Monat: März 2013

Seit der Einführung des ersten Tegra-SoCs 2008 waren die Erfahrungen mit mobilen GPUs und Plattformen einer der größten Vorteile von Nvidia. Auch die engen Beziehungen mit Spieleentwicklern waren ein Segen für den Hersteller, weil Spiele immer mehr zum Mainstream und somit zu wesentlichen Anwendungen auf den mobilen Geräten wurden. Selbst mit klassischen Spielekonsolen können die ARM-Plattformen mit halten. Einige Entwickler setzen mittlerweile verstärkt auf entsprechende Spielkonsolen, für die ausgereifte Werkzeuge bereitgestellt werden um die Möglichkeiten der Hardware gezielt ausnutzen zu können – und die so zu einer immer größeren Konkurrenz der etablierten Anbieter werden.

Und auch wenn Konkurrenten wie Intel längst den auf dem ARM Cortex A9 basierenden Tegra 3 hinsichtlich des Stromverbrauchs unterbieten, dürfte Nvidia alles daran setzen mit dem Tegra 4 einen SoC zu präsentieren, der nicht nur hinsichtlich Leistung pro Quadratmillimeter glänzt, sondern auch auf Performance pro Watt hin optimiert ist. Tatsächlich hat Nvidia bereits ein Referenz-Design für Smartphones, das mit dem Tegra 4 bestückt ist und unter dem Namen Phoenix firmiert. Die beiden unten abgebildeten Boards passen in Smartphones der 5″-Klasse und können in verschiedenen Ausführungen untergebracht werden.

Bei der GPU des Tegra 4 ist bereits klar, dass (noch) keine Unified-Shader-Architektur zum Einsatz kommt. Der Hersteller deutete kürzlich an, das man die Zeit für einen solchen Umstieg noch nicht für gekommen hält. Also setzt der Grafikchip noch getrennt voneinander programmierbare Pixel- und Vertex-Shader ein. Gleichermaßen hat es Nvidia nicht geschafft, der GPU die Fähigkeit im Umgang mit OpenGL ES 3.0 zu verpassen. Ein Makel, der die Entwickler in ihrer Arbeit für die Tegra-4-Plattform allerdings nur wenig behindern dürfte.

Unterm Strich mutet die GPU des neusten Nvidia-SoCs stark nach einer Weiterentwicklung der des Tegra 3 an.

Tegra 4 Tegra 4i Tegra 3
Vertex Processing Engines 6 3 1
Pixel Pipes 4 2 2
MADs 72 60 12
Taktfrequenz 672 MHz 660 MHz 416 /520 MHz
Fill Rate 2.68 Gpix/s 1.32 Gpix/s 1.04 Gpix/s
Speicher-Interface 2 x 32-bit 1 x 32-bit 1 x 32-bit
Speicher-Spezifikation DDR3L-1866, LPDDR3-1866 DDR3L-1866, LPDDR3-2133 DDR3-1600, LPDDR2-1066
Strukturbreite 28 nm 28 nm 40 nm

In der GPU des Tegra 3 arbeitet eine einzelne Vertex-Shader-Einheit mit insgesamt vier FP32-befähigten Kernen verbaut. Tegra 3 employs a single vertex shading unit with four FP32-capable cores. It also includes two fragment pipes, each with four cores capable of FP20 precision. The four vertex and eight pixel shaders is how we come to call Tegra 3’s GPU a 12-core design.

Im Gegensatz dazu verfügt der Tegra 4 gleich über sechs Vertex-Einheiten die mit jeweils vier “Kernen” arbeiten. Hinzu kommt ein deutlich gestiegener Takt. Bei der GPU des Tegra 3 lag diese noch bei 520 MHz, während der Grafikteil des Tegra 4 mit einer Geschwindigkeit von 672 MHz arbeitet, sodass die Performance des Vertex-Shaders insgesamt um das 7,75-fache höher liegen sollte als bei der vorherigen Generation.

Berlin – 27. März 2013 – Cooler Master, einer der führenden Hersteller von Gehäusen, Kühllösungen, Gaming-Produkten, Mobil- und Computerzubehör, kündigt heute eine neue Einsteigernetzteilserie an, die B-Series mit 500, 600 und 700 Watt. Alle drei Modelle B500, B600 und B700 mit steuerbarem Silent-Lüfter haben unter typischer Last eine Effizienz von über 85%. Das B500 ist ab sofort für 39,90 €, das B600 für 49,90 € und das B700 für 59,90 € im Handel erhältlich.

Weitere Informationen zur Cooler Master B-Series finden Sie unter:
http://www.coolermaster.de/category.php?category_id=3655
 
Datenblatt: http://www.coolermaster.de/download.php?action=ViewDownload&id=681
 
Verfügbarkeit:
 sofort
 
Preise
B500: 39,90 €
B600: 49,90 €
B700: 59,90 €
 
Bildmaterial der Cooler Master B-Series:
JPG: https://www.box.com/s/tdyna8slnoieie7urbee
PSD: https://www.box.com/s/pkhwrlbfnwjcgvlewrg0
 
Eigenschaften

  • Mindestens 85% Effizienz unter typischer Last
  • Active PFC und PWM Combo Control
  • 120-mm-Silent-Lüfter mit intelligenter Lüftersteuerung
  • Umweltschonend nach Energy Star, Blauer Engel und ErP 2010
  • Leistungsstarke, überlastungssichere +12-V-Schiene
  • Vielfache Schutzsysteme: OCP / OVP / OPP /OTP/ SCP
  • Hohe Zuverlässigkeit (MTBF > 100.000 Stunden)

