Alcatel Onetouch Fire E: Smartphone mit Firefox OS für Einsteiger

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Nur echte Firefox-OS-Fans haben ihre Freude

Manch einer könnte die Hoffnung hegen, mit Firefox OS ein Betriebssystem zu bekommen, dass den Anwender aus der Abhängigkeit von den Branchengrößen befreit. Denn für die Nutzung muss nicht erst ein Konto angelegt werden, für das zunächst der halbe Lebenslauf preisgegeben werden muss.

Dafür würde der eine oder andere unter Umständen sogar einen etwas begrenzten Funktionsumfang ankzeptieren, schließlich ist das Mozilla-Betriebssystem noch vergleichsweise neu und verspricht daher noch einiges Entwicklungspotential, auch wenn der Verzicht etwa bei der Kamerafunktion doch schon erheblich ist.

Doch spätestens, wenn das Smartphone eingeschaltet wird, ändert sich diese Meinung. Das Alcatel Onetouch Fire E zählt noch zu den  leistungsstarken Modellen des Ökosystems, bietet allerdings in jeder Situation bestenfalls eine mäßige Performance. Der Prozessor ist derart schwach, das es schon beim Wechsel der einzelnen Home-Scrrens oder beim Scrollen zu beeindruckenden Rucklern kommt. Der Speicher ist knapp bemessen und die zeigt Kamera schon bei einfachen Schnappschüssen erste Anzeichen von Überforderung.

Auch das angenehm kompakte Format, das geringe Gewicht und die insgesamt gute Verarbeitung können über diese Mängel nicht hinwegtäuschen. 

Dabei ist das Smartphone nicht mal ein Schnäppchen: Im Netz finden sich die günstigsten Angebote für knapp 105 Euro; der eigentliche Exklusivpartner Congstar bietet es im Vertrag für insgesamt 129 Euro an. Bei den meisten Anbietern bewegt sich der Preis sogar zwischen 150 und 200 Euro. An dieser Stelle erhält man mit einem günstigen Windows-Phone oder einem schlichten Androiden wie dem Motorola Moto E deutlich mehr Leistung für zum Teil viel weniger Geld.

Fazit

Obwohl das Alcatel One Touch Fire E 6015X eines der derzeit leistungsstärksten Firefox-OS-Smartphones ist, kann es auch unter dem Fokus als einfach zu bedienendes Einsteigergerät nicht wirklich überzeugen. Den Mangel an Apps und diverse Kinderkrankheiten kann man bei Interesse sicherlich (noch) verzeihen; Verbesserung an dieser Front sind ein laufender Prozess.

Aber von einem Gerät in der Preisklasse von 100 bis 150 Euro sollte man zumindest die grundsätzliche, flüssige Funktionalität eines “normalen” Smartphones erwarten können. Und die ist nur bedingt gegeben, wenn man beispielsweise an die massiven Ruckler bei der Bedienung denkt. Vieles davon mögen wie gesagt noch Kinderkrankheiten sein, die irgendwann behoben sein werden. Aber Stand jetzt kann uns das Firefox-Smartphone nicht überzeugen.

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