Windows 8 gegen Windows 7: Die Generationen im Performancecheck

Treffen der Generationen: Windows 8 gegen Windows 7 im PerformancecheckTreffen der Generationen: Windows 8 gegen Windows 7 im Performancecheck

Windows ist ein dankbares Thema, denn es lässt zum einen ein so breites Spektrum an möglichen Geschichten zu, dass sich praktisch immer etwas findet, worüber man schreiben kann. Zum anderen fühlt sich fast jeder Leser angesprochen, weil die Mehrzahl Windows in der ein oder anderen Version auf dem Rechner installiert hat. So gesehen erzielen selbst halbwegs spannende Geschichten wie das in erschöpfender Ausführlichkeit behandelte Thema Windows-Tuning noch genügend Aufmerksamkeit, immer wieder gerne genommen von Computerzeitschriften, die eine kreative Pause einlegen, aber nichtsdestotrotz eine „Verkaufe“ fürs Titelblatt brauchen.

Auch in diesem Artikel geht es um Windows, genauer gesagt um Windows 8, allerdings machen wir um das Tuning einen weiten Bogen und fokussieren uns auf ein Thema, das ungeachtet der unzähligen Windows-8-Artikel im Internet garantiert neu ist: der Performancevergleich zwischen Windows 7 und Windows 8. Zwar kursierten bisher schon einige unfreiwillig veröffentliche Vorabversionen des neuen Microsoft-Betriebssystems im Netz und sogar der Softwaregigant selbst bot eine offzielle Betaversion zum Download an. Doch aufgrund ihres Vorserienstatus waren die Alphas und Betas unterschiedlichen Reifegrades für aussagekräftige Benchmarks allesamt nicht zu gebrauchen. 

Den Performancetest können wir nun endlich nachholen, denn Ende August hat Microsoft mit Build 6.2 9200 die Arbeiten an Windows 8 offiziell abgeschlossen. Die RTM-Version (Release To Manufacturing) steht zunächst nur den MDSN- und Technet-Abonnenten zur Verfügung, bevor sie schließlich am 26. Oktober 2012 für jedermann im Handel erhältlich ist. Es gibt vier verschiedene Varianten von Windows 8, jeweils für 32-Bit- und 64-Bit-Systeme: Windows 8 (kein Namenszusatz) richtet sich an Heimanwender, Windows 8 Pro an Geschäftskunden und das nur über Volumenlizenzen erhältliche Windows 8 Enterprise an Unternehmen. Darüber hinaus gibt es alle drei Versionen noch als „N“-Variante, in welcher der Windows Media Player fehlt, sich aber jederzeit über das kostenlose Media Feature Pack zu einer N-losen Variante umrüsten lässt. Eine Windows 8-Version fehlt noch: Windows 8 RT ist ausschließlich für mobile, mit ARM-Prozessoren ausgestattete Geräte konzipiert und dort bereits vorinstalliert, lässt sich also nicht von einem Setup-Medium aufspielen.

Zum Test: Wir haben die 64-Bit-Versionen von Windows 8 Pro und Windows 7 Ultimate jeweils auf dem gleichen System installiert und darauf eine breite Palette von Benchmarks aus den unterschiedlichsten Disziplinen durchgeführt, um ein möglichst aussagekräftiges Endergebnis zu erhalten. Dabei mussten wir einkalkulieren, dass einige Treiber beziehungsweise einige der verwendeten Benchmarks nicht hundertprozentig unter Windows 8 laufen, da vom jeweiligen Hersteller nicht explizit für das neue Betriebssystem freigegeben. Eine Ausnahme sind die Grafikkartentreiber von ATI, die in der von uns verwendeten Version Catalyst Suite 12.8 ausdrücklich auch für Windows 8 geeignet sind.

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