Monat: Mai 2012

HP nennt sein Folio 13 auf der Produktseite vollmundig das Nonplus-Ultrabook. Das weckt natürlich gewisse Erwartungen, zumal die Konkurrenz stark aufgestellt und schon deutlich länger etabliert ist. Selbst Dells XPS 13 war ein Nachzügler, wenn auch ein überzeugender. Wie bei Dell müssen wir uns aber auch hier fragen: Lohnt es jetzt, kurz vor der Einführung der Core-i5-CPUs mit Ivy-Bridge-Architektur, überhaupt noch, ein Sandy-Ultrabook herauszubringen? Und: Was hat es mit dem Business-Anspruch des HP-Gerätes letztlich auf sich?

Das HP Folio 13 liegt mit seinem aktuellen “Ultralook” nicht nur im Designtrend sondern erfüllt auch, wie alle Ultrabooks die engen und limitierenden Vorgaben bei Design und Ausstattung. Das Aluminiumgehäuse sorgt für eine hohe Anfassqualität und ist in einem matt gebürstetem, champagnerfarbenem Design gehalten. Damit passt es gleichermaßen in die Businesssparte und wirkt auch im Home-Office oder als Privatnotebook edel, zeitlos und modern. Dieses edle Design zieht sich über alle Seiten des Notebooks. So findet sich das schlichte Design auch in der Tastatur- und Trackpadoberfläche wieder. Die schwarze beleuchtbare Tastatur liegt leicht vertieft auf einem schwarz glänzenden Tastaturuntergrund. Der restliche Untergrund der Tastatur-und Trackpadfläche ist aus einem Stück gefertigt. Das Trackpad ist ebenfalls dunkel gehalten, liegt direkt mittig unter der Tastatur und ist angenehm groß. Zwischen der Tastatur und dem Trackpad befindet sich eine kleine Aussparung, winzig aber sichtbar ist sie dafür zuständig dem Nutzer zu bedeuten, dass das Trackpad aktiv bzw. inaktiv ist. Schick ist auch die Anordnung der Lautsprecher zwischen den Scharnieren für den Ultrabookdeckel.

Auch bei der Verarbeitung überzeugt das Gerät bei seinem Auftritt. HPs Ultrabook ist auch bei der Verarbeitung seinen vorangegangenen Testmodellen ähnlich, soll heißen: Die Verarbeitung überzeugt! Dies verdankt das Notebook nicht zuletzt einem Unibody-Ansatz, dem fest verbauten Akku und der schlanken Bauweise (Abmessungen: 18 mm (h) x 220.2 (b) mm x 318.5 mm (t) ). Das Ultrabook gibt, auf seine Festigkeit geprüft, keinen Ton von sich. Auch sonst überzeugt das Gerät mit seinem Auftritt. Allerdings ist es mit seinen 1,5 Kilo Lebendgewicht auch das schwerste Ultrabook, das bislang auf unserer Waage stand.

Huawei Mediapad - Androide mit 7 ZollHuawei Mediapad – Androide mit 7 Zoll

Günstige Mediapads mit kleineren Displays sollten eigentlich einer der Trends des Jahres werden und den Tablets zu dem von der Industrie erhofften Durchbruch verhelfen. Doch trotz zahlreicher Ankündigungen bleibt der Markt bis auf wenige Ausnahmen zumeist recht schlicht ausgestatteten Einsteiger-Tablets vorbehalten. Wer mehr Leistung im kleinen Format haben möchte, muss seine Wahl auf einige wenige vergleichsweise teure Kandidaten begrenzen – oder einen Blick auf Huaweis Mediapad werfen.

Look & Feel

Der chinesische Hersteller Huawei, der bisher vor allem im Zusammenhang mit UMTS-Sticks und sehr günstigen Smartphones wie dem Ideos X3 aufgefallen ist, will sich in diesem Jahr mit einer ganzen Reihe verschiedenster Smartphones und Tablets in Europa unter den großen Fertigern etablieren.

Um dies zu erreichen, kündigte der Hersteller bereits eine ganze Reihe leistungsstärkerer Smartphones an. Dass dem Hersteller dabei einiges zu zutrauen ist, zeigt das schon seit eine Weile erhältliche Mediapad, das im handlichen 7“-Format daherkommt und mit einer durchaus schicken Optik zu gefallen weiß. Dabei ließ sich der Hersteller zwar scheinbar von HTC inspirieren: Auf der Rückseite sind zwei größere dreieckige Flächen aus Plastik aufgesetzt, die zum einen als Abdeckung für SIM- und Speicherkarte dient und zum anderen die Linse des Fotosensors einfasst. Diese haben jedoch einen praktischen Sinn, sorgen sie doch für ein angenehmeres Halten, wenn man das Pad längere Zeit im Querformat benutzt.

