Monat: Dezember 2012

HP Spectre XTHP Spectre XT

Als Ultrabook unterliegt auch HPs Spectre XT in Design und Ausstattung gewissen Vorgaben seitens Intel. HP setzt beim Design stark auf elegante Linien mit abgerundeten Ecken, was in Kombination mit der Alu-Optik einen edlen und zeitlosen Anblick ergibt. Durch die Beschränkung auf die besagten klaren Linien wirkt das Spectre XT schlicht und vor allem vornehm elegant. Aufgeräumt geht es auch auf dem Notebookdeckel zu, auf dem nur das kleine Firmenlogo unten links zu finden ist. Damit wirkt er eher wie der Untergrund einer Arbeitsplatte oder Unterlage. Die schmale Silhouette im gebürstetem Aluminiumdesign verstärkt diesen Eindruck sogar noch etwas. Gleichzeitig wagt HP damit mal etwas Anderes und setzt sich, positiv wie ich finde, vom ewig gleichen Designpunkt des Logos bzw. Schriftzuges in der Mitte des Deckels ab.

Angenehm ist auch der schmale schwarze Rahmen rund ums Display. Durch diese kleine optische Täuschung hat man unweigerlich das Gefühl, auf ein größeres Display zu sehen. Die Tastatur- und Trackpadoberfläche ist, wie der Deckel, in einem gebürstetem Aludesign. Die Tastatur ist schwarz, hebt sich von dem silbernen Untergrund damit gut ab und ist beleuchtet. Die Bodenplatte ist aus einem Stück gearbeitet und lässt sich mit Torx-Schraubendrehern abnehmen. Der Akku ist, wie bei fast allen Ultrabooks, leider fest verbaut. Einzige Ausnahme im Testlabor war bislang übrigens das Sony VAIO SVT1311W1ES.

Bei der Verarbeitung sammelt das rund 1,4 Kilogramm leichte Spectre XT Punkte, muss sich aber auch zwei Kritikpunkte gefallen lassen: Der sehr schmale Deckel des Ultrabooks lässt sich sehr leicht justieren und bietet einen guten Öffnungswinkel, wippt damit aber schnell und mitunter extrem nach – glücklicherweise aber nicht beim Tippen, was sehr nerven würde. Ein weiteres Manko, das sich aus der schlanken Linie ergibt, ist das schnelle Durchscheinen von Druckspuren auf dem Display. Positiv fällt hier jedoch auf, dass man das Display kaum verbiegen kann, was sicherlich auf des verarbeitete Deckelmaterial zurückzuführen sein dürfte. Gleiches gilt für den gesamten unteren Chassisteil, der ebenfalls sehr verwindungssteif ist. Auch die Tastatur- und Trackpadfläche machen einen guten Eindruck. Die gesamte Fläche ist nach unten hin gut verarbeitet.

Ich habe mir diesen Test extra für Weihnachten aufgehoben, denn es ist einfach noch einmal ein Höhepunkt in unseren Gehäusetests. Das PC-CK101 von Lian Li besteht aus einer Lokomotive und einem Hänger, die zusammen alle benötigten Komponenten für den zu verbauenden PC aufnehmen sollen. Zusätzlich kann ich noch auf 3 Meter Schiene und einen kompletten Antriebssatz zurück greifen. Diese neue Mobilität wird aber als zweiter Teil in wenigen Tagen folgen, denn es sprengt den Rahmen für nur einen einzigen Artikel dann doch ein wenig. Außerdem wollte ich ja noch mit der kleinen Lok im Gepäck die großen Brüder im echten Leben besuchen, was leider aus Witterungsgründen bisher ausfallen musste und verschoben wurde. Auch hier wird im Teil 2 nachgereicht, was zeitlich bis heute nicht mehr möglich war.

Doch auch ohne dieses Beiwerk ist das Gehäuse nahezu einzigartig und verdient einen sehr ausführlichen – und natürlich auch kritischen Blick. Lian Li zeigt einmal mehr, was mit Aluminium und geschulten Händen machbar ist. Ich bewege mich mit diesem sehr bemerkenswerten Gehäuse weitab des normalen Mainstreams und will auch zeigen, dass es mehr als nur eine Machbarkeitsstudie ist. Das gute Stück ist nämlich durchaus praxistauglich, was nicht jeder Kleinserien-Vertreter von sich behaupten kann.

