WD Black² im Test: 120-GByte-SSD und 1-TByte-Festplatte in einem Laufwerk

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Hybrid-Festplatten verwenden einen kompakten Flash-Speicher, um häufig angeforderte Daten darin abzulegen. Damit sie möglichst exakte Treffer landen, analysiert der Laufwerkscontroller das Nutzerverhalten und erkennt so zum Beispiel, welche Programme der Anwender öfter aufruft als andere. Die damit verknüpften Daten legt die Hybrid-Festplatte in ihrem Flash-Speicher ab und kann sie damit schneller bereitstellen als eine Standard-Festplatte.

An die Performance einer SSD kommt eine Hybrid-Festplatte jedoch noch lange nicht heran, weil der Hybrid-Cache nur wenige GByte fasst und sie die meisten Daten nach wie vor von Festplatte lädt anstatt sie aus dem Flash-Speicher zu holen. Anwender können zudem nicht selbst bestimmen, welche Daten im Cache landen sollen und sind daher auf die Analysekünste des Controllers angewiesen.

Mit der WD Black² WD1001X06X soll sich das nun ändern: Das 2,5-Zoll-Laufwerk setzt sich aus einer vollwertigen, 120 GByte großen SSD und einer Festplatte mit einem TByte Kapazität zusammen. Obwohl hier zwei grundverschiedene Datenträger aufeinandertreffen, weicht die WD Black² keinen Iota von den Standardabmessungen einer 2,5-zölligen Festplatte oder SSD ab und ist auch nur 9,5 Millimeter hoch.

Die Magnetscheiben der WD Black² rotieren mit 5.400 U/min. und drehen damit langsamer als die anderer Black-Modelle, die 7.200 U/min. erreichen. Der HDD-Teil der WD Black² ähnelt unter den aktuellen WD-Festplatten am ehesten der WD Scorpio Blue WD10SPCX, die mit gleicher Speicherkapazität bei gleicher Drehzahl ausgestattet ist und dem Testkandidaten äußerlich ebenfalls sehr nahe kommt (siehe Bild unten).

Gemessen an der Performance von SSD-Spitzenmodellen rangiert die SSD der WD Black² im Leistungsmittelfeld. Beim Lesen soll das Laufwerk laut Spezifikation bis zu 350 MByte/s erreichen, beim Schreiben maximal 140 MByte/s. Die Speicherbausteine der SSD basieren auf MLC-NAND-Flash in 20 nm Strukturbreite. WD setzt auf zwei separate Controller für Festplatte und SSD, die sich über den SATA-Multiplexer Marvell 88SM9642 die Bandbreite der SATA-III-Schnittstelle miteinander teilen. Als SSD-Controller kommt der JMicron JMF667H zum Einsatz.

Der Preis für die innovative Kombination aus SSD und HDD ist mit etwa 300 Euro nicht gerade niedrig angesetzt, allerdings dürfte die Bauform für Systeme mit knappen Gehäuseinnenraum (Stichwort Notebooks) dennoch interessant sein. Im Folgenden zeigen wir, wie die WD Black² WD1001X06X in der Praxis funktioniert und was sie leisten kann.

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