Scythe Ashura Shadow und Kotetsu im Test: Neue Kühler zum 10. Geburtstag

Die Geschichte des japanischen Unternehmens Scythe reicht mittlerweile bis ins Jahr 2003 zurück. Durch die IT-Brille betrachtet kann der Zeitpunkt der Veröffentlichung des ersten Scythe-Kühlers auf dem europäischen Markt – der Scythe Kama Kaze – sicherlich als “graue Vorzeit” gelten, denn immerhin reden wir hier über ein Jahr, in dem AMDs Sockel A sowie Intels Sockel 478 sich auf dem Höhepunkt ihrer jeweiligen Ausbaustufen befanden.

In diesen zehn Jahren haben uns die Japaner eine regelrechte Flut an Kühlern in allen erdenklichen Bauformen und Leistungsklassen präsentiert und dabei oftmals durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen können. Kühler wie der Scythe Mugen konnten somit in mehreren Evolutionsstufen zum Klassiker avancieren.

Nun feiert Scythe die eigene, zehnjährige Geschichte durch die Veröffentlichung des limitierten Scythe Ashura Shadow. Die reguläre Version des Kühlers – den Scythe Ashura – hatten wir bereits im August diesen Jahres im Test. Die mit 44 Euro nur geringfügig teurere Jubiläumsversion Ashura Shadow hebt sich nicht nur durch die durchgängige, schwarze Vernickelung der gesamten Oberfläche vom normalen Ashura ab, sondern soll laut Hersteller auch eine kleine Leistungssteigerung erfahren haben, wobei man sich zu Einzelheiten bedeckt hielt.

Außerdem wird das aktuelle Kühler-Lineup aus dem Hause Scythe durch den kleineren Scythe Kotetsu ergänzt. Im Gegensatz zu den großen Ashura-Modellen verfügt der Kotetsu über einen kleineren 12-cm-Lüfter, fünf statt sechs Heatpipes und eine entsprechend geringere Bauhöhe. Der Kühler könnte sehr wohl an die Budget-orientierten Kerntradition des Unternehmens anknüpfen: Bei einem Preis von unter 30 Euro wildert Scythe hier in einem heiß umkämpften und beliebten Preisbereich.

Verpackung und Lieferumfang

Während der kleine Scythe Kotetsu in einer Hersteller-typischen, farbenfroh bedruckten Kartonage ausgeliefert wird, gibt sich die Umverpackung des Ashura Shadow in Anlehnung an das Design des Jubiläumskühlers ungewohnt schwarz, schlicht und edel.

Das Montagesystem ist bei beiden Kühlkörpern identisch und umfasst eine universelle Backplate, Abstandshalter, Sockel-spezifische Halterahmen, eine Querstrebe zum Anklemmen des Kühlers sowie Unterlegscheiben und Schrauben. Neben einem kleinen Tütchen Wärmeleitpaste und einem Montagewerkzeug liegt wie üblich eine mit großen Bildern versehene Anleitung bei.

Während der Ashura Shadow über vier Halteklammern für eine Doppelbestückung mit 14-cm-Lüftern verfügt, muss sich der Kotetsu mit zwei Klammern zur Montage des beiliegenden 12-cm-Exemplars begnügen. Theoretisch wäre aber auch beim Kotetsu eine duale Bestückung möglich, denn beidseitige Klammeraufnahmen sind vorhanden.

Die verwendeten Lüfter entstammen der hauseigenen ‘Glide Stream’-Serie. Beim Ashura Shadow kommt der selbe SY1425HB12M-P wie beim normalen Ashura zum Einsatz. Der kleinere Kotetsu wurde demgegenüber mit einem SY1225HB12SM-P bestückt.

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