Monat: Oktober 2012

Das Bremer Unternehmen HMC (Hightech Media Components) als Importeur und Vermarkter internationaler Marken bietet unter dem Label co:caine auch in Deutschland einen Satz Kopfhörer an, der nicht nur optisch sehr auffällig ist, sondern durchaus auch beim Klang und bei der Verarbeitung mit wesentlich teureren Produkten mithalten soll. Nun findet man diese Teile jedoch nicht im Media-Markt und ähnlichen Technik-Fastfood-Ketten, sondern man muss entweder nach solch ausgefallenen Dingen selbst gezielt suchen oder sie einfach per Zufall finden, so wie ich. Als Autor, der sich unter anderem auch der Peripherie verschrieben hat, werde ich dann natürlich erst recht neugierig, wenn ich lese, dass z.B. der Grafikkartenanbieter HIS in Nordamerika Grafikkarten der Radeon HD 79xx Serie mit einem Satz dieser Kopfhörer als Dreingabe versieht und der Bonus sogar bei Gamern erstaunlich gut ankommt. Weil es die Teile auch in Deutschland gibt (aber leider nicht als Bonus), habe ich mir diese Kopfhörer für einen Selbstversuch besorgt. Blender oder Schnäppchen?

Technische Daten
Bezeichnung / Modell Sound Clash Urban Style
Durchmesser der Treiber 5 cm
Frequenzbereich 20-20.000 Hz
         Nennimpendanz (Anschlusswert)         32 Ω
Gewicht ca. 286 Gramm (ohne Kabel)              
Kabellänge 150 cm
Anschluss 3,5 mm Stereoklinke
Anbieter / Importeur HMC
Straßenpreis ab ca. 38 Euro

  

Ich bin bei vermeintlichen Superangeboten im Audiobereich ja eher skeptisch, denn man bekommt im Billigsegment selten einen wirklich brauchbaren Gegenwert. Im Bereich ab ca. 50-75 Euro gibt es zwar schöne Ausnahmen dieser (eigentlich nachvollziehbaren) Regel, aber was erwartet einen wirklich für knapp unter 40 Euro?  Ich starte das Experiment am eigenen Ohr und werde das Teil (und meine Ohren) mal richtig quälen. Bums oder Wattebällchen? Weiterlesen!

In den vergangenen Wochen ist das Testlabor von Tom’s Hardware im wahrsten Sinne des Wortes zur Spielhölle mutiert. Sonst so abgebrühte Redakteure hatten tagelang leuchtende Augen, dabei kaum Schlaf und viel zu viel Kaffee. Das wilde Durcheinander wurde lediglich vereinzelt von Redaktionskonferenzen oder Herstellerbesuchen unterbrochen. Auslöser für den Ausnahmezustand: Der Test dreier aktueller Gaming-PCs, die gegen den zusammen mit Wortmann spezifizierten Tom’s Hardware PC antreten. Und natürlich die Zockerleidenschaft des ein oder anderen Kollegen.


Doch zurück in die Realität. Die PCs sind mittlerweile auf Herz und Nieren geprüft, die Ergebnisse stehen fest. Aber der Reihe nach. Gibt man in der Internet-Suche „Spiele PC“ ein, erhält man zahllose Treffer wie „Bezahlbarer PC zum Spielen“ oder „Dein neuer Spiele-PC“. Dahinter verbergen sich aber meist recht einfache Rechnersysteme mit halbwegs aktuellen Prozessoren und Grafikkarten. Auf die hohen Anforderungen von Hardcore-Gamern in Sachen Leistung und Ausstattung finden diese PCs allerdings oft keine passende Antwort. Daher haben wir die Markenhersteller aufgefordert, uns ein System zu schicken, das zwischen 1200 und 1700 Euro kostet, auf der aktuellsten Intel-Prozessorplattform Ivy Bridge basiert und als dezidierter Gamer ausgewiesen wird. Unserem Aufruf sind drei bekannte Hersteller gefolgt. Acer ist mit dem Aspire Predator G3620 (Artikelnummer: DT.SJPEG.004) mit von der Partie. Mit 1199 Euro markiert der Predator das untere Preislimit in diesem Roundup. Von Asus kommt ein Gamer mit der recht einfallslosen Bezeichnung CG8270. Auf die Qualitäten des Geräts lässt sich daraus zum Glück nicht schließen. Mit 1699 Euro UVP bewegt sich der HP Pavilion HPE h9-1250eg Phoenix (Produkt-Code: B7Z03EA) an der oberen Grenze unseres Preiskorridors.

