Neun USB-3.0-Festplattengehäuse im Speedtest

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USB-2.0-Festplatten sind ideal für den Datentransport, hinken mit vergleichsweise langsamen Transferraten aber PC- und Mac-Schnittstellen neueren Datums wie eSATA, FireWire und Thunderbolt hoffnungslos hinterher. Auch wenn im USB-2.0-Gehäuse das schnellste Laufwerk steckt, das Ergebnis ist immer gleich und immer gleich ernüchternd: Sobald der Konverterchip den SATA-Datenstrom für die USB-2.0-Übertragung umwandelt, bleibt die tatsächliche Transferrate bedingt durch den Protokoll-Overhead deutlich unter den laut Spezifikation maximal möglichen 480 Mb/s und kommt nicht über 40 MB/s (320 Mb/s) hinaus.

Erst USB 3.0 löst diesen Bremsklotz, und das nachhaltig, denn das neue Tempolimit ist mit 4000 Mb/s so hoch angesetzt, dass man eine ganze Weile nicht mehr von einer Einschränkung reden dürfte. „SuperSpeed“-USB soll Daten etwa 10-Mal schneller übertragen als USB 2.0 (“Hi-Speed”) und rund 500 MB/s erreichen. Damit steht selbst für die schnellsten Festplatten ausreichend Bandbreite zur Verfügung, was sich auch in der Praxis zeigt. USB-3.0-Festplatten egal welchen Formats können so schnell wie ihre internen Versionen sein und besonders schnelle USB-3.0-Sticks erreichen im sequenziellen Lesemodus schon bis zu 200 MB/s.

Da USB 3.0 im Gegensatz zu USB 2.0 keinen Flaschenhals bei der Datenübertragung darstellt, spricht alles dafür, auch sein externes USB-2.0-Laufwerk zu modernisieren. Dieses könnte man natürlich in Rente schicken und stattdessen eine neue USB-3.0-Festplatte kaufen, doch es geht auch deutlich preiswerter. Wieso nicht einfach das Laufwerk aus dem alten USB-2.0-Gehäuse herausholen und in ein neues USB-3.0-Gehäuse einbauen? Die Auswahl an passenden Produkten ist groß und die günstigsten von ihnen kosten gerade einmal 9,90 Euro, rechnet man die Versandkosten nicht mit ein. Schlechte Karten hat hier nur, wessen Festplatte noch mit PATA-Anschluss werkelt, denn USB-3.0-Gehäuse verwenden intern fast ausschließlich die SATA-Schnittstelle. Eine der ganz wenigen Ausnahmen, da sowohl mit SATA- als auch PATA-Interface bestückt, ist beispielsweise das DeLOCK 42494.

In diesem Test wollen wir herausfinden, inwieweit mit einem Laufwerk bestückte USB-3.0-Gehäuse im 2,5-Zoll-Format herkömmlichen USB-3.0-Festplatten gleicher Größe Konkurrenz machen können, bei denen Gehäuse und Laufwerk schon eine Einheit bilden. Um den maximalen Datendurchsatz der Testkandidaten zu ermitteln, haben wir statt einer Notebookfestplatte die Samsung-SSD PM830 verwendet. Insgesamt neun verschiedene SATA-Produkte sind im Testlabor vorstellig geworden, die zwischen 9,90 Euro und rund 37 Euro kosten und im Durchschnitt schon für 15 Euro zu haben sind. Recht einheitlich geht es auch intern zu, denn mit dem AS Media ASM1051 und dem Genesys Logic GL3310 kommen in den USB-3.0-Gehäusen lediglich zwei verschiedene Typen von USB-Controllern zum Einsatz, wobei der AS Media-Chip eindeutig in der Mehrzahl ist.

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