Insgesamt mach das Tablet mit einem Unibody-Gehäuse aus Aluminium einen sehr wertigen Eindruck. Mit einer Bauhöhe von 10 mm ist es zwar nicht das schmalste seiner Klasse, aber auch alles andere als eine Wuchtbrumme. Gleiches gilt für die Gesamtfläche von 190 x 120 mm, die durchaus noch Reserven für eine Reduktion besitzt, denn die Seitenränder sind mit 15 mm bzw. gut 20 mm recht fett. Zudem ist das Mediapad mit 390 g auch kein Leichtgewicht. Dies mag an dem dicken Alu-Gehäuse liegen, dessen Wandstärke etwa 1,5 mm misst. Damit bietet es den im Inneren untergebrachten Bauteilen einen sehr guten Halt.

Ungünstig platziert sind die beiden Lautsprecher, die prinzipiell nicht den schlechtesten Klang liefern. Doch sie sind in die linke Seite integriert und werden schnell verdeckt, wenn das Pad im Querformat gehalten wird,

Display

Das Display mit einer Diagonale von 7″ stellt dem Nutzer eine vergleichsweise hohe Auflösung von 1280 x 800 Pixeln bereit. Zudem gefallen satte Farben und kräftige Kontraste. Dank des recht hochwertigen Panels, bei dem der Hersteller auf die IPS-Technologie setzt, ist auch Blickwinkelunabhänigkeit hoch. Auch die Farben sind satt, wobei das Tablet eher zu einer wärmeren Farbdarstellung tendiert.

Kritikwürdig ist allerdings die Bildschirmleistung, wenn das Pad bei Sonnenschein an der frischen Luft verwendet wird. Mit 293 cd/m² ist die Leuchtstärke des Displays nicht die allerschwächste, doch im prallen Sonnenschein wünscht man sich weit mehr Leistung, vor allem auch deshalb, weil das Diplay dann enorm reflektiert. In praller Sommersonne lässt sich nur äußerst wenig erkennen, sodass der Weg an ein schattiges Plätzchen unumgänglich bleibt.

Da sich fast alle hier am Markt angebotenen mechanischen Tastaturen am Ende auf nur einige tatsächliche Fertiger im Hintergrund reduzieren lassen, bleibt den jeweiligen als Label auftretenden Anbietern meist nur das Äußere und die Ausstattung, um ein spezielles Produkt hervor zu heben und um sich damit von den Mitbewerberprodukten zu unterscheiden. Es gilt somit die gleiche Situation wie bei den Netzteilen, wo unter verschiedenen Labeln die gleichen oder nur leicht modifizierten Inhalte verkauft werden. Im konkreten Fall handelt es sich (mal wieder) um einen 100%-igen IONE-Clone, der sich bis auf das Äußere, einige technische Details und die Software nicht von bekannten Produkten wie z.B. der QPad MK-Serie unterscheidet.

Die gute Nachricht vorweg: Die verwendeten mechanischen Schalter kommen, wie bei fast allen aktuellen Vertretern auf dem deutschen Markt, von ZF (vormals Cherry). Tesoro bietet die neue Durandal Ultimate G1NL zunächst mit den MX-Brown-Tastern an, lässt aber per Bestellung generell alle Farb- und damit Schaltervarianten zu. Wir haben uns für unseren Artikel kurzentschlossen für das Modell mit MX-Blue entschieden, wobei die Einzelbeleuchtung der Tasten trotzdem generell Rot bleibt. Keine schlechte Wahl, denn die blauen LED sind nicht jedermanns Geschmack. Für alle, die sich selten oder bisher gar nicht mit mechanischen Tastaturen beschäftigt haben an dieser Stelle schon mal Entwarnung, denn wir erklären diese Begriffe und Schalter natürlich (wie immer) auf den nächsten Seiten noch im Detail, weil es sich wirklich lohnt, auch auf diese feinen Nuancen zu achten.

Was aber soll die Durandal Ultimate G1NL nun besser können oder einzigartig machen? Wir haben eines der ersten Muster mit deutschem Layout vor der Markteinführung als erste Redaktion bereits über einige Wochen im täglichen Einsatz testen können und ziehen nun ein erstes Fazit.