Neben den drei Testkandidaten aus den Serienregalen namhafter PC-Hersteller haben wir den zusammen mit Wortmann konfigurierten Tom’s Hardware PC zum Test in die Spielhölle gebeten. Bei der Zusammenstellung des aktuellen Tom’s Hardware PCs ging es in erster Linie darum, aus einem vernünftigen Budget das Maximum an Leistung und Qualität herauszuholen. Herausgekommen ist der TERRA PC-GAMER 6500 Tom’s Hardware Edition. Das System kostet 1299 Euro und zählt damit zu den günstigeren in diesem Vergleich.

Spannend ist so ein Test durchaus, denn für reine Videowiedergabe in HTPCs reicht mittlerweile auch die Onboard-Grafik moderner CPUs oder APUs aus. Will man hingegen ein kleines Spielchen in bescheidenem Rahmen wagen, sind diese Lösungen allesamt immer noch zu leistungsschwach und man greift besser auf eine separate Grafikkarte zurück. Was kann man mit diesen drei VGA-Zwergen wirklich reißen?

3x Radeon HD 7750 passiv gekühlt3x Radeon HD 7750 passiv gekühlt

Um das herauszufinden, packen wir die Karten praxisnah in ein Gehäuse und nutzen zudem mit dem älteren Core i3 2310 eine weit verbreitete und günstige CPU. Wir messen die Temperaturen somit nicht im offenen Aufbau, sondern unter absolut realitätsnahen Bedingungen.

Runde Sache mit DeckelRunde Sache mit Deckel

Am Ende werden wir noch testen, was zwei dieser Karten im Crossfire-Gespann zu leisten vermögen. Denn 100 Watt Abwärme sind gerade noch vertretbar, wenn man bei der Kühlung wirklich passiv bleiben möchte.

Radeon
HD 7770
HIS HD 7750
iSilence5
PowerColor
HD 7750 Go!Green

Sapphire
HD 7750 Ultimate
Stream processors 640 512
Textureinheiten 40 32
ROPs 16 16
GPU-Takt 1000 MHz 800 MHz
Texturfüllrate 40 Gtex/s 25,6 Gtex/s
Speichertakt 1125 MHz 1125 MHz
Speicheranbindung 128-bit 128-bit
Speicherdurchsatz 72 GB/s 72 GB/s
Grafikspeicher 1 GB GDDR5 1 GB GDDR5
Die-Größe 123 mm2 123 mm2
Transistoren (Milliarden) 1.5 1.5
Strukturbreite 28 nm 28 nm
Stromanschlüsse 1 x 6-pin keiner
max. Leistungsaufnahme 80 W 51
Länge 19,0
20,3 cm
19,3 cm
Höhe von Unterkante PCB
bis Oberkante Kühler
10,8
12,0 cm
 
12,5 cm
Höhe von Oberkante PCIe-Slot
bis Oberkante Kühler
10,3
11,5 cm
12,0 cm
Tiefe Front: 3,6 cm
3,6 cm
3,4 cm
Tiefe Rückseite 0,3 cm
0,5 cm
1,5 cm

Betrachten wir nun als Nächstes alle drei Karten im Detail und mit umfangreichem Bildmaterial.

Fujitsu Lifebook UH572Fujitsu Lifebook UH572

Nachdem wir uns vor kurzem Fujitsus Lifebook U772 genauer angeschaut haben, folgt heute ein Blick auf das preiswertere Schwestermodell Lifebook UH572. Ihm fehlen einige Business-Features wie das TPM, der Fingerprint-Sensor und vPro-Funktionen, doch dafür kostet es auch weniger. Die Endmontage dieses Modells erfolgt übrigens im Fujitsu-Werk in Augsburg, weshalb das Gerät auch einen kleinen Deutschlandfahnensticker im Innern trägt.

