Monat: April 2014

Über den Autor

Heute stellen wir an dieser Stelle mal einen Gastartikel eines Lesers vor.

Holger Morgenstern ist 50, verheiratet und arbeitet als technischer Projektleiter bei einem Schweizer Electronic Design & Manufacturing Service.

Der gelernte Elektroniker beschäftigt sich auch privat mit Elektronik und Computertechnik und dem Tuning derselben: So wurde er beispielsweise bei einem live auf MSIs Messestand durchgeführten Tuning Wettbewerb auf der 2005er CeBIT zum Sieger des “PC Praxis Tuning Star” gekürt.

Wenn er nicht gerade an (Computer-)Technik herumschraubt, beschäftigt sich Holger mit Modellflug, reist in der Weltgeschichte herum oder taucht im Sinne des Wortes ab.

Ich trete hiermit an, das Gegenteil zu beweisen. Da mein PC sowieso gerade den Geist aufgegeben hatte, machte ich mich auf die Suche nach neuen, “veralteten” Komponenten, um ihn wiederzubeleben und aufzuwerten.

Ein wassergekühltes High-End System sollte es werden, das für aktuelle Games geeignet ist. Leise sollte es sein. Und vor allem günstig. Geht das?

Vorhanden war der Server-Tower Cooler Master CM Stacker (STC-T01), ein – mittlerweile als defekt diagnostiziertes – Gigabyte-Mainboard, ein Cooler Master-Netzteil (G550M), eine Intel-CPU (Core i5 3570k, Ivy Bridge), acht GByte Corsair-Speicher (1600er), eine der ersten Samsung-SSDs mit 256 GByte (MMDOE56G5MXP-0VB), ein Blu-ray Brenner von LG sowie ein 1,5 TByte großen Soft-RAID mit Backup-HDD (2 TByte). Dazu kommen noch diverse Kleinteile, die in Kisten lagen oder aus meinem Bastelkeller stammen (Moosgummi, Lochblech etc.).

Schon mal kein schlechter Start…

Also zu Beginn erst mal ein neues Mainboard für meinen Core i5 gesucht. Wozu ein neues Haswell-System, wenn meine “Tante Ivy” trotz Undervolting auf 1,13 Volt satte 4,2 GHz auf allen vier Kernen bringt? Und somit schneller und stromsparender als ein Haswell in Standard-Settings ist? Außerdem sind die Haswell-Prozessoren nicht wirklich schneller als die vorherige Generation. Meine vorhandene CPU wurde von mir sogar mit 4,8 GHz in Prime stabil getestet, aber die dazu nötigen Spannungen will ich ihr auf Dauer nicht antun (Stichwort Degradation). 

Aufgrund der Vorgaben für das System sollte es ein erstklassiges Mainboard mit Wasserkühlung sein. Ich stieß auf ein günstiges Angebot: Ein neues Asus Maximus V Formula für 200 Euro inklusive einem kostenlosen Spiel (in meinem Fall Battlefield 4)  – da konnte ich nicht widerstehen. Dazu kam gleich noch eine vernünftige Wärmeleitpaste (MX 4) für sechs Euro.

Als nächstes wurde auf Ebay nach einer Grafikkarte gesucht. Es sollte eine “veraltete” HD7970 werden; die technisch im Prinzip mit der aktuellen Radeon R9 R280X identisch ist. Diese wollte ich mit einem Wasserkühler versehen, um Ruhe in das System zu bringen. Leider ist die Karte aufgrund ihrer Rechenleistung bei Bitcoin-Minern sehr beliebt und daher auch gebraucht noch teuer.

Aber was sah ich da in einer Auktion? Eine PowerColor LCS HD7970 mit EK Water Block wurde mit einem Startpreis von einem Euro zur Versteigerung angeboten! Ein Glücksfall. Geduldig gewartet, in letzter Sekunde gesteigert, 3-2-1-meins. Für nur 270 Euro war AMDs wassergekühltes Flaggschiff von Anfang 2013 nun in meiner Hand. Ich war begeistert!

Im Fahrzeugbau wird Öko derzeit groß geschrieben. Kein renommierter Hersteller, der nicht mindestens ein Modell als “Blue”, “Efficient” oder “Green” tituliert. Klar, die EU schreibt Spritsparen und Reduzierung des CO2-Ausstoßes vor. Und die Autobauer reagieren nahezu immer mit demselben Rezept: Hubraum und Leistung runter, Effizienz rauf – und dasselbe Prinzip greift auch bei Netzteilen.