Spezifikationen

Modelle B500: RS-500-ACAB-M3
B600: RS-600-ACAB-D3
B700: RS-700-ACAB-D3
Typ Intel ATX 12V V2.3
Maße (B x H x T) 150 x 140 x 86 mm
PFC Active PFC (>0,9)
Eingangsspannung 230 V
Eingangsbereich 180 – 264 Vac
Eingangsstrom B500: 4 A bei 230 Vac
B600/700: 5 A bei 230 Vac
Eingangsfrequenz 47 – 63 Hz
Lüfter 120-mm-Silent-Lüfter mit intelligenter Steuerung
Power Good Signal 100 – 500 ms
Hold Up time > 12 ms
Effizienz > 85% unter Typischer Last
MTBF > 100.000 Stunden
Schutzsysteme B500W: OCP / OVP / OPP / SCP
B600/700W: OCP / OVP / OPP / OTP / SCP
Betriebstemperatur 0 ~ 40 °C
Normen CE / TUV / GOST / C-tick
Anschlüsse 1x M/B 20+4 Pin
1x CPU 4+4 Pin
2x PCIe 6+2 Pin (B700: 4x)
SATA x 6
Peripherie 4 Pin x 3
Floppy 4 Pin x 1

  

Über Cooler Master

Cooler Master wurde 1992 mit dem Ziel die branchenweit besten Kühllösungen anzubieten gegründet. Seither entwickelt das Unternehmen ununterbrochen innovative Produkte von höchster Qualität. Die Produktlinien von Cooler Master umfassen Kühler, Lüfter, Gehäuse, Netzteile, Gaming-Produkte, Mobil- und Computerzubehör. Cooler Master bietet ausgehend von der Firmenzentrale in Taiwan und in regionalen Niederlassungen in Europa, Amerika und Asien einen unübertroffenen Service für seine Kunden. Für weitere Informationen besuchen Sie uns bitte unterwww.coolermaster.de.

Kann ein USB-Stick schneller sein als eine Festplatte? Ja, sogar sehr viel schneller. Das zeigen die Performance-Spitzenreiter in unserem Vergleichstest. Zwei der Speicherstifte lesen Daten sogar mit mehr als 300 MB/s und übertreffen damit den nominellen Datendurchsatz einer SATA-3Gb/s-Schnittstelle.

Unser Test zeigt allerdings auch, dass unter der Rubrik USB 3.0 nicht nur sehr schnelle Sticks zu finden sind, sondern auch so manche Schlaftablette. Ein genauer Vergleich der Leistung ist daher unerlässlich. Genau das haben wir getan und 31 USB-Sticks durch unseren Testparcours geschickt.

Aufgrund der großen Menge an Testkandidaten haben wir dieses Mal darauf verzichtet, jeden einzelnen davon vorzustellen. Stattdessen konzentrieren wir uns auf die besonders interessanten Sticks, zu denen natürlich der Testsieger gehört. Außerdem haben wir auf den folgenden Seiten interessante und empfehlenswerte Produkte zusammengefasst, darunter die sieben schnellsten USB-3.0-Sticks, die robustesten USB-Speicher sowie USB-Sticks mit speziellen Funktionen.

Da die Pressemuster auch bei diesem sehr überhastet anberaumten Launch wieder mit etwas Verspätung eintrafen, gibt es diesem Teil des Tests nun als separaten Artikel. Wir bitten die GeForce GTX 650 Ti Boost zum GPGPU- und OpenGL-Check und sind gespannt…

Unverhofft kommt oft, und so staunen wir erneut über einen sehr kurzfristig verabreichten Launch, bei dem der Wunsch Nvidias nach Aktualität wohl doch stärker war als die Logistik der Boardpartner. Trotz allem reichen wir nach dem gerade veröffentlichten Launchartikel Testbericht Nvidia GeForce GTX 650 Ti Boost: Ein kleiner Kepler kriegt den Turbo die noch ausstehenden Ergebnisse schnell als Kurztest nach und freuen uns zudem, dass wir so auch noch zwei weitere Karten vorstellen können, die zur Familie der neuen GTX 650 Ti Boost gehören und bereits ab Werk mit einem höheren Takt aufwarten können. Die Gene sind nahezu identisch, schließlich sind Gainward und Palit sehr eng miteinander verwandt. Bis auf die Abdeckung des Kühlers sind alle Daten und auch das PCB samt Kühleraufbau gleich.

Palit GeForce GTX 650 Ti BoostPalit GeForce GTX 650 Ti BoostGainward GeForce GTX 650 Ti BoostGainward GeForce GTX 650 Ti BoostBeide Karten besitzen das gleiche PCB, die Rückseite ist also gleichBeide Karten besitzen das gleiche PCB, die Rückseite ist also gleich

Die technischen Daten als GPU-Z Screenshot

Beide Karten sind auch hier bei den technischen Daten absolut deckungsgleich. Im Vergleich zur Referenzkarte liegen der GPU-Takt nei 1006 MHz (statt 980 MHz), der Boost-Takt bei 1072 MHz (statt 1033 MHz) und auch der RAM-Takt wurde von 1502 MHz moderat auf 1527 MHz angehoben.

Die nachfolgenden GPGPU- und OpenCL-Messungen wurden bereits mit den werksübertakteten Karten vorgenommen, da wir die Karten mit Referenztakt im Handel sicher so kaum sehen werden.

