Best of HDDs: 54 Consumer und Business Festplatten im Test

Inhaltsverzeichnis

>>

Seit der Einführung der SSD haben die kleinen, auf Flash-Speicher basierenden Laufwerke den regulären, mechanischen Festplatten zum Teil den Rang abgelaufen – aber eben nur zum Teil. Geht es darum, große Datenmengen unterzubringen, werden selbst für die günstigsten aktuellen SSDs mit einer Speicherkapazität von 500 GByte nach wie vor zwischen 170 und 180 Euro fällig, wofür gleich zwei jeweils 3 TByte große Festplatten im 3,5-Zoll-Format erworben werden können.

Das bedeutet umgerechnet, dass der Käufer beim Erwerb einer mechanischen Festplatte zum gleichen Preis etwa 12x so viel Speicherplatz erhält. Wer an dieser Stelle auf einen Wandel in der näheren Zukunft hofft, muss leider enttäuscht werden: Marktführer Samsung hatte erst im Zuge der Veröffentlichung der 850-Evo-SSDs verkündet, 2 TByte große SSDs seien zwar mittlerweile technisch problemlos möglich, aber selbst die Nachfrage nach 1 TByte großen Exemplare sei preisbedingt nur ausgesprochen gering, so dass hier zunächst keine größeren Laufwerke zu erwarten seien.

Für alle, die derzeit eine neues System anschaffen oder die ihr System einfach nur aufrüsten und die gefühlte Geschwindigkeit erhöhen wollen, stellt eine Kombination aus SSD und HDD die attraktivste Kombination dar: Eine kleine und vergleichsweise günstige SSD mit einer Größe zwischen 120 bis zu 256 GByte Speicherkapazität dient für die Installation des Betriebssystems und verschiedener Programme. Ihr zur Seite stellt man eine große mechanische Festplatte aus der aktuellen Generation.

Für Sparfüchse sowie Anwender, die ihr Systembudget lieber an anderer Stelle investieren und beispielsweise den verfügbaren Arbeitsspeicher verdoppeln oder das nächstgrößere Grafikkartenmodell anschaffen wollen, reicht es aber unter Umständen auch aus, allein auf eine aktuelle mechanische Festplatte zu setzen: Im Alltagseinsatz bietet die SSD vor allem dort einen spürbaren Vorteil, wo große und auf zahlreiche Fragmente aufgeteilte Datensätze geladen werden müssen (konstruktionsbedingt entfällt das Problem fragmentierter Datensätze bei SSDs weitgehend).

Das geschieht vor allem beim Booten des Betriebssystems, aber auch beim Starten einiger Programme. Ein Hauptvorteil von SSDs besteht in der schnelleren Zugriffszeit: Daten werden auf der SSD schneller gefunden, als es einem dem Lesekopf einer mechanischen Festplatte möglich ist. Wer sein mechanisches Laufwerk stets brav defragmentiert, kann dem Problem zumindest deutlich entgegenwirken. Die Königklasse unter den mechanischen Systemfestplatten bilden derzeit sicherlich jene Laufwerke, die über einen zusätzlichen, integrierten SSD-Cache verfügen und daraus einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil beziehen können. Wer möchte, kann einen derartigen Cache zumindest in Intel-Systemen durch die Nutzung einer sehr kleinen SSD mit Intels Rapid Storage Technologie selbst nachrüsten.

Auch aus Spieler-Sicht kann der Einsatz einer mechanischen Festplatte vollkommen ausreichen: Es gibt nur wenige Titel, die den Einsatz einer SSD mit spürbar schnelleren Ladezeiten würdigen. Ein Vorteil kann sich unter Umständen dort ergeben, wo exorbitant große Maps und sonstige Inhalte während des Spiels nachgeladen werden müssen, ansonsten reicht eine schnelle, gut gewartete mechanische Festplatte aber weiterhin au. Dennoch gilt; Allein der gefühlte Geschwindigkeitsvorteil vom Systemboot verlockt natürlich zum Erwerb einer zusätzlichen SSD.

Aber auch außerhalb des Gehäuses eines Heim-PCs können mechanische Festplatten eine gute Wahl sein. Denken wir beispielsweise an den Einsatz als Netzwerklaufwerk: Hier kommt es in den meisten Einsatzszenarien vor allem auf die Größe an. Wird das Laufwerk über einen schnellen Gigabit-LAN-Anschluss im Heimnetzwerk angebunden, liegt der durchschnittliche Datendurchsatz mechanischer Festplatten nämlich immer noch deutlich über der Bandbreite, die das Netzwerk zur Verfügung stellen kann. Speziell für den Einsatz als NAS-Laufwerk konzipierte HDDs arbeiten schnell genug und bleiben dabei leise, kühl und vibrationsarm.

Neben reinen Systemfestplatten für den heimischen PC oder das Notebook im 3,5“ oder 2,5“ Format gibt es neben den bereits erwähnten Festplatten für NAS-Systeme eine ganze Reihe weiterer Spezialisten: Modelle für Videoaufnahmen und Überwachungssysteme, Festplatten für den 24-Stunden-Dauerbetrieb und natürlich eine ganze Reihe an Enterprise-Laufwerken mit unterschiedlichsten Optimierungen zum Einsatz in Servern, mit Selbstverschlüsselung und Anbindung über die SAS- statt der im Heimbereich üblichen SATA-Schnittstelle, die zudem mit bis zu 15.000 U/min ans Werk gehen.

Da unsererseits gerade im Bereich der Consumer-HDDs Nachholdbedarf besteht, was die Tests aktueller Modelle angeht, haben wir zunächst einmal alle Laufwerke in einen Topf geworfen und präsentieren in den Charts einfache, per SATA-Schnittstelle angebundene Festplatten für Desktop-PCs neben profesionellen und teils sündhaft teuren Profi-Laufwerken, die über einen SAS-Anschluss verfügen. Eine Unterteilung erfolgt zunächst allein im Hinblick auf die beiden üblichen Größenklassen in 3,5- sowie 2,5-zöllige HDDs.

Zunächst jedoch alle getesteten Modelle im Überblick:

Festplatten im 3,5-Zoll-Format

  • Toshiba Enterprise MG04ACA500E 512e, (5 TB, 7200 rpm, SATA 6 Gb/s), MG04ACA500E
  • Toshiba MD04ABA400-V Surveillance, (4 TB, 5400 rpm, SATA 6 Gb/s), MD04ABA400V

Festplatten im 2,5-Zoll-Format

  • Seagate Enterprise Performance 15K v4, (600 GB, 15000 rpm, 2.5″, SAS 6 Gb/s), ST600MP0034
  • Seagate Enterprise Turbo SSHD , (600 GB, 15000 rpm, 2.5″, SAS 6 Gb/s, SSHD), ST600MX0004
  • Toshiba MQ02ABF100, (1 TB, 5400 rpm, SATA 6 Gb/s), MQ02ABF100
Seiten:

Tags: , , , ,

Ebenfalls interessant...

Schreibe einen Kommentar

Privacy Policy Settings

Google Analytics Wir sammeln anonymisierte Daten darüber, welche Beiträge und News gelesen werden. Wir ermitteln dabei auch die Zeit - ebenfalls anonymisiert - wie lange ein Beitrag gelesen wurde. Dadurch können wir einfacher Themen anbieten, die Sie interessieren.
This website stores some user agent data. These data are used to provide a more personalized experience and to track your whereabouts around our website in compliance with the European General Data Protection Regulation. If you decide to opt-out of any future tracking, a cookie will be set up in your browser to remember this choice for one year. I Agree, Deny
624 Verbiete Google Analytics, mich zu verfolgen