Monat: Juni 2014

Unter dem Brand KFA² vertreibt Galaxy Grafikkarten unter anderem in Deutschland, wobei sich der etwas sperrige Name vor allem für Suchmaschinen eher schwer macht. Was hingegen wirklich interessant ist, sind der aktuelle Preis und die gebotene Performance der Grafikkarte. Es ist zu vermuten, dass man momentan versucht, über eine sehr aggressive Preisgestaltung besser auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen, was für potentielle Kunden mit Sicherheit interessant sein könnte.

Mit dem Label HOF (Hall Of Fame) fasst man bei KFA² seit jeher alle werksübertakteten Karten für Enthusiasten zusammen, so dass wir wohl durchaus gespannt sein können, was uns da am Ende erwartet.

Da KFA² mit HMC als Distributor (betreut u.a. auch HIS) zudem auf eine bekannte Größe im deutschen Markt setzt, sollten auch deutschsprachiger Support und Schadensabwicklung im Notfall kein Thema mehr sein. So gesehen ist also alles im Lot. Was aber taugt der aktuelle Preisbrecher in Form einer werksübertakteten GTX 780 mit dem sehr auffälligen, weißen PCB und dem martialisch anmutenden Kühler im Metallic-Look wirklich?

Blender oder Nvidia-Schnäppchen? Das ist hier die Frage. Denn rein von den Erfahrungswerten und den Taktraten dürfte diese Karte in etwa auf dem Level einer Gigabyte GTX 780 GHz Edition agieren, die allerdings deutlich teurer ist und als Dual-Slot-Lösung auch nicht ganz leise agiert. Betrachten wir zunächst die Karte im Kreis ihrer Familienangehörigen mit dem jeweiligen Referenzdesign:

  GeForce
GTX 780
KFA² GTX 780
Hall Of Fame
GeForce
GTX Titan
GeForce
GTX 780 Ti
Shader-Einheiten: 2304 2304
2688 2880
ROPs: 48 48
48 48
Speicher: 3072 MByte 3072 MByte
6144 MByte 3072 MByte
Speicherbandbreite: 384 Bit 384 Bit
384 Bit 384 Bit
Kern-Takt: 863 MHz+ 1020 MHz+
837 MHz+ 876 MHz+
Speicher-Takt: 1502 MHz 1502 MHz
1502 MHz 1502 MHz

Dinosaurier? Ausgestorben. Karibische Spitzmäuse? Ausgestorben. Nokia-Tablets? Gerade erst geboren … und schon massiv vom Aussterben bedroht. Auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten wird es das erste Tablet von Nokia zwar wohl nicht schaffen. Dass es allerdings das letzte seiner Art ist, steht bereits fest. Denn das Lumia 2520 ist das letzte Produkt, das unter finnischer Flagge segelt.

Seit dem 25. April 2014 gehört Nokias Mobilsparte zu Microsoft, kommende Produkte tragen daher den Namen Microsoft Mobile. Und nicht nur damit macht das erste Tablet aus Finnland von sich reden. Sogar einen Verkaufsstopp musste das Lumia 2520 bereits mitmachen; das serienmäßig mitgelieferte Netzteil AC-300 ist von einem Produktionsfehler betroffen, so dass sich dessen Ummantelung lösen und ein Stromschlag die Folge sein könnte. Von unserem Testgerät ging zumindest keine Gefahr aus – widmen wir uns daher den inneren Werten.

Dass Nokias erstes Tablet mit einem Windows-Betriebssystem kommen würde, war irgendwie zu erwarten. Dass es sich dabei um Windows RT – also die ARM-Variante von Windows – handeln würde, eigentlich auch. Aktuell haben damit nur Microsoft mit dem Surface 2 und Nokia ein derartiges Gerät im Programm. Im Gegensatz zum neuen Mutterkonzern verbaut Nokia aber nicht den Nvidia Tegra 4, sondern setzt mit dem Qualcomm Snapdragon 800 auf ein anderes Highend-SoC. Zwar gibt es mittlerweile des 801er, dessen Performance-Vorteile sind aber nicht gerade groß. Interessanter ist da die höhere Energieeffizienz, aber da darf sich das 2520 erst noch beweisen.

Das 10,1 Zoll große Display löst mit Full-HD auf, ist von Corning Gorilla Glass 2 geschützt und soll dank Nokias Clear-Black-Technik besonders kontrastreich sein. An Bord sind 32 GByte Speicher. Da sich aber Windows RT schon im Auslieferungszustand einen gehörigen Batzen davon einverleibt, tut der microSD-Schacht auf jeden Fall Not. Mit dem Internet kommuniziert das Nokia Lumia 2520 sowohl per WLAN als auch per LTE, Nokias Mobilfunkabteilung lässt grüßen. Zwei Kameras gibt es auch.

Für seinen Tablet-Erstling ruft Nokia 599 Euro auf. Das klingt angesichts der Ausstattung inklusive LTE in der Highend-Klasse relativ günstig. Zum Testzeitpunkt gab es aber selbst online noch kein günstigeres Angebot. Im Vergleich zu anderen Top-Modellen, etwa von Google, Samsung oder Sony, ist das Nokia Lumia 2520 daher kein Schnäppchen.

Bis jetzt lief nahezu jede Diskussion über einen Budget-Prozessor für Enthusiasten entweder auf die dank des offenen Multiplikators leicht zu übertaktenden Modelle von AMD oder auf die nicht übertaktbaren, dafür aber effizienter arbeitende Konkurrenz von Intel hinaus. Üblicherweise wird hier der Core i3 empfohlen, aber wenn das Budget bei unter 75 Euro liegt, bleibt nur der Griff zum Pentium.

Bis jetzt profitierte AMD von Intels starrer Haltung zum Thema Overclocking. Trotz des höheren Stromverbrauchs und der geringeren Performance in unterschiedlichen Einsatzszenarien sind AMDs Prozessoren aufgrund der einfachen Möglichkeit zur Übertaktung nach wie vor beliebt. Wollte man hingegen einer CPU aus dem Hause Intel taktmäßig auf die Sprünge helfen, so stellten bis jetzt der Core i5-3570K und der i5-4670K für jeweils um 190 Euro den Einstieg dar.

