Full ATX und All-In-One? Ein weltexklusiver Test der AIO Drone Station mit schwerer Crossover-Technik

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Zusammenfassung

Die Idee hat Charme, die Umsetzung durchaus Stil. Verbessern kann man zwar immer etwas, aber das angepeilte Ziel, ein stapazierfähiges Gehäuse mit integriertem Monitor und einen ausgewachsenen Gamer-PC bzw. einer leistungsfähigen Workstation zu verbinden, wurde von AIO in Form der Drone Station mit Bravour erreicht. Dafür, dass unser Testmuster in Teilen sogar noch aus der Vorserie stammt, ist die erreichte Qualität bereits erstaunlich gut und es wirkt auch konzeptionell mittlerweile ausgereift genug, um als zu 100% praxistauglich durchzugehen. Bemerkenswert fand ich auch das Interesse von Kollegen aus der Industrie, bei denen die eine oder andere spitze Bemerkung über die vordergründige (und sicher auch überflüssige) Nur-Gaming-Ausrichtung fiel. Dieser All-In-One PC ist nämlich mehr als nur ein Proll-Objekt für muskelbepackte Zocker, sondern er könnte überall dort stehen, wo Leistung und eine gewisse Portabilität gefordert sind. Nicht alles lässt sich überall mit Notebooks lösen. Was könne noch verbessert werden? Der eingesetzte Body könnte optimiert werden und statt des umständlichen Schnellverschlusses für die Erweiterungskarten genau an dieser Stelle massiver sein, stapazierfähigere Gewinde besitzen und Rändelschrauben für eine einfachere Fixierung der Karten. Hardcore-Gamer würden sich vielleicht über eine PS/2-Buchse an der Front inklusive Verlängerung für den internen Anschluss freuen und für die SSD-Montage könnten zwei Adaptereinsätze gleich mit im Lieferumfang enthalten sein. Die acht verbauten Lüfter sind im Rahmen von an sich schon lauten LAN-Parties gerade noch akzeptabel und machten im Industrieeinsatz bei knapp 40°C Umgebungstemperatur sogar richtig Ballett. Eine echte Aus-Stellung bei der Lüftersteuerung wäre auch noch so ein Punkt auf der Wunschliste. Der Rest passt, zumal die Gesamtperformance über jeden Zweifel erhaben ist.

Fazit

Dinge, wie die Arbeit mit der Drone Station, gehören unbestritten zu den Highlights im Kalenderjahr eines Redakteurs, denn man bekommt nicht allzu oft solch ausgefallene Lösungen in die Hände. Innovativ, praxistauglich und zudem recht ordentlich verarbeitet – endlich mal wieder ein Gehäuse, das sehr wohltuend aus dem Einheitsbrei heraussticht, obwohl es sicher nur eine Nischenlösung bleiben wird. Mit der Drone Station bewegt sich AIO natürlich (und auch sicher ganz bewusst) weit abseits des aktuellen Mainstreams, so dass ein Award in Form eines allgemeinen Kauftipps reichlich fehl am Platz wäre. Da ich aber sowohl die Idee, als auch die Umsetzung überdurchschnittlich und sehr bemerkenswert finde, vergebe ich diesem sehr außergewöhnlichem Gehäuse, erstmalig in diesem Jahr überhaupt, den Elite-Award. Mehr geht nicht, zumal mich das sehr positive Feedback von AIO auf unsere Verbesserungsvorschläge zusätzlich sehr optimistisch stimmt, dass wenigstens ein Teil dieser Anregungen für die Zukunft auch umgesetzt werden wird.Bliebe ganz am Ende noch die Preisfrage. Mit 549 Euro incl. MwSt. für die 60-Hz-Variante (5 ms) und 699 Euro für die Ausführung mit dem 120 Hz Panel steht eine UVP im Raum, die zwar nicht gerade zimperlich ausfällt, aber deutlich unter dem Preis professinellen Lösungen liegt, die zudem noch schwerer und wesentlich unhandlicher sind. Im Consumer-Bereich steht die Drone Station aktuell aber ziemlich allein auf weiter Flur da, was den Preis natürlich nicht gerade drückt. Zu teuer? Wie man es es nimmt. Mit dem 60 Hz Panel kann man durchaus zufrieden sein, so dass sich der Preis im Rahmen der Exklusivität sogar schon akzeptieren lässt.

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