Technische Daten
Modellname PC-CK101 (+ PC-CK101L im zweiten Teil)
Format
Mini-ITX, Mini Tower
Abmessungen Breite: 185 mm
Höhe: 258 mm
Länge: 515mm
Farbe Schwarz, Relieflack
Material Korpus: Aluminium
Fenster: Acryl
Gewicht 4,1 kg netto
Laufwerke 1x 5,25″ extern (Slim ODD)
1x 3,5″ intern (HDD, nur wenn kein Antrieb genutzt wird!)
2x 2,5″ intern (SSD, wenn ein Antrieb genutzt wird nur 1x)
Lüfter 1x 120 mm mit Staubfilter in Anhänger
Anschlüsse 2x USB 3.0 (Lokomotive)
Verpackungsgröße CK101S 554 mm x 246 mm x 385 mm (Länge x Breite x Höhe)
CK101L 554 mm x 246 mm x 628 mm (Länge x Breite x Höhe)
Netzteil SFX PSU (von FSP)
300W 80+
Preis ab. ca. 220 Euro (nur PC-CK101S ohne Schienen und Antrieb)

Damit lägen erst einmal die Fakten auf dem Tisch. Aber was erwartet mich beim Zusammenbau? Lassen wir uns jetzt gemeinsam überraschen, denn trotz kleinerer Hürden hat es am Ende richtig Spaß gemacht!

Im Bereich um die 50-60 Euro tummeln sich jede Menge Angebote, und Kopfhörer gibt es mittlerweile nun wirklich wie Sand am Meer. Was mich persönlich geritten hat, diesen nur über das Internet erhältlichen Kopfhörer zu testen? Keine Ahnung, aber ich kann nun mal nicht Nein sagen und plötzlich war das Testmuster dann doch da. Neugier siegt, also auspacken und testen. Bevor ich aber ins Detail abschweife, definiere ich an dieser Stelle schon mal die Zielgruppe, denn so gewöhnlich das Teil auch aussieht, so ungewöhnlich war das erste Fazit.

Also, liebe audiophile Gemeinde und Liebhaber schmeichelnder Kammermusik, vergesst die Dinger, Ihr werdet wohl wie immer noch mindestens 40 Euro drauflegen müssen, denn ein uHu (unter Hundert) schafft das nun mal nicht. Aber ich wette auch, dass so mancher schulpflichtige Elektro-, House- oder RnB-Freak sein Pausenbrot freudig erregt fallen lässt, wenn er die SA950i im Selbstversuch mal in einer stillen Ecke testet. Wer gehörtechnisch die mit Dr. Dre belabelten Teile gut findet, der wird garantiert nicht enttäuscht, spart jedoch richtig Kohle und muss zudem nicht fürchten, auf dem Schulhof abgezogen zu werden.

Technische Daten
Treiber 40mm-Mylar-Treiber (mit Titaium überzogen)
Neodym-Magnete
Impedanz 32 Ohm
max. Schallpegel ca. 107 dB (gemessen am Kunstkopf) bei ca. 55 mW
(Anm. des Autors: Maximalwert bei dem rein subjektiv noch keine extremen, nichtlinearen Verzerrungen wahrnehmbar waren)
Frequenzbereich ca. 25 bis 16 Khz (+/- 3 dB, gemessen am Kunstkopf)
(Anm. des Autors: reine Pegelmessung eines Sinustones ohne Berücksichtigung möglicher Phasenverschiebungen)
Gewicht ca. 105 Gramm (ohne Kabel)
Abmessungen ca. 160 x 60 x 180 mm
Anschluss separat abnehmbares Kabel
1,5 m lang, gewebeummantelt
3,5 mm Klinkenstecker auf beiden Seiten (vergoldet)
integrierte Fernbedienung (iPhone, iPad)
integrierte Freisprecheinrichtung (nur Smarthones)
Preis ab ca. 60 Euro

