Motorola Moto G im Test: Preisliche Kampfansage für die Android-Mittelklasse

Von Motorola hatte man – gerade in Europa – in letzter Zeit kaum mehr als Gerüchte gehört. Am 13. November präsentierte der Hersteller nach mehr als einem Jahr aber wieder ein Smartphone, das auch hierzulande erhältlich sein wird.

Motorola meldete sich aber auch gleich mit einem Paukenschlag zurück: Denn der einstige Pionier unter den Fabrikanten von Mobiltelefonen verspricht mit seinem Neuling namens Moto G nicht weniger als ein Mittelklasse-Smartphone zum Einsteigerpreis, das Platzhirschen wie Samsung oder HTC einheizen soll.

Motorola geizt schon beim Zubehör

Obwohl die Einsteigerversion bereits für 169 Euro angeboten wird, bekommt der Nutzer ein 4,5 Zoll großes HD-Display in die Hand gedrückt, hinter dem ein Qualcomm Snapdragon 400 werkelt. Das SoC verfügt im Gegensatz zu direkten Konkurrenten wie dem Samsung Galaxy S4 Mini oder dem HTC One Mini allerdings über vier Kerne.

Mager ist dafür die Speicherausstattung von gerade mal acht GByte, die auch nicht mit einer microSD-Karte ausgebaut werden kann. Da sollte man vielleicht auf die 199 Euro teure 16-GByte-Version warten, die Ende Dezember auf den Markt kommen soll. Auch der Kamerasensor verspricht mit einer Auflösung von fünf Megapixeln – zumindest auf dem Papier – nur mäßige Ergebnisse.

Geizig zeigt sich der Hersteller auch beim Zubehör: Dem kompakten Karton liegt weder ein Headset noch ein Netzteil bei. Das dürfte zwar viele Smartphone-Besitzer nicht stören, die nach einem Modell suchen, dass die langsam in die Jahre gekommene erste oder zweite Anschaffung ersetzt. Aber Einsteiger müssen zusätzlich in diese Peripherie investieren.

Softwareaussattung trägt Google-Handschrift

Hinsichtlich der Softwareausstattung merkt man dem Moto G (endlich!) an, dass Motorola ein Teil von Google geworden ist. Denn mit Android 4.3 ist zwar nicht die allerneuste Version installiert, aber die Version 4.4 ist bisher auch ausschließlich den Nexus-Modellen 4 und 5 vorbehahlten. Dennoch soll sie schon im Januar nachgereicht werden.

Auch an anderer Stelle wird offensichtlich, dass hier Google seine Finger im Spiel hat. Das zeigt sich beispielsweise in Form des vorinstallierten Zugangs zu Google Drive, Google Play Games, der Office-Suite QuickOffice, die ebenfalls seit einer Weile zum Imperium des eigentlichen Suchmaschinen-Entwicklers gehört, oder an Googles Chrome-Browser, der den Standard-Browser von Android ersetzt.

Technische Daten
Hersteller & Modell: Motorola Moto G
Betriebssystem: Android 4.3
Display: 4,5 Zoll, IPS-Panel, HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel)
CPU:  Qualcomm MSM8226 Snapdragon 400, 4x 1,2 GHz
GPU: Adreno 305
Arbeitsspeicher: 1024 MByte
Interner Speicher: 8 GByte
Externer Speicher:
WLAN: 802.11b/g/n
Bluetooth: 4.0
Funknetze: GSM 850/900/1800/1900
UMTS 850/900/1700/1900/2100
Datennetze: GPRS/EDGE/HSDPA/HSUPA/HSPA+
Kamera: Rückseite: 5-MP-Kamera, HD-Videoaufzeichnung
Frontseite: 1,3-MP-Kamera
Akku:
2070 mAh
Abmessungen: 12,99 x 6,59 x 1,16 cm
Gewicht: 143 g
Straßenpreis: ab 169 Euro

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