Seit Jahren wünschen sich gerade jene Anwender, die mit dem Dreh an der Performance-Schraube von Pentiums und Celeron 300As groß geworden sind, eine freigeschaltete Intel-CPU im Budget-Bereich: Ein derartiger Prozessor hätte das Zeug zum potentiellen Preis-Leistungs-Hammer!

Als nun kürzlich seitens der Kalifornier bekannt gegeben wurde, dass ein derartiges Modell kurz vor der Veröffentlichung stünde, löste dies eine kleine Welle der Begeisterung in der Redaktion aus. Bei AMD dürfte die Ankündigung allerdings mit Grabesminen zur Kenntnis genommen worden sein.

Intels Pentium G3258: Der Wolf im Schafspelz?

Anlässlich des nunmehr 20. Geburtstags der Pentium-Prozessorreihe, der streng genommen schon im letzten Jahr hätte gefeiert werden müssen, bringt Intel nun den G3258 auf Basis der aktuellen Haswell-Architektur auf den Markt. Mit einem Standard-Takt von 3,2 GHz liegt er in der Mitte des Taktbereichs, den die übrigen Pentium-Modelle mit 3,0 bis 3,4 GHz abdecken. Keiner dieser Prozessoren bietet die Turbo Boost-Technologie der teureren Core-CPUs, keiner bietet Hyper-Threading und alle – einschließlich des G3258 – haben lediglich zwei Rechenkerne.

Jeder dieser Kerne kann auf jeweils 256 KByte L2-Cache sowie einen gemeinsam genutzten L3-Cache von insgesamt drei MByte zurückgreifen. Intel spendiert den Prozessoren die normale, integrierte HD-Graphics-Lösung mit zehn Execution Units, die mit 350 bis 1100 MHz ans Werk geht: Auch das entspricht der Ausstattung der bereits erhältlichen Pentium-Prozessoren. Zudem wird die TDP des Pentium G3258 wie bei seinen Geschwistern mit 53 Watt angegeben.

In einem entscheidenden Punkt hebt er sich dann allerdings von der Verwandtschaft ab: Der G3258 verfügt als einzige Pentium-CPU über einen freien Multiplikator und bietet somit die einzig sinnvolle  Möglichkeit zur Übertaktung von Intel-Prozessoren. Erst vor kurzem konnten wir Intels aktuelles und ebenfalls der Haswell-Familie entspringendes Sockel-1150-Flaggschiff in Gestalt des Core i7-4790K auf bis zu 4,7 GHz übertakten. Das lässt auch für den kleinen Pentium G3258 auf etwas Spielraum hoffen, um den Takt deutlich über den Standard-Wert von 3,2 GHz hinaus zu steigern. Genauso wäre es allerdings möglich, dass sich der Dual-Core-Prozessor als etwas weniger flexibel erweist. Was davon letztlich zutrifft, wird sich allein durch ausprobieren klären lassen, denn wir halten hier den ersten, übertaktbaren Haswell-Chip mit zwei Kernen überhaupt in Händen.

Intel spendiert dem Pentium G3258 zudem die Quick Sync-Technologie, die die Dekodierung von Multimediadaten im H.264-, VC-1- und MPEG-2 Format ebenso beschleunigt wie das Encoden von H.264-Material, wenn man dazu auf entsprechend angepasste Programme zurückgreift. Auf den ersten Blick scheint es sich dabei nur um ein relativ kleines Zusatzfeature für die Pentium-Familie zu handeln. Wer allerdings bereits den entsprechenden Abschnitt in unserem Test des Core i7-4770K gelesen hat, wird schnell feststellen, dass es sich dabei um einen wahren Segen für alle jene Anwender handelt, die viele multimediale Inhalte konsumieren oder Filme zum Einsatz auf mobilen Endgeräten in ein anderes Format umrechnen lassen.

  Intel Pentium G3258 AMD Athlon X4 750K Intel Core i3-4330
Kerne/Threads: 2/2 4/4 2/4
Basistakt: 3.2 GHz 3.4 GHz 3.5 GHz
Maximaltakt: 3.2 GHz 4 GHz 3.5 GHz
Cache: 2 x 256 KB L2 2 x 2 MB Shared L2 2 x 256 KB L2
3 MB Shared L3 kein L3 4 MB Shared L3
Fertigungsprozess: 22 nm 32 nm 22 nm
Maximale TDP: 53 W 100 W 54 W
Unterstützter Arbeitsspeicher: DDR3-1333 DDR3-1866 DDR3-1600
Freier Multiplikator für Übertaktung: Ja Ja Nein
Integrierte Grafikeinheit: HD Graphics None HD Graphics 4600
Preis (Geizhals): ab 58 Euro ab 59 Euro ab 106 Euro

Was macht man, wenn das Budget auf etwa 200 Euro begrenzt ist, man aber trotzdem einen sparsamen und doch leistungsfähigen PC fürs Office sucht, der zudem wenigstens annähernd auf der Höhe der Zeit ist? Man baut ihn sich wohl besser selbst. Denn das, was man als Fertigangebot in diversen Discountern angeboten bekommt oder gebraucht erwerben kann, ist in dieser Preisregion eher als albern einzustufen.

Will man so ein Projekt erfolgreich umsetzen, muss man sich auf zwei kostenintensive Dinge festlegen: Die passende Kombination aus CPU und Mainboard und ein ansprechendes Gehäuse mitsamt Netzteil. Der Rest ist in der Auswahl eher unkritisch und ergibt sich aus den gerade aufgeführten Rahmenbedingungen.

Klar abgesteckte Rahmenbedingungen

Wir entscheiden uns für ein solides mini-ITX-Gehäuse in Form eines Mini-Towers, in dem bereits ein Netzteil verbaut ist – und wenn man will, kann man ihn sogar liegend unter dem Monitor betreiben. Allerdings sollte man bei solch einer Konstellation natürlich stets auf den Preis und die Qualität gleichermaßen achten, was uns zur Auswahl des Chieftec BT-04B geführt hat. Doch dazu später noch mehr.

Mit dem Athlon 5350 bietet AMD für unter 50 Euro einen hochinteressanten Quad-Core SoC, der viele Komponenten bereits in sich vereint und dementsprechend auch die Mainboard-Kosten deutlich senken kann.

Wo sonst bekommt man eine solche Kombination aus Prozessor und Board für unter 80 Euro? Wer sich mit zwei Kernen bescheidet, landet am Ende sogar noch deutlich unter 70 Euro, aber wir wollen wegen nur einiger weniger Euro keine Leistung unnütz verschenken und bleiben deshalb beim Spitzenmodell.

Das Projekt 200-Euro-PC

Wie vertragen sich kleiner Preis und maximale Ausbeute bei akzeptabler Qualität? Bestens, was wir heute mit diesem doch sehr simplen Projekt beweisen wollen. Dazu gibt es wie immer noch eine Übersicht mit einer weiter abgespeckten und einer Maximal-Variante, zwischen denen man natürlich auch individuell variieren kann.

Es ist beinahe ein Jahr her, seit wir zuletzt einen Testbericht geschrieben haben, der Intel als Desktop-Prozessor-Hersteller zum Inhalt hatte. Und selbst das war “nur” ein Artikel (Core i7-4960X im Vorabcheck: Erste Benchmarks von Ivy Bridge-E) über die überschaubare Evolution einer Plattform, die vor knapp drei Jahren offiziell vorgestellt wurde (Tipp: X79 Express). Das ist ein ziemlich klarer Hinweis darauf, wie wenig sich Intel um die Zielgruppe der Enthusiasten gekümmert hat.

Aber eigentlich sind wir damit nicht ganz fair – schließlich hat Intel kaum noch Konkurrenz. Letztlich ist es AMDs Prozessorsparte, die echte Probleme damit hat, für Performance-hungrige Power-User relevant zu bleiben. Das Ergebnis dieser enttäuschenden Stagnation sind dann Artikel wie Intels Core i7-4770K im Test: Haswell ist schneller, aber spannend geht anders. In diesem Testbericht gingen wir hart mit dem Intel Core i7-4770K ins Gericht. Das Gleiche galt für unsere Berichterstattung über den Core i7-3770K. keines dieser beiden Mainstream-Flaggschiffe liefert zum damaligen Zeitpunkt einen guten, überzeugenden Grund für ein dringendes Upgrade. Und schließlich half es auch nicht besonders, dass der Wechsel von Z77 zu Z87 und zu Z97 Express ebenfalls verdammt langweilig war.

Aber zum Glück scheint Intel zugehört zu haben.

Jetzt haben wir den Core i7-4790K von uns. Wie der Name der CPU schon vermuten lässt, handelt es sich dabei immer noch um Haswell mit einem LGA-1150-Interface. Er läuft sogar auf Z87-basierten Mainboards, wenn der Board-Hersteller eurer Wahl in Sachen Firmware-Upgrades auf Zack ist. Aber was hat Intel nun genau gemacht, um den 4790K für Enthusiasten interessant zu machen?

Sagt “Hallo!” zum Core i7-4790K

Beispielsweise wurde die eine große Beschwerde angegangen, wegen der viele Power-User und verschiedene PC-Hersteller den Deckel ihrer CPUs abgenommen haben: Der bescheidene Wärmetransfer zwischen Prozessor-Die und integriertem Heat-Spreader. Wir wissen nicht viel über das von Intel beim Devil’s Canyon genutzte “Next-Generation Polymer Thermal Interface Material”. Aber wir wissen, dass Intel untypisch schnell an seiner Implementierung gearbeitet hat. Diese Geschwindigkeit bei der Umsetzung wird übrigens als einer der Gründe zitiert, warum die Firma nicht zu dem Lot zurückwechseln konnte, das eine so wichtige Rolle bei den Übertaktungserfolgen von Sandy Bridge spielte.

Den Boden des Core i7-4790K zieren zudem zusätzliche Kondensatoren, die laut Intel die Stromversorgung des Prozessor-Dies glätten soll.

Diese Modifkationen ergeben zusammen einen Ersatz für den Core i7-4770K, der den gleichen LGA-1150-Sockel nutzt. Auch die Kernspezifikationen sind ziemlich ähnlich: Vier physische Kerne, die dank HyperThreading acht Threads abarbeiten können, acht MByte geteilter L3-Cache, DDR3-Unterstützung für maximal 1600 MT/s (offiziell), die gleiche alte HD Graphics 4600-Engine und eine PCI Express 3.0-Controller mit 16 Lanes.

Core i7-4790K arbeitet allerdings mit vier GHz Basis-Takt und beschleunigt dank Turbo Boost-Technik im Werkszustand auf 4,4 GHz (Cire i7-4770K: 3,5 und 3,9 GHz). Im Umkehrschluss wuchs die TDP des Prozessors von 84 auf 88 Watt an.

Die Prozessoren der Devil’s Canyon-Generation werden in Mainboards der 9er Serie funktionieren. Laut Intel können die Mainboard-Hersteller aber auch die Firmware ihrer Boards der 8er Generation auf den neuesten Stand bringen; dann läuft der neue Prozessor auch da.

WM-Fußball und riesige Bildschirme passen exzellent zusammen. In diesem Sinne lud das südkoreanische Unternehmen LG Electronics, seines Zeichens der Hauptsponsor der Bundesligisten von Bayer 04 Leverkusen, ausgewählte Redakteure in die Leverkusener BayArena ein.

Diese durften nach Herzenslust an einigen neuen TV-Geräten herumspielen, den Vergleich zu Konkurrenzmodellen ziehen und nach den theoretischen Erörterungen zu den Geräten sowie einer Stadionrundführung in entspannter Atmosphäre beim einen oder anderen Bier die Geräte beim Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal dem Praxistest zu unterziehen. Für Fragen stand ein großes Team aus PR, Technik und dem CEO von LG Electronics Deutschland, Ki Ju Song, zur Verfügung.

Was das Angebot von Inhalten in Ultra-HD-Auflösung und damit die Adaption neuer Technologien angeht halten sich die Anbieter von TV-Inhalten noch mit typisch deutscher Zurückhaltung zwar aktuell noch zurück, jedoch scheint die Zeit allmählich reif zu werden für einen Wechsel auf Geräte mit der Fähigkeit zur Darstellung von 4K-Inhalten: Der Streaming-Dienst Netflix hat unlängst verlautbaren lassen, entsprechende Inhalte noch in diesem Jahr in Deutschland anbieten zu wollen. Und strategische Partnerschaften zwischen unterschiedlichen Herstellern sowie weiteren Anbietern scheinen dafür zu sorgen, dass auch Maxdome und Amazon in den nächsten Monaten mit auf diesen Zug aufspringen wollen.

Wer aufgrund der Verbreitung lieber noch auf Full-HD in zurückgreift, dem wurde als Alternative zum 79-zölligen 4K-Monster ein 55 Zoll großes OLED-TV-Gerät geboten, das einen hervorragenden Eindruck hinterließ.

LG 79UB980V: 3D-Fernseher mit IPS-Panel, 4K-Auflösung und kräftigem Boxensystem

Mit dem LG 79UB980V wurde zunächst die gigantische 79 Zoll große Variante des erst kürzlich vorgestellten und bereits auf der Herstellerseite aufgeführten LG 65UB980V gezeigt. Das IPS-typisch sehr blickwinkelstabile Display löst mit 3840 x 2160 Bildpunkten (4K, UHD) auf, hat eine LED-Hintergrundbeleuchtung, kann 3D-Inhalte darstellen und wird mit einem integrierten, 120 Watt starken 4.2-Soundsystem ausgeliefert.

Für eine überdurchschnittliche gute Wiedergabe von nicht 4K-fähigen Inhalten soll das Upscaling durch den Algorithmus der Tru-Ultra HD Engine sorgen. Der Stromverbrauch soll bei durchschnittliche 169 Watt liegen, eine optionale Wandmontage ist möglich. Zum Genuss von 3D-Inhalten reicht der Einsatz von leichten und somit komfortabel zu tragenden Polarisationsbrillen. Per OSD und Remote-Control kann natürlich in den normalen 2D-Modus zurückgeschaltet werden, den wir auch zum Betrachten des Deutschland-Spiels nutzten.

In einem kurzen Hands-on konnten wir selbst mittels der “Magic Remote” Fernbedienung mit dem Gerät herumspielen, die sich klassisch über Eingabeknöpfe oder aber auch durch Gestenerkennung nutzen lässt. Das funktionierte alles sehr angenehm und problemlos – nur als plötzlich und unerwartet drei motivierte Redakteure gleichzeitig versuchten, mit den umliegenden Fernbedienungen ein und dasselbe Gerät zu steuern, kam es kurzfristig zu Verwirrung.

Sehr gelungen scheint die auf webOS basierende OSD-Menuführung geraten zu sein: Im Gegensatz zu traditionelleren Menuführungen ist diese überhaupt nicht verschachtelt und wirkt dadurch übersichtlich und intuitiv bedienbar. Es lassen sich zusätzliche Apps herunterladen und im Menu gemäß den eigenen Präferenzen anordnen, so dass die jeweils am häufigsten verwendeten Optionen in der Auswahlliste nach vorn gelegt werden können.

LGs ganzer Stolz ist das die aktuelle Generation der Nano-Full-LED-Technologie, mit der man sich hinsichtlich der gebotenen Bildqualität deutlich von der Konkurrenz absetzen möchte. Um uns einen direkten Vergleich bieten zu können, wurde die etwas kleinere, “nur” 65 Zoll große Version des TV-Geräts neben einem “High-End-Modell der Konkurrenz” für einen direkten Bildvergleich positioniert.

Dabei ließ man beide Geräte im Standard-Modus laufen. Für das Selbstbewusstsein von LG spricht, dass man den einzelnen Redakteuren erlaubte, nach Belieben selbst Hand an beiden Geräten anzulegen und Aufbau und Einstellungen zu überprüfen. Wer einen Blick auf das Standfußdesign des Konkurrenten wirft, wird schnell erraten können, um welchen Hersteller es sich hier handelt. In jedem Fall verfügt dieses Gerät nur über ein normales LCD-Display.

Dementsprechend verwundert es auch nicht, dass die Farben des IPS-Panels selbst bei Standard-Einstellungen im Menu bereits deutlich intensiver und realitätsnäher wirkten als beim direkten Gegenkandidaten. Das ersetzt freilich noch keinen ordentlichen Test des Geräts, spricht aber dennoch für die anzunehmende sehr gute Darstellungsqualität der neuen Panels von LG aus Eigenproduktion.

Mit dem vorgestellten 79-zölligen Gerät ist allerdings noch lange nicht Schluss: Noch größere Modelle sollen schon bald folgen. LG plant für dieses Jahr sogar noch einen 98 Zoll großen Riesen in derselben Baureihe. Dabei gab es eine interessante Zusatzinformation aus der Rubrik “gut zu wissen”: Bei den verkauften TV-Geräten zeigt sich offensichtlich ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Während man auf dem Land dank größerer Räumlichkeiten eher zu größeren Geräten greift, bevorzugen die Städter kleinere Modelle im heimischen Wohnzimmer.

LG 55EA9709: Curved-OLED-4K 3D-Display für höchste Ansprüche

Das mit 55 Zoll vergleichsweise klein geratene TV-Gerät schoss dann allerdings dank des weltweit ersten gebogenen OLED-Displays den Vogel ab und stellte selbst die Farbdarstellungsqualität der für sich genommen schon guten IPS-Panels des 79-Zöllers in den Schatten. Man muss sich halt damit arrangieren können, dass es sich hier “nur” um ein Full-HD-Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten handelt und keine Audiolösung von auch nur annähernder Vergleichbarkeit zum vorangehend vorgestellten Modell dazugehört.

Aber Interesse weiß der OLED-Fernseher zu wecken: Das zeigte sich am ehesten daran, dass sich gerade während des abends übertragenen Fußballspiels die Augen der Redakteure mit direkter Blickmöglichkeit auf das kleinere und seitlich im Raum stehende Display schnell vom sehr viel größeren und zentral positionierten LG 79UB980V in Richtung des LG 55EA9709 wanderten. 3D-Fähigkeit war hier schließlich nicht gefragt und für eine ausreichende Beschallung sorgten ohnehin die an mehreren Stellen im Präsentationsraum genutzten Boxensysteme.

Das Gerät wird übrigens bereits zu Preisen ab 3700 Euro gelistet. Das ist zwar ganz sicher kein Schnäppchenpreis, aber dafür werden auch eine außergewöhnliche Bildqualität und eine Bildtechnologie ohne Einschränkungen hinsichtlich der Blickwinkelstabilität geboten.

Zunächst einmal sorgt der gebogene und dennoch extrem dünne Bildschirm für ein beinahe schon graziles Erscheinungsbild. Aber auch aus technischer Sicht setzt man sich von der Konkurrenz ab: Gebogene Displays an sich sind zwar schon seit einiger Zeit auf dem freien Markt verfügbar, aber dabei kamen bislang LCD-Displays zum Einsatz.