  

Nein, das wird beileibe kein Verriss, sondern der Versuch einer zielgruppengerechten Sichtweise. Deshalb habe ich auch noch eine geeignete (weil jüngere) Testperson aus dem persönlichen Umfeld hinzu gezogen, um meinen privaten Geschmack an dieser Stelle etwas auszublenden. Meckern kann ja jeder, auch schnell mal am Ziel vorbei, aber das hier ist echt Geschmacks- und Ansichtssache. Spätestens jetzt muss ich dann wohl doch etwas weiter ausholen, denn ich will die gewählte Schublade ja auch begründen. Dafür verweise ich aber auf die nächsten Seiten.

Unerhört? Fast, denn selbst unter längerer Volllast beim Stresstest erreichen die Lüfter keine 40% der Maximaldrehzahl. Was da also jetzt ganz offensichtlich mit Absicht so überdimensioniert daherkommt, hat durchaus seinen Reiz, denn es gibt ja auch eine kurze Version dieser Karte, sodass sich auch keiner über die Größe beschweren kann. Am Ende ist es zwar auch nur wieder eine GTX 650 Ti von vielen, aber sie ist akustisch betrachtet so zurückhaltend, dass sie mir dann doch einmal einen Test wert ist. Es muss also nicht immer nur A, G oder M als Anfangsbuchstabe des Herstellers sein; ich kaufe in diesem Fall einfach mal noch ein S.

Volle Packung? Sparkle GTX 650 Ti OC Dual FanVolle Packung? Sparkle GTX 650 Ti OC Dual Fan

Natürlich schreit so eine Kühlung auch nach mehr Takt, schließlich ist gesellen sich beim Volkssport des Taktanhebens zu den ganzen Privatteilnehmern auch immer mehr Werksteams. Ohne Übertaktung geht scheinbar gar nichts mehr am Markt, so dass auch hier ein klein wenig nachgeholfen wurde. Interessant dabei ist, dass man mit den “nur” 1006 MHz eigentlich noch genügend Luft nach oben für Privatinitiativen gelassen hat. Allerdings bringt so viel mehr Takt dann auch nichts mehr, weil man nun mal keinen proportionalen Leistungszuwachs bekommt. Da ist dann doch das etwas enge Speicherinterface der oft zitierte Riegel vor dem Türchen. Aber egal, für den Einstieg in die Mittelklasse reicht eine GTX 650 Ti allemal.

Sparkle GTX 650 Ti Dual Fan
  GeForce
GTX 650
Radeon
HD 7770
GeForce
GTX 650 Ti
Sparkle
GTX 650 Ti
OC Dual Fan
Radeon
HD 7850
GeForce
GTX 660
Shader Units 384 640 768 768 1024 960
ROPs 16 16 16 16 32 24
Memory Size 1024 MB 1024 MB 1024 MB 1024 MB 2048 MB 2048 MB
Memory Bus Width 128 bit 128 bit 128 bit 128 bit 256 bit 192 bit
Core Clock 1058 MHz 1000 MHz 925 MHz 1006 MHz 860 MHz 980 MHz
+ Boost
Memory Clock 1250 MHz 1125 MHz 1350 MHz 1350 MHz 1200 MHz 1502 MHz

  

Was also kann Sparkle dem potentiellen Käufer mit der GTX 650 TI OC Dual Fan überhaupt bieten? Betrachten wir auf den nächsten Seiten die Benchmarks,  die Messungen von Leistungsaufnahme, Temperatur und Lautstärke. Dann sind wir alle klüger.