Aktuelle Prozessoren sind lange nicht mehr so leistungshungrig wie ihre Vorgängergenerationen. Selbst kompromisslose Gaming-Rechner beanspruchen selten mehr Leistung als 450 Watt. Auf der anderen Seite schont ein hoher Wirkungsgrad auch bei Netzteilen die Umwelt.

So haben wir letztlich unsere Anforderungen an die Hersteller für dieses Roundup formuliert: Netzteile mit höchstens 450 Watt Leistung, aber einem sehr hohen Wirkungsgrad. Damit auch der Preis im Rahmen bleibt, haben wir uns für 80 PLUS Gold als ausreichend entschieden.

Vier Hersteller sind unserem Aufruf gefolgt. Mit dabei ist diesmal Enermax mit dem Revolution X’t mit 430 Watt Leistung, zum Testzeitpunkt ab 72 Euro erhältlich. Auch Cooler Master hat ein Netzteil zum Test beigesteuert: Das V450S leistet 450 Watt und kann zu Preisen ab 69 Euro erworben werden. Mit rund zehn Euro mehr schlägt das zu Preisen ab 77 Euro erhältliche und ebenfalls 450 Watt starke Corsair RM450 zu Buche. Das 450-Watt-Netzteil Seasonic S12G bekommt man dagegen schon zu Preisen ab 64 Euro. Damit reiht sich Seasonic preislich an der Untergrenze dieses Testfeldes ein, was ungewöhnlich ist.

Technische Daten aller Testgeräte

Manufacturer: Cooler Master Corsair Enermax Seasonic
Model Name and Number: V450S RM450 Revolution X’t 430W S12G 450W
Recommended End User Price: 69,90 Euro 89,00 Euro 84,90 Euro 79,99 Euro
Power Certification: 80 PLUS Gold 80 PLUS Gold 80 PLUS Gold 80 PLUS Gold
Dimensions (WxDxH): 150 x 140 x 86 mm 150 x 160 x 86 mm 150 x 160 x 86 mm 150 x 140 x 86 mm
Weight: 1.6 kg 2,76 kg 1,8 kg 2.16kg
Operating Temperature: 0-40 °C 0° to 50° C up to 40 °C 0 – 40°C
Warranty: 5 years 5 years 5 years 5 years
Power Specifications
Specification: ATX12V v2. ATX12V v2.4 ATX12V v2.4 ATX12V 2.31
Specified Output Power: 450 W 450 W 430 W 450 W
Max. Peak Output: n/a n/a 475 W n/a
AC Input: 100 – 240 V 100 – 240 V 100 – 240 V 100 – 240 V
AC Voltage Selection: Auto voltage Auto voltage Auto voltage Auto voltage
DC Output +3.3V: 20 A 24 A 20 A 20 A
DC Output +5V: 20 A 22 A 20 A 20 A
DC Output +12V (#1): 36 A 37.5 A 35 A 37 A
DC Output +12V (#2): n/a n/a n/a n/a
DC Output +12V (#3): n/a n/a n/a n/a
DC Output +12V (#4): n/a n/a n/a n/a
DC Output -12V: 0.3 A 0.8 A 0.8 A 0.3 A
DC Power +12V Combined: 432 W 450 W 420 W 444 W
PFC: active active active active
Specified Hold-Up Time: > 16 ms 16 ms 16 ms  >16 ms
MTBF: 100.000 hours  100.000 hours  100.000 hours 100.000 hours
Cooling Specifications
Main Fan: 120 mm 14 139 mm 120 mm
Main Fan Speed: n/a up to 924 rpm 600 – 1300 RPM up to ~ 2100rpm
Secondary Fan: n/a n/a n/a n/a
Secondary Fan Speed: n/a n/a n/a n/a
Connectors & Environmental
20+4 pin Motherboard: 1x (60 cm) 1x (60 cm) 1x (55 cm) 1x (55 cm)
CPU: 1x (60 cm) 1x (65 cm) 1x (60 cm) 1x (60 cm)
PCI Express 6-pin/6+2-pin (Graphics): 0/2x (55 – 65 cm) 0/2x (60 – 75 cm) 0/2x (45 cm) 0/2x (60 – 70 cm)
Molex 4-pin (Peripherals): 3x (40 – 70 cm) 4x (45 – 75 cm) 4x (45 – 90 cm) 3x (50 – 70 cm)
SATA Power: 6x (40 – 70 cm) 6x (50 – 70 cm) 8x (45 – 90 cm) 8x (50 – 80 cm)
4-pin Floppy: 1x (85 cm) 1x (90 cm) 1x (105 cm) 1x (80 cm)
Product Specifics
Accessories: Screws Screws, Cable Ties, Fan Cables Screws, Velcro Strips, CordGuard Screws, Velcro Strips, Cable Ties
Cable Management: Yes Yes Yes No
Other Details: Fanless Mode Lüfter läuft 30 bis 60 Sekunden nach

Wir hatten ja seinerzeit die kabelgebundene Ur-Version der Level 10M pünktlich zum Launch einem sehr ausführlichen Test unterzogen, so dass wir gern auf diesen verweisen möchten, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden. Wir werden uns stattdessen eingehender mit den Änderungen beschäftigen, denn die fallen stellenweise durchaus gravierend aus. Optisch polarisiert hat die Maus ja seit Anbeginn – nur was ist jetzt wirklich anders?

