Raijintek Morpheus im Test: Eiskalter Hitzekiller für R9 290X & Co.

Raijintek hat in den letzten Wochen und Monaten bereits mit neuen CPU-Kühlern auf sich aufmerksam gemacht . Nun aber kommt mit dem Morpheus ein VGA-Kühler, den man als Wunderwaffe gegen die Kühlungsprobleme der neuen Hawaii-Chips von AMD bewirbt. Wir testen exklusiv den Wahrheitsgehalt dieser Aus- und Ansage.

Dies ist nicht unser erster Kühlerumbau einer Hawaii-Karte von AMD. Wir hatten ja bereits kurz nach ihrem Launch eine R9 290 mit einem Arctic Accelero Extreme 3 versehen und später noch mit einer AIO-Kompaktwasserkühlung von NZXT. So gesehen besitzen wir also mit diesem Chip bereits einige Erfahrungen, zumal unser Roundup der Boardpartner-Karten mit Hawaii-Chip jede Menge Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Glaubt man Raijintek dann ist der Morpheus ein metallgewordener Traum für jeden Hawaiianer und der Albtraum jedes noch so heißen Grafikchips. Soweit die Theorie der Marketing-Traumdeutung. Doch wie sieht es in der Praxis dann wirklich aus?

Geliefert wird ein sehr gedrungener, etwa 545 Gramm schwerer Kühlkörper, dessen Zubehörumfang alles beinhaltet, was man für einen sicheren Umbau benötigt. Kompatibel ist er laut Hersteller zu allen aktuellen AMD- und Nvidia-Karten.

Der Fokus zielt dabei ganz offensichtlich auf AMD ab, denn Raijintek legt auch einen sehr großzüging dimensionierten VRM-Kühler bei, der sich mittels Push-Pins sehr einfach befestigen lässt und nur auf AMD-Karten passt, die dem Referenz-Design folgen. Damit dürfte dann wohl auch die Marschrichtungszahl feststehen.

Dem Umbau selbst wollen wir die nächsten zwei Kapitel widmen. Aber zuerst wollen wir ein paar wichtige Worte zu unseren folgenden Tests verlieren.

Was wir testen wollen

Schnöde Temperaturvergleiche werden immer gern herangezogen, das gehört natürlich dazu. Aber wir wollen diesmal auch auf das umfangreiche Feedback eingehen und uns gestellte Fragen eindeutig beantworten.

Da wäre vor allem die ewige Frage nach der Änderung von Leistungsaufnahme und Effizienz, wenn der Chip unter “normalen” Bedingungen arbeiten kann und eben keine thermische Folterstrecke überwunden werden muss. Wir bieten unsere neue Technik auf, um diese Frage am Ende dann doch sehr eindeutig und mit einem für AMD durchaus erfreulichen Ergebnis beantworten zu können.

Nein – nicht der Hawaii-Chip ist mangelhaft und nimmt im Vergleich zu Nvidias Kepler per se viel zu viel Leistung auf. Stattdessen hat man bei AMD schlicht die Kühlproblematik durch die hohe Wärmedichte unterschätzt. Dieser Umstand wurde durch unsere Tests – und so viel können wir an dieser Stelle schon preisgeben – gründlich belegt.

Dass auch die Board-Partner mehr oder weniger über das Problem ins Stolpern kamen, belegt zudem, dass auch die OEMs, die für die Board-Partner die Kühler fertigen, nicht wirklich gut vorbereitet in Rennen geschickt wurden. Und nun? Jetzt freuen sich Firmen wie Raijintek, dass auch sie (berechtigterweise) ein Stück vom Kuchen abhaben können. Womit sich der Kreis wieder elegant schließt und wir endlich mit dem Umbau anfangen konnen.

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