Das 1,6 Kilogramm leichte Fujitsu UH572 besitzt ein Aluminium-Gehäuse, und zwar im Gegensatz zum kürzlich getesteten Lifebook U772 rundum. Dennoch liegt die Anmutung zumindest beim dünnen, leichten und ein wenig fragil wirkenden Deckel nicht auf dem Niveau, das das hochwertige Material eigentlich erwarten lassen würde, sondern erinnert eher an Kunststoff. Zudem wippt der Deckel beim Öffnen nach. Ansonsten gibt es an der Ausführung des Ultrabooks wenig auszusetzen, denn es wirkt stabil und gut verarbeitet. Bei diesem Gerät ist mit etwas Hilfe von einem Schraubenzieher die Bodenplatte leicht abzuschrauben. Der Akku ist jedoch fest verbaut.  


Das Design ähnelt stark dem des größeren, noch mehr auf Business ausgerichteten Schwestermodells. Das trifft auch auf die verfügbaren Farben zu, denn das Lifebook UH572 gibt es entweder in einem Silberton oder, wie unser Exemplar, in metallisch mattem dunkelrot, während der Innenbereich komplett schwarz ist. Damit zieht es definitiv die Blicke auf sich. Edel wirkt auch das chromglänzende Endloszeichen, das als Fujitsu-Logo im Deckel eingelassen ist. Das Display ist, businesstypisch, matt, sein Rahmen löblicherweise ebenfalls.

Auf der Tastatur- und Trackpadfläche geht es ebenfalls schlicht und edel weiter. Grundsätzlich im mattem schwarz gehalten, hebt sich der rote Balken oberhalb der Tastatur gut ab, in dem auch die Lautsprecher untergebracht sind. Auch der silberne An/Aus-Knopf setzt sich farblich von der schwarzen Fläche ab, fügt sich aber angenehm in das Bild ein. Die Tastatur, das Trackpad und die Handballenauflage sind ebenfalls alle in schwarz gehalten. Die farblichen Akzente des Covers und der Unterschale sowie der zeitlos edle Innenraum ergeben zusammen ein Ultrabook mit Pepp.

86 Mal x86: Die CPU-Charts 2012

86 Prozessoren: 51 x AMD, 35 x Intel

Wir haben unsere CPU-Charts aktualisiert, und dieses Update hat sich wirklich gelohnt: Exakt 86 aktuelle CPUs mussten im Testlabor ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Das Performance-Spektrum ist dabei sehr breit, denn vom Doppelkern-Prozessor bis zum Achtkern-Boliden ist alles vertreten, was Rang und Namen hat. AMD schickt 51 CPUs ins Rennen, von Intel kommen 35 Prozessoren.

86 x86 CPUs im großen Benchmarkvergleich86 x86 CPUs im großen Benchmarkvergleich

Zur besseren Übersicht haben wir die AMD- und Intel-CPUs nach ihren Mikroarchitekturen sortiert, deren Eigenschaften wir auf jeweils einer eigenen Seite kurz vorstellen. Diese Unterteilung gilt natürlich nicht für die Benchmarks – hier machen die Testkandidaten entsprechend ihrer Leistung die Sortierung unter sich aus. Los geht es mit der Startaufstellung:

AMD

AMD-CPUs 
FX-Prozessoren A-Serie APUs Phenom II Athlon II
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Architektur
und
Modellnummer
Bulldozer
FX-4100
FX-4170
FX-6100
FX-6200
FX-8100
FX-8120
FX-8140
FX-8150
FX-8170
Llano
A6-3650
A6-3670K
A8-3850
A8-3870K

Trinity
A10-5800K

Stars
Phenom II X2 550
Phenom II X2 555
Phenom II X2 560
Phenom II X2 565
Phenom II X3 705e
Phenom II X3 710
Phenom II X3 720
Phenom II X3 740
Phenom II X4 830
Phenom II X4 840
Phenom II X4 905e
Phenom II X4 910e
Phenom II X4 955
Phenom II X4 965
Phenom II X4 970
Phenom II X4 975
Phenom II X4 980
Phenom II X6 1035T
Phenom II X6 1045T
Phenom II X6 1055T
Phenom II X6 1065T
Phenom II X6 1075T
Phenom II X6 1090T
Phenom II X6 1100T
Stars
Athlon II X2 240e
Athlon II X2 250
Athlon II X2 255
Athlon II X2 260
Athlon II X3 425
Athlon II X3 435
Athlon II X3 440
Athlon II X3 445
Athlon II X4 620
Athlon II X4 630
Athlon II X4 635
Athlon II X4 640
Athlon II X4 645