Dass man beim Refresh die Gelegenheit genutzt hat, um auch gleich noch einen Hybriden daraus zu machen, der sowohl drahtlos als auch mit Kabel betrieben werden kann, ist nachvollziehbar. Denn fast jeder Anbieter fühlt sich scheinbar nur dann im Club angekommen und akzeptiert, wenn er auch mindestens ein Drahtlosmodell im Portfolio hat

Lieferumfang und technische Daten

Der Lieferumfang fällt großzügig aus, denn man erhält neben einem Handbuch auch eine stabile, gepolsterte Tasche für den Transport, die auch ein separates Kabelfach enthält. Am Anschlusskabel mit Mini-USB-Stecker findet man an der anderen Seite für den Anschluss am PC eine Art Abdeckung für den USB-Stecker, in der auch der Wireless-Empfänger steckt, der im 5,8-GHz-Band arbeitet und so den häuslichen Funksalat auf dem 2,4-GHz-Band entlasten sollte.

Zusätzlich gibt es noch ein USB-Verlängerungskabel, so dass man den Funkadapter nicht zwingend an der Front anschließen muss. Zuletzt fällt uns noch der kleine Sechskant-Schlüssel in die Hände, mit dem man die Maus individuell für eine optimale Handauflage anpassen kann.

Die technischen Daten ähneln denen der kabelgebundenen Vorgängerin in vielen Bereichen:

Verfügbare Farben: Diamond Black
Sensor: Laser, Avago ADNS 9800
Physikalische Auflösung: maximal 8200 DPI
über Software steuerbar und in 4 Stufen umschaltbar
Voreinstellung: 800, 1600, 3200 und 5000 DPI
Anzahl der Schalter: insgesamt 4:
– 2 Maustasten
– 2 Taster links
– 4-Wege-Joystick links
Tasterdeaktivierung: Seitentaster sind optional deaktivierbar
Hersteller der Taster: Omron
Interner Speicher: 128 KByte
Makro-Keys: 9
Anzahl der Profile: 5
Beleuchtung: Lichteffekte, RGB
Anschlusskabel: USB 2.0, 1,8 Meter
textile Ummantelung
dient gleichzeitig als Ladekabel
Wireless: 5,8 GHz, USB-Funkadaper
Akkumulator: Lithium-Ionen, fest eingebaut
keine Anhaben zur Kapazität
Zusatzgewichte: nein
Gewicht der Maus ohne Kabel: 178 Gramm
Abmessungen: 14,7 x 6,75 x 3,88 cm
Produkt-Homepage: Link
Preis: ca. 109 Euro (UVP)

  

Warum kleckern, wenn man auch klotzen kann? Sapphire verbessert den Tri-X-Kühler noch einmal und spendiert der Vapor-X R9 290 Tri-X OC auch gleich noch etwas mehr Takt. Dazu kommt die Nutzung der AFC, so dass im Idle zwei Lüfter abschalten. Wir vergleichen die neue Karte mit Ihrer erfolgreichen kleinen Schwester.

Bis auf den etwas sperrigen Namen mit den unzähligen Bindestrichen hat sich Sapphire echt ins Zeug gelegt und auf die wesentlichsten Kritikpunkte an der erfolgreichen Tri-X reagiert. Zu hohe Lüfterdrehzahlen im Idle? Gelöst! Leichte Instabilitäten der sehr langen Karte? Gelöst! Und etwas mehr Takt gibts als Zugabe auch gleich noch.

Ob man all diese Dinge durch neue Nachteile erkauft oder ob es wirkliche Verbesserungen sind, die ein ohnehin schon beliebtes Produkt noch attraktiver machen, wird der heutige Test zeigen müssen.

Technische Eckdaten im Vergleich

Betrachten wir nun vorab noch die wichtigsten Eckdaten der ab Werk mit 1030 MHz getakteten Grafikkarte im GPU-Z-Screen. Was neben dem gesteigerten GPU-Takt von 1030 MHz sofort auffällt, ist der mit 1400 MHz vergleichsweise sehr hoch angesetzte Speichertakt.