Dass einer der beiden großen Grafikkartenhersteller einen bestimmten Preispunkt praktisch unangefochten besetzen kann, ist extrem selten. Dennoch war genau dies bei Nvidias GeForce GTX 650 Ti der Fall, denn sie war über beinahe sechs Monate hinweg im Preisbereich um die 125 Euro aufwärts die spannendste Wahl. Umgekehrt konnte AMDs Radeon HD 7850 den Preisbereich ab 140 Euro aufwärts klar für sich reklamieren – entweder als preiswertere Variante mit 1 GB Speicher oder als besser ausgestattetes aber etwas teureres Modell mit der doppelten Speichermenge.

Vor noch nicht einmal einer Woche stellte AMD dann mit der laut UVP 139 Euro teuren Radeon HD 7790 eine Karte vor, die Nvidia das Leben im bis dahin konkurrenzlos gehaltenen Segment schwer machen sollte. Die neue Karte basiert auf der Bonaire-GPU, dem ersten Vertreter der Sea-Islands-Generation, und war so etwas wie ein Warnschuss vor Nvidias Bug. Heute schießt Nvidia mit der GeForce GTX 650 Ti Boost zurück und plant mit dieser Karte ein Stück von dem Marktsegment für sich zu erkämpfen, in dem sich die Radeon HD 7850 bislang ungestört austoben konnte.

Doch wo AMD die Radeon HD 7790 mit einem neuen Chip bestückt, kommt auch bei der GeForce GTX 650 Ti Boost der gleiche GK106-Grafikprozessor zum Einsatz, der bereits die GeForce GTX 650 Ti und GTX 660 antreibt. Diese beiden umrahmen preislich die exakt die Radeon HD 7850, die die neue Karte im Visier hat. Es ist also naheliegend, diese sehr erfolgreiche GPU einzusetzen, um auch diese Lücke zu füllen, und genau das tut Nvidia mit der heutigen Neuvorstellung.

Vereinfacht gesagt kombiniert Nvidia bei der GeForce GTX 650 Ti Boost die allgemeine Shaderkonfiguration der GeForce GTX 650 Ti mit dem Back-End und dem 192 Bit breiten Speicherinterface der GTX 660. Wir meinen, dass das ein guter Schachzug ist. An mehreren Stellen hat sich inzwischen gezeigt, dass die Achillesferse der GTX 650 Ti ihr vergleichsweise geringer Speicherdurchsatz ist. Obwohl der dritte, asymmetrische GPC der GK106 GPU bei der neuen Karte deaktiviert wird, bleiben sämtliche ROP-Partitionen und die drei 64-Bit-Speichercontroller unangetastet. Der Ergebnis ist ein Chip mit vier Streaming Multiprocessors, die über insgesamt 768 CUDA Kerne und 64 Textureinheiten gebieten. Drei ROP-Cluster berechne pro Takt bis zu 24 Full-Color Rasteroperationen, und dank der drei 64-Bit-Controller ist das Speicherinterface 192 Bit breit.

Zusätzlich steigt der GPU-Takt auf 980 MHz, liegt also 55 MHz höher als bei der bisherigen GTX 650 Ti und ist identisch mit dem der GTX 660. Wie der Name schon verrät, aktiviert Nvidia bei diesem Modell zudem GPU Boost und wirbt damit, dass der Kerntakt typischerweise bei 1.033 MHz liegen soll. Zusammen mit dem 1.502 MHz schnellen GDDR5-Speicher, der wie auf der GTX 660 für einen Durchsatz von 144,2 GB/s sorgt, geben uns all‘ diese technischen Daten guten Grund dazu, optimistisch zu sein, dass die GeForce GTX 650 Ti Boost eine sehr ausgewogene Karte sein dürfte. Von den Eckdaten her würden wir jedenfalls erwarten, dass sie von der Performance her näher an GeForce GTX 660 als der 650 Ti liegt. Ob das zutrifft, werden uns die Benchmarks verraten.

Da dies schon das dritte Mal ist, dass Nvidia die GK106-GPU in einem neuen Modell ins Rennen schickt, gibt es bei den Features eigentlich nichts Neues zu berichten. Wer mehr über diesen Grafikprozessor erfahren will, dem empfehlen wir unseren Launchartikel Nvidia Geforce GTX 650 und 660 im Test: Kepler in neuen Preisregionen.

GeForce GTX 650 Ti GeForce GTX 650 Ti Boost GeForce GTX 660 Radeon HD 7850
Shader Cores 768 768 960
1,024
Textureinheiten 64 64
80
64
Color ROPs 16 24
24
32
Strukturgröße 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Kern-/Boost-Takt 925 MHz 980/1,033 MHz 980/1,033 MHz
860 MHz
Speichertakt 1,350 MHz GDDR5 1,502 MHz GDDR5
1,502 MHz GDDR5
1,200 MHz GDDR5
Speicherbus 128-bit 192-bit
192-bit
128-bit
Speicherdurchsatz 86.4 GB/s 144.2 GB/s 144.2 GB/s 153.6 GB/s
Speicher 1 or 2 GB GDDR5  1 or 2 GB GDDR5
2 GB GDDR5 1 or 2 GB GDDR5
Stromanschlüsse 1 x 6-pin 1 x 6-pin
1 x 6-pin 1 x 6-pin
Maximale TDP 110 W 134 W 140 W 130 W
Preis* ab ca. 125 Euro 1GB: ~145 Euro (UVP)
2GB:
~165 Euro (UVP)
ab ca. 180 Euro
ab ca. 140 Euro

*Alle Preise laut Geizhals Preisvergleich (www.gh.de) am 26.03.2013. Es werden nur Preise verfügbarer/lieferbarer Karten berücksichtigt.