   
 

Intel

Intel-CPUs
Familie Core (1. Generation)
Core (2. Generation) Core (3. Generation)
 
 
 
 
 
 
 
Architektur
und
Modellnummer
Nehalem
Core i3-530
Core i5-661
Core i5-670
Core i5-750
Core i5-750s
Core i5-760
Core i7-860
Core i7-870
Core i7-875K
Core i7-880
Core i7-920
Core i7-930
Core i7-960
Core i7-970
Core i7-975 Extreme Edition
Core i7-980
Core i7-980X
Core i7-990X
Sandy Bridge
Core i5-2300
Core i5-2310
Core i5-2400
Core i5-2400s
Core i5-2500K
Core i5-2500T
Core i7-2600K
Core i7-2700K
Core i7-3930X
Core i7-3960X
Pentium G620
Pentium G630
Pentium G630T
Ivy Bridge
Core i5-3450
Core i5-3470
Core i5-3550
Core i5-3570K
Core i7-3770K

   

Als Hardware-Tester interessieren uns die Probleme und Herausforderungen, mit denen sich eine Firma konfrontiert sieht, weniger als die Produkte, die sie auf den Markt bringt. Es wird wohl niemand widersprechen, dass das letzte Jahr für AMDs Prozessorgruppe nicht gerade einfach war, und das begann mit dem stromhungrigen FX-Prozessor auf Bulldozer-Basis, dessen Preis aufgrund der Konkurrenz durch Intels dritte Generation der Core-Prozessoren (alias Ivy Bridge) immer wieder gesenkt wurde. Aber jeder neue Chip, der bei uns im Testlabor eintrifft, repräsentiert auch eine neue Chance.

Manchmal ist es einfach vorherzusagen, wie ein Artikel ausgehen wird. Hätte uns AMD einen FX-8170 geschickt, der nur 200 MHz schneller als das ehemalige Flaggschiff taktete, hätten wir wohl vermutet, dass er an der gleichen Single-Thread-Schwäche kranken würde aber dabei einen Core i5-2500K in anspruchsvollen Aufgaben schlagen könnte. Verglichen mit der niedrigen Leistungsaufnahme der aktuellen Ivy-Bridge-Generation, deren High-End-Modelle laut Hersteller maximal 77 Watt aufnehmen, hätte der Stromverbrauch dabei aber sicherlich alles andere als schön ausgesehen.

Stattdessen haben wir es aber mit dem FX-8350 zu tun, in dem die gleiche Piledriver-Architektur steckt, die auch die erst vor einem Monat offiziell vorgestellten aktuellen Trinity-APUs antreibt. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Piledriver pro Takt und Kern bis zu 15 Prozent schneller als ein Bulldozer-Chip sein kann. Dazu kommt noch, dass der FX-8350 mindestens 400 MHz schneller als der FX-8150 taktet. Und zuletzt sollte man auch nicht vergessen, dass die Ivy-Bridge-Modelle Intel nur Performance-Verbesserungen im einstelligen Prozentbereich brachten. So gesehen stehen die Chancen alles andere als schlecht, dass der heutige Performance-Vergleich um einiges interessanter wird als beim überwältigend negativen Launch des FX-8150 vor einem Jahr.

Die FX-Familie auf Piledriver-Basis

Wie beim Bulldozer-Launch hat AMD uns auch dieses Mal das schnellste Modell der erneuerten FX-Familie zugeschickt. Natürlich besteht die Familie noch aus weiteren Prozessoren, die mit acht, sechs und vier Kernen antreten. Sie setzen natürlich allesamt auf der neuen Piledriver-Architektur auf, aber die konkrete Variante, mit der wir es im Desktop-Bereich zu tun haben, heißt Vishera. Im Handel werden die CPUs wie zuvor unter dem Namen FX mit nachgestellter Modellnummer verkauft.