Ob sich die theoretische Leistung auch in der Spiele-Performance und der Leistungsaufnahme widerspiegelt, wird dieser Test später noch klären. Doch zunächst erst einmal die Aufnahme des aktuellen Ist-Standes in tabellarischer Form:

R9-290-Modelle GPU-Takt
in MHz (Boost)
Speichertakt
in MHz
Speicherbandbreite
in GByte/s
Pixel-Füllrate
in GPixel/s
Textur-Füllrate
in GTexel/s
Sapphire
R9 290
Tri-X
1000 1300 332,8 64,0 160,0
Gigabyte
R9 290
Windforce OC
1040 1250 320,0 66,6 166,4
Sapphire
Vapor-X
R9 290
Tri-X OC
1030
1400
358,4
65,9
164,8
R9 290 OC +
Accelero
Extreme III
1100 1250 320,0 70,4 176,0
R9 290 OC+
NZXT Kraken
G10 + X40
1100 1250 320,0 70,4 176,0

Schon beim klassischen Computer erkannten Hersteller schnell, dass Gaming einer der großen Märkte ist und man nicht nur durch schnelle Hardware, sondern auch durch entsprechende Zusätze und Peripherie wie etwa entsprechende Game-Controller gutes Geld verdienen kann.

Mittlerweile haben Smartphones und Tablets einen Leistungsstand erreicht, bei dem selbst komplexeren Games genügend Performance geboten wird. Damit wird auch in dieser Kategorie der Bedarf an entsprechenden Erweiterungen größer, die nicht zuletzt zur Abgrenzung gegenüber der zahlreichen Konkurrenz genutzt werden können.

Snakebyte Vyper: Kompaktes Tablet mit vielen Zusätzen

Diese Überlegung schien auch bei der Konzeption des Vyper-Tablets von zentraler Bedeutung gewesen zu sein. Denn eigentlich ist der Flachrechner nichts Besonderes: Hinter einem sieben Zoll großen Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel steckt ein Quad-Core-SoC von Rockchip, das auf ein GByte Arbeitsspeicher zugreifen kann. Der Datenspeicher ist mit einer Größe von acht GByte nicht gerade üppig dimensioniert.

Dafür soll das Ausstattungspaket überzeugen: Je nach Variante wird das Tablet mit einem Gaming-Controller, einer Fernbedienung und einer Docking-Station ausgeliefert, wobei die komplexe Version dieser Docking-Station sogar einen LAN-Port mitbringt.

Eigene Oberfläche soll Bedienung erleichtern

Wie viele andere Hersteller auch scheinen die Snakebyte-Entwickler nicht gänzlich glücklich mit der Oberfläche von Googles Android zu sein und stülpen dem Betriebssystem, das hier in der nicht mehr wirklich aktuellen Variante 4.2.2 zum Einsatz kommt, ein eigenes UI über.

Eine echte Schönheit ist diese Oberfläche jedoch nicht: Die Startoberfläche mutet eher wie ein Hintergrundmenü an, das aus sechs nebeneinder angeordneten Feldern besteht. Auf der linken Seite kann zwischen verschiedenen Kategorien ausgewählt werden, rechts werden die dazugehörigen Apps angezeigt.

Mit einem Wisch nach rechts bekommt man sämtliche installierten Anwendungen angezeigt. Wer weiter wischt, kommt zu Videos, dann Musik und schließlich Bildern.

Das alles sieht jedoch vergleichsweise spartanisch aus und lässt keine übermäßige Freude entstehen. Außerdem nimmt der Hersteller seinen Nutzern einen großen Vorteil der Android-Plattform: Die eigene Oberfläche reduziert die Möglichkeiten, das System an die eigenen Wünsche anzupassen, auf ein Minimum.

Technische Daten
Modell: Snakebyte Vyper
Betriebssystem: Android 4.2.2
Display: 7 Zoll, IPS-Display, 1280 x 800 Pixel
CPU: Rockchip RK3188, 4x 1,6 GHz
GPU: ARM Mali 400
Arbeitsspeicher: 1024 MByte
Interner Speicher: 8 GByte
Externer Speicher: bis zu 32 GByte per microSD-Karte (SDHC)
WLAN: 802.11 b/g/n
Bluetooth: 4.0
Kamera: Front: 2-MP-Kamera
Rear: 5-MP-Kamera, HD-Videoaufzeichnung
Akku:
3000 mAh
Abmessungen: 19,9 x 12,7 x 1,1 cm
Gewicht: 310 g
Marktpreis: ab 190 Euro

Raijintek hat in den letzten Wochen und Monaten bereits mit neuen CPU-Kühlern auf sich aufmerksam gemacht . Nun aber kommt mit dem Morpheus ein VGA-Kühler, den man als Wunderwaffe gegen die Kühlungsprobleme der neuen Hawaii-Chips von AMD bewirbt. Wir testen exklusiv den Wahrheitsgehalt dieser Aus- und Ansage.

