein Schnippchen zu schlagen – so wie aktuell mit dem P8, bei dem der Hersteller erstmals auf den bisherigen Namenszusatz “Ascend” verzichtet.

Mit dem P8 soll man “seine Kreativität neu entdecken” können, sagt Huawei und spielt dabei unter anderem auf die Hauptkamera an, die mit ihrem 13-MP-Sensor und optischer Bildstabilisierung für “Maßstäbe in der Bildqualität” sorgen soll. In Sachen Rechenleistung wird das mit hauseigener Technik bestückte P8 wohl nicht für neue Maßstäbe sorgen können, aber Leistung auf hohem Niveau darf man von dem 5,2 Zoll großen und optisch sehr ansprechenden Top-Modell der Chinesen durchaus erwarten. Wem die Leistung des Testmodells nicht ausreicht, der kann mit der Premium-Variante ein Modell wählen, das über ein etwas potenteres SoC verfügt.

Beim Preis agiert Huawei wie gewohnt etwas zurückhaltender als die versammelte High-End-Konkurrenz. Der empfohlene Verkaufspreis von 500 Euro deutet zwar nicht auf ein Superschnäppchen hin; ein OnePlus One etwa kostet mindestens 150 Euro weniger. Mit aktuellen Straßenpreisen ab etwa 480 Euro lässt sich aber doch der eine oder andere Hunderter gegenüber den Flaggschiffen von Apple, Samsung und Konsorten sparen.

Mit dem XPS 13 brachte Dell 2012 sein erstes Ultrabook auf den Markt, das mit einer gelungenen Kombination aus hochwertigen Materialien und schnellem Innenleben prompt auf den vordersten Plätzen vieler Notebook-Charts landete.

Der 13,3-Zöller konnte damals einerseits mit seinem schicken und stabilen, aus Kohlefaser und Aluminium gefertigten Gehäuse überzeugen, andererseits gab es auch an der Performance kaum etwas auszusetzen – zumindest nicht bei unserer Testvariante mit schneller Samsung-SSD, Intel Core i5-2467M und vier Gigabyte RAM. Hinzu kamen lange Akkulaufzeiten, ein leises Betriebsgeräusch und eine gute Ausstattung.

Letztlich blieb dem XPS der Sprung in den Ultrabook-Olymp nur wegen wenigen Kleinigkeiten verwehrt. Dazu gehörte das spiegelnde, aber nichtsdestotrotz gute Display, auch wenn dessen Auflösung von 1366 x 768 Pixel aus heutiger Sicht etwas mickrig erscheint. Nicht ganz glücklich waren wir auch mit der Schnittstellen-Ausstattung: Es gab lediglich zwei USB-Ports und ein Kartenleser fehlte sogar völlig. Dennoch hatte die Konkurrenz einen schweren Stand gegen die Fast-Referenz, die im Revier des Apple Macbook Pro wilderte (und immer noch wildert).

Umso gespannter waren wir auf den Nachfolger, die gleichnamige 2015er Ausgabe des Dell XPS 13 – und wir wurden nicht enttäuscht.

Highlight: Fast randloses Display mit 3200 x 1800 Pixel

Mit seiner Neuauflage des Erfolgsmodells schickt Dell abermals ein ausgesprochen schick designtes 13,3-Zoll-Gerät ins Rennen, das obendrein jede Menge Superlativen in die Waagschale wirft. So ist das neue XPS 13 laut Dell das weltweit kleinste Notebook mit 13-Zoll-Display und soll obendrein über das weltweit erste randlose Display verfügen.

Gut – ganz so randlos wie Dell es verspricht ist der Bildschirm mit einer Rahmenstärke von 5,2 Millimetern zwar nicht. Aber er ist jedoch extrem dünn geraten und zieht dadurch die Blicke auf sich. Gleiches gilt für das berührungsempfindliche IPS-Display: Statt vormals WXGA gibt es nun QHD+ und damit eine Auflösung von beeindruckenden 3200 x 1800 Pixeln.

