Nummer 47 lebt! Hitman Absolution mit 35 Grafikkarten im Benchmarktest

Tortur mit Zahlen statt vieler Worte

Wie nennt man insgesamt 415 Benchmarkdurchläufe auf einen Streich? Selbstauferlegter Stresstest mit dem Hang zum Masochismus. Bis auf die GTX 560 448 Core habe ich für diesen Test alles aufgeboten, was das Archiv noch an funktionierenden Grafikkarten hergab. Nun könnte man sich eingangs ja auch erst einmal über das Spiel selbst trefflich auslassen, aber ich will den Fokus dann doch eher auf die Benchmarks legen. Einerseits würde meine Meinung wiederum sehr subjektiv ausfallen und andererseits ist bereits wirklich genügend zum Spiel geschrieben worden –  also lieber wieder zurück zu den Grafikkarten. Da mich oft genug Anfragen erreicht haben, ob man nicht auch werksübertaktete Karten mit einbeziehen könnte, will ich diesem Wunsch diesmal gern folgen.

Immer am Drücker: Nummer 47Immer am Drücker: Nummer 47

Was man auch woanders hätte lesen können…

Da hätten wir wieder unsere Nummer 47 mit obligatorischem schwarzen Anzug, roter Krawatte, dem silbernen Aktenkoffer und der altbekannten Glatze samt eintätowiertem Barcode am Hinterkopf. Was aber nicht alles ist, denn er nimmt es diesmal in einer recht ordentlich gestrickten und zusammenhängenden Story auch noch sehr persönlich. Die erwähnte Handlung ist ein gut zusammengeleimter Rahmen, der die verschiedensten Schauplätze plausibel miteinander verbindet. Die Atmosphäre ist wie immer erste Klasse, auch wenn manchmal der eine oder andere Effekt des Guten etwas zu viel ist. Trotzdem passen Stimmung, Grafik und vor allem auch die gelungene Musik ordentlich zusammen und ergeben ein recht rund wirkendes Produkt. Vom Aspekt des Spielers her, der solche Art Unterhaltung gern konsumiert, kann man mit dem Spiel fast nichts falsch machen.

Was steht auf unserer Speisekarte?

Uns interessiert jedoch diesmal mehr die Ausgabe des Spielerlebnisses am Bildschirm. Mit der Glacier-2-Engine schöpft man ja nicht nur bei der Multisample-Kantenglättung (MSAA) aus dem Vollen, sondern setzt bei der globalen Beleuchtung auf Light Propagation Volumes und tobt sich bei der Tiefenunschärfe stellenweise schon etwas zu übermütig aus. Tessellation ist natürlich ebenfalls ein Thema, zumal auch die Charaktere stark (und sichtbar) von dieser Technik profitieren. Mit von der Partie sind noch SSAO (Screen-Space Ambient Occlusion) und schmucke Echtzeit-Reflexionen. Shader-basiertes FXAA kann ebenfalls angewählt werden, sieht aber wie immer in der Bewegung etwas matschig aus, spart dafür aber etwas Ressourcen bei schwächeren Karten. Dreht man mutwillig (oder sehr optimistisch) alles auf Maximum, dann stoßen selbst aktuelle High-End-Grafikkarten schnell an ihre Grenzen. Lässt man es bei einigen Settings hingegen etwas gemächlicher angehen, limitiert bei den schnellsten Karten bereits die CPU merklich. Wie soll man diesen großen Grafik-Klops nun möglichst magenschonend verspeisen? Ich habe mich zwar nicht daran verschluckt, will aber auf der nächsten Seite dann doch noch ein paar nötige Worte zum Benchmark und dem Testsystem verlieren.

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