Dies ist nicht unser erster Kühlerumbau einer Hawaii-Karte von AMD. Wir hatten ja bereits kurz nach ihrem Launch eine R9 290 mit einem Arctic Accelero Extreme 3 versehen und später noch mit einer AIO-Kompaktwasserkühlung von NZXT. So gesehen besitzen wir also mit diesem Chip bereits einige Erfahrungen, zumal unser Roundup der Boardpartner-Karten mit Hawaii-Chip jede Menge Vergleichsmöglichkeiten bietet.

Glaubt man Raijintek dann ist der Morpheus ein metallgewordener Traum für jeden Hawaiianer und der Albtraum jedes noch so heißen Grafikchips. Soweit die Theorie der Marketing-Traumdeutung. Doch wie sieht es in der Praxis dann wirklich aus?

Geliefert wird ein sehr gedrungener, etwa 545 Gramm schwerer Kühlkörper, dessen Zubehörumfang alles beinhaltet, was man für einen sicheren Umbau benötigt. Kompatibel ist er laut Hersteller zu allen aktuellen AMD- und Nvidia-Karten.

Der Fokus zielt dabei ganz offensichtlich auf AMD ab, denn Raijintek legt auch einen sehr großzüging dimensionierten VRM-Kühler bei, der sich mittels Push-Pins sehr einfach befestigen lässt und nur auf AMD-Karten passt, die dem Referenz-Design folgen. Damit dürfte dann wohl auch die Marschrichtungszahl feststehen.

Dem Umbau selbst wollen wir die nächsten zwei Kapitel widmen. Aber zuerst wollen wir ein paar wichtige Worte zu unseren folgenden Tests verlieren.

Was wir testen wollen

Schnöde Temperaturvergleiche werden immer gern herangezogen, das gehört natürlich dazu. Aber wir wollen diesmal auch auf das umfangreiche Feedback eingehen und uns gestellte Fragen eindeutig beantworten.

Da wäre vor allem die ewige Frage nach der Änderung von Leistungsaufnahme und Effizienz, wenn der Chip unter “normalen” Bedingungen arbeiten kann und eben keine thermische Folterstrecke überwunden werden muss. Wir bieten unsere neue Technik auf, um diese Frage am Ende dann doch sehr eindeutig und mit einem für AMD durchaus erfreulichen Ergebnis beantworten zu können.

Nein – nicht der Hawaii-Chip ist mangelhaft und nimmt im Vergleich zu Nvidias Kepler per se viel zu viel Leistung auf. Stattdessen hat man bei AMD schlicht die Kühlproblematik durch die hohe Wärmedichte unterschätzt. Dieser Umstand wurde durch unsere Tests – und so viel können wir an dieser Stelle schon preisgeben – gründlich belegt.

Dass auch die Board-Partner mehr oder weniger über das Problem ins Stolpern kamen, belegt zudem, dass auch die OEMs, die für die Board-Partner die Kühler fertigen, nicht wirklich gut vorbereitet in Rennen geschickt wurden. Und nun? Jetzt freuen sich Firmen wie Raijintek, dass auch sie (berechtigterweise) ein Stück vom Kuchen abhaben können. Womit sich der Kreis wieder elegant schließt und wir endlich mit dem Umbau anfangen konnen.

Vierundzwanzig Komma acht Milliarden Transistoren. Elftausendzweihundertundvierundsechzig Shader. Sechzehn Gigabyte GDDR5-Speicher. Dreiundzwanzig Teraflops Rechenleistung. 1000 Watt Energieaufnahme.

Egal, welche Spezifikationen man heranzieht, um zwei Radeon-R9-295X2-Karten zu beschreiben – die Zahlen unterscheiden sich zweifellos ganz erheblich von denen eines “normalen” Gaming-PCs. Aber letzten Freitag trudelte am späten Nachmittag ein Paket von iBuyPower im Testlabor unserer US-Kollegen ein, das den großen, majestätischen Erebus-Komplett-PC enthielt – und auf den treffen all diese Spezifikationen zu.

Der Erebus verbaut nämlich zwei von AMDs nagelneuen, wassergekühlten Dual-GPU-Flaggschiffen, die wir erst kürzlich in AMD Radeon R9 295X2 im Test: 4K-Gaming-Karte mit Flüssigkühlung näher unter die Lupe nahmen.