„be quiet! hat wieder ein neues Netzteil geschickt“, so die erste Reaktion, als der Bote das große Paket ablieferte. Umso erstaunter waren wir nach dem Öffnen des Kartons: Darin befand sich der jüngste Spross aus der Dark-Rock-Kühlerserie von be quiet!. Um genau zu sein handelt es sich um deren Top-Modell Dark Rock Pro 2 mit zwei Towern und ebenso vielen Lüftern. Und der ist tatsächlich ähnlich groß wie ein aktuelles ATX-Netzteil. In Sachen Volumen übertrifft der Kühler mit seinen 135 x 198 x 147 Millimetern die meisten Netzteile sogar noch.

Die schiere Größe des Kühlers passt aber zu den Erwartungen, die schon allein die Verpackung beim Käufer weckt. Und be quiet! schürt diese Erwartungshaltung mit Schlagworten wie „Highend“, „No Compromise“ und „Silence and Performance“. Aus unserer Sicht noch interessanter ist jedoch der unscheinbare Aufdruck 220W TDP“. be quiet! gibt damit den Dark Rock Pro 2 offiziell für Prozessoren frei, die bis zu 220 Watt Abwärme produzieren. In einem Forum weist ein User darauf hin, dass das auch jeder Boxed-Kühler tun würde – allerdings würde die CPU das wohl nicht überleben bzw. unter Last stark throtteln. Darauf antwortet ein Mitarbeiter von be quiet! sinngemäß: Stimmt, aber der Rock Dark Pro 2 erfüllt diese Aufgabe zuverlässig.

Beim Preis hält sich be quiet! ebenso wenig zurück wie beim Einsatz von Superlativen zur Beschreibung des eigenen Top-Modells. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Dark Rock Pro 2 beträgt 74 Euro. Zum Testzeitpunkt war er auch im Internet noch nicht günstiger zu bekommen.

Die Aufgabe eines Prozessorkühlers ist schnell umrissen: Bestmöglich kühlen und die warme Abluft möglichst effizient und leise von der CPU wegbefördern. In den meisten Fällen kommt dafür ein Kühlkörper in Verbindung mit einem Lüfter zum Einsatz. Das hat sich bewährt und funktioniert. Dennoch tüfteln die Kühler-Hersteller stets an neuen Lösungen und Wegen, wie sie die Kühlleistung erhöhen und gleichzeitig die warme Luft schneller und leiser abtransportieren können.

Manche experimentieren mit speziell geformten Lüfterschaufeln, andere implementieren „Spoiler“ und „Kamine“, um den Luftfluss zu optimieren. Etwas ganz neues hat sich jetzt Zalman einfallen lassen. Hinter der Bezeichnung „Triple Fan Technology“ steckt dabei genau das, was man vermutet: Ein Kühler, der mit drei Lüftern bestückt ist. Wir wollten wissen, ob sich die Investition in den Dreifach-Lüfter rentiert oder ob sich die „normalen“ Kühler der renommierten Konkurrenz, die allesamt mit nur einem Lüfter auskommen gegen Zalmans jüngsten Spross behaupten können – zumal die Triple Fan Technology mit einem saftigen Aufschlag erkauft werden muss. Aber werfen wir doch zunächst einen Blick auf das Testfeld.

Aus logistischen Gründen mussten wir diesmal auf das obligatorische Gruppenbild verzichten, denn als der letzte Mohikaner als Nachhut eintraf, waren die Scouts der ersten Tage schon wieder über alle Berge. Was uns aber am Ende für die Tests an sich nicht weiter stört, denn das Prozedere stand ja bereits am Anfang fest, und auch die Treiber mussten wir zwischenzeitlich nicht tauschen. Somit gelten für alle Testkandidaten absolut identische Bedingungen.

Worauf wir erneut Wert legen, ist die akustische Gegenüberstellung der Klangcharakteristika aller getesteten Karten unter Last, denn der Diagrammbalken eines Messwertes in dB(A) oder Sone sagt noch nichts Genaues über das tatsächlich entstehende Geräusch aus, da das Klangempfinden jedes Menschen sehr unterschiedlich ausfällt. Wir wollen diesmal zudem in 3 Kategorien bewerten:

• Wer bietet die beste, absolute Performance?
• Wer bietet die beste Kühlleistung bei geringster Lautstärke?
• Welche Karte ist der beste Allrounder?

