Weder Gold noch Platin, aber gut: Vier preiswerte Bronze-Netzteile im Test

Inhaltsverzeichnis

>>

Ein effizientes Netzteil “verschwendet” weniger Strom als ein nicht so effizientes. Bis dahin ist alles klar. Die Hersteller verkaufen ihre Effizienz-Wunder gerne mit markigen Schlagworten wie “Spart bis zu 30 Euro Stromkosten im Jahr” oder “Trägt zur Schonung endlicher Ressourcen” bei. Damit versuchen die Hersteller ihre hocheffizienten Netzteile mit Gold- oder gar Platinum-Logo an den Mann zu bringen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, zumal die Argumente im Prinzip stimmen.

Aber eine Kostenersparnis in signifikanten Bereichen wird sicher nur erreicht, wenn das Netzteil bzw. der Rechner viele Stunden am Tag in Betrieb ist, vielleicht sogar im 24/7-Betrieb. Dann sollte man aber sowieso über spezielle Server-Netzteile nachdenken, die für den Dauerbetrieb ausgelegt sind. Im normalen Alltagsgebrauch wird ein hocheffizientes Netzteil im Jahr eher einstellige Euro-Beträge sparen. Demgegenüber steht aber ein deutlich höherer Anschaffungspreis, der sich – wenn überhaupt – frühestens nach einigen Jahren amortisiert.

Auch das Argument Abwärme und damit die Möglichkeit eines leiseren Betriebs führen die Netzteilhersteller gerne ins Feld. Unsere Erfahrung zeigt: Auch ein Bronze-Netzteil erzeugt nur eine geringe Abwärme, so dass die Lüfter die meiste Zeit auf niedrigster Stufe arbeiten können – sofern der Hersteller das Wärmemanagement im Griff hat. Zu guter Letzt spricht für die Teilnehmer unseres aktuellen Roundups deren Preis-Leistungs-Verhältnis. Denn da sind die Bronze-Vertreter einfach unschlagbar.

Das aktuelle Testfeld umfasst vier Netzteile. Weitere Geräte trudeln aber derzeit noch ein, so dass wir uns für ein zweiteiliges Roundup entschieden haben. Im ersten Teil sind vier Netzteile der 500- und 550-Watt-Klasse mit von der Partie: Cooler Master G550M (550 Watt), Cougar CMX v2 (550 Watt), Fractal Design Integra R2 500W (500 Watt) und OCZ ZS550 (550 Watt). Die Wattzahlen liegen also sehr dicht beieinander, zudem sind alle Netzteile mit dem 80 PLUS Bronze-Logo versehen.

Bei OCZ muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass es sich um ein reines 230-Volt-Modell handelt, von dem es eine gesonderte 115-Volt-Version gibt. Das 80 PLUS Bronze-Logo dürfte das getestete Gerät aber nicht tragen, denn die erforderlichen Tests werden nur unter 115 Volt durchgeführt. Ob der Wirkungsgrad das Logo dennoch rechtfertigt, wird unser Test zeigen müssen.

Interessant sind die aktuellen Preise für die Bronze-Netzteile. Das Cooler Master G550M gibt es derzeit bereits ab 60 Euro, das Cougar CMX mit 550 Watt schlägt dagegen mit mindestens 65 Euro zu Buche. Mit gut 52 bzw. rund 50 Euro Straßenpreis muten das Fractal Design Integra R2 und das OCZ ZS550 als die Schnäppchen in diesem Roundup an, müssen diesen Anspruch aber im Test erst untermauern.

Seiten:

Tags: , , , ,

Ebenfalls interessant...

Schreibe einen Kommentar

Privacy Policy Settings

Google Analytics Wir sammeln anonymisierte Daten darüber, welche Beiträge und News gelesen werden. Wir ermitteln dabei auch die Zeit - ebenfalls anonymisiert - wie lange ein Beitrag gelesen wurde. Dadurch können wir einfacher Themen anbieten, die Sie interessieren.
This website stores some user agent data. These data are used to provide a more personalized experience and to track your whereabouts around our website in compliance with the European General Data Protection Regulation. If you decide to opt-out of any future tracking, a cookie will be set up in your browser to remember this choice for one year. I Agree, Deny
610 Verbiete Google Analytics, mich zu verfolgen