Die Systembauer von iBuyPower hielten sich sogar an die Konfiguration unserer Teststation und integrierten einen auf 4,2 GHz übertakteten Core i7-4960X, 32 GByte Arbeitsspeicher in einer Quad-Channel-Konfiguration und sogar ein mit 1350 Watt sogar noch stärkeres Netzteil als wir es nutzten.

Trotz der Muckis der Kiste (und der Eile, unter der es für uns gebaut wurde, da AMD ja kein Testsystem stellen konnte oder wollte), war jedes Kabel fein säuberlich verstaut, so dass die AMDs neue Flaggschiffe ein schönes, großes, aufgeräumtes Gehäuse mit Seitenfenster illuminieren kann.

Ein weiteres Detail, das man als Bastler und Enthusiast durchaus zu schätzen weiß: iBuyPower hat hier ein ausgesprochen schweres System gebaut, was wohlgemerkt zwei getrennte Wasserkühlkreisläufe und zwei wassergekühlte Grafikkarten integriert – und trotzdem ist alles in einwandfreiem, gebrauchsfertigem Zustand heil bei uns angekommen; schlüsselfertig, sozusagen. Tja – Polyurethan-Schaum wirkt halt Wunder…

Aber genug der Vorrede, kommen wir zum eigentlichen Test. Wir sind gespannt, denn Jahre der Erfahrung haben uns gezeigt, dass vier GPUs in einem System typischerweise nicht gut miteinander auskommen – ganz egal, von welchem Hersteller die Karten kommen. Auf den nächsten Seiten wird sich zeigen, ob sich die Geschichte wiederholt oder ob AMDs bislang beste Grafikkarte in mehr als nur einer Hinsicht Präzedenzfälle schaffen und nicht nur als Single-, sondern auch als Dual-Karten-Konfiguration glänzen kann.

So testen wir zwei Radeon R9 295X2

Wir haben Grund zu der Annahme, dass zwei Radeon-R9-295X2-Karten sich anders verhalten als andere, früher von uns getestete Quad-GPU-Konfigurationen. Erstens gibt es da AMDs neue DMA-Engine, die CrossFire ohne Brückenanschluss möglich macht. Zweitens testen wir bei 3840 x 2160 Pixeln mithilfe einer übertakteten Ivy-Bridge-E-basierten Plattform, was hoffentlich das schlechte Skalieren einer Plattform-gebunden Konfiguration minimiert. Und AMD schickte letzte Woche auch noch einen neuen Beta-Treiber lang, der für 4-Wege-CrossFire optimiert sein sollte.

Test Hardware
Processors Intel Core i7-4960X (Ivy Bridge-E) 3.5 GHz Base Clock Rate, Overclocked to 4.2 GHz, LGA 2011, 15 MB Shared L3, Hyper-Threading enabled, Power-savings enabled
Motherboard MSI X79A-GD45 Plus (LGA 2011) X79 Express Chipset, BIOS 17.8
ASRock X79 Extreme11 (LGA 2011) X79 Express Chipset
Memory G.Skill 32 GB (8 x 4 GB) DDR3-2133, F3-17000CL9Q-16GBXM x2 @ 9-11-10-28 and 1.65 V
Hard Drive Samsung 840 Pro SSD 256 GB SATA 6Gb/s
Graphics 2 x AMD Radeon R9 295X2 8 GB
2 x AMD Radeon R9 290X 4 GB (CrossFire)
AMD Radeon HD 7990 6 GB
2 x Nvidia GeForce GTX Titan 6 GB (SLI)
2 x Nvidia GeForce GTX 780 Ti 3 GB (SLI)
Nvidia GeForce GTX 690 4 GB
Power Supply Rosewill  Lightning 1300 1300 W, Single +12 V rail, 108 A output
System Software And Drivers
Operating System Windows 8.1 Professional 64-bit
DirectX DirectX 11
Graphics Driver AMD Catalyst 14.4 Beta
Nvidia GeForce 337.50 Beta

Wir achten natürlich darauf, dass Frame-Pacing aktiviert ist, der Tessellation-Modus von der Anwendung kontrolliert wird und V-Sync in AMDs Treiber abgeschaltet ist.