Die Kühlleistung bewerten wir diesmal in zwei am Ende kumulierten Teilabschnitten, wobei einmal die Werkseinstellung und einmal ein für alle Karten gleicher Basistakt gewählt wurde. Beim dritten Punkt suchen wir dann die Karte, die möglichst schnell und möglichst leise auch im übertakteten Zustand noch gut gekühlt werden kann, dabei wenig Platz wegnimmt und möglichst preiswert ist.

Das soll zunächst als Einführung reichen, also auf ans Werk!

Vor knapp einem Jahr brachte AMD mit dem Llano-Chip seine erste echte Desktop-APU heraus, und in unserem Testbericht AMDs A8-3850 im Test: Llano mischt die Einsteigerklasse auf fühlten wir der Verschmelzung von klassischem x86-Prozessor und Einsteigergrafikkarte auf den Zahn. Obwohl der Begriff „Desktop-APU“ gewisse Erwartungen hinsichtlich der Performance weckt, gefiel uns der neue Chip als Notebook-Version am besten. Wir sind immer noch von der performanten integrierten Grafiklösung und den guten Akkulaufzeiten beeindruckt, und wir sind uns sicher, dass Llano einer der Gründe dafür ist, dass AMD Intel im Mobilbereich derzeit wieder Marktanteile abluchst.

Laut IDC steckten im vergangenen Jahr in 16 Prozent aller verkauften Laptops AMD-Chips, was also ein Plus von etwa 2,5 Prozent seit Vorstellung dieser APU bedeutet. Intel dominiert diesen Bereich allerdings weiterhin mit etwa 84 Prozent. Wenn Llano also so ein Volltreffer war, warum schlägt sich das dann nicht auch in den Verkaufszahlen nieder?

Zwar kommt der APU-Ansatz im Mobilbereich langsam in Rollen, allerdings braucht es auch Zeit, den Status Quo zu ändern und dafür zu sorgen, dass angepasste Software entwickelt wird. Erinnern wir uns: Genau die gleiche Situation herrschte auch, als Dual- und Quad-Core-CPUs nach und nach ihre jahrelang dominierenden Single-Core-Vorfahren ablösten. Außerdem erwiesen sich Llanos x86-Kerne als Schwachpunkt, und Intel dominierte in fast allen praxisnahen Anwendungsbenchmarks. So hieß es im letzten Absatz unseres Llano-Testberichts dann auch: „Erst Trinity wird zeigen, ob AMD eine APU herstellen kann, die Intel gleichzeitig bei der Anwendungsperformance herausfordert und die stärkere Grafiklösung mitbringt. Unsere Meinung? Ein Modell, bei dem keine Kompromisse eingegangen werden, wird unter Garantie erfolgreicher sein als ein Chip wie Llano, der von allem ein Bisschen ist.“

Nun ist es soweit, und AMD hat mit Trinity seine nächste APU vorgestellt. Natürlich erwarten wir, dass AMD den Vorsprung im Bereich Grafikleistung gegenüber Intel weiter ausgebaut hat, doch am meisten interessiert uns die Performance der x86-Rechenkerne. Trinitys CPU-Architektur basiert nämlich auf der sogenannten Piledriver-Architektur, einer überarbeiteten Version von AMDs Bulldozer. Wie wir schon in unserem Artikel AMD FX-8150 im Test: Der Bulldozer rückt an feststellen mussten, zieht das in der Theorie sinnvolle Modul-Konzept gegen die Konkurrenz in Form von Intels Sandy-Bridge-CPUs, die inzwischen von Ivy Bridge abgelöst worden sind, den Kürzeren. Nicht zuletzt dank der offiziellen Roadmap wissen wir schon, welche (Weiter-)Entwicklungen bei AMDs Bulldozer in nächster Zeit anstehen, und es scheint eher unwahrscheinlich, dass man den Rückstand zur Intel-Konkurrenz wird schließen können.

Auf dem Trinity Tech Day, den AMD vergangenen Monat in Austin, Texas, veranstaltete, zeigte uns AMD allerdings noch eine andere Perspektive. Natürlich formuliert die Firma ihre offiziellen Aussagen so, dass die eigenen Stärken beeindruckender und die Schwächen weniger nachteilig erscheinen. So funktioniert das nun einmal. Dennoch müssen wir zugeben, dass AMDs Marketing-Mitarbeiter mit ihrer Kernaussage durchaus Recht haben: Benchmarks zeigen nur einen Teil des Gesamtbildes.