Vier QHD+-Konfigurationen im Dell-Onlineshop

Dell bietet das XPS 13 zum Testzeitpunkt in neun Konfigurationen an, davon fünf mit QHD+-Display und vier mit Full-HD-Bildschirm. Zum Einsatz kommen ausschließlich Dual-Core-CPUs aus Intels Broadwell-Generation. Sie werden in 14 nm Strukturbreite gefertigt und stellen eine leicht überarbeitete Neuauflage der Intell-Haswell-Prozessoren dar.

Wer sich das Ultrabook im Dell-Shop zusammenstellt, bekommt das XPS 13 in der kleinsten QHD+-Konfiguration für rund 1000 Euro (Intel Core i7-5500U, acht GyteB RAM, 256 GByte SSD, Windows 8.1). Am anderen Ende des Preisspektrums steht das Spitzenmodell mit Core i7-5600U, 8 Gigabyte RAM und einer 512-GByte-SSD – hier muss man rund 1600 Euro investieren. Unser Testkandidat kommt auf fast die gleiche Ausstattung, ist aufgrund seines 256 Gigabyte fassenden Flash-Laufwerks mit einem Preis von knapp 1400 Euro aber etwas günstiger.

CPU im Testgerät: Intel Core i7-550U

Der Intel-Zweikernprozessor Core i7-5500U unseres Testexemplars arbeitet mit einem Basistakt von 2,4 GHz und beschleunigt mittels Turbo-Funktion auf bis zu 2,9 GHz (bei zwei Kernen) beziehungsweise 3,0 GHz (bei einem Kern). Wie die Haswell-Modelle ist der Core i7-5500U mit einer TDP von 15 Watt für den Einsatz in leichten und schlanken Notebooks prädestiniert und lässt auf lange Akkulaufzeiten hoffen. Integriert in der CPU sind ein Dual-Channel-Speicher-Controller (bis zu DDR3L-1600) sowie der Grafikchip Intel HD Graphics 5500.

Die Grafikeinheit kommt bei sämtlichen Versionen des XPS 13 zum Einsatz und reicht für Anwendungen rund um Office und Multimedia problemlos aus. Gamer dürften dagegen nicht glücklich mit der GPU werden, da sie bestenfalls als Low-End-Lösung durchgeht und aktuelle Blockbuster-Spiele meist nur in niedrigen Detaileinstellungen flüssig darstellen kann.

In unserem Dell XPS 13 läuft die 256 Gigabyte große M.2-SSD Samsung PM851, die über eine sechs GBit/s schnelle SATA-III-Schnittstelle angebunden ist und für einen hohen Datendurchsatz sorgt.

Man muss sich wirklich entscheiden, was man mit der eigentlich doch recht eng bemessenen Zeit so alles anstellt. Fliegt man für nur eine Woche nach Taipeh, spult brav einen Messestandstermin nach dem anderen ab, schwitzt sich gediegen durch den Tag und hat am Ende außer News, die meist gar keine mehr sind, nur einen Koffer voll Hochglanzpapier, USB-Sticks mit Präsentationen und sonstigen Giveaways?

Oder nimmt man sich dann doch etwas mehr Zeit und versucht, mit den Herstellern und Entwicklern ins Gespräch zu kommen, Gedanken auszutauschen und auch einmal einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen?

Persönliche Bekanntschaften und Kontakte sind nämlich mehr wert, als das bloße Schaulaufen in den Ausstellungshallen. Leider kostet so eine Entscheidung viel Vor- und Nacharbeit, denn es bleibt ja tonnenweise Arbeit im Labor liegen.

Knapp 40 Kilo Gepäck deuten samt der zwei eingeplanten Wochen dann eher auf Letzteres hin. Natürlich bin auch mit diversen Sticks und irgendwelchen Gimmicks zurückgekommen, aber der Schwerpunkt lag meist außerhalb der öffentlichen Hallen – und das war und ist auch gut so.