Far Cry 3 im Performance-Check

Als Spieleserie nimmt Far Cry einen ganz besonderen Platz unter den PC-Spielen ein. Wir erinnern uns: Es ist Anfang 2004, und während alle Welt sich bei der Beschreibung der ersten In-Game-Screenshots von John Carmacks kommendem Doom 3 mit Superlativen überschlägt, bringt der völlig unbekannte Newcomer Crytek Monate vor id seinen eigenen Ego-Shooter heraus. Dabei gelingt dem Neuling ein absoluter Coup, denn selbst abgebrühte Journalisten und Enthusiasten, die bis dato Leveldesign gewohnt waren, das vor allem auf dunkle und geschlossene Räume setzte, kommen über die Detailtreue und Farbenpracht des Crytek-Shooters ins Schwärmen. Zwar wurde – natürlich – auch Doom 3 ein kommerzieller Erfolg, aber meiner Meinung nach war Far Cry das bessere Spiel, und zwar um Längen. Es definierte, wie ein Open-World-Shooter mit Handlungsfreiheit für den Spieler aussehen könnte. Wie man das Spiel spielt, ist dem Spieler selbst überlassen – es gibt keinen richtigen oder falschen Weg. Es blieb völlig mir überlassen, ob ich mich lieber an meine Gegner heranschleichen und sie von hinten meucheln oder wild schießend frontal auf sie zustürmen wollte.

Schöne LandschaftenSchöne Landschaften

Die Entwicklung von Far Cry 2 gab Crytek allerdings komplett aus der Hand, und stattdessen übernahm das Team von Ubisoft Montreal die Entwicklung. Das Ergebnis fanden viele, ich inklusive, alles andere als überzeugend. Obwohl als zweiter Teil verkauft, hatte dieses Spiel mit seinem Vorgänger abgesehen von den Palmen wenig gemein. Die Kritiken waren insgesamt zwar positiv, aber was den meisten Tom’s-Redakteuren in Erinnerung blieb, ist wie schnell man dieses Spiel wieder vergessen konnte. Ich bin mir nicht einmal sicher, dass auch nur einer von uns es bis zu Ende durchgespielt hätte.

Käpt'n, Schiff voraus!Käpt’n, Schiff voraus!

Dementsprechend niedrig waren meine persönlichen Erwartungen an Far Cry 3, und ich hatte mich schon auf die nächste spielerische Bauchlandung dieser Spielereihe vorbereitet. Schön, wenn man sich so irren kann, denn Ubisoft ist es dieses Mal gelungen, etwas wirklich Besonderes zu erschaffen. Das neue Spiel kombiniert die üppige Blätterpracht und die Handlungsfreiheit des ersten Far Cry mit der Erkundungs- und Beutemechanik von The Elder Scrolls: Oblivion, dem aus Battlefield bekannten einnehmen von Kontrollpunkten, der großzügigen Fahrzeugwahl eines Just Cause 2 und diversen anderen eigenen Innovationen. Zu letzteren gehören ein Handwerkssystem, das mich nicht in den Wahnsinn treibt, und ein Skill-Baum, der auf Tattoos basiert.

Stützpunkt gesichert, Fahne rauf!Stützpunkt gesichert, Fahne rauf!

Ein umfangreiches interaktives Intro führt hervorragend in das Spiel ein, und schon bald identifiziert man sich mit der Hauptfigur. Wir wollen hier keine Details verraten, aber eine Warnung wollen wir schon aussprechen: Wenn Selbstdisziplin nicht gerade zu den eigenen Stärken gehört, sollte man um dieses Spiel vielleicht lieber einen Bogen machen – denn das Spiel hat ein hohes Suchtpotenzial. Wenn man sich nicht von vornherein feste Grenzen setzt, verschlingt es schnell viele Stunden, die man wohl gerade jetzt um die Feiertage besser mit der Familie verbringen sollte.

Strand und Buggy? Erinnert irgendwie an Half Life 2.Strand und Buggy? Erinnert irgendwie an Half Life 2.

Und dabei reden wir sogar noch nur von der Einzelspielerkampagne. Wie schon bei vorherigen Spieletiteln haben wir auch dieses Mal den Mehrspielerteil ausgespart, da wir hier vor allem die Spielperformance von verschiedenen PC-Komponenten beurteilen wollen. In einer Mehrspielerwelt, in der jede Aktion eines anderen Spielers sich auf die Leistung auswirken kann, ist das unmöglich. Beginnen wir, indem wir uns die verschiedenen Grafik- und Detaileinstellungen anschauen, die das Spiel zu bieten hat.