Nun könnte man kühl anmerken, dass man von einer Firma, deren CPUs in vielen Anwendungstests nicht mit der Konkurrenz mithalten können auch keine andere Aussage erwarten könne. Und natürlich stehen wir der Aussage, objektive Vergleiche aufgrund von Messwerten seien nicht so wichtig, sehr skeptisch gegenüber. Im Gegenteil sind wir der Meinung, dass nur objektive Vergleiche auf der Grundlage eben solcher Messwerte einen aussagekräftigen Testbericht ermöglichen. Dennoch blieben einige der angesprochenen Punkte in unseren Hinterköpfen hängen. Was ist beispielsweise mit Features, die sich nicht im klassischen Sinne per Benchmark prüfen lassen und deren Auswirkungen und tatsächlicher Mehrwert für den Nutzer deshalb in Tests wie diesem unter den Tisch fallen? Und: So klar die nackten Zahlen manchmal zu sprechen scheinen, dürfen wir bei einer abschließenden Bewertung doch nicht aus den Augen verlieren, wie der normale Anwender seinen Computer wirklich nutzt.  

Wir sind der Meinung, beides sind Punkte, die Hardwaretester ohne größeren Aufwand berücksichtigen können. Jedenfalls ergibt sich aus ihnen keine Bevorzugung eines bestimmten Herstellers. Im Fazit werden wir sehen, ob AMDs Denkanstöße uns bei der Einschätzung der neuen APU letztlich helfen oder nicht.

Aber eins nach dem anderen. Fangen wir von vorne an und kommen gleich zu dem Teil, der wohl die meisten Leser interessieren wird: den neuen Piledriver-Kernen.

Wenn ein Hersteller anbietet, mal eben mit einem exklusiven Sample für einen Hands-On-Test in der Redaktion vorbeizuschauen, dann fällt es natürlich schwer, nein zu sagen. Als uns Schenker also anbot, ein wenig Zeit mit einer Radeon HD 7970M zu verbringen, sagten wir sofort zu.
Bei der Radeon-HD-7900M-Familie, intern unter dem Codenamen Wimbledon bekannt, handelt es sich um die Speerspitze der in 28 nm gefertigten neuen mobilen GPU-Reihe bei AMD, die auf der neuen GCN-Architektur basiert. Die HD 7970M, die wir uns heute kurz anschauen wollen, ist wiederum das Spitzenmodell dieser Familie.

Die mobilen Radeons der 28-nm-Generation mit GCN-Architektur.Die mobilen Radeons der 28-nm-Generation mit GCN-Architektur.

Als Testnotebook dient das Schenker XMG P702, ein 17-Zoll-Gamer mit HM77-Chipsatz und Ivy-Bridge-CPU. Bei der Ausstattung hat Tronic5 Schenker bei unserem Testmodell nicht gekleckert sondern richtig geklotzt – man wolle der Radeon HD 7970M ein angemessenes Umfeld bieten, sagte man uns mit einem verschmitzten Lächeln. In der Tat, das ist gelungen: Core i7-3920XM, 16 GB DDR3-Speicher, 180 GB große Intel SSD 330 plus 1 TB HDD von Samsung, Killer WLAN-Karte, mattes 17″ Display mit 1920×1080 Bildpunkten… Das liest sich wie die Traumausstattung eines Gamers. Und dann eben noch die Radeon HD 7970M.

Ein wirklich angemessener Unterbau.Ein wirklich angemessener Unterbau.

Auf dem Papier alles schön und gut, aber was bringt diese Konstellation letztlich an Leistung und wo positioniert man sich damit gegenüber Nvidia? Genau das wollen wir im Schnelldurchlauf auf den nächsten Seiten klären.

Mit seiner Festplatten-Serie Raptor hat Western Digital IT-Geschichte geschrieben, denn als 2003 mit der WD360GD das allererste Laufwerk der Baureihe auf den Markt kam, unterschied es sich zwar in nur wenigen Details von der Konkurrenz, doch eines davon hatte besonders große Auswirkungen auf die Performance. Die 37 GB große WD360GD war die erste 3,5-Zoll-Festplatte im Consumer-Bereich, die mit einer Drehzahl von 10.000 U/Min lief, was bis dato nur bei den teuren Profi-Festplatten aus dem SCSI-Lager möglich war. Obendrein gab es einen SATA-Anschluss, eine weitere Innovation, denn “normale” Laufwerke kamen damals nur auf maximal 7.200 U/Min und verwendeten ein PATA-Interface.

Auch mