Cooler Master Cosmos SE im Test: Luxusgehäuse für die breite Masse?

Netzteilmontage und Kabelverlegung

Die Netzteilentkopplung erfolgt zum Boden hin durch zwei lange Gummistreifen, an der Rückseite des Gehäuses ist kein Pendant dazu zu finden. Angesichts der Laufruhe aktueller Netzteilgenerationen ist das aber auch nicht nötig. Um mehr Platz zur Verfügung zu stellen, wurde auch beim Cosmos SE die von Cooler Master gern genutzte, nach außen hin ausgestellte Blende zur Netzteilmontage verwendet. So finden selbst bei verbauten  Festplattenkäfigen Stromspender mit bis zu 28 cm (einschließlich abstehender Kabel) Platz.

Gummierte Kabeldurchführungen sind in ausreichender Anzahl vorhanden, ebenso wurde auf der Rückseite des Mainboardtrays an Ösen zum Festbinden der Kabel und vorbildlich dimensionierte Durchführungen an der Oberkante gedacht, die sich für 8-polige EPS-Stecker oder Lüfterkabel nutzen lassen – einem aufgeräumten Innenraum steht somit nichts im Wege. Das Gros der Kabel sollte allerdings in der Mitte der Rückseite des Mainboardtrays verzurrt werden. Dann stehen dank der nach außen hin ausgestellten Seitenwand zumindest in diesem Bereich bis zu 3,4 cm zur Verfügung, um Kabel außerhalb des Sichtbereichs unterzubringen.

Optische Laufwerke und Festplatten

Cooler Masters Cosmos SE bietet bis zu drei Einschübe für 5,25“ Laufwerke, wovon zunächst nur die obersten beiden nutzbar sind. Soll auch der dritte Einschub genutzt werden, müssen die seitlichen Haltelemente des Festplattenkäfigs um 90° versetzt angebracht werden. Dadurch gehen zwei 3,5“ Einschübe sowie der Montageplatz für den oberen Frontlüfter verloren.

Unter Verzicht auf die Frontlüfter können so auch sämtliche Einschübe mit Ausnahme der beiden untersten in 5,25“ Schächte gewandelt werden. Die Arretierung erfolgt durch simples, aber effektives Verschrauben. Nimmt man ein Element auf Höhe der Grafikkarte heraus, kann somit Platz für sehr lange Pixelbeschleuniger geschaffen werden.

Bis zu zwölf 3,5“ Laufwerke können schraubenlos auf den seitlich ausziehbaren Einschüben angebracht werden, die über eine grundlegende Laufwerksentkopplung verfügen und die Festplatte mit vier Metallstiften an Stelle von Schrauben beklemmen.

Jeder Einschub kann zudem genutzt werden, um jeweils oben und unten ein 2,5“ Laufwerk zu verschrauben. Das untere sitzt dabei so stramm, dass eigentlich auch auf eine Verschraubung verzichtet werden könnte.

Die beiden untersten Einschübe sind von vornherein um 90° gedreht, so dass die hier untergebrachten Laufwerke auch bei geschlossenem Gehäuse nach entfernen des Luftfiltereinsatzes an der Vorderseite entnommen werden können. Warum Cooler Master an dieser Stelle bei einem 140 Euro Gehäuse das sich geradezu aufdrängende Hot-Swapping eingespart haben, bleibt allerdings rätselhaft.

Eine kleines Problem offenbarte sich uns bei der SSD-Montage – Cooler Master reagierten allerdings prompt auf unsere diesbezügliche Anfrage und versprachen umgehend Nachbesserung. Als Beleg wurden uns umgehend interne Dokumente vorgelegt, die wir an dieser Stelle selbstverständlich nicht abbilden können. Sie Probleme sollten also für die nächste ausgeliefrete Charge ausgeräumt sein. Falls noch eins der betroffenen Gehäuse erworben werden sollte: Der Hersteller unterhält unter anderem ein großes Ersatzteillager in Venlo, über das auch entsprechende Anfragen an den deutschen Support schnell abgewickelt werden können. Zur SSD-Montage lagen in unserem Fall ausschließlich Schrauben im M3x8 Format bei, mit denen sich einige, aber längst nicht alle SSDs von unten und nur die wenigsten Modelle seitlich verschruaben lassen. Die hierzu benötigten M3x5 werden den dementsprechend den nächsten Lieferungen beigelegt werden.  

Mainboard, Grafikkarte, CPU-Kühler

Die Abstandshalter zur Mainboardmontage müssen selbst eingedreht werden – dank der beiliegenden Eindrehhilfe ist das kein Problem. Das Loch im Mainboardtray, das zum Backplatewechsel der Kühlerverschraubung ohne vorherigen Ausbau des Mainboards dient, ist bei Cooler Master wie üblich  großzügig dominiert. Es erlaubt selbst bei den auf dem Bild sehr weit links sitzenden Montagelöcher unseres Z87-Mainboards in den allermeisten Fällen problemlose Wechsel.

Prozessorkühler finden bis zu einer Höhe von 17,5 cm Platz, Grafikkarten bis zu 27,6 bzw. 39,5 cm Platz, wenn man einen Teil der Festplatteneinschübe auf Höhe der Grafikkarte entfernt. Nach eigenen Messungen standen dann sogar knapp über 40 cm zur Verfügung.

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