Böse jungs tragen rot. Überfahren ist also durchaus erlaubt.Böse jungs tragen rot. Überfahren ist also durchaus erlaubt.

In den vergangenen Kühler-Roundups haben wir uns von günstigen zu teuren Kühlern vorgearbeitet, haben Top-Blower unter die Lupe genommen, und zuletzt waren die von den Herstellern als Top-Seller bezeichneten Modelle im Test. Diesmal zäumen wir das Pferd von hinten auf oder – besser gesagt – steigen ganz oben ein. Wir haben die Hersteller gebeten, uns ihre leistungsfähigsten Twin-Tower-Kühler einzusenden. Zudem sollten ein oder zwei Lüfter im Gepäck sein. Dass die Kühlleistung dieser zum Teil mehr als 1000 Gramm schweren Kühler für jede noch so extreme Anforderung mehr als ausreichend sein würde, haben wir schon vor Beginn des Tests nicht infrage gestellt. Vielmehr wollten wir wissen, ob eine derart große Kühlmasse eine besonders leise Kühlung ermöglicht. Daher haben wir diesmal Kühlleistung und Lautstärke nicht nur bei maximaler Lüfterdrehzahl und bei auf 1000 U/min gedrosselten Touren gemessen, sondern auch bei der geringst möglichen Umdrehungszahl. Getestet haben wir mit den beiliegenden Lüftern. Lediglich Prolimatech hat uns einen Kühler ohne Lüfter geschickt. Hier haben wir auf die Prolimatech Vortex-Alu-Lüfter zurückgegriffen.


Womit wir auch schon bei den Testteilnehmern wären. In dieser Runde sind mit dabei: Phanteks PH-TC14PE, Prolimatech Genesis Black Series, Silverstone Heligon HE01 und Thermaltake Frio Extreme. Bis auf den Prolimatech kommen alle mit serienmäßig zwei Lüftern. Der Genesis fällt zudem optisch und technisch aus der Reihe, dazu später mehr. Preislich bewegen sich die vier Testkandidaten aktuell zwischen 70 und 80 Euro, wobei der Thermaltake Frio Extreme die untere und der Phanteks PH-TC14PE die obere Preisgrenze markieren. Nicht vergessen darf man allerdings, dass für den Betrieb des Prolimatech Black Genesis noch zwei Lüfter gesondert erworben werden müssen, womit dieser Kühler der mit Abstand teuerste im Testfeld ist.

Die Ausgangssituation: schöner Standort mit Problemen

Da hatte ich es mal wieder, und irgendwie war ich ja sogar selbst schuld. Umziehen wollte ich einfach nicht, nachdem sich Nachwuchs eingestellt hatte, denn wo bekommt man auf die Schelle schon eine passende, vollsanierte und vor allem auch bezahlbare größere Altbauwohnung in ruhiger Lage mit Balkon, Garten, Parkplatz und nahem Kindergarten her? Kinder sind wirklich was Schönes, aber die eigentlich recht große Wohnung ist auf einmal viel zu klein. Kinderspielzeug kontra Technik, Arbeiten mit Filius am Hosenaufschlag und immerwährender Platzmangel trotz regalmäßig zugebautem Korridor führen nun mal permanent zu Problemen. Wenn einem dann der Pate, sorry Hausbesitzer, für die frei gewordene Nachbarwohnung ein verlockendes Angebot unterbreitet, das man einfach nicht ablehnen kann, dann ist der Kugelschreiber für die Unterschrift schneller gezückt, als das Gehirn mit der Analyse der möglichen Konsequenzen fertig ist. Wie zur Hölle bekommt man jetzt so eine ganze Etage mit dazwischen liegendem Treppenhaus, bis zu 76 cm dicken Innenwänden, Bunkerbeton im Treppenhaus und der fehlenden Möglichkeit, LAN-Kabel unter dem Laminat zu verlegen, sowie die dicken Wände zu durchbohren, eigentlich überhaupt vernetzt?