Der Die von AMDs Vishera-Prozessor.Der Die von AMDs Vishera-Prozessor.

Im Vollausbau, also in der Achtkern-Variante, misst ein Vishera-Prozessor 315 mm² und besteht aus 1,2 Milliarden Transistoren. Das sind genau die Eckdaten, die AMD auch für den Bulldozer-basierten Vorgänger Zambezi angibt. Die Änderungen, die AMDs Ingenieure in die überarbeitete Architektur haben einfließen lassen – egal ob Befehlssatz-Erweiterungen oder größerer L1 DTLB – haben also offenbar keine Auswirkungen auf die Chipgröße oder die Transistorzahl.

AMD FX-Serie 2012
Kernzahl Basistakt Max. Turbo NBTakt TDP Preis OPN
FX-8350 8C / 8T 4,0 GHz 4,2 GHz 2200 MHz 125 W $195 FD8350FRW8KHK
FX-8320 8C / 8T 3,5 GHz 4,0 GHz 2200 MHz 125 W $169 FD8320FRW8KHK
FX-6300 6C / 6T 3,5 GHz 4,1 GHz 2000 MHz 95 W $132 FD6300WMW6KHK
FX-4300 4C / 4T 3,8 GHz 4,0 GHz 2000 MHz 95 W $122 FD4300WMW4MHK

 
Zwei der vier Modelle besitzen acht Integer-Kerne bzw. vier Piledriver-Module – je nachdem wie man zählen möchte. Das Flaggschiff FX-8350 läuft mit einem Basistakt von 4 GHz, 400 MHz mehr als der FX-8150. Per Turbo Core kann der Takt in Anwendungen, die nur wenige Threads nutzen, auf bis zu 4,2 GHz angehoben werden. Wie viel bringt der Turbo? Laut unseren Messungen nicht viel. Ist das Feature aktiv, konvertiert die Single-Thread-Anwendung iTunes unsere WAV-Datei nur drei Sekunden schneller ins AAC-Format-

Der FX-8320 taktet nur noch mit 3,5 GHz und erreicht per Turbo Core immerhin bis zu 4 GHz, solange gewisse thermische Grenzen eingehalten werden. In beiden Modellen verfügt jedes der vier Module über 2 MB L2-Cache, sodass insgesamt 8 MB L2-Cache an Bord sind. Den ebenfalls 8 MB großen L3-Cache teilen sich hingegen alle Module. AMD peilt für den FX-8350 einen offiziellen Preis von 195 US-Dollar an, der FX-8320 soll 169 US-Dollar kosten.

Der FX-6300 geht mit drei aktiven Modulen (und dementsprechend sechs Kernen) an den Start, soll dafür aber auch schon für 132 US-Dollar zu haben sein. Mit einem Basistakt von 3,5 GHz dürfte er die Stärken seiner Architektur in Multi-Thread-Anwendungen gut ausspielen können, und der Turbo-Takt von 4,1 GHz soll helfen, die schwächelnde Single-Thread-Performance zu kompensieren. Wie bei den Varianten mit vier Modulen besitzt auch beim FX-6300 jedes Modul auf einen 2 MB großen L2-Cache, den sich die Ressourcen eines Moduls teilen, also insgesamt 6 MB L2-Cache. Die Größe des gemeinsamen L3-Cache liegt unverändert bei 8 MB. Da er über weniger aktive Recheneinheiten verfügt (und weil seine Northbridge mit 2 GHz etwas langsamer läuft), ordnet AMD dem FX-6300 eine TDP von 95 Watt zu, während die beiden FX-83×0-Varianten mit 125 Watt eingestuft werden.

Als kleinstes Modell schickt AMD noch den FX-4200 mit zwei aktiven Modulen, vier Integer-Kernen und einer TDP von 95 Watt ins Rennen. Nominal taktet er mit 3,8 GHz, und per Turbo  Core schafft er es auf 4 GHz, wenn nur wenige Threads aktiv sind. Die Northbridge läuft wie beim FX-6300 mit 2 GHz, doch der L3-Cache fällt mit 4 MB nur halb so groß aus. Da der Preisunterschied nur 10 US-Dollar betragen soll, werden sich die meisten Käufer vermutlich für den Sechskerner entscheiden.

Obwohl AMDs Architektur nicht an mangelndem Speicherdurchsatz litt, unterstützt Visheras Dual-Channel­-Speichercontroller jetzt offiziell Module bis DDR3-1866. Ehrlich gesagt würden wir lieber DDR31600-Module mit niedrigeren Latenzen einsetzen, zumal abgesehen von Sandra 2013 Beta keines unserer Benchmark-Programme einen Vorteil aus dem schnelleren Speicher ziehen kann.

Alle FX-CPUs werden mit einem offenen Multiplikator ausgeliefert, was das Übertakten vereinfacht. Skaliert Vishera aber auch gut über den Takt, und lohnt sich das Tunen?

Wie wir bereits vorab berichtet hatten, konnten wir als bisher einzige Redaktion überhaupt das neue Flaggschiff von HIS testen und im direkten Vergleich zudem den Versuch starten, die Leistungskrone der schnellsten Grafikkarte im Jahr 2012 leistungsgerecht zu vergeben. Trotzdem müssen wir eine kleine Einschränkung voranstellen, denn bei den beiden uns durch HIS zur Verfügung gestellten Testmustern handelt es sich noch um Vertreter einer sehr begrenzten Kleinserie und nicht um Retailkarten, die man bereits im Handel erwerben kann. Diese Einschränkung werden wir natürlich in der abschließenden Beurteilung mit einfließen lassen.

Betrachtet man die bereits auf dem Markt befindlichen Karten GeForce GTX 690 und die Radeon HD 7990 von PowerColor (die in ähnlicher Form auch von Club3D und VTX 3D vertrieben wird), so konnte man bis jetzt zumindest bei der höher getakteten Devil 13 von PowerColor von einem leistungsmäßigen Gleichstand zwischen den GeForce- und Radeon Dual-GPU-Karten ausgehen. HIS hingegen hat nach der ersten Ankündigung auf der Computex 2012 bisher keine konkreten Taten folgen lassen und zunächst abgewartet. Das aber soll sich nun ändern, und man will die eigentlich serienreife Karte doch noch auf den Markt bringen. Dafür hat man sich mit etwas mehr Takt auch noch ein weiteres, recht ehrgeiziges Ziel gesetzt: nämlich schneller zu sein als der Rest. Betrachten wir zunächst einmal die Ausgangslage:

GTX 690 vs. HD 7990
  HIS
HD 7970 X2
PowerColor
HD 7990
EVGA GeForce
GTX 690
Shader Units 2x 2048 2x 2048 2x 1536
GPU-Takt 1050 MHz 925 MHz / 1000 MHz (BIOS) 915 MHz +Turbo
ROPs 2x 32 2x 32 2x 32
GPU 2x Tahiti XT 2x Tahiti XT 2x GK104
Transistoren 2x 4310M 2x 4310M 2x 3500M
Speichergröße 2x 3072 MB 2x 3072 MB 2x 2048 MB
Speicherbus 2x 384 bit 2x 384 bit 2x 256 bit
Speichertakt 1500 MHz 1375 MHz 1502 MHz

  

Auf dem Papier hätte die Herausforderin also schon einmal recht gute Karten. Ob das Vorhaben letztendlich gelungen ist, ob und wie man die Mikroruckler in den Griff bekommen kann und wer am Ende dann wirklich die Nase vorn haben wird – genau das soll unser heutiger Test klären.

Fujitsu Lifebook U772Fujitsu Lifebook U772

Wie einige andere Firmen hat sich Fujitsu mit seinen ersten Ultrabooks ein wenig mehr Zeit gelassen. Waren Asus, Toshiba, Lenovo und andere schon kurz nach der IFA 2011 mit ersten Modellen am Start, hat der japanische Hersteller erst in diesem Sommer seine Utrabook-Premiere gefeiert. Damit ist der Großkonzern, der auch in Deutschland fertigt, in guter Gesellschaft, denn auch Dell hatte es mit seinem XPS 13 nicht besonders eilig. Wo Dell aber noch auf Sandy Bridge setzte, verbaut Fujitsu die aktuelle Ivy-Bridge-Technik und den passenden Chipsatz. Zudem richtet es sich mit einigen Features speziell an Business-User. Wer aber nun ein graues Mäuschen erwartet, liegt voll daneben.