Benchmarks And Settings
Battlefield 4 3840×2160: Ultra Quality Preset, v-sync off, 100-second Tashgar playback. Fraps/FCAT for 3840×2160
Arma 3 3840×2160: Ultra Quality Preset, 8x FSAA, Anisotropic Filtering: Ultra, v-sync off, Infantry Showcase, 30-second playback, FCAT and Fraps
Metro: Last Light 3840×2160: Very High Quality Preset, 16x Anisotropic Filtering, Normal Motion Blur, v-sync off, Built-In Benchmark, FCAT and Fraps
Assassin’s Creed IV 3840×2160: Maximum Quality options, 4x MSAA, 40-second Custom Run-Through, FCAT and Fraps
Grid 2  3840×2160: Ultra Quality Preset, 120-second recording of built-in benchmark, FCAT and Fraps
Thief 3840×2160: Very High Quality Preset, 70-second recording of built-in benchmark, FCAT and Fraps
Tomb Raider 3840×2160: Ultimate Quality Preset, FXAA, 16x Anisotropic Filtering, TressFX Hair, 45-second Custom Run-Through, FCAT and Fraps

Am Anfang stand der entnervte Anfruf meiner Mutter, dass sie zwar prinzipell nichts gegen das neue Internet hätte, aber der installierte Router auf dem holzfurnierten Familenerbstück an der Unterseite schon nach einem Tag der Benutzung bereits bedenklich heiß sei.

Auch wenn die später mit einem IR-Thermometer gemessenen 56°C natürlich noch keinen Brand auslösen – mit Müttern sollte man einfach nicht streiten. Von daher: Schützen wir das Furnier sowie die verschenkte Technik vor der entstehenden Wärme.

In so einem Fall helfen eigentlich nur zwei Dinge. Entweder hilft man dem eigenen Vater, eine gute Flasche aus dem Weinkeller zu vernichten, um dann aus dem Korken vier schöne und gleichmäßige Abstandshalter zu schneiden (was man am besten gleich nach dem Öffnen und noch vor dem Austrinken machen sollte) oder man setzt kompromisslos auf Technik.

Und mal ehrlich – man wäre einfach nicht Geek genug, wenn man da nichts Passendes fände. Und so kommt ein Souvenir von der Computec 2013 zum Einsatz, dessen Existenzberechtigung bisher auf eine plausible Begründung warten musste: Das Gelid Icypad.

Nun ist es so, dass man schon der möglichen Einwände wegen strikt darauf achten muss, dass alles, was irgendwie Strom benötigt, auch  möglichst Wohnzimmer- und Erbstück-kompatibel angeschlossen wird.

Das Icypad kommt zusammen mit einem USB-Kabel und einem 5-Volt-Steckernetzteil zum Käufer – da ist es geradezu eine göttliche Fügung, dass der Router an der Rückseite eine USB-Buchse und meine Mutter für eine dazu passende Festplatte oder andere USB-Peripherie keinerlei Verwendung hat.

Doch bevor ich den Familienfrieden wieder herstellen und den Untersatz installieren werde, stellen wir noch gemeinsam noch ein paar Dinge damit an.

Das Gewicht von gerade mal 112 Gramm (ohne USB-Kabel) wird mit Sicherheit keine bösen Druckstellen verursachen. Damit ist die erste Hürde genommen und wir werfen schnell noch einen Block auf die technischen Daten, die sogar so ein kleiner Luftikus mit sich bringt:

Luftdurchsatz: 28,9m³/h bzw. 17 cfm
Statischer Druck: 0,9 mmAq
Lüfter: kugelgelagerter 80mm-Lüfter
Umdrehungen: 2200 U/min (+/- 10%)
Leistung: 1,05 Watt
Spannung: 5 Volt DC
Abmessungen (BxTxH): 16,64 x 11,0 x 2,3 cm
Gewicht: 112 Gramm
Kabel: USB-Kabel, 120 cm Länge
Steckernetzteil: 5 Volt, 0,5 Ampére
Preis: ca. 10 Euro

Die Verfügbarkeit des Icypad ist unterschiedlich, denn während es mein Händler um die Ecke führt, ist der Online-Handel eher schlecht aufgestellt. Aber betrachten wir einfach das Funktionsprinzip, denn es gibt ja auch genügend andere Alternativen wenn es darum geht, Mütter wieder milde zu stimmen.

Ist von Garmin die Rede, geht es meist irgendwie um das Thema Navigation oder zumindest GPS. Sei es für Auto, Motorrad, Fahrrad oder auch zum Laufen, Walken oder Wandern. Auf den ersten Blick passt das Fitnessarmband Vivofit perfekt in das Produktportfolio der Amerikaner. Bei genauerer Betrachtung fehlt dem Armband allerdings ein Garmin-typisches Detail: Der GPS-Empfänger.

Denn vereinfacht gesagt, handelt es sich beim Vivofit nur um einen Schrittzähler – immerhin mit der einen oder anderen interessanten Zusatzfunktion. Und natürlich muss so ein Gerät die gesammelten Daten “Uppen und Sharen” können. Andernfalls ist man heutzutage nicht mehr en vogue. Da passt es auch gut ins Bild, dass das Vivofit-Armband mit dem Smartphone kommuniziert. Das gehört ja heute quasi schon zum guten Ton. Wie auch immer, ich habe dem kleinen Einpeitscher eine Chance gegeben. Hier also mein persönlicher Erfahrungsbericht.