LG kombiniert die geschwungene Bauform nun als erster Hersteller mit einem OLED-Display, bei dem zu den drei regulären Subpixeln Rot, Grün und Blau ein viertes in Weiß hinzutritt, um dadurch eine noch bessere Darstellungsqualität erreichen zu können.

Auch hier wurde erneut ein normales LCD-Gerät zu Vergleichszwecken ausgewählt. Und der direkte Vergleich vor allem bei roten, goldenen und honigfarbenen Farbfönen fiel subjektiv noch sehr viel stärker aus, als es unsere Fotos es zeigen können. Dabei wurde nicht nur das Konkurrenzmodell, sondern auch die 4K-IPS-Armada aus dem eigenen Hause in den Schatten gestellt. Abgesehen von den weiterhin sehr hohen Kosten ist der OLED-TV-Ansatz auch aus Gamer-Sicht dank der extrem geringen Reaktionszeiten interessanter als die IPS-Technologie  für Steams “Big Picture” Modus wäre das Gerät geradezu prädestiniert.

Die Bedienung erfolgt ebenfalls über LGs “Magic Remote”; die webOS-basierte Menuführung ist dieselbe wie beim voranstehend vorgestellten Fernseher und weiß auch hier zu überzeugen.

Keinen Einblick gab es in die 3D-Fähigkeit des Geräts – im Gegensatz zum LG 55EA9709 wurde hier auf eine gesonderte Präsentation unter Rückgriff auf Avatar 3D verzichtet, hier sind also im Zweifelsfall erste Tests abzuwarten. Angesichts der beeindruckenden Farbqualität, die durch den Einsatz eines OLED-Displays möglich zu sein scheint, sind unsere Erwartungen jedoch sehr hoch.

Eine Anmerkung in eigener Sache

Eine derartige Herstellerpräsentation kann niemals einen intensiven Test der vorgestellten Geräte ersetzen. Gegenüber der zu Schau- und Vergleichszwecken aufgestellten Geräte der Konkurrenz wirkten die beiden Monitore von LG wirklich exzellent. Zudem bestand für alle beteiligten Redakteure die Möglichkeit, selbst nach Herzenslust Einstellungen zu ändern und anzupassen. Das spricht für LG, aber dennoch raten wir dazu, erste vollständige und intensive Testberichte abzuwarten, die in einer neutralen Testumgebung entstehen.

Das Vorhaben scheint gewagt, denn spätestens seit den ersten Tests der R9 290(X) wissen wir, dass die hohe Wärmedichte der flächenmäßig recht klein ausgefallenen Hawaii-GPU jede luftbasierte Kühllösung vor neue Herausforderungen stellt. Mit der Kompaktwasserkühlung hatte AMD ja auf der R9 295X bereits ordentlich vorgelegt und seit Jahren erstmals wieder eine brauchbare Referenz-Kühlung im Angebot. Und nun kommt Powercolor mit einem gigantischen Luftkühler und streitet zudem selbstbewusst um die Performance-Krone?

Um diesen Direktvergleich überhaupt erst möglich zu machen und zudem auch praxisnah zu gestalten, haben wir aufgrund AMDs doch sehr eigenartiger Sample-Politik bei der R9 295X2 kurzerhand ein eigenes Retail-Exemplar erworben. Dessen Leistungswerte lagen zwar leicht unter denen der seinerzeit bemusterten Karte, aber immer noch in einem akzeptablen Toleranzbereich, so dass man wohl nicht von Golden Samples für die Presse sprechen kann. Luft gegen Wasser, pure Masse gegen Schläuche und Radiator – wir sind jetzt schon gespannt.

Der erste Eindruck der Powercolor Devil13 ist martialisch. Wir halten ein Biest in der Hand (oder besser beiden Händen), das mit den bisher getesteten Karten kaum vergleichbar ist. Die Blende über den drei Slots lässt bereits ahnen, dass dieses Schlachtschiff mehr sein möchte als nur ein Spielzeug. Um die Show dann perfekt zu machen fällt das Zubehör auch ungewohnt oppulent aus, denn Powercolor versteckt im Obergeschoß der bekannt noblen Box noch eine drahtlose und gut individualisierbare Maus von Razer. Die Razer Ouroboros berücksichtigen wir in diesem Test aber mit Absicht nicht, denn es geht ja um die Grafikkarte als solche. Aber: Nettes Zubehör.

Doch bevor wir so richtig loslegen, wollen wir noch kurz die Ausgangslage checken. Schließlich verspricht uns Powercolor die schnellste Karte der Welt, auch wenn der Takt 18 MHz unter dem der Referenzkarte liegt. Man ist sich jedoch sicher, diesen kleinen Nachteil über einen höheren Speichertakt mehr als nur kompensieren zu können. Wir sind jedenfalls schon mal so richtig neugierig:

Powercolor Devil13 Referenz AMD Radeon R9 295X2 Referenze AMD Radeon R9 290X
GPU: 2x AMD Radeon R9 290X AMD Radeon R9 295X2 AMD Radeon R9 290X
Prozesstechnik: 28 nm
28 nm 28 nm
Transistoren: 2x 6,2 Mrd. 2x 6,2 Mrd. 6,2 Mrd.
GPU-Takt: 1000 MHz 1018 MHz bis zu 1 GHz
Shader: 2x 2816 2x 2816 2816
FP32-Performance: 11,2 TFLOPS 11,5 TFLOPS 5,6 TFLOPS
Textur-Einheiten: 2x 176 2x 176 176
Textur-Füllrate: 352 GT/s
358,3 GT/s 176 GT/s
ROPs: 2x 64
2x 64 64
Pixel-Füllrate: 128 GP/s
130,3 GP/s 64 GP/s
Speicherbus: 2x 512 Bit 2x 512 Bit 512 Bit
Speicher: 2x 4 GByte GDDR5 2x 4 GByte GDDR5 4 GByte GDDR5
Speicher-Transferrate: 5.4 GT/s
5 GT/s 5 GT/s
Speicher-Bandbreite: 2x 345 GB/s
2x 320 GB/s 320 GB/s

Sonys Produktlebenszyklen bei Tablets sind erfreulich lang. In dem Zeitraum, in dem die Japaner ein neues Gerät vorstellen, werfen Konkurrenten wie Samsung gleich eine ganze Handvoll Neuheiten auf den Markt. Der Vorgänger des aktuellen Testgerätes kam jedenfalls vor ziemlich genau einem Jahr in den Handel. Jetzt ist es also Zeit für was Neues, findet Sony.

Mit dem Xperia Z2 Tablet bleibt der Hersteller seinen Tugenden treu, die er mit dem Xperia Tablet Z “eingeführt” hat. Auch der Nachfolger beansprucht für sich den Titel “flachstes und leichtestes 10-Zoll-Tablet der Welt”. Zudem ist auch das Gehäuse wieder nach IP 55 und IP 58 zertifiziert und damit vor eindringendem Wasser und Staub geschützt. Bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern soll es sogar Vollbäder von maximal 30 Minuten Dauer nehmen können. Das Tablet-Vergnügen in der Badewanne wird damit also nicht zum Tanz auf der Rasierklinge – auch wenn das Z2 Tablet ähnlich scharf ist.

Dazu trägt auch das Innenleben bei: Im Testlabor von Tom’s Hardware ist das Sony Xperia Z2 das erste Tablet, das mit dem aktuell schnellsten SoC von Qualcomm ausgestattet ist. Der Snapdragon 801 APQ8074AB unterscheidet sich dennoch ein wenig von der 801-Variante namens MSM8974AC, wie sie beim Samsung Galaxy S5 und beim HTC One M8 zum Einsatz kommen.

Die Modellvariante im Z2 Tablet besitzt kein LTE-Modul und taktet mit maximal 2,36 MHz etwas geringer, beim Sony-Tablet sind es sogar “nur” 2,26 GHz. Sony hat bereits eine LTE-Version im Programm, in dem ein entsprechendes Schwestermodell des APQ8074AB verbaut ist. Aber auch dabei handelt es sich nicht um das Topmodell mit dem aktuellen Maximaltakt. Flankiert wird der Snapdragon 801 natürlich wieder von der überaus flotten Grafikeinheit Adreno 330. Zudem stehen CPU und GPU satte drei GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung.

549 Euro ruft Sony für sein neues Tablet mit 32 GByte Speicher auf. Dafür gibt es noch zwei Kameras mit zwei bzw. acht Megapixel Auflösung, ein 10,1 Zoll großes Triluminous-Display mit 1920 x 1200 Bildpunkten, zahlreiche Kommunikationsschnittstellen und Android 4.4 (“KitKat”) als Betriebssystem. Die bekannten Online-Shops listen die 32-GByte-Variante zum Testzeitpunkt zu Preisen ab knapp 500 Euro.

Technische Daten und Ausstattung
Hersteller & Modell: Sony Xperia Z2 Tablet
Prozessor: Qualcomm Snapdragon 801 APQ8074AB, 4x 2260 MHz
Arbeitsspeicher: 3072 MByte
Grafikeinheit: Qualcomm Adreno 330
Display: 10,1 Zoll (25,7 cm), 1920 x 1200 Pixel, Triluminous IPS
Touchscreen: Kapazitiv, Multi-Touch
Betriebssystem: Android 4.4 Kit Kat
Speicher: 16 oder 32 GByte intern, bis zu 128 GByte extern
Kamera: Front: 2,2 MP; Rear: 8,1 MP
USB, HDMI, Docking, Sonstige: USB, HDMI (über Adapter), Docking, NFC, ANT+, DLNA
Kommunikation: Bluetooth 4.0, WLAN (IEEE 802.11a/ b/g/n/ac), UMTS gegen Aufpreis
Telefonfunktion: nein
GPS: ja
Abmessungen (H x B x T): 26,6 x 17,2 x 0,64 cm
Gewicht: 425 g
Akku: Lithium-Polymer, 6000 mAh
Lieferumfang: Netzteil, USB-/Ladekabel
UVP laut Hersteller: 549 Euro
Straßenpreis zum Testzeitpunkt: ca. 500 Euro (Geizhals)

Wie schafft man es, die Daten zwischen den Servern eines Cloud-Anbieters und dem PC oder Mobilgerät zu übertragen, ohne dass übermotivierte Geheimdienste vom Schlage einer NSA mitlesen können? Klar, Verschlüsselung hilft – allerdings sollte man dabei einen großen Bogen um Anbieter aus den USA machen, es sei denn, man hat “nichts zu verbergen”. Denn so wie es sich aus den Unterlagen von Edward Snowden darstellt, kann die NSA die Clouds US-amerikanischer Anbieter durch eine Hintertür betreten und sieht somit sämtliche Daten im Klartext, verschlüsselte Übertragung hin oder her.

Da letztlich nur das sicher ist, was man selbst in den Händen hält beziehungsweise selbst kontrollieren kann, bietet sich die eigene Cloud als Alternative an. Genau das klappt mit unserem Testkandidaten, dem Transporter Sync. Das von Connected Data entwickelte Gerät verwandelt jede USB-Festplatte in eine private Cloud. Während Transporter Sync und USB-Massenspeicher in den eigenen vier Wänden bleiben, gelingt der Datenaustausch mit anderen Windows- oder Mac-Rechnern über freigegebene Ordner oder von unterwegs auch mit Android- und iOS-Smartphones. In jedem Fall kommt dabei eine 256 Bit starke AES-Verschlüsselung zum Einsatz. Wir haben uns das interessante Gerät näher angeschaut.

Transporter Sync im Detail

Connected Data bietet seinen Cloud-Speicher in zwei Ausführungen an. Am interessantesten dürfte die von uns getestete Variante Transporter Sync sein, die vom Hersteller auf 99 US-Dollar veranschlagt wird: Transporter Sync benötigt zwingend eine USB-Festplatte als Speichermedium, dürfte damit aber immer noch preiswerter sein als die Tarife klassischer Cloud-Anbieter, bei denen viel Speicherplatz auch entsprechend viel Geld kostet.

Die zweite, deutlich größere Variante nennt sich Transporter (ohne Sync) und besitzt im Gegensatz zum Transporter Sync eine eingebaute Festplatte. Bereits mit einem zwei TByte großen Laufwerk an Bord kostet der Transporter aber bereits 249 US-Dollar und geht damit nicht mehr als Schnäppchen durch, zumal man für diesen Preis gleich zu einem vollwertigen NAS greifen könnte.

Zurück zum Transporter Sync: Der 5 x 10 x 10 Zentimeter kleine und 230 Gramm leichte Cloud-Generator kommt laut Hersteller mit jeder USB-2.0- oder USB-3.0-Festplatte zurecht, wobei das Schnittstellentempo auf USB 2.0 beschränkt bleibt. Für die Netzwerkanbindung gibt es einen Gigabit-Ethernet-Port, an den das mitgelieferte Ethernet-Kabel passt. Rechts daneben wird das ebenfalls im Lieferumfang enthaltene 5-Volt-Netzteil angesteckt.

Die vier LEDs am Transporter Sync zeigen Aktivitäten wie Dateiübertragung oder Synchronisierung an und informieren mittels Ampelsystem über den aktuellen Status. Blinkt beispielsweise die Power-LED grün, fährt der Transporter Sync gerade hoch. Eine gelbe oder rote Leuchte bei der Kapazitäts-Anzeige weist auf einen geringen oder keinen freien Speicherplatz hin. Über die Desktop-Software lassen sich die LEDs bei Bedarf aber auch abschalten.

Für den Datenaustausch eignen sich Windows- und Mac-PCs ebenso wie Mobilgeräte unter Android und iOS. Für letztere stellt Connected Data passende Gratis-Apps zur Verfügung, während es für die Schreibtisch-Rechner jeweils eine kostenlose Software gibt. Der Transporter Sync unterstützt die Netzwerkprotokolle SMB und CIFS für Media-Streaming.

Die Leser von Tom’s Hardware sind kluge Köpfchen. Allein der Besuch unserer Seite spricht dafür, dass es sich beim Besucher entweder um einen Sachkundigen mit hoher Technologie-Affinität oder aber um jemanden handelt, der bereit ist, dazuzulernen. Benutzen Mainboard-Hersteller den Terminus “Mainstream”, dann reden sie in aller Regel von Produkten, die aus unserer Sicht eher dem Einsteiger-Bereich zuzuordnen sind.

Vor einigen Wochen verschickten wir eine Reihe von Herstelleranfragen mit der Bitte um Zusendung von Testboards auf Basis von Intels Mainstream-Chipsatz Z97 Express. In den Anfragen selbst mussten wir die angefragten Modelle allerdings als Mainboards für Enthusiasten beschreiben: Im Gegensatz zur Selbstdarstellung der Hersteller dürften Hauptplatinen im Preisbereich um 120 Euro allerdings eben tatsächlich als reine Mainstream-Produkte wahrgenommen werden.

Der hier betrachtete Preisbereich wies im Laufe der vergangenen Monate zudem eine zunehmend aggressivere Sub-Segmentierung auf, durch die die einzelnen Hersteller sich voneinander abzugrenzen versuchen. Es bedarf bei der Anfrage eines Test-Samples somit einer zusätzlichen Präzisierung dessen, was benötigt wird: Ein reinrassiges Overclocking-Mainboard? Ein sich vornehmlich an Gamer richtendes Modell? Gibt es überhaupt so etwas wie ein speziell auf die Bedürfnisse von Spielern zugeschnittenes Mainboard? Zweifellos scheint die derzeitige Veröffentlichungsflut an AAA-Spieletiteln immerhin dafür gesorgt zu haben, dass die mit dem Produktdesign beschäftigten Entwicklungsabteilungen bei der Produktplanung eine  signifikant höhere Messlatte anlegen, als das bei den Vorgängergenerationen der Fall war.

Das, wonach wir im Namen unserer Leser Ausschau halten, ist letztlich nicht weniger als die vielzitierte eierlegende Wollmilchsau. Das ideale Mainboard im betrachteten Preisbereich bietet mehrere PCI-Express-Steckplätze für Multi-GPU-Setups, eine hochwertige Audiolösung, ein hohes Maß an Flexibilität sowie ausgezeichnete Stabilität im Overclocking-Einsatz. Wie auch immer man eine derartige Melange aus Eigenschaften nennen möchte – sie richtet sich automatisch immer auch an Gamer. Die Idee, sich im Hinblick auf den zu absolvierenden Test-Parcours nur auf einen einzigen Teilbereich zu beschränken, den die PR-Abteilungen als besonderes Merkmal eines Produktes hervorheben, scheint somit unsinnig.

Was lässt sich nun bereits vorab über Intels aktuellen Mainstream-Chipsatz Z97 Express sagen? Nun: Er ist durchaus gelungen. Das lässt sich deshalb einfach so behaupten, da er sich im Prinzip schon seit ungefähr einem Jahr auf dem Markt befindet. Mehrere Hersteller haben uns bestätigt, dass es sich beim Z97 Express zumindest aus Sicht der Funktionalität vor allem um ein neues Stepping des bereits bekannten Z87-Chipsatzes handelt. Die einzige Neuerung besteht in der Unterstützung für Intels “ME 9.1 Firmware”, wie der obenstehenden schematischen Auflistung der Eigenschaften zu entnehmen ist.

Allerdings offeriert die aktuelle Mainboard-Generation insgesamt doch mehr als einen nur in sehr geringem Umfang überarbeiteten Intel-Chipsatz: Als Kaufanreiz bieten sie nicht nur eine Reihe an neuen Ausstattungsmerkmalen, sondern ebenfalls eine höhere Wahrscheinlichkeit, Prozessoren aus Intels kommender Generation ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen BIOS-Updates zu unterstützen.