Natürlich gibt es auch viele Dinge, über die man besser noch nicht oder gar nicht erst schreibt, aber dazwischen gibt es wirklich Vieles, was auch für die Leser interessant sein könnte. Grund genug, dieses Jahr erstmals mehr als nur die übliche Nachlese zu schreiben – nur muss man dafür erst einmal pünktlich  in Taipeh ankommen…

Zunächst fehlte das Flugzeug in Istanbul erst einmal über Stunden auf der Anzeige, um dann irgendwann mit fast fünf Stunden geschätzter Verspätung doch noch irgendwie anzukommen. Wer dann noch die Nonchalance des türkischen Bodenpersonals und die chaotischen Zustände auf Istanbuls Flughafen hinzuaddiert, der weiß auch, dass dies noch lange nicht das Ende ist.

Der Anflug auf Taipeh erfolgt als halber Inselumflug zunächst in einer Schleife. Und weil ich diesmal nachts bei Dunst und Regen in einem gefühlten schwarzen Loch gelandet bin, müssen ausnahmsweise die (etwas wackeligen) Bilder vom letzten Jahr herhalten. Damals hatte ich mich – nach einer Woche Arbeit vom chinesischen Festland kommend – selbst mit einem Blick in die Abendsonne belohnt.

Knapp sechs Stunden Verspätung und eine Ankunft nach Mitternacht sind für routinierte Nachtarbeiter wie mich sicher noch zu verkraften, allerdings ist es dann schon eine Art Benchmark und Stresstest, wenn bis zum ersten Termin nur noch wenige Stunden verbleiben. Etwas glättendes Rouge auflegen geht nun mal bei mir als Hosenträger nicht, aber Rasieren schon. Nur mit dem Schlafen wird es wohl erst einmal nichts mehr.

Knapp 6 Stunden Verspätung. Das Shuttle stand schon auf einbem LangzeitparkplatzKnapp 6 Stunden Verspätung. Das Shuttle stand schon auf einbem Langzeitparkplatz

Wenn man am ganz frühen Morgen durch den Zoll spaziert, dann merkt man, dass man mit seinem kleinen Hangover nicht allein ist, denn die ganze “geschmuggelte” Wurst bleibt brav im Koffer. Auch Hunde möchten nachts schlafen, das Personal sowieso. Und so steht den folgenden zwei Wochen auch nichts mehr im Weg. Außer vielleicht der eine oder andere Scooter auf der Fahrt ins Hotel.

Apropos Nachtfahrt: Eigentlich ist immer Verkehr in Taipeh. Egal ob auf dem Highway, in der City oder einem der Townships. Konfuzius meinte nicht umsonst “Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.” Deshalb schimpfen Autofahrer auf Taiwan auch nicht, wenn ihnen etwas missfällt. Irgendeiner gibt am Ende eh immer nach. Meist sogar noch mit einem Lächeln im Gesicht und man merkt einmal mehr, dass verbal nervige deutsche Oberlehrer dort eher nicht zum Straßenalltag gehören.

Das steckt an und man gewöhnt sich schnell an die scheinbare Langsamkeit des Seins, die oft genug am Ende dann doch schneller ist. Warum Asiaten auch im Sommer auf offener Straße kaum schwitzen? Sie bewegen sich einfach anders und verzichten zudem auf Papiertaschentücher, die sowieso in wenigen Minuten zu nassen, golfballgroßen Klumpen in der Hosentasche mutieren. Taschentücher haben hier einen völlig anderen Zweck, denn der Körper besteht nun mal nicht nur aus der Nase. Man kann es kopieren und siehe da, es klappt sogar.

Deutsche Hast und Hektik haben von jetzt an erst einmal für zwei Wochen eine wohlverdiente Pause – man schafft die vielen Termine nämlich auch so. Außerdem bleibt so auch viel mehr Zeit, um auch Informationen und Puzzlesteine zu erhaschen, die man im Messetrubel sonst erst gar nicht erst findet.

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