Wenn das jetzt alles wäre, ok, ich könne irgendwie damit leben. Aber als wäre die Kuh noch nicht fett genug, die ich nun übers dünne Eis treiben muss, gibt es noch andere Probleme. Am Ende entscheide ich mich folgerichtig nicht für oder gegen normales LAN, WLAN oder DLAN, sondern sicherheitshalber gleich mal für alles, quasi als Villa Kunterbunt für Netzwerke. Dass das für einen Privat-Haushalt geht, das kann und darf ich mir jetzt selbst beweisen, auch wenn es für ein gewerbliches Unternehmen wohl ein wenig daneben liegen dürfte. Als private Lösung ist so eine Hybrid-Lösung aber durchaus vertretbar und in meinem Falle wohl sogar die einzig umsetzbare, solange man den finanziellen Rahmen nicht sprengen will.

Mit dem heutigen kleinen Praxisartikel will ich gleichzeitig noch ein paar Dinge zusammenfassen, die sich aus dem Feedback zu den vorangegangenen WLAN-Praxisartikel ergaben. Nennen wir unseren Netzwerk-Salat also fairerweise wohlklingend Mixed-LAN und installieren gemeinsam sogar noch eine Baby-Cam und einen Drahtlos-Lautsprecher als kalorienreiches Dressing gleich mit. Man möge ob des Durcheinanders bitte mal das eine oder andere kritische Administrator-Auge zudrücken, es ging einfach nicht anders.

Man muss nichts wegwerfen, was man noch irgendwie sinnvoll an den Mann oder die Frau bringen kann. Diese Erkenntnis ist nicht neu und so verwundert es am Ende auch nicht, wenn diverse Tahiti-Chips mit partiellen Fehlern oder nicht funktionierenden Einheiten trotz allem noch genutzt werden. Die Haltbarkeit der Chips, bzw. dessen, was effektiv nutzbar ist, dürfte ja nicht schlechter ausfallen, als bei den “vollwertigeren” Exemplaren. Drei Firmen, die Boards der TUL Corporation nutzen, also PowerColor (TUL), VTX3D (TUL) und Club 3D (eigenständiges Unternehmen) bieten seit Kurzem eine Radeon 7870 mit speziellen Editionen an, die im Gegensatz zur “richtigen” HD 7870 nicht auf einen Pitcairn-Chip, sondern auf den gerade beschriebenen Tahiti “LE” setzen.

PowerColor 7870 PCS+ Myst. EditionPowerColor 7870 PCS+ Myst. EditionWo liegt nun der eigentliche Unterschied zur nächsthöheren Radeon HD 7950? betrachten wir doch einfach einmal das Schema des Tahiti-Vollausbaus:

Insgesamt 1/4 der GCN-Cluster wurde deaktiviert, so das die Zahl der Shader-Einheiten auf jetzt 1536 schrumpft. Damit ergibt sich eine Zahl von 96 Textureinheiten (TMU) und 32 Prozessoren für Rasteroperationen (ROP). Der Speicherbus schrumpft auf eine Breite von 256-Bit, so dass man logischerweise nur 2 GB GDDR5-Speicher angeschlossen hat. Allerdings hat  PowerColor den Speichertakt auf 1500 MHz angehoben, was effektiv eine Speicherbandbreite von immerhin 192 GB/s ergibt. Auch der GPU-Takt liegt mit 925 MHz. bzw. 975 MHz mit Boost relativ hoch, da hier auf den neuen Chip mit Takterhöhung gesetzt wird. Interessant ist der Vergleich zur ursprünglichen HD 7950 ohne Boost-Funktion; wir werden später bei den Benchmarks noch einmal darauf eingehen. Im direkten Vergleich zu den Mitbewerbern sieht die Ausgangslage so aus:

