Vergleichstest: Die stärksten CPU-Kühler im Dual Tower Format

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Wenigstens ein Exot pro Testfeld muss es einfach sein: Auch wenn der Reeven Okeanos in Deutschland aktuell nicht erhältlich ist, so ist ein Blick über den Tellerrand doch alles andere als unspannend.

Der Okeanos wirkt ähnlich schmal und grazil wie Thermalrights Silver Arrow, bietet als besonderes Ausstattungsmerkmal eine Mischbestückung aus 6- und 8-mm-Heatpipes und gehört zudem mit einer Bauhöhe von 16,3 cm einschließlich montierten Lüftern zu den niedrigsten Modellen im Testfeld.

Im Vergleich zu den Modellen von be quiet! und Noctua fällt er zudem auch relativ schlank aus.

Mit einem Gewicht von knapp über 1,1 kg ist der grazile Reeven Okeanos leichter als die oftmals 1,2 oder 1,3 kg schwere Konkurrenz. Er bietet zwei identisch aufgebaute Kühltürme mit leicht abgestufter Struktur der Kühllamellen an der Lufteinlass- und Laufauslassfläche, aber insgesamt erfreut der Kühler durch einen schlichten Aufbau mit klaren Linien und einer dezent zurückhaltenden, aber edlen Optik.

Die Oberseite zieren einmal mehr sehr ansprechend gestaltete, gelochte und mit einem herausgeschnittenen Herstellerschriftzug verzierte und ordentlich befestigte Blenden aus gebürstetem Aluminium im Natur-Look.

Die Heatpipes sind so angeordnet, dass die vier 6-mm-Modelle jeweils in Zweiergruppen hintereinander an der Außenseite der Kühlfläche liegen, während die 8 mm großen Wärmeleitrohre nebeneinander in der Mitte emporragen.

Der Grundaufbau des Reeven Okeanos ist symmetrisch, die Heatpipes schauen an beiden Enden gleich weit aus der Bodenplatte hervor.

Am Austritt der Wämeleitrohre zeigen sich einige herausquillende Tröpfchen als Rückstände des Verlötungsprozesses, die aber dank der vollständigen Vernicklung in diesem Bereich nicht weiter stören und immerhin auf eine adäquate Verlötung hinweisen.

Die Oberseite der Bodenplatte bietet eine Halterung zur Sicherung der Querstrebe, mit der der Kühlkörper verschraubt wird. Ein Verrutschen ist dadurch ausgeschlossen und der Montageprozess wird ein wenig vereinfacht. Die Unterseite des Kühlers besteht aus einer sehr fein angerauten Kontaktfläche zum Heatspreader des Prozessors.

Um auch RAM-Modulen mit höheren Heatspreadern Platz zu bieten, setzt Reeven beim Okeanos auf eine Mischbestückung aus schwarz-gelben 12- und 14-cm-Lüftern: Während der Lüfter mit dem kleineren Rahmen vorn angebracht wird, um in diesem Bereich etwas weniger Platz einzunehmen, kann der Freiraum in der Kühlermitte mit einem 14-cm-Exemplar bestückt werden, dessen Fixierpunkte allerdings denen eines 12-cm-Modells entsprechen.

Die Lüftermontage erfolgt über das bereits von vielen anderen Kühlern bekannte Drahtklammersystem; eine Entkopplung der Lüfter am Kühlörper selbst ist nicht vorgesehen.

Ein Y-Adapter zum Betrieb beider Lüfter an einem Anschluss gehört nicht zum Lieferumfang, aber dafür hätte es zumindest laut Auflistung des Zubehörs zwei Adapterkabel geben sollen, mittels derer sich die Maximaldrehzahl der beiden Lüfter hätte herunterregeln lassen.

Bei unserem Exemplar lagen diese nicht bei, was allerdings auch daran liegen kann, dass wir den Okeanos schon vor einigen Monaten als damals noch relativ frisches Sample zugesandt bekamen. Wir werden diesbezüglich noch einmal beim Hersteller nachhaken: Sinnvoll wäre es allemal, denn bei voller Umdrehungszahl ist der Reeven Okeanos zwar stark, aber auch sehr laut.

Ein drittes Paar Halteklammern erlaubt es, bei Bedarf einen weiteren Lüfter am Heck des Kühlkörpers zu montieren.

Montage und Kompatibilität

Zur Montage setzt Reeven auf eine Kombination aus Universal-Backplate und universellem Montagerahmen für AMD- sowie Intel-Systeme.

Zunächst wird die Backplate mit Schrauben bestückt, Gummiabstandshalter sorgen dabei für einen festen Halt der Schrauben und vermeiden den Kontakt zwischen Metallbackplate und Mainboardrückseite.

Ist die Backplate positioniert, werden von vorn Plastikhülsen und der Halterahmen über die Gewinde der Schrauben gesteckt und verschraubt.

Zur Kühlermontage wird dieser an der Oberseite der Bodenplatte mit einer Querstrebe versehen und dann mit dem Halterahmen verschraubt.

Die Gestaltung des universalen Halterahmens des Reeven Okeanos erlaubt es erfreulicherweise, den Kühler sowohl auf Intel- als auch AMD-Systemen in 90°-Schritten versetzt anzubringen.

Der Kühlkörper endet zwar trotz seines symmetrischen Aufbaus vor den RAM-Einschüben, an der Vorderseite ragt er jedoch über die ersten drei Slots hinaus: Gut, dass hier nur ein Modell mit 12 cm Rahmenbreite zum Seinsatz kommt, denn so schließt der Lüfter an dieser Stelle bündig mit den Kühlfinnen des Reeven Okeanos ab und es kann Arbeitsspeicher bis zu einer Bauhöhe von maximal 4,85 cm ingesetzt werden.

Notfalls ließe sich natürlich auch der Lüfter weiter nach oben versetzen – aber dann benötigt der Kühler auch ein dementsprechend breiteres Gehäuse.

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