Ausstattung Z97 Mainstream Mainboard Ausstattung 
Produkt: ASRock Z97 Asus Gigabyte Z97X L337 Gaming MSI Z97
Extreme4 Z97-A Gaming 5 Z97-Machine Gaming 5
PCB Revision: 1.02 1.03 1 1 1.1
Chipsatz: Intel Z97 Express Intel Z97 Express Intel Z97 Express Intel Z97 Express Intel Z97 Express
Spannungswandler: 12 Phasen 8 Phasen 8 Phasen 6 Phasen 8 Phasen
BIOS: P1.03 604 F2 05.06.2005 V1.1B1
(20.05.2014) (15.04.2014) (26.03.2014) (16.04.2014) (24.04.2014)
100.0 MHz BCLK: 99.94 (-0.06%) 99.98 (-0.02%) 99.98 (-0.02%) 100.12 (+0.12%) 100.01 (+0.01%)
Anschlüsse I/O Panel:
P/S 2: 1 1 2 1 1
USB 3.0: 6 4 4 4 4
USB 2.0: 2 2 4 2 4
Netzwerk: 1 1 1 1 1
CLR_CMOS Button: None None None None None
Digital Audio Out: Optical Optical Optical Optical None
Digital Audio In: None None None None None
Analog Audio: 5 5 5 5 6
Video Out: VGA, DVI-D, HDMI, DisplayPort DisplayPort, HDMI, VGA, DVI-D VGA, DVI-D, HDMI VGA, DVI-D, HDMI VGA, DVI-D, HDMI
Andere Anschlüsse: None None None None None
Interne Interface:
PCIe 3.0 x16: 3 (x16/x0/x0, x8/x8/x0, x8/x4/x4) 2 (x16/x0 oder x8/x8) 2 (x16/x0 oder x8/x8) 2 (x16/x0 oder x8/x8) 3 (x16/x0/x0, x8/x8/x0, x8/x4/x4)
PCIe 2.0 x16: nicht verfügbar 1 (x2) 1 (x4) nicht verfügbar nicht verfügbar
PCIe 2.0 x1: 3 2 3 (shared w/slot above) 3 4
USB 3.0: 1 (2-ports) 1 (2-ports) 1 (2-ports) 1 (2-ports) 1 (2-ports)
USB 2.0: 2 (4-ports) 3 (6-ports) 2 (4-ports) 1 (2-ports) 2 (4-ports)
SATA 6.0 Gb/s: 8 (geteilt mit M.2, SATA-E) 6 (geteilt mit SATA-E) 6 (geteilt mit M.2, SATA-E) 4 6 (geteilt mit M.2)
SATA Express: 1 (nutzt 2x SATA) 1 (nutzt 2x SATA) 1 (nutzt 2x SATA) nicht verfügbar nicht verfügbar
4-Pin Lüfter: 2 5 5 4 5
3-Pin Lüfter: 4 nicht verfügbar nicht verfügbar 2 nicht verfügbar
FP-Audio: 1 1 1 1 1
S/PDIF I/O: nicht verfügbar nur Ausgang nur Ausgang nur Ausgang nicht verfügbar
Interne Taster: CLR_CMOS MemOK, Power nicht verfügbar Power, Reset nicht verfügbar
Interne Umschalter: Dual ROM Selector EPU, TPU, EZ XMP nicht verfügbar nicht verfügbar Audio Power Source
Diagnoseanzeige: numerisch nicht verfügbar nicht verfügbar numerisch numerisch
Andere Anschlüsse: M.2 (Sub 1x SATA, SATA-E), Serial COM port M.2 (Sub 2x PCIe x1), 2x PCI, TB_Header, Serial COM M.2 (Sub 1x SATA, SATA-E), PCI, Serial COM port M.2 (Dedicated SATA) Serial COM port
Laufwerksanschlüsse:
Chipsatz SATA: 6x SATA 6Gb/s 6x SATA 6Gb/s 6x SATA 6Gb/s 4x SATA 6Gb/s 6x SATA 6Gb/s
(inkl. M.2, SATA-E) (inkl. SATA-E) (Inkl. M.2, SATA-E) 1x M.2 (Inkl. M.2)
Chipsatz RAID Level: 0, 1, 5, 10 0, 1, 5, 10 0, 1, 5, 10 0, 1, 5, 10 0, 1, 5, 10
zusätzliche SATA Anschlüsse: ASM1061 PCIe nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar
2x SATA 6Gb/s
USB 3.0: ASM1042AE PCIe integriert in Z97 integriert in Z97 integriert in Z97 integriert in Z97
Netzwerk:
Primärer LAN Anschluss: WGI218V PHY WGI218V PHY Killer E2201 PCIe WGI218V PHY Killer E2205 PCIe
Sekundärer LAN Anschluss: nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar
WiFi: nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar
Bluetooth: nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar
Audio:
HD Audio Codec: ALC1150 ALC892 ALC1150 ALC1150 ALC1150
DDL/DTS Connect: DTS Connect DTS Connect None None None
Garantiezeit: 36 Monate 36 Monate 36 Monate 36 Monate 36 Monate

SATA Express (SATA-E) war eines der am sehnlichsten erwarteten neuen Features der aktuellen Generation von Gaming-Mainstream-Mainboards, scheint sich aber letztlich als eine kleine Enttäuschung zu entpuppen. Da hier lediglich zwei reguläre SATA-Ports über zwei PCI-Express-Lanes angebunden werden, handelt es sich im Endeffekt nur um eine auf einen Anschluss per Kabel setzende Alternative zu Intels M.2.

Dabei kommt es zu einer ganzen Reihe von Problemen: SATA-E und M.2 können nicht simultan genutzt werden; beide nutzen jeweils zwei PCI-Express Lanes von einem Chipsatz, der insgesamt lediglich acht bereitstellen kann; beide machen zwei SATA-Ports auf dem Mainboard unbrauchbar, wobei der Z97 Express Chipsatz insgesamt ohnehin nur sechs Anschlüsse bereitstellt und schließlich liegt die insgesamt zur Verfügung stehende Bandbreite zwischen Chipsatz und CPU bei knapp bemessenen zwei GByte/s.

Christopher Ryan von unseren amerikanischen Kollegen ist der Auffassung, dass im Gegensatz zur Popularität von M.2 in Notebooks in einem Desktop-PC besser auf RAID-Verbünde unter Nutzung der herkömmlichen Anschlusskabel gesetzt werden sollte. Zudem sei durch direkt per PCI-Express angebundene SSDs bereits das erreicht worden, was SATA-E gern erreicht hätte – und das Argument der größeren Flexibilität beim Einsatz externer Laufwerke werde letztlich durch die eingeschränkte Bandbreite des DMI-Link wieder zunichte gemacht. Nimmt man nun noch hinzu, dass die im nächsten Jahr erscheinenden SATA-E Laufwerke allem Anschein nach nicht mehr kompatibel zu den derzeitigen Controllern von Drittanbietern sein werden, verkommt das Ganze – jedenfalls nach derzeitigen Kenntnisstand – eher zum Marketing-Gag.

Die Diskussion über die “neuen Technologien” kann somit erst einmal auf Eis gelegt werden. Wenden wir uns also den neuen Designs der aktuellen Mainboards zu.

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