Die Unterschiede zwischen Nvidias Karten sind zwar wichtig, aber viel mehr interessiert uns eigentlich, wie das Duell zwischen der GeForce GTX 650 Ti Boost und einer Radeon HD 7850 ausgeht.

GeForce GTX 650 Ti Boost: Die Referenzkarte

Da die GeForce GTX 650 Ti Boost exakt die gleiche GPU und das gleiche Speicherinterface mitbringt, überrascht es nicht, dass sie der Referenzkarte der GeForce GTX 660 sehr stark ähnelt. Genau genommen konnten wir zwischen den beiden äußerlich keine Unterschiede feststellen. Selbst die Platine scheint die gleichen Leiterbahnen zu nutzen. So stimmen auch die Abmessungen überein, und die Referenzkarte misst 24,13 x 11,43 x 3,81 cm.

Wie schon bei der GeForce GTX 660 ist die Karte selbst eigentlich nur knapp 18 cm lang, während die restlichen gut siebeneinhalb Zentimeter aufs Konto des Lüfters und dessen Verschalung gehen. Es gibt aber auch Modelle der GTX 660 mit kleinerer Kühllösung, und ist es sehr wahrscheinlich, dass auch kürzere Varianten der GeForce GTX 650 Ti Boost im Markt auftauchen werden. Auf der Kartenrückseite sind vier der Speicherchips sehr einfach zu erkennen.  

Nvidias Referenzkarte der GeForce GTX 650 Ti Boost gibt sich auch bei den Anschlüssen als Zwilling der GTX 660 und trägt an ihrer Rückseite zwei Dual-Link DVI-Ausgänge, eine HDMI-Buchse und einen DisplayPort. Beide können bis zu vier Monitore parallel antreiben.

Die TDP liegt mit 134 Watt aufgrund der geringeren Anzahl der aktiven CUDA-Kerne etwas niedriger als bei der GeForce GTX 660. Wie bei der großen Schwester hilft ein 6-Pin-PCIe-Stromstecker ihren Stromdurst zu stillen. Gekühlt wird die Karte von einem 65-mm-Radiallüfter, der seine Abluft am Kartenende aus dem Gehäuse bläst. Eine einzelne SLI-Kontaktreihe verrät uns, dass bis zu zwei Grafikkarten parallel als SLI-Gespann rechnen dürfen, während Konfigurationen mit drei oder vier GPUs nicht möglich sind.

Packung samt Karte und ZubehörPackung samt Karte und ZubehörGigabyte bietet die neue Radeon HD 7790, wie die anderen Mitbewerber auch, zunächst mit 1 GB Speicherausbau an, will aber zeitnah auch noch eine 2 GB-Karte nachschieben. Die technischen Daten der ab Werk übertakteten Gigabyte-Karte entsprechen in etwa denen der von uns im Launch-Artikel zur Radeon HD 7790 getesteten Sapphire-Karte. So übertrifft der Kerntakt von 1075 MHz die AMD-Vorgabe von 1 GHz ebenfalls um 75 MHz, nur beim RAM hat man es bei 1500 MHz belassen. Dies ist im Prinzip noch nicht mal ein gravierender Nachteil, denn eine (problemlos  mögliche) manuelle Übertaktung des RAM um 100 MHz zum Gegentest brachte nur marginal andere Ergebnisse, die dann mit 1 bis 3% eher im Bereich von Messfehlern zu suchen sind. Dass die sehr schmale Speicheranbindung ein Nadelöhr ist, muss man nicht noch einmal betonen, denn die Radeon HD 7850 mit 1 GB RAM ist bei höheren Auflösungen und qualitätssteigernden Features wie MSAA damit selbst bei einer Übertaktung der HD 7790 auf 1,2 GHz einfach nicht erreichbar.

Vergleichen wir nun die technischen Daten in einer Übersicht

Radeon HD 7790 Gigabyte 7790 OC GeForce GTX 650 Ti Radeon HD 7770 Radeon HD 7850
Shader Cores 896
768 640 1024
Textureinheiten 56
64 40 64
Color ROPs 16
16 16 32
Strukturgröße 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Kern-/Boost-Takt 1000 MHz
1075 MHz 925 MHz 1 GHz 860 MHz
Speichertakt 1.500 MHz
1.350 MHz 1.125 MHz 1.200 MHz
Speicherbus 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicherdurchsatz 96,0 GB/s
86,4 GB/s 72,0 GB/s 153,6 GB/s
Speicher 1 oder 2 GB GDDR5
 1 oder 2 GB GDDR5 1 GB GDDR5  1 oder 2 GB GDDR5
Stromanschlüsse 1 x 6-pin 1 x 6-pin 1 x 6-pin 1 x 6-pin
Maximale TDP 85 W
110 W 80 W 130 W
Preis* 139 Euro (UVP)
ab 125 Euro ab ca. 90 Euro ab ca. 140 Euro

*Alle Preise laut Geizhals Preisvergleich (www.gh.de) am 22.03.2013.

Im direkten Vergleich gibt es zwischen den Karten leistungsmäßig kaum Unterschiede und wenn, dann nur bei einem abweichenden Kerntakt. Somit sind sich alle Karten sehr ähnlich und man kann die Benchmarks unseres Launchartikels zur HD 7790 gern als Grundlage für eine Kaufentscheidung heranziehen. Über die Kühllösung der Gigabyte-Karte sprechen wir aber noch.

Dass es die kleinen, aber feinen Punktstrahler von KEF mal in ein aktives Lautsprecherpaar schaffen, das hätte letztes Jahr sicher noch keiner gedacht. Gut, der Einstiegspreis von knapp 800 Euro pro Paar ist durchaus nicht mit dem Begriff Kleingeld abzutun, aber darauf kommt es bei der Betrachtung der Möglichkeiten eigentlich gar nicht an. Eher darauf, was die beiden kleinen Aktivboxen wirklich zu leisten imstande sind. Die Q100 als Passivboxen mit dem gleichen Uni-Q Lautsprecher haben seinerzeit im Bereich der 250-Euro-Regalboxen bereits gut Staub aufgewirbelt, so dass man nun gespannt sein darf, was herauskommt, wenn man einen 96 KHz/24-Bit D/A-Wandler samt zweier Klasse AB-Endstufen (eine für den Mittel-/Tieftonbereich und eine für den Hochtöner) gleich noch mit in ein extrem verwindungssteifes Gehäuse packt. Also kein Digitalverstärker wie beim nuPro von Nubert, sondern gute analoge AB-Endstufen, jeweils direkt kombiniert mit einem hervorragenden Wandler – so kurz kann ein Signalweg also auch sein.

Technische Daten im Überblick
Typ 2.0 System, 2-Wege-Bassreflex
Abschirmung magnetische Abschirmung
Ausgangsleistung 140 Watt (50 + 20 Watt pro Box)
Verstärkertyp 2 analoge AB-Endstufen pro Box (Class AB Bi-Amp)
Frequenzbereich Frequenzgang (±3dB) 58 Hz – 28 kHz
Frequenzbereich (-6 dB) 49 Hz – 45 kHz
Lautstärke 104 dB
Abmessungen Ohne Kühlkörper:
280 mm (Höhe) x 180 mm (Breite) x 215 mm (Tiefe)
Innenvolumen 4,7 Liter
Material MDF, beschichtet.
Treiber Uni-Q Chassis, bestehend aus:
1x 25 mm belüfteter Aluminium Hochtöner
1x 130 mm Mitteltöner/ Bass mit Magnesium/ Aluminium-Legierung
Eingänge Digitaleingang USB 2.0 (Mini USB Typ B):
Auflösung bis 24-bit, Samplingfrequenz bis 96 kHz
Analogeingang:
1x 3,5 mm Klinke, 47 kOhm Impedanz
Ausgänge Keine
Zubehör 2x Netzkabel (Kaltgerätekabel mit SchuKo)
1x USB-Verbindungskabel zwischen beiden Lautsprechern
1x USB Anschlusskabel für den Anschluss an eine digitale Quelle
2x 2-teilige Dämpfungsstopfen für die Bassreflexöffnungen (z.B. Regalbetrieb)
Handbuch
Leistungsaufnahme Daten pro Box:
Stand-By: 0.3 Watt
Leerlauf: 4.2 Watt
Durchschnitt: 46.5 Watt
Maximum: 68.7 Watt
Schutzschaltungen keine Angabe
Netzspannung US/JS Versionen: 100-120 VAC, 50/60 Hz
EU/UK/China Versionen: 220-240 VAC, 50 Hz
Preis ca. 800 Euro

Spannungsversorgung, Leistungsaufnahme und Fremdgeräusche

Nach dem Einschalten hört man keinen Netzteilbrumm und kein Rauschen. Die zwei verbauten Ringkerntransformatoren sind die ideale Basis für die solide Energieversorgung, die frei von Störgeräuschen jeder Art ist. Jede Box besitzt somit ein eigenes, sehr weich ausgelegtes Netzteil, welches kurzzeitige Lastspitzen souverän ausbügelt, ohne dass es zu hörbaren Verzerrungen kommt. Einziger Kritikpunkt ist aus meiner Sicht die fehlende Möglichkeit, die automatische Abschaltung der Lautsprecher bei fehlendem Eingangssignal zu deaktivieren. Mich nervt das Klackern der Relais dann doch ein wenig, denn wenn man gerade mal längere Zeit keine Musik hört, aber nach der Abschaltung plötzlich doch mal z.B. ein Hinweisfenster aufpoppt, dann hört man statt des erwarteten, kurzen Signaltons eben nur das Einschaltklackern. Diesen Punkt habe ich auch schon beim Wavemaster Two bemängelt, während der nuPro A-10 von Nubert einen Ausschalter für diese Funktion besitzt.

Wie in jedem Jahr lud Toshiba auch in diesem Jahr zu seiner eigenen Hausmesse, der Toshiba World, die diesmal Amsterdam stattgefunden hat. Allerdings konnte auch Tagesschaumoderatorin Judith Rakers nicht darüber hinweg täuschen, dass der Hersteller zumindest im Bereich der PC-Systeme – sprich Notebooks – wenig Offizielles zu verkünden hatte.

Zwar durften die kommenden Notebooks schon in die Hand genommen werden, ansonsten verdonnerte der Hersteller die Anwesenden jedoch zu Stillschweigen, denn in den Rechnern sollen gewisse noch nicht vorgestellte Mobilchips von Intel stecken. Hier scheinen die Probleme vor allem auf Intels Seite zu liegen. Bei Toshiba geht man davon aus, dass der Prozessor nicht vor dem dritten Quartal auf den Markt kommen wird, selbst ein Release im vierten Quartal wird nicht ausgeschlossen.

Allerdings ist der Ausblick in diesem Bereich insgesamt eher verhalten. Zwar hat Toshiba zahlreiche Modelle, dabei handelt es sich allerdings in erster Linie um eine Auffrischung der bestehenden Satellite-Baureihe, die jedoch über eine Anpassung der Hardware hinausgeht. Die neuen Satellite-Notebooks kommen in neuem Gewand, d.h. in schmaleren Gehäusen, und in jeder Modell-Reihe wird zumindest ein Gerät mit Touch-Display angeboten. Dabei beschränkt sich der Hersteller nicht mehr länger auf die Produktion von Notebooks, sondern wird dort genutzte Technologien künftig auch in All-In-One-PCs verbauen. Bei diesem Ausstellungsobjekt handelte es jedoch noch um ein recht frühes Vorserienmodell – der Standfuß kam frisch aus der Fräsmaschine.

