Evolution der Festplatten: Viel Platz, wenig Leistung

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Beim Einzeltest der 4 TB großen 3,5-Zoll-Festplatte WD4001FAEX dauerte es zusammengezählt 19 Stunden, bis alle Benchmarks von h2benchw über IOMeter bis hin zu PCMark inklusive Messung der Leistungsaufnahme abgeschlossen waren. Doch warum nimmt ein solcher Test eigentlich so viel Zeit in Anspruch? Natürlich könnten wir das Benchmark-Pflichtprogramm drastisch herunterfahren und uns auf sprichwörtliche Kurztests beschränken. Dann würden wir aber weder Endkunden noch Herstellern einen Gefallen tun, denn solche Schnellschüsse lassen zwar alle möglichen Ergebnis-Interpretationen zu, aber sie verraten kaum etwas über die tatsächliche Leistung der Festplatte, noch informieren sie darüber, wie sich das Laufwerk in unterschiedlichen Anwendungsszenarien schlägt.

Kleiner Urahn und riesiger Jungspund: 100.000 Mal größer, aber nicht 100.000 Mal schnellerKleiner Urahn und riesiger Jungspund: 100.000 Mal größer, aber nicht 100.000 Mal schneller

In diesem Artikel wollen wir aber nicht unsere Testverfahren pauschal über den grünen Klee loben, sondern einen ganz anderen Aspekt ansprechen, der ebenfalls mit der Testdauer zu tun hat. Vergleicht man aktuelle Festplatten mit ihren Urahnen, zeigt sich deutlich, dass die Laufwerke bei der Speicherkapazität dramatisch stärker zugelegt haben als bei der Leistungsfähigkeit. Das Ergebnis dieser Entwicklung lässt sich an jeder modernen Festplatte ablesen: 4-TB-Speicherriesen wie die WD4001FAEX stellen gegenüber älteren Modellen geradezu verschwenderisch viel Kapazität zur Verfügung, doch im Gegensatz dazu hat die Performance keine großen Schritte nach vorne gemacht. In einem modernen Computer stellen Festplatten daher immer noch den größten Flaschenhals dar.

Damit stellt sich die Frage, wie sich die Leistungsfähigkeit von Festplatten über die Jahre hinweg verändert hat. Und gleich im Anschluss daran: Woran liegt es, dass es heute so lange dauert, eine Platte zu beschreiben? Ist eine aktuelle Festplatte durchweg besser als eine ältere? Im Folgenden versuchen wir, Antworten auf diese Fragen zu geben und haben uns dafür im Tom’s-Hardware-Labor ans hinterste Ende der Redaktions-Asservatenkammer vorgewagt. Gefunden haben wir den 40 MB großen Laufwerks-Oldie Maxtor 7040A von 1991, den wir für unsere Überlegungen mit der 4.000.000 MB fassenden WD4001FAEX vergleichen.

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