Cooltek Coolcube Mini – schicker ITX-Alu-Zwerg mit sinnvoller Raumaufteilung

Mit dem Coolcube Mini liefert Cooltek eine formschöne, schlichte und edle Alternative zum größeren, normalen Coolcube. Wer auf den Einsatz einer dedizierten Grafikkarte verzichten kann und ein schwarzes Cube-Gehäuse aus Aluminium mit gebürsteter Oberfläche sucht, der kann auf dieser Basis verschiedenste Systeme aufbauen: Von kleinen Stromspar-PCs, die durch ein externes Netzteil gespeist (dank mitgelieferter Netzteilblende ohne optische Einbußen) oder sogar semipassiv betrieben werden können, bis hin zu performanten Lösungen, welche über ein SFX-Netzteil betrieben werden, ist alles möglich. Greift man auf Stromsparversionen der entsprechenden Bauteile zurück, dann sind sogar Quadcore-Systeme realisierbar – die Grenzen des Machbaren haben wir im Test auszuloten versucht.

Temperaturtechnische Wunder kann man von einem solchen Mini nicht erwarten, aber mit ein wenig Überlegung vorab lässt sich hier einiges herausholen. Vom Wohnzimmer-PC über einen Fileserver bis hin zu einem edlen, kleinen und leistungsstarken Arbeitsgerät ist so ziemlich alles drin. Eine mit der kleinen Bauform einhergehende Einschränkung bedeutet allerdings das Fehlen einer Anschlussmöglichkeit für ein internes DVD- oder Blu-Ray-Laufwerk.

Das Konzept ist mit der gelochten Seitenwand und der gut durchdachten Positionierung der einzelnen Komponenten sowie der Möglichkeit, für ein solches Mini-Gehäuse vergleichsweise “hohe” Prozessorkühler aus dem ITX-Bereich verbauen zu können, hat uns sehr gut gefallen. Zudem erfreut Cooltek mit dem gut entkoppelnden Standfüßen und entkoppelter Festplattenmontage. Etwas Nachdenken erfordert der Zusammenbau des Systems. Das ist aber ein grundsätzliches Problem sehr kleiner Gehäuse, da einige Bauteile nun einmal nur im teildemontierten Zustand erreichbar sind. Erst denken, dann schrauben!

Das Coolcube Mini ist ein Winzling im Würfelformat, der durch die schlichte Eleganz seiner bezaubernden Gewandung gefällt und zudem durch die sinnvolle und funktionelle Aufteilung des knapp bemessenen Innenraums überzeugt: Die Möglichkeit zur Montage vergleichsweise hoher Prozessorkühler verspricht einen geräuschoptimierten Systembetrieb, und der Platz für bis zu zwei 2,5″ Festplatten sorgt für viel theoretischen Datenstauraum. So bietet sich das kleine Schwarze für rund 55,-€ (UVP) für all jene an, die ein relativ leistungsfähiges Mini-System ohne Einsatz einer dedizierten Grafikkarte aufbauen möchten.

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