Intels SSD 330 im Test: Mit 60, 120 und 180 GB auf dem Prüfstand

SandForce kämpft zurzeit um Anerkennung auf dem Markt. Ohne Zweifel ist das Unternehmen einer der Global-Player des sich entwickelnden Markts für SSDs. Die meisten SSD – Hersteller verwenden seine Controller. Daneben trägt SandForce dazu bei, dass einerseits die Hersteller-Verkaufszahlen erheblich steigen und andererseits die Preise für SSDs beständig sinken. Obwohl sie sich damit erfolgreich positionieren, führt Kritik von Konkurrenten, die zumeist auf die Datenkompressionstechnologie abzielt, immer wieder dazu, dass der Controllerentwickler seine Technik verteidigen muss.

Die SandForce-Controller der zweiten Generation verwenden die hauseigene Datenkompressionstechnik und erreichen so eine beachtliche Leistung am SATA-6Gb/s-Interface. Trotzdem wird das Unternehmen regelmäßig dafür kritisiert, dass die Datenkompression eher ein Gimmick ist, der Testergebnisse schönt oder fehlerhaft erscheinen lässt. Einige teilen diesen Verdacht, andere vermuten wiederum eher, dass in diesem Fall der wirtschaftliche Erfolg die Neider unter den Konkurrenten auf den Plan ruft.

Ein guter Teil der Unkenrufe verstummten, als Intel seine SSD 520-Serie auf den Markt brachte – und zwar mit einem SandForce-Controller dabei zum Zug kam. Den Testbericht dazu kann man hier nachlesen: Intel SSD 520 im Test: Mit SandForce zurück ins High-End. Schließlich hat Intel nicht gerade den Ruf, mit Gimmicks Performance zu schinden. SandForce-Controller zu verwenden, stellte für Intel aber auch eine gewisse Herausforderung dar: Einerseits liefert die SSD 520 Performance, die stark an die Vertex 3 von OCZ mit der gleichen Controller-Technologie erinnert, die schon seit einiger Zeit auf dem Markt ist. Andererseits kostet die SSD 520-Serie im Vergleich zu den anderen SandForce-2-SSD etwas mehr, wobei Intel auf die SSD 520 auch vergleichsweise großzügige 5 Jahre Garantie gibt.

Die meisten Anbieter, die SSDs mit SandForce-Controllern bauen, haben gleichermaßen Einsteiger, Normaluser und Performance-Enthusiasten im Blick. Intels Strategie sieht ein wenig anders aus jedoch geht etwas anders vor.

Die SSD 320 mit Intels eigenem 3-Gb/s-Flash-Controller wird es auch weiterhin geben, und parallel verkauft man nun die vor kurzem vorgestellte SSD 330. Zusammen mit der SSD 520 bietet Intel nun mit drei Serien eine breite Palette an. Immerhin wird der SSD – Markt inzwischen erwachsen, und mit nur einem Modell kann man nicht alle Ansprüche befriedigen.

Die SSD 330 gibt es lediglich mit drei Kapazitäten: 60, 120 und 180 GB. Dies ist die zweite Serie, in der Intel auf SandForce setzt, und sie ordnet sich als preiswerte 6-Gb/s-Variante mit guter Performance unterhalb der SSD 520s ein.

Die folgende Tabelle bietet einen direkten Vergleich der Performancedaten von Intels SSD 520 und 330 bei den verschiedenen erhältlichen Kapazitäten.

Intel SSD 330 / Intel SSD 520
Performance mit komprimierbaren Daten
Kapazität 60 GB 120 GB 180 GB
zufälliges Lesen mit 4 KB (IOPS) 12 000 / 15 000 22 500 / 25 000 42 000 / 50 000
zufälliges Schreiben mit 4 KB (IOPS) 20 500 / 23 000 33 000 / 40 000 52 000 / 60 000
sequenzielles Lesen mit 128 KB (MB/s) 500 / 550 500 / 550 500 / 550
sequenziellen Schreiben mit 128 KB (MB/s) 400 / 475 450 / 500 450 / 520

Die SSD 330 sieht hierbei verglichen mit der 520 gar nicht schlecht aus – dem niedrigeren Preis zum Trotz. Im Vergleich zu anderen preiswerten SSDs, wie zum Beispiel OCZs Agility 3 und anderen SSD, die asynchronen Flash mit SandForce-Contollern kombinieren, muss sich die SSD 330 nicht verstecken, da sie bewusst im niedrigeren Preissegment platziert ist.

Wenn man den Benchmarks der Hersteller trauen darf, sollte etwa OCZs Agility 3 beim sequentiellen Lesen und Schreiben theoretisch einen Tick schneller sein. Wenn das so stimmen würde, müssten wir kaum so sorgfältig testen. Stattdessen liegen Intels SSD 520 und die besagte Agility 3 bei der sequentiellen Performance nahezu gleichauf. Nur beim zufälligen Lesen war Intel im Vorteil. Die interessante Frage lautet nun, sich dieses preiswertere Modelle schlagen wird. 

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