Dabei unterstreicht der Hersteller aber auch, dass man sich in der Vergangenheit stärker auf das B2B-Geschäft konzentriert und etwa mit dem Ultrabook Z930 das in der Industrie beliebteste Gerät in dieser Klasse im Angebot hat. Allerdings konnte das nicht über die spärlichen Entwicklungen hinwegtrösten. Zumal die Business-Notebooks der Tecra-Serie zunächst von Entwicklungen ausgeschlossen bleiben. Diese sollen erst gegen Ende des Jahres mit den neuen Intel-Chips bestückt werden.Einzig das Toshiba U840t kommt von den gezeigten Notebooks schon in Kürze auf den MarktEinzig das Toshiba U840t kommt von den gezeigten Notebooks schon in Kürze auf den Markt

Lediglich ein neues Ultrabook hat der Hersteller mit nach Amsterdam gebracht, und selbst dabei handelte es sich nicht um ein wirklich neues Gerät. Das U840t-101 ist eine Aufwertung des U840t, das nun ein 14″ großes-Touchdisplay besitzt, das in einem Aluminiumgehäuse untergebracht worden ist.

Außerdem wird Toshiba im Sommer seine aktuelle Tablet-Baureihe auffrischen. Doch auch hier zeigte man lediglich ein Vorseriengerät, das selbst äußerlich noch nicht das endgültige Kleidchen übergestülpt bekommen hat. Vermutlich hängt die Gelassenheit des Herstellers mit der Wahl des Prozessors zusammen – ähnlich wie bei den Notebooks wird der nämlich wohl noch etwas länger auf sich warten lassen. Damit dürfte der Hersteller auf dem Tablet-Markt jedoch zunächst weiter an Boden verlieren, denn beim aktuellen AT-300 wird noch ein Tegra 3 verbaut, der es mit den aktuellen Qualcomm-Socs niccht aufnehmen kann.

Dass AMD heute seine Radeon HD 7790 vorstellt, hat für uns schon etwas Merkwürdiges. Immerhin ist es inzwischen über ein Jahr her, dass mit der Radeon HD 7850 und HD 7870 auf Basis der Pitcairn-GPUs die letzten neuen Mitglieder der HD-7000-Serie vorgestellt wurden. Danach wurde es sehr ruhig in AMDs Desktop-Grafikkartenportfolio, zumal die eigentlich überdeutlich angedeutete HD 7990 zumindest in offizieller Form immer noch auf sich warten lässt. Stattdessen hatten wir ja eigentlich gehofft, uns bald mit der HD-8000-Serie beschäftigen zu können, doch wie wir inzwischen auch offiziell wissen, wird das wohl vor Jahresende nichts werden – zumindest nicht als wirklich neue Chipgeneration. An OEMs liefert AMD aktuell zwar HD-8000-Chips aus; allerdings handelt es sich bei ihnen einfach nur um die aktuellen Graphics-Core-Next-GPUs unter neuem Namen.

Das soll nun alles nicht heißen, dass die Radeon HD 7790 keine gute Idee sei, zumal mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 139 Euro, der wohl rasch deutlich sinken dürfte. Im Gegenteil, wir sind überrascht, dass sich AMD so lange damit Zeit gelassen hat, die große Lücke zwischen der Radeon HD 7770 (ab ca. 90 Euro) und der HD 7850 (ab ca. 140 Euro) zu schließen. Genau auf diese Lücke in AMDs Portfolio zielt Nvidia nämlich mit seiner GTX 650 Ti, die mit einem Preis von etwa 125 Euro aufwärts dieses Zwischensegment seit ihrer Einführung praktisch unangefochten regiert. Darüber hinaus hat AMD auch durchblicken lassen, dass es die Radeon HD 7850 1 GB nicht mehr allzu lange geben werde, zumindest nicht zum aktuellen Preis.

Nun heißt es also Bühne frei für etwas Neues, eine Antwort auf Nvidias GeForce GTX 650 Ti, wenn man so will: AMDs Bonaire-GPU, welche die Grundlage für die Radeon HD 7790 bildet. 

Als wir das erste Mal von der neuen Karte hörten, erwarteten wir, dass die Radeon HD 7790 wohl auf einer zurechtgestutzten Pitcairn-GPU basieren würde, ungefähr so wie das mysteriöse Engineering Sample, das wir letzten Mai in die Finger bekamen: AMDs Pitcairn mit 768 SPs im Test: Der Chip, den es nicht gibt. Dem ist aber nicht so, denn bei Bonaire handelt es sich um einen komplett neuen Chip und somit AMDs vierte GPU mit Graphics-Core-Next-Architektur. In seinem 160mm² großen Die stecken 2,08 Milliarden Transistoren, die wie alle bisherigen Radeon-HD-7000-Modelle bei TSMC mit einer Strukturbreite von 28 nm gefertigt werden. Auch die Die-Größe zeigt, dass es sich um einen neuen Chip handelt, denn Bonaire ist 52 mm² kleiner als Pitcairn und 37 mm² größer als die Cape-Verde-GPU, die AMDs Radeon HD 7770 antreibt.

