Cooltek Coolcube Mini – schicker ITX-Alu-Zwerg mit sinnvoller Raumaufteilung

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Gerade im Bereich der ITX-Gehäuse können wenige Öffnungen an verschiedenen Stellen oder Abweichungen im Grundaufbau darüber entscheiden, in welche Richtung man die verbauten Lüfter am sinnvollsten montiert und arbeiten lässt. Daher soll der von uns gewählte Aufbau kein Patentrezept sein, aber er zeigt, woran man sich beim Cooltek Coolcube Mini halten sollte beziehungsweise was möglich ist und was nicht.

Den hier präsentierten Messwerten vorausgegangen war eine umfangreiche Messwerterhebung, die wir hier zumindest in ihren Grundzügen präsentieren möchten: Positioniert man das Netzteil so, dass es kalte Luft durch die Seitenwand des Coolcube Mini ansaugt, kann es nicht mehr die Wärme aus dem Inneren abtransportieren. Montiert man zusätzlich den Lüfter in normaler Arbeitsrichtung (auf den Kühlkörper blasend), so ist es nicht möglich, einen Core i5-2500K zu betreiben. Die Temperaturen der einzelnen Prozessorkerne steigen sehr schnell auf über 90 °C und der Prozessor taktet automatisch herunter.

Zu einer drastischen Verbesserung der Temperaturen kommt es, wenn zumindest das Netzteil die warme Luft aus dem Gehäuseinneren absaugt. Dass sich das zusätzliche Umdrehen des Lüfters des Prozessorkühlers, der dann nicht mehr auf den Sockel, sondern in das darüber liegende Netzteil bläst, positiv auswirkt, zeigen folgende Vergleichswerte auf Basis des Celeron G1610 aus dem ersten Testdurchlauf. In beiden Fällen war der 60-mm-Gehäuselüfter verbaut; der Lüfter des Prozessorkühlers lief mit maximalen knapp 2500 U/min. Alle erhobenen Temperaturwerte profitieren vom umgedrehten Lüfter:

Lüfter TR AXP-100
umgekehrt (ins Netzteil blasend)
Lüfter TR AXP-100
“normal”
Celeron G1610 (mittlere Kerntemperatur) 43 °C 47,0 °C
System (Mainboard) 30 °C 37 °C
SSD 28 °C 30 °C

Ob und wie sinnvoll dieser Aufbau jedoch tatsächlich ist, hängt vom Einsatzgebiet beziehungsweise der gewählten Kombination von Prozessor und Mainboard ab – bei leistungsstarken Komponenten mag die Kombination aus umgedrehtem Prozessorlüfter und aus dem Gehäuse absaugenden Netzteil optimal sein, bei besonders stromsparenden Komponenten – darauf wurde bereits eingegangen – kann es jedoch unter Umständen schon wieder anders aussehen.

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