Test Microsoft Surface RT & ASUS Vivo Tab RT: Wie schlägt sich Windows RT auf dem Tablet?

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Microsoft Surface RT: Mit Ecken und Kanten gekonnt gegen den Schlankheitswahn

Die Entwicklung von Hardware ist für Microsoft zwar kein vollends neues Geschäft. So bastelt der Softwarekonzern  bereits seit Jahren an der Xbox, die im nächsten Jahr wohl in einer neuen Version erscheinen wird, und hat  diverse Peripheriegeräte von Mäusen über Tastaturen bis hin zu Webcams im Angebot. Tablets gehörten bisher allerdings noch nicht zum Geschäft der Redmonder. Das merkt man dem Surface allerdings überhaupt nicht an, denn es macht keine schlechte Figur und gefällt im Vergleich zur Konkurrenz durch eine hohe Eigenständigkeit.

Dies beginnt schon beim Design. Zwar ist das Surface alles andere als ein unförmiger Brocken, es scheint auf den ersten Blick aber auch erst gar nicht in den Wettbewerb um die schmalste Bauform eingreifen zu wollen, denn es beweist deutlich mehr Mut zu Ecken und Kanten als andere. Mit einer Bauhöhe von 9 mm ist das Tablet allerdings nur einen halben Millimeter höher als das ASUS Vivo Tab RT.

Dafür suggeriert die kantigere Formensprache einen wesentlich robusteren Auftritt, der auch dadurch unterstrichen wird, dass Microsoft nicht zum Leichtbau tendiert: Auf einer Grundfläche von des 274 x 172 mm versammelt der Hersteller ein Gewicht von 680 g – ganze 150 g mehr als beim ASUS-Pendant. Selbst das schon recht gewichtige iPad 4 liegt noch 18 g darunter. Dennoch fühlt sich das Tablet in der Hand gut an, auch nach längerem Halten, was nicht zuletzt an den ausgeprägteren Seitenkanten liegt, die sich besser greifen lassen als rundlichere Formen.
Und es wirkt im Vergleich zu anderen sehr robust, was auch an der hohen Verarbeitungsqualität liegt. Auch bei großer Kraftanstrengung knarzt beim Surface nichts; Verwindungen sind für das Microsoft-Tablet ein Fremdwort. Hinzukommt eine sehr hochwertige Außenhülle, die einen sehr widerstandsfähigen Eindruck hinterlässt.

Darüber hinaus glänzt der Neuling unter den Tablet-Herstellern mit einer Reihe von Ideen, die seinen Entwurf nicht nur optisch von der Konkurrenz abheben, sondern diesen auch funktional weiterentwickeln. Dies beginnt bei dem Standfuß, eine Art Blechklappe, die etwa die Hälfte der Rückseite ausmacht. Spreizt man diese vom Gerät ab, dann erhält dieses einen mehr als sicheren Stand und macht nicht nur auf ebenem Untergrund eine gute Figur: Gerade beim Surfen auf der Couch begeistert die Stütze, weil das Tablet auch auf den Beinen abgestellt werden kann, ohne dass es gleich umfällt.

Tastatur in der Schutzhülle

Umsichtigkeit beweist der Microsoft auch beim Mechanismus, der die mit einer Tastaturfunktionalität ausgestatteten Schutzhüllen am Tablet fixiert, denn hier müssen keine schwergängigen Steckverbindungen ineinander geschoben werden. Die Tastatur bzw. Hülle wird von einem kräftigen Magneten gehalten, der für eine derart feste Verbindung sorgt, dass das Surface auch an der Tastatur in die Höhe gehoben werden kann.

Überhaupt beweist der Hersteller mit diesen sogenannten Smartcovern eine kaum mehr vermutete Kreativität. Denn die Idee in diese eine vollwertige Tastatur zu integrieren, hätte man sicherlich eher von anderen Herstellern erwartet.

Zur Auswahl stehen zwei unterschiedliche Varianten – wenn man mal von den unterschiedlichen Farbvariationen absieht. Während das Touch Cover nicht viel mehr ist als eine Filzmatte, in die die einzelnen Tasten eingeprägt sind, liefert das Type Cover echte Tasten mit einem für diese Bauform respektablen Hub. Vielschreiber sollten sich natürlich eher für das letztere Modell entscheiden, auch wenn die einfachere Variante von ihrer Funktion durchaus zu überzeugen weiß und man selbst auf dieser ganz gut schreiben kann – besser als auf dem Bildschirm. Ungewohnt ist es allerdings schon, weil die Rückmeldung der einzelnen Tasten bauartbedingt sehr gering ist.

Allerdings wird sich die Begeisterung von mobilen Arbeitern in Grenzen halten, denn richtig Spaß machen die Tastaturen nur dann, wenn sie auf einer Unterlage genutzt werden können. Diese sollte dann schon vergleichsweise groß sein, damit das Tablet mit Standfuß und Tastaturhülle gut darauf Platz finden. Wer die Tastatur dazu verwenden will um beispielsweise bei Vorträgen auf Konferenzen u.ä. besser mitschreiben zu können, der greift besser zum Vivo Tab. Auf den Schoß ist die Tastatur-Tablet-Kombination schon deshalb nicht ideal, weil die einzelnen Tasten nicht den gewünschten Rückhalt bekommen und sich weit durchdrücken lassen. Auch in so manchem Flugzeug oder Zug dürfte das Klapptischchen an der Rückenlehne des Vordersitzes nicht den Platz bieten, der für das Surface wünschenswert wäre, wenn es vollständig aufgebaut werden soll.

Zudem ist fraglich wie es um die Langlebigkeit der in die Schutzhülle integrierten Eingabehilfen bestellt ist. Dies gilt vor allem für das einfachere Modell, das wie eine verpresste Filzmatte daherkommt und bei etwas robusterer Behandlung vergleichsweise schnell erste Abnutzungserscheinungen aufwies. Vielversprechender ist das etwas höherwertige Modell, bei dem der Tastatureinsatz aus Plastik ist. Doch auch dort besteht die Rückseite aus Filz.

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