Fractal Design Define S: Der intelligente Verzicht auf Laufwerkskäfige

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Der schallgedämmte Schwedenstahl von Fractal Design ist mittlerweile in zahlreichen Größenklassen und Farbvarianten erhältlich. Mit dem Define S wagt der Hersteller nun den Schritt, komplett auf Einschübe für optische Laufwerke zu verzichten. Auch die Festplatten und SSDs werden nicht mehr nach alter Väter Sitte in einem Laufwerkskäfig untergebracht, sondern wandern nach außerhalb des Sichtfeldes in den Bereich zwischen Mainboard-Tray und rechte Seitenwand.

Das ergibt nicht nur eine saubere Optik, die ihre Anhänger finden wird, sondern eröffnet auch funktionell neue Optionen. Jedenfalls wird neben der von uns getesteten Variante des Define S mit schallgedämmtem, geschlossenem Seitenteil auch eine zweite Variante mit seitlichem Sichtfenster angeboten werden. Die UVP für die normale Version liegt bei 89,99 Euro, für die Version mit Seitenfenster sollen 10 Euro mehr aufgerufen werden.

Angesichts der fehlenden Laufwerkskäfige und der damit einhergehenden Ersparnis bei den Herstellungskosten scheint das nicht unbedingt ein Schnäppchen zu sein. Auf den zweiten Blick zeigt sich dann aber, dass Fractal Design hier nicht einfach nur eine Bauteilgruppe weggelassen hat. Im so frei gewordenen Innenraum kann nämlich nicht nur der Radiators einer Kompaktwasserkühlung, sondern dank entsprechender Montagevorrichtungen auch ein Ausgleichsbehälter und eine zusätzliche Pumpe einer “echten” Wasserkühlung montiert werden. Das hört sich interessant an und könnte das Gehäuse zum Geheimtipp für Fans von Wasserkühlungen machen: Immerhin finden hier bis zu 42 x 14 cm große Wärmetauscher Unterschlupf!

Die Dämmelemente an der linken Seitenwand sowie der Oberseite des Define S lassen sich übrigens optional entfernen, wenn hier zusätzliche Lüfter oder Radiatoren zum Einsatz kommen sollen.

Verpackung und Lieferumfang

Die Umverpackung besteht aus bedrucktem, braunem Karton, auf dem auf alle Schlüsselfunktionen des Define S verwiesen wird. Allerdings wissen wir bereits aus den vergangenen Tests, dass sich hinter diesem schlichten Ersteindruck meist ein ordentlich aufgebautes und durchdachtes Gehäuse befindet.

Neben einer mehrsprachigen und sehr nützlichen Montageanleitung, die viele schematische Zeichnungen mitsamt Kompatibilitätsmaßen der zu verbauenden Komponenten enthält, gibt es das übliche Montagematerial – ordentlich vorsortiert in einzelnen Tütchen. Das erspart beim Zusammenbau das Kramen in einer großen Tüte auf der Suche nach der fehlenden Schraube zur Mainboard-Montage. Hinzu gesellen sich eine Hand voll Kabelbinder und zwei Halteklammern zur Anbringung des eingangs erwähnten Ausgleichsbehälters im Gehäuseinneren.

Aufbau und Außenansicht

Zum äußeren Erscheinungsbild des Define S muss eigentlich nicht viel gesagt werden, entspricht es doch jeweils bis auf wenige Änderungen – und natürlich die unterschiedlichen Größenklassen – dem klassisch-schlichten Auftreten eines Define-Gehäuses, wie wir es zuletzt mit dem Define R5 im Test hatten. Die Grundstabilität ist wie immer gut, die Seitenteile wirken nicht zuletzt dank der Schalldämmung massiv und alles sitzt ordentlich straff. Im Gegensatz zum Define R5 gibt es beim Define S keinen so großen Farbtonunterschied zwischen Frontblende und lackiertem Stahlgehäuse.

Die Front besteht wie üblich aus einem Kunststoffelement, das in gebürsteter Aluminiumoptik daherkommt. Im Gegensatz zu anderen Hardware-Behausungen dieser Baureihe versteckt sich dahinter in diesem Fall allerdings keine Tür: Da es keine externen Laufwerkseinschübe gibt, ist es auch nicht nötig, die Front seitlich aufklappen zu können.

Ansonsten ist der gesamte Außenbereich des Gehäuse weitgehend von einer schlichten, aufgeräumten Optik geprägt, die neben der Frontblende lediglich durch die seitlichen Lufteinlässe an der Vorderseite, die abnehmbaren Dämmelemente an linkem Seitenteil und Gehäusedeckel sowie die ebenfalls bereits bekannten, verchromten Kunststoffstandfüße an der Unterseite aufgelockert wird.

Sämtliche Bedienelemente konzentrieren sich auf den Frontbereich der Oberseite. Neben einem in einen Aluminiumring eingefassten Einschalt- sowie einem kleinen, aber dennoch gut zu betätigenden Reset-Taster befinden sich hier die 3,5-mm-Klinkestecker für Kopfhörer und Mikrofon, die intern per HD-Audio angebunden sind, und zwei USB 3.0-Steckplätze.

Der eine oder andere Anwender wird hier eventuell zwei zusätzliche USB 2.0-Steckplätze vermissen. Auf die übliche Farbcodierung der Anschlüsse (blaue USB 3.0-Steckplätze und eine rote sowie grüne Klinkebuchse) wird erfreulicherweise verzichtet: Die uncodierte, schlichtere Variante verträgt sich deutlich besser mit dem restlichen Erscheinungsbild des Gehäuses – zumal die entsprechenden Steckplätze beschriftet wurden. Für die stimmungsvolle Beleuchtung des Einschalt-Tasters sowie der Statusanzeige der Festplatte sorgen blaue LEDs.

Das Define S ruht auf den üblichen Standfüßen aus verchromtem Plastik, die zur Entkopplung des Stahlblechs von der Standfläche über eine dicke Gummierung verfügen.

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