GTA V gebencht: Fünf eigene Szenen für den perfekten Durchschnitt

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Nach ersten Tests konnten wir im integrierten Benchmark von GTA V drei Prozent Abweichung und mehr zwischen wiederholten Durchläufen mit ein und derselben Hardware verzeichnen – da mag man schon gar nicht mehr auf Nachkommastellen schauen. Dazu kommt noch, dass dieser Benchmark definitiv nicht repräsentativ ist, weil er meist zu hohe FPS-Zahlen ausspuckt. Was also kann man wirklich als Benchmark-Basis nutzen?

Ein Savegame nutzen und dann eine kleine, 30-sekündige  Spritztour mit dem Auto machen? Bringt nichts und ist allein auch nicht wirklich aussagekräftig. Tages- und Nachtzeit, offenes Gelände und städtische Umgebung, Spiegelungen, Wasser, ob man zu Fuß oder im Fahrzeug unterwegs ist und mehr – alles entscheidende Faktoren, die beim Benchmarken schon beachtet werden sollten.

Grund genug für uns, insgesamt fünf einzelne Szenen mit einer Länge von jeweils zwischen 30 und 40 Sekunden zu erstellen und später im Videoeditor am Stück abzupielen. Gebenchmarkt werden die einzelnen Abschnitte dann hintereinander mit Fraps, wobei jede Sequenz einzeln erfasst wird und die Pausen nicht mit gemessen werden.

Danach errechnen wir den Durchschnittswert dieser Szenen über eine einfache Kumulation. Die in den Benchmarks ausgewiesene Mindestzahl an Frames pro Sekunde ist hingegen der niedrigste (und damit schlechteste) Absolutwert aus den einzelnen Abschnitten. Wir benchmarken in drei Kategorien, wobei wir uns auf 720p und 1080p beschränken. Zum einen wurden höhere Auflösungen bereits bis zum Erbrechen gebenchmarkt. Und wenn wir ganz ehrlich sein wollen: Auf maximalen Details gerät dies alles sowieso zum Mummenschanz – denn schon 1080p und die volle Grafik-Dröhnung lassen auch eine GeForce Titan X fast schon abstinken.

Warum wir diesen immensen Aufwand getrieben haben, liegt in der dynamischen Welt von Grand Theft Auto V begründet. Erste Versuche mit einem Savegame und einer Spritztour mit dem Auto ging nämlich leidlich daneben, weil die Welt eben dynamisch ist und am Ende auch kein Savegame-Aufruf wirklich genau dem vorigen gleicht. Verkehr, Interaktionen, mögliche Kollisionen und letztendlich die Bevölkerung standen der Reproduzierbarkeit komplett im Weg.

Vor allem Nachts brechen die FPS-Werte deutlich ein – allerdings auch in Abhängigkeit der Umgebung. Da reichen viele Ampeln an einer Kreuzung, Straßenlaternen, Leuchtreklame und heftiger Verkehr, um kurze FPS-Einbrüche zu erzeugen, die man subjektiv empfinden, aber über den Durchschnittswert nicht vermitteln kann.

GTA V lebt von einer immens großen, offenen Welt mit jeder Menge Details, was einen begeistern und sehr schnell in den Bann ziehen kann. Doch wo liegen die Grenzen dessen, was man als Minimum betrachten muss, um wenigstens etwas Spaß daran zu haben? Genau aus diesem Grund begeben wir uns auf Spurensuche und backen zunächst die richtig klitzekleinen Brötchen.

Der Grund für diesen Ansatz ist ziemlich simpel: Nicht jeder besitzt ein High-End- oder auch nur ein gutes Mittelklasse-System. Und wenn man sich das ins Gedächtnis ruft, stehen wir vor der Frage, worauf GTA V überhaupt läuft und wie groß die Abstriche sind, die man gegebenenfalls dann doch machen muss.

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