119 Euro will Garmin für das in fünf verschiedenen Farben erhältliche Fitnessarmband sehen. Sportlich, kann ich da nur sagen. Aber was tut man nicht alles für seine Gesundheit… An mein Handgelenk hat es die dunkelgraue Version geschafft, die anderen Farben waren mir dann doch zu auffällig. Denn irgendwie brandmarkt einen so ein Armband dann doch als “Schritte-Zähler”, der es ohne fremde Hilfe nicht zu ausreichend Bewegung schafft.

Nichtsdestotrotz fällt die Sportuhr – Uhrzeit und Datum zeigt das Vivofit auch an – sehr kompakt und leicht aus. Mich als eingefleischten Uhrenverweigerer hat sie jedenfalls weder am Tag noch in der Nacht gestört. Während des einwöchigen Erfahrungstests habe ich das Armband nicht einmal abgenommen. Mittlerweile würde es mir wohl sogar fehlen. Aber fangen wir mit dem Auspacken an.

Nach EVGA steigt mit Gigabyte nun ein weiterer Board-Partner zu Nvidia ins Boot und labelt das mit dem Tegra 4 bestückte Tablet ebenfalls. Der Preispunkt von knapp 200 Euro (UVP) für das Note 7 mit dem unverbastelten Android ist dabei geschickt gewählt, damit Nvidia attraktiv genug bleibt, um auch außerhalb der PCs in mobilen Geräten weiter Fuß fassen zu können.

Den Tegra 4 (Codename Wayne) kennen wir ja beispielsweise schon aus Nvidias Shield – einer portablen Gaming-Konsole, die allerdings einen großen Nachteil als Bürde mit sich herum tragen muss: Sie ist zu groß. Um den Mainstream zu erreichen und um aus der selbst auferlegten Nische wieder herauszufinden, ging Nvidia mit dem Note 7 also einen komplett anderen Weg.

Natürlich ist dies nicht das erste Mainstream-Tablet mit Tegra-SoCs, denn der Tegra 3 der letzten Tegra-Generation war beispielsweise das Herzstück von Googles Nexus 7. Aber für den Tegra 4 in einem kleinen Tablet hat man sich bei Nvidia nun etwas Eigenes einfallen lassen. Der SoC läuft mit bis zu 1,8 GHz, also 100 MHz langsamer als das Modell in Nvidias Shield. Damit verringert man aber auch die Probleme mit der passiven Kühlung, denn das Note 7 ist wesentlich kleiner als Shield.

Lieferumfang und Zubehör

Neben dem Note 7 erhält man ein Mini-USB-Kabel, das sich auch zusammen mit dem Steckernetzteil betreiben lässt, und einen Quick-Start-Guide – ein deutsches Handbuch fehlt (noch). Die Schutzhülle (Slide), die sich auch als Aufsteller gut nutzen lässt (Bild oben), muss leider zusätzlich erworben werden, was den an sich gut kalkulierten Preis ein wenig nach oben verschiebt.

Die technischen Daten haben wir noch einmal schnell in Tabellenform zusammengefasst, bevor wir in medias res gehen:

Gigabyte Tegra Note 7
SoC: Nvidia Tegra 4
CPU: Quad-Core, Cortex-A15, max. 1,8 GHz
GPU: 72 Kerne (24 Vertex-Shader, 48 Pixel-Shader)
RAM: 1 GByte, DDR3L-1600
Display : 7 Zoll, IPS-Panel, LCD mit LED-Backlight, 1280 x 800 Pixel
Kameras: 5 MP AF HDR (Rückseite)
VGA (Vorderseite)
Speicher: 16 GByte eMMC
microSD-Slot (bis max. 32 GByte)
Audio: Stereo-Lautsprecher an der Frontseite
Touch: 10-Point-Multitouch, kapazitiv, Chisel-Tip-Stylus
Wireless: WLAN (802.11b/g/n), Bluetooth 4.0 LE, GPS
Sensoren: 9-Achsen (Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Kompass)
Umgebungslicht-Sensor
I/O: HDMI mit Ultra-HD-Support (Micro-HDMI, Typ D)
USB 2.0
3.5 mm analoger Audioausgang
Front-Mikrofon
Akkumulator: 4100 mAh
USB-Ladegerät (5 Volt, 2 Ampére)
Abmessungen: 19,0 x 12,0 x 0,94 cm
Gewicht: 320 g (ohne Slide)
Preis: 199 Euro (UVP)

  

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