Das 1,4 Kilogramm leichte Fujitsu-Ultrabook Lifebook U772 besticht sofort mit seinem knackigen roten Design. Alternativ gibt es auch eine Variante in Silberoptik. Den Deckel ziert neben dem Fujitsu-Schriftzug auch das Firmenlogo, ein silbernes Unendlichkeitszeichen. Jedoch wirkt das Ultrabook damit nicht überladen oder zu auffällig, eher besticht dieses Design und zieht Blicke an.

Das Ultrabook wirkt mit seinem metallisch-mattem Design sehr edel und vor allem hochwertig, was auch daran liegt, dass Ober- und Unterschale aus Magnesium bestehen, während das C-cover (der Bereich um Tastatur und Touchpad) aus Aluminium gefertigt ist. Im Innenraum geht es business-like edel und schlicht weiter. Fujitsu spricht von einem “rahmenlosen” Display, und in der Tat sitzt das matte Panel in einem sehr schmalen Rahmen, der an den Seiten nicht mehr als 0,5 cm misst.

Auch Tastatur-, Trackpadfläche und Umrahmung der Eingabegeräte sind schwarz. Die Bodenplatte ist, genau wie der Deckel, knallig rot in einem mattem Metalldesign. Sie lässt sich zwar abschrauben, jedoch sind die Schrauben unter Gumminoppen versteckt und lassen die Bodenplatte noch edler, weil durchgängig erscheinen. Der Akku ist, typisch für Ultrabooks, fest verbaut. Die ansonsten glatte Oberfläche der Bodenplatte wird nur von der Lüfteröffnung sowie einem kleine Doppeltürchen unterbrochen, hinter dem sich die Anschlüsse für Dockingstations verstecken. Ganz hinten findet sich noch eine kleine Plastiklasche, die den Einschub für eine SIM-Karte schützt.

Ob beim längst vergessenen Tandy 1000 mit Intels 8088-Prozessor oder bei modernen Tablets mit auf ARM-Technologie basierenden Chips – die Frage nach der im Gehäuse verbauten Hardware ist für echte Enthusiasten seit jeher zentral. Das gilt selbst dann, wenn die verbauten Komponenten im Alltag ihre Leistungsfähigkeit nur selten unter Beweis stellen können.

Zudem machte es die zunehmende Standardisierung in den 1980er Jahren möglich, dass einzelne Teile eines IBM-kompatiblen PCs ausgetauscht werden konnten, auch wenn eine Vielzahl der Bauteile fest verlötet waren. Dennoch konnten die “DOSen” mit Erweiterungskarten, Modems oder “High-End”-Festplatten mit einer Kapazität von 20 MB aufgerüstet werden.

Schließlich konnten Prozessoren (sogar Onboard-L2-Cache-Module) getauscht, die standardisierten RAM-Speicherriegel gewechselt, eine schnellere Grafikkarte nachgerüstet und der PC um eine Vielzahl von Erweiterungen bereichert werden. Ein Goldenes Zeitalter für echte Fans, die so genau herausfinden konnten, welches Upgrade an welcher Stelle den meisten Sinn macht, um den größtmöglichen Nutzen für sich herauszuziehen.

Zwar können sich Enthusiasten nach wie vor an ihren Desktops austoben, doch schwindet deren Bedeutung mehr und mehr – verdrängt durch eine neue, mobile Ära. Smartphones und Tablets in vergleichsweise kompakten Formaten gewinnen mehr und mehr die Oberhand, lassen jedoch auch die einstige Flexibilität eines klassischen Desktop-PCs vermissen, denn vielmehr als die Größe des nicht-flüchtigen Speichers für Bilder, Musik und Videos kann kaum noch bestimmt werden.