Im Innern stecken 14 Compute Units (CUs), die jeweils vier Vector Units enthalten. Jede Vector Unit enthält wiederum vier Stream Processors und eine Textureinheit. Insgesamt bringt es Bonaire also auf 896 Shader und 56 Textureinheiten. Das Back-End des Chips besteht aus vier Render-Partitionen, von denen jede vier Full-Color Raster-Operationen pro Takt ausführen kann. AMD spricht deshalb von 16 ROPs. Zwei 64-Bit-Speichercontroller bilden einen insgesamt 128 Bit breiten Speicherbus.

Den Unterbau für die neue GPU liefert hier die gleiche GCN-Architektur, auf der AMDs gesamte aktuelle HD-7000-Serie basiert. Allerdings hat AMD die Spannungsregelung überarbeitet, und so kann dieser Chip zwischen acht statt bisher vier Power States wechseln. Diese feinere Abstufung soll es der GPU erlauben, in jedem Szenario mit der richtigen Kombination aus Taktrate und Spannung zu arbeiten. Laut AMD sind dadurch zudem höhere Spitzentaktraten möglich. Wechsel zwischen zwei DPM-States sollen in nur 10ms über die Bühne gehen, was eine ganze Größenordnung schneller als Nvidias GPU Boost wäre, und durch drei Faktoren geregelt werden: Arbeitslast, eine Spannungsgrenze und die maximal erlaubte Chiptemperatur der GPU.

Letztendlich ist jedoch der zugrundeliegende Mechanismus in AMDs überarbeiteter PowerTune-Technologie, die übrigens auch in den Richland-APUs zum Einsatz kommen wird, weniger wichtig als seine Auswirkung auf Leistungsaufnahme und Performance des Chips. In einem unserer Benchmark-Szenarios, nämlich Crysis 3, konnten wir bei der Radeon HD 7790 einen etwas geringeren Stromverbrauch als bei einer Cape-Verde-Karte feststellen. Es ist aber in anderen Fällen genauso gut möglich, dass Bonaire mehr Performance liefert, aber dafür auch mehr Strom fordert.

Und was sagen uns die technischen Daten, wenn wir sie mit der Konkurrenz vergleichen?

Radeon HD 7790 GeForce GTX 650 Ti Radeon HD 7770 Radeon HD 7850 Radeon HD 6870
Shader Cores 896
768 640 1024 1.120
Textureinheiten 56
64 40 64 56
Color ROPs 16
16 16 32 32
Strukturgröße 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm 40 nm
Kern-/Boost-Takt 1 GHz
925 MHz 1 GHz 860 MHz 900
Speichertakt 1.500 MHz
1.350 MHz 1.125 MHz 1.200 MHz 1.050 MHz
Speicherbus 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit 256 Bit
Speicherdurchsatz 96,0 GB/s
86,4 GB/s 72,0 GB/s 153,6 GB/s 134,4 GB/s
Speicher 1 oder 2 GB GDDR5
 1 oder 2 GB GDDR5 1 GB GDDR5  1 oder 2 GB GDDR5 1 GB GDDR5
Stromanschlüsse 1 x 6-pin 1 x 6-pin 1 x 6-pin 1 x 6-pin 2 x 6-pin
Maximale TDP 85 W
110 W 80 W 130 W 151 W
Preis* 139 Euro (UVP)
ab 125 Euro ab ca. 90 Euro ab ca. 140 Euro (End Of Life)

*Alle Preise laut Geizhals Preisvergleich (www.gh.de) am 22.03.2013.

Realistisch gesprochen ersetzt die Radeon HD 7790 also AMDs alte HD 6870, die zwar über mehr Speicherdurchsatz verfügte, dafür aber aufgrund der inzwischen zwei Generationen alten VLIW5-Architektur mit deutlich weniger Rechenleistung auskommen musste. Auch Nvidias GeForce GTX 650 Ti spielt den Eckdaten nach in der gleichen Liga, tritt aber mit einer 25 Watt höheren TDP an.

Wie die Pitcairn-Radeons der HD-7800-Familie (und ihre Vorgänger mit Cayman GPU), verfügt auch Bonaires Front-End über zwei Geometrie- und Tessellation-Einheiten, weshalb sie zwei Primitives pro Takt bearbeiten kann. Cape Verde schafft nur die Hälfte. Theoretisch sollten Geometrie lastige Spiele also auf der HD 7790 schneller als auf der HD 7770 oder HD 7750 laufen. Gleichzeitig ordnet AMD der Radeon HD 7790 eine TDP von 85 Watt zu – nur 5 Watt mehr als bei der Radeon HD 7770.

Sapphire HD 7790 Dual-X

Für diesen Launch hat AMD keine eigenen Referenzkarten verschickt und stattdessen seine Boardpartner gebeten, Testexemplare zur Verfügung zu stellen. Sapphire schickte uns die HD 7790 Dual-X als eigene Interpretation dessen, was die Radeon HD 7790 sein kann. Die Karte misst mitsamt Kühler 21,6 x 11,43 x 3,81 cm und ist damit knapp 4 cm kürzer als die Radeon HD 7870 im Referenzdesign.

Sapphire verbaut auf seiner Karte 1 GB RAM, wobei wir aber nicht überrascht wären, wenn nicht schon recht bald auch Karten mit 2 GB erscheinen. AMD gibt als Speichertakt 1.500 MHz (bzw. 6 GT/s) vor, und Sapphire legt noch einmal 100 MHz drauf um den Flaschenhals beim Speicherdurchsatz etwas zu lindern. Den GPU-Takt legt man bei 1.075 MHz fest, 75 MHz über den 1 GHz der AMD-Spezifikation. Blickt man auf die Rückseite der Karte, dann fällt vor allem auf, wie aufgeräumt es dort zugeht – um nicht zu sagen: leer.

Die Dual-X bringt neben zwei Single-Link DVI-Anschlüssen noch je einen HDMI-Ausgang und eine DisplayPort-Buchse in voller Größe mit. Tatsächlich kann Bonaire eigentlich bis zu sechs Displays im Eyefinity-Modus antreiben. Allerdings muss der Kartenhersteller dazu eine sehr spezielle Kombination aus Displayausgängen und DisplayPort-MST-Hubs einsetzen. Bei Sapphires Radeon HD 7790 Dual-X ist jedenfalls bei drei Displays Schluss.

Aufgrund der maximalen Leistungsaufnahme von 85 Watt musste AMD der HD 7790 einen 6-Pin-PCIe-Anschluss spendieren, um so die 75 Watt des PCIe-x16-Slots aufzustocken. Wie der Name schon verrät, verwendet der Dual-X-Kühler zwei 75-mm-Axiallüfter und zwei Heatpipes. Ein einzelner CrossFire-Connector findet sich an der Kartenseite. Man kann also zwei HD 7790 im Doppelpack arbeiten lassen. Konfigurationen mir drei oder sogar vier Karten sind hingegen nicht möglich.

Sapphire legt seiner Karte ein Molex-auf-6-Pin-Stromkabel bei. Wir sind zwar keine großen Fans dieser Adapterkabel, aber da die Radeon HD 7790 selbst im schlimmsten Fall nur 10 Watt mehr benötigen sollte, als der PCIe-x16-Slot liefert, machen wir uns in diesem Fall eigentlich keine Sorgen. Darüber hinaus finden sich in der Schachtel noch ein HDMI-Kabel, ein DVI-VGA-Adapter, eine CrossFire-Brücke, die Dokumentation und eine Treiber-CD.

Crysis 3 protzt mit herausragender Bildqualität, aber wie die erste Version des Spiels stellt die dem Spiel zugrundeliegende Grafikengine auch für schnelle Gaming-PCs eine Herausforderung dar. Ist der Titel auf Billig-PCs überhaupt spielbar? Gelingt es, Crysis 3 mit der maximalen Qualitätseinstellung auf aktuellen Grafikkarten zu spielen? Die Benchmarks in diesem Artikel geben die Antwort.

Bei der Crysis-Familie handelt es sich um mehr als um First-Person-Shooters der Spitzenklasse. Für PC-Gamer liefert jede Version des Spiels auch die neueste Version einer der realistischsten am Markt befindlichen Spiele-Engines frei Haus. Jedes Release schraubt die Qualität höher und setzt auf Jahre hinaus einen neuen Maßstab für den gesamten Spielemarkt. Während Crysis 2 primär für Spielekonsolen entwickelt wurde und daher den kleinsten gemeinsamen Nenner der Grafikchips unterstützte, kann Crysis 3 wie das Original moderne PC-Hardware in die Knie zwingen. Die Firma Crytek ist mit dem neuesten Spiel offenbar zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und fordert PC-Gaming-Enthusiasten mit einem Spiel heraus, das auf seinen höchsten Qualitätseinstellungen derzeit selbst für High-End-Hardware eine fast unbezwingbare Herausforderung darstellt.

Aber wir wollen hier nicht vorgreifen. Beschäftigen wir uns zuerst mit dem Spiel selbst, bevor wir uns seiner Performance widmen. Die Handlung von Crysis 3 spielt 20 Jahre nach Crysis 2, in einer dystopischen Zukunftswelt in der zwar die außerirdischen Ceph vertrieben sind, aber der CELL-Konzern die Macht übernommen und einen ‚Big Brother‘-Überwachungsstaat erreichtet hat. Der Gamer spielt als ‚Prophet‘ – ja genau, das ist jener Soldat, der sich zu Beginn von Crysis 2 selbst in den Kopf schießt und nach langjährigem Koma nun wieder im Einsatz ist.

Zugegebenermaßen waren wir von dieser dramatischen Wende in der Spielhandlung überrascht – aber immerhin befinden wir uns wieder in New York City, wenngleich auch mit tropischem Klima, verlassen und vom Dschungel überwuchert. Wer sich den Dschungelkampf in Crysis zurückwünscht, kommt hier auf seine Kosten.

In Bezug auf die Spielweise fühlt sich Crysis 3 fast genau wie Crysis 2 an – man muss nach wie vor mit der Energie des Nanosuits haushalten und je nach Situation zwischen Unsichtbarkeit und Panzerung wechseln. Ja, es gibt einige neue Waffen, z.B. einen Bogen, der auch im Tarnmodus Pfeile abschießen kann, ein Hacking-Minigame, mit dem man zum Beispiel automatische Mini-Turrets ausschalten kann, sowie ein neues Upgradesystem für den Nanosuit und auch neue Feinde. Aber der Stil des Spiels erinnert deutlich an Crysis 2, und das ist auch gut so – denn an der Kampfmechanik von Crysis 2 gibt es nichts auszusetzen. Nach wie vor sollte man aber von der künstlichen Intelligenz der Gegner nicht allzu viel erwarten – immerhin ziehen sich die Gegner zurück und gehen in Deckung, wenn es notwendig ist.

Kurzum, wer Crysis 2 gemocht hat, wird auch mit Crysis 3 Spaß haben, wobei aber durch neue Waffen und neue Feinde für Abwechslung gesorgt ist – eine gelungene Kombination von Altbewährtem mit Neuem.

Nach dieser Kurzbeschreibung von Crysis 3 wollen wir uns jetzt der Bildqualität widmen.

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