PowerColor 7870 PCS+ Myst Edition (Tahiti LE)
  Radeon
HD 7850
Radeon
HD 7870
PowerColor
7870
Myst Edition
Radeon
HD 7950
Radeon
HD 7950
Boost Edition
GeForce
GTX 660Ti
GeForce
GTX 670
Shader Units 1024 1280 1536 1792 1792 1344 1344
ROPs 32 32 32 32 32
24 32
GPU Pitcairn Pitcairn Tahiti Tahiti Tahiti
GK104 GK104
Memory Size 2048 MB 2048 MB 2048 MB 3072 MB 3072 MB
2048 MB 2048 MB
Memory Bus Width 256 bit 256 bit 256 bit 384 bit 384 Bit
192 bit 256 bit
Core Clock 860 MHz 1000 MHz 925 MHz/
975 MHz
800 MHz 850 MHz/
925 MHz
915 MHz
+ Boost
915 MHz
+ Boost
Memory Clock 1200 MHz 1200 MHz 1500 MHz 1250 MHz 1250 MHz
1502 MHz 1502 MHz

Die Monitor-Hersteller ködern die Käufer mit immer höheren Auflösungen. FullHD ist mittlerweile bei Geräten ab 23 Zoll fast schon Standard. Derart viele Pixel führen einerseits zu einer feineren und schärferen Darstellung von Text und Grafik – und die Monitore eignen sich auch zur Ausgabe hoch auflösenden Filmmaterials. Auf der anderen Seite bedeutet eine hohe Pixeldichte auch eine vergleichsweise kleine Darstellung von Buchstaben und Symbolen. Das empfindet nicht jeder User als Vorteil. Abhilfe kann hier nur ein größerer Bildschirm schaffen. Und damit sich der Sprung auch wirklich bemerkbar macht, sollten es schon 27 Zoll sein. Und wem dabei die FullHD-Auflösung wieder zu einer zu groben Darstellung führt, der greift eben zu einem Modell mit Quad-HD, oder in Pixel ausgedrückt: 2560 x 1440. Die Feinheit der Bilddarstellung hängt dabei von der Pixelgröße bzw. dem Abstand der Pixel zueinander ab. Bei einem 27-Zoll-Panel mit FullHD-Auflösung beträgt dieser Wert 0,311 Millimeter, bei Quad-HD-Auflösung sind es nur 0,233 Millimeter. Zum Vergleich: Ein 23-Zöller mit FullHD liegt hier bei 0,265, also zwischen den beiden Pixelabständen, die die Testgeräte in diesem Roundup aufweisen.


Und genau so sieht auch unser aktuelles Testfeld aus: zwei mal FullHD und zwei mal Quad-HD. Die FullHD-Fraktion wird in diesem Roundup von BenQ und Philips vertreten. Monitore mit Quad-HD-Auflösung steuern Dell und Samsung bei. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Modelle: BenQ GW2750HM, Dell U2713HM, Philips 273E3QHSB und Samsung S27B970D LED. Die Preisspanne der vier 27-Zöller reicht von rund 230 Euro für den BenQ GW2750HM bis hin zu mindestens 900 Euro für den Samsung S27B970D LED. Dabei handelt es sich um zum Testzeitpunkt aktuelle Online-Preise.

Schick, aber eben auch nicht gerade billig, was der belgische Hersteller On.Earz dem geneigten Käufer im Regal vor die Nase stellt. Es ist heute nun meine Aufgabe herauszufinden, wo sich fällig werdenden knapp 100 Euro nun wirklich verstecken: im Klang, dem Design oder vielleicht sogar in beidem? Es ist keine geringe Summe, und somit setze ich den Maßstab auch etwas höher an, als es bei einem 50-Euro-Gerät der Fall gewesen wäre.

Auspacken, anschließen, glücklich sein? Ich teste die Kopfhörer diesmal an einem PC, einer hochwertigen Audio-Anlage, einem iPod, meinem Kopf mit Hutgröße 60 und der etwas zierlicheren Ausgabe eines Frauenkopfes. Schließlich müssen die Teile ja auch passen, und der einzige Druck, den man geneigt ist, wirklich anstandslos zu akzeptieren, ist nun mal nur der Schalldruck.

Ich lasse mich gern überraschen, was uns On.Earz recht nett verpackt auf die verwöhnten Ohren drückt. Teurer Blender, praktischer Gebrauchsgegenstand oder Designschocker für Andersdenkende? Finden wir es heraus, denn Exklusivität hat nun mal auch ihren Preis…

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