Aus einer gewissen Perspektive ist der Trend hin zu Mobilgeräten ein Rückschritt. Im Interesse der Tragbarkeit wird auf einst lieb gewonnene Freiheiten verzichtet, denn im Grundsatz gilt nach wie vor: Je kleiner das Gerät, desto geringer dessen Leistungsfähigkeit. Die schlanken Smartphones und Tablets sind hoch integriert und lassen dem Nutzer keinen Raum für hardwaretechnische Änderungen, um höhere Geschwindigkeiten zu erzielen. Dies hat auch Auswirkungen auf andere Bereiche, etwa das Gaming. Kein noch so leistungsstarkes Tablet bietet die Leistung, um ein Spiel in vergleichbarer Qualität wie auf einem Gaming-PC zu spielen.

Verstärkt wird diese Entwicklung zusätzlich, weil Softwareentwickler nicht mehr einfach nur für iOS oder Android entwickeln, sondern sie ihre Anwendung für bestimmte Plattformen optimieren. Das beste Beispiel hierfür ist sicherlich Nvidia. Kaum ein anderer Hersteller hat es verstanden, die Programmierer so auf seine Seite zu ziehen. Games, die für einen Tegra 3 optimiert sind, werden auf anderen Android-Geräten nie genauso gut funktionieren.

Zwar hat die Zusammenarbeit mit unabhängigen Softwareentwicklern beim Tegra 3 zu einigen beeindruckenden Ergebnissen geführt; allerdings ist der Anteil, den Nvidia bei Smartphones erreicht hat, eher gering. Wenn man den Zahlen von Strategy Analytics glaubt, dann rangierte der Hersteller im vergangenen Jahr hier gerade mal auf Rang 6. Den Spitzenplatz konnte hier Qualcomm mit seiner Snapdragon-Serie für sich verbuchen. Dementsprechend beeinflusst jeder einzelne Schritt, den der Hersteller aktuell macht, den Fortgang des mobilen Markts als solchen.

Qualcomm hat uns vor kurzem zu einem Benchmark-Workshop eingeladen, bei dem wir die Gelegenheit für ein Hands-On des S4 Pro hatten, der sowohl in der Dualcore- als auch in der Quadcore-Variante zur Verfügung stand. Kurz darauf erhielten wir eine S4 Pro Mobile Development Plattform, die einen dezidierten Vergleich der Performance mit anderen Tablets und damit auch anderen Architekturen ermöglicht.

Gehäuse gibt es wie Sand am Meer, und oft genug unterscheiden sich viele Modelle nur durch wenige Details, ein anderes Label oder optische Kosmetik voneinander. Hält man sich vor Augen, dass es gar nicht so viele wirkliche Fertiger gibt und das meiste sowieso irgendwo in Asien von gleichen Fließband rollt, dann rollt man gleichzeitig als Tester bei jeder Ankündigung eines revolutionär neuen Gehäuses erst einmal gewohnt skeptisch mit den Augen. Was können wir also diesmal auspacken, und wird der Aufwand belohnt? Schließlich haben wir auch diesmal keine Mühe gescheut und recht aufwändige und teure Technik für den Test verbaut, denn wer testet schon so einen Fullsize-Tower mit einem Micro-ATX-Board, alten CPUs und Einsteigergrafikkarten?

Gut, rein äußerlich fügt sich das Phantom 820 natürlich in die Riege der anderen Gehäuse der Phantom-Reihe ein und ist als solches somit sehr einfach dem Hersteller NZXT zuzuordnen. Bliebe also in erster Linie für uns die Frage zu klären, ob man es asiatisch-pragmatisch mit einem simplen Upsizing versucht, indem man einen Midi-Tower einfach noch ein wenig aufbläst, oder ob sich NZXT im Inneren dann doch wirklich neue Gedanken gemacht hat. Dann wiederum lohnt sich natürlich auch ein tieferer Blick, denn man wird natürlich nach guten Gründen suchen müssen, den Einstiegspreis von ca. 250 Euro auch begründen zu können.

Vorbemerkung:
Wir vermuteten, dass es sich aufgrund einer Menge von Ungereimtheiten bei unserem Testmuster um ein Vorserien-Modell handeln musste und haben unseren Test auf Grund nötiger Nachfragen deshalb um einen Tag nach hinten verschoben. Da wir aber bis jetzt keine schlüssige Information bekommen konnten, betrachten wir das Testmuster als das was es ist: ein für einen Test zur Verfügung gestelltes Serien-Exemplar, das sich in jedem Belang der Kritik und den Vergleichen stellen muss.

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