AMD A8-7650K: Kannibalisierung, ein Einsteiger-PC zum Nachbauen und ein Nachruf

Inhaltsverzeichnis

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Mainboard: Schlichtes Brettchen reicht

Zumindest beim Mainboard bietet sich ein ordentliche Sparpotenzial, denn passende A68- oder A70-Brettchen bekommt man schon für unter 40 Euro. Das von uns verwendete MSI A68HM-P33 ist so ein Kandidat, auch wenn wir mit einer kleinen Einschränkung in Form eines fehlenden internen USB 3.0-Anschlusses leben müssen. So etwas bekommt man ab etwa 42 Euro bei ASRock, um mal eine brauchbare Alternative zu nennen.

Ansonsten besitzt das Mainbaord alles, was wir benötigen, und auch der Lieferumfang fällt ausreichend aus. Das Datenblatt lässt sich in allen Einzelheiten auf der MSI-Homepage einsehen, so dass wir uns diesen Platz jetzt sparen wollen. Sensationen positiver oder negativer Art sind eh keine zu erwarten. Maximal dann, wenn man ein viel zu altes BIOS drauf hat – aber in dem Fall hilft die Seite mit den BIOS-Downloads weiter.

Arbeitsspeicher: DDR3-2133 ist Pflicht!

Beim Arbeitsspeicher wird man wohl das einzige Mal deutlich bluten müssen. Denn unterhalb von DDR3-2133 macht es aus Sicht der integrierten Grafik, die ja auf den normalen DDR3-Arbeitsspeicher zurück greifen muss (Shared Memory), nicht wirklich Sinn, an der falschen Stelle ein paar Euro einzusparen. Schön ist das natürlich nicht, aber leider notwendig.

Kühler & Wärmeleitpaste: Bewährtes reicht

Beim Übertakten haben wir gemerkt, dass wir auf deutlich über 100 Watt Abwärme kommen  und das auch die Spannungswandler auf dem doch sehr einfach gestrickten Board recht heiß werden. Wir standen somit vor der Aufgabe, einen typischen Downblower zu finden, der einerseits mit der Verlustleistung der APU locker klar kommt, ohne gleich einen akustischen Overkill zu verursachen, und der andererseits auch die Mainboard-Komponenten recht gut im Griff behält.

Letztelich entschieden wir uns für den Xilence Icebreaker 64 Pro. Damit sparen wir am Ende sogar noch einen rückwärtigen Gehäuselüfter, obwohl wir an das Mainboard zwei geregelte Lüfter anschließen könnten. Die vier Heatpipes des Kühlers stecken jedenfalls in einem massiven Heatsink und auf Modekram wie DHT wird dankend verzichtet.

Der PWM-geregelte Lüfter ist brauchbar, wenn auch bei niedrigen Drehzahlen recht knurrig. Hier wird man mit etwas mehr Budget sicher auch anderweitig fündig, denn die Konstruktion ist mittlerweile recht in die Jahre gekommen. Aber – so fair muss man sein – er wird mit der Abwärme locker fertig und selbst die Spannungswandler rufen ein freundliches Danke.

Das mit der Wärmeleitpaste haben wir ja ebenfalls schon oft genug durchgekaut, machen aber gern den Klecks-Test für alle neu Dazugekommen noch einmal. Die dem Kühler beiligende Wärmleitpaste ist fast schon eine richtige Flüssigkeit und so reicht ein kleinerer Klecks in der Mitte der APU, um sich allein durch den Anpressdruck beim Fixieren der Kühlers optimal verteilen zu lassen. Das funktioniert perfekt, Ehrensache.

Die eigentliche Montage des Kühlers selbst kann aber durchaus etwas fummelig werden, wenn der Bügel einmal verrutscht ist. Ungeübteren Lesern empfehlen wir daher, den nur aufgesteckten Lüfter bei der Montage des eigentlichen Kühlkörpers kurzzeitig abzunehmen. Es ist schlichtweg einfacher und vor allem auch nachbausicherer.

Und dann? Dann kann es eigentlich schon fast losgehen, denn unser Mainboard ist mittlerweile (fast) komplett bestückt. Was man auf dem Bild gut erkennen kann sind die sehr hohen Speichermodule, die jedoch mit diesem Kühler keinerlei Verdrängungswettbewerb eingehen, weil einfach genügend Platz vorhanden ist.

Bliebe uns an dieser Stelle eigentlich nur noch der Taschenrechner, um schnell mal einen Zwischenstand auszurechen. Mit rund 220 Euro liegen wir gut im Rennen und sind gespannt, was auf den nächsten Seiten noch auf uns zukommt.

Komponente
Ausführung/Modell
Preis
APU: AMD A8-7650K ab 93 Euro
Mainboard: MSI A68HM-P33 (oder besser) ab 40 Euro
Arbeitsspeicher: 8 GByte DDR3-2133 (2x 4 GByte Kit) ab 65 Euro
CPU-Kühler: Xilence Icebreaker 64 Pro (oder besser, für min. 125 Watt TDP geeignet) ab 18 Euro
Zwischenstand: ca. 220 Euro
Seiten:

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