Test Motorola RAZR i: Kann Intel Smartphone?

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Der Markt für Smartphones wird aktuell von Apple und Samsung dominiert. Mehr als die Hälfte der verkauften Geräte trägt ein Logo eines der beiden Hersteller. Dahinter versuchen HTC, LG und Sony, aber auch Neulinge wie Huawei und ZTE genauso wie der altehrwürdige, jedoch seit Monaten taumelnde finnische Konzern Nokia mit einer kaum zu überblickenden Masse von Smartphones die Herzen der Nutzer zu erreichen. Das Gebot der Stunde lautet damit also auffallen, um herauszustechen aus dem übergroßen Angebot. Das gilt auch für Motorola.

Der amerikanische Pionier kämpfte zuletzt gegen schwindendes Kundeninteresse. Nun sollen die Aufräumarbeiten des neuen Eigentümers Google erste Früchte tragen, der zunächst für eine deutliche Verschlankung des Angebots gesorgt hat. Mit drei neuen Smartphones der RAZR-Serie hat sich Motorola zurückgemeldet, wobei neben dem üblichen Gigantismus bei Prozessor und Display mit dem RAZR i in Europa ein Smartphone angeboten wird, das Nutzer gewinnen soll, denen es um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen großem Bildschirm und kompaktes Format geht. Abstriche hinsichtlich der Leistungsfähigkeit sollen Dank eines schnellen Intel-Prozessors vermieden werden – damit wird das RAZR i das erste Smartphone, das hierzulande mit der Atom-Plattform angeboten wird.

Das RAZR i will schon äußerlich massiv sein

Motorola lieferte seinen Kritikern zuletzt sicherlich eine Vielzahl von Angriffspunkten. Schon die Update-Politik des Herstellers löste allgemeines Kopfschütteln aus: Das Android-4.0-Update für das bisherige Flaggschiff RAZR ließ beinahe ein Jahr auf sich warten. Kaum Anlass für Ärger gab dagegen bisher die Verarbeitung von Motorola-Smartphones. Selbst bei robuster Handhabe zeigten sich diese vergleichsweise widerstandsfähig.

An diese Tradition will der Hersteller auch mit dem RAZR i anknüpfen. Das signalisieren schon sechs Schrauben – jeweils drei pro Seite – die offenbar zeigen sollen, dass Ober- und Unterseite fest im Rahmen des Smartphones fixiert sind. Diese lassen das Smartphone ein wenig hemdsärmlig daherkommen. An der Verarbeitung gibt es jedoch nichts auszusetzen. Alles sitzt bombenfest und auch bei größerer Krafteinwirkung knarzt oder verwindet sich nichts. Das Display wird von einem Metallrahmen umschlossen, der auch bei unliebsamer Behandlung nicht gleich an Glanz verliert. Die Rückseite ziert das schon vom ersten Android-RAZR bekannte Kevlar-Muster.

Mit Abmaßen von 122,5 x 60,9 x 8,3 mm ist das Smartphone vergleichsweise kompakt, vor allem wenn man bedenkt, dass in dem Gehäuse ein 4,3″ großes Display untergebracht worden ist. Im Vergleich dazu: Das vor einem Jahr eingeführte erste RAZR-Smartphone maß noch 130,7 x 68,9 x 7,1 mm. Die knappen Außenmaße des RAZR i werden durch einen Rahmen möglich, der gerade an den beiden Längsseiten nur einen sehr schlanken Rand ums Display lässt. Motorola benötigt hier nur wenig mehr als 2 mm. Außerdem greift Motorola zu einem kleinen Trick: Die drei Android-Funktionstasten sind beim RAZR i nämlich Teil des Bildschirms und verschwinden nur, wenn Videos mit Hilfe eines Videoplayers abgespielt werden. Selbst bei Youtube-Clips bleiben die Tasten bestehen – auch wenn sich die Tasten-Symbole in Punkte verwandeln.

Durch den schmalen Rand wirkt das Display umso prägnanter, das kompakte Format sorgt für viel Freude beim Bedienen, weil auch Nutzer mit kleineren Händen alle Menüpunkte ohne Schwierigkeiten einhändig erreichen. Allerdings bringt der knapp geschneiderte Rahmen auch einen kleinen Nachteil mit: Hin und wieder registriert der Bildschirm Eingaben, die nur deshalb zustande kommen, weil die Finger beim Halten unvorsichtig das Display berühren. Ähnliche Fehlinterpretierungen passieren auch der Foto-Taste, die im unteren Bereich der rechten Längsseite sitzt und sich schon leicht mit dem Handballen aktivieren lässt. Wird diese gedrückt, wird die Foto-Funktion aufgerufen und damit letztlich das Smartphone entsperrt. Das ist vor allem dann unschön, wenn das Smartphone in der Hosentasche verweilt.

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