Nvidia GeForce GTX 960: Maxwell kommt in der Mittelklasse an

Gemessene Leistungsaufnahme

Wir messen die Leistungsaufnahme der Grafikkarten genau so, wie in unserem Grundlagenartikel “Grundlagen GPUs: Leistungsaufnahme, Netzteilkonflikte & andere Mythen” beschrieben. Interessant ist vor allem die große Differenz zwischen der sehr gut ausbalancierten Leistungsaufnahme im Gaming-Loop und den vergleichsweise hohe Werten bei konstant hohen Rechenlasten. Allerdings sind diese durch die Vorgabe für das Power Target entstehenden Maximalwerte eher weniger relevant, solange man nicht wirklich noch deutlich höher übertakten möchte. Der Sweet-Spot dieser Karten liegt bei ca. 80-90 Watt, so dass die Effizienz beim Gaming mit schnell wechselnden Lasten natürlich im Fokus steht.

Da das Referenzmodell nicht zur Verfügung stand und alle aktuellen Tools nur eine geringe Absenkung der Basistaktraten erlauben, haben wir bewusst auf die Galax GTX 960 EX OC zurückgegriffen, deren BIOS-Vorgaben sehr nah an denen von Nvidias Referenz liegen und sich zudem als einzige Karte auf die 1113 Mhz Basistakt heruntertakten ließ. Das Power Target von 120 Watt passt ebenfalls, so dass die Werte ziemlich verlässlich sein dürften.

Modell
Idle
Gaming
Torture
Power Target
Nvidia GTX 960 Referenz(emul.) 10 Watt 85 Watt 119 Watt 120 Watt
Asus GTX 960 StriX OC
7 Watt 100 Watt
144 Watt 130 Watt
Gainward GTX 960 Phantom OC
7 Watt 100 Watt
133 Watt 140 Watt
Galax/KFA² GTX 960 EX OC
11 Watt 90 Watt
119 Watt 120 Watt
Gigabyte GTX 960 Windforce OC 11 Watt 97 Watt
165 Watt 160 Watt
Gigabyte GTX 960 Gaming G1
15 Watt 108 Watt 170 Watt 160 Watt
inno3D GTX 960 iChill
9 Watt 98 Watt
162 Watt 160 Watt
Palit GTX 970 SuperJetstream 10 Watt 108 Watt 133 Watt 140 Watt

Insgesamt kann man allen Karten eine sehr moderate Leistungsaufnahme bescheinigen – zumindest solange, wie die Telemetrie zusammen mit dem Treiber in der Lage ist, die Leistungsaufnahme schnell und zuverlässig genug an die beim Gaming auftretenden schwankenden Lasten anzupassen.

Probleme am Mainboard-Slot

Trotzdem müssen wir den oben verlinkten Artikel noch einmal aufgreifen, wenn es um die Beurteilung der einzelnen Rails geht. Die an sich sehr gut abschneidende Asus GTX 960 Strix hinterlässt nämlich ungefilterte Peaks vor allem auf dem Mainboard-Anschluss, die in dieser Häufung und Ausprägung wirklich einmalig sind:

Im Vergleich dazu gibt die fast gleich schnelle Gainward GTX 960 Phantom OC ein wesentlich beruhigenderes Bild ab:

Die sehr häufige Überschreitung des für den Mainboard-Slot gesetzten Limits wird zwar noch keine sofort auftretenden Hardware-Schäden verursachen, aber über mögliche Langzeitfolgen und die Auswirkungen auf das System (Zirpen beim Onboard-Sound usw.) kann man nur schlecht abschätzen oder beurteilen. Die Glättung hätte deutlich besser ausfallen können und müssen.

Abschließend bieten wir noch die detaillierten Messergebnisse für alle Karten als Bildergalerie, um den interessierten Lesern auch noch weiterführende Informationen anbieten zu können als nur eine kurze Tabelle mit den Endergebnissen.

Asus GTX 960 Strix

Gainward GTX 960 Phantom OC

Galax/KFA² GTX 960 EX OC

Gigabyte GTX 960 Windforce OC

Gigabyte GTX 960 Gaming G1

inno3D GTX 960 iChill

Palit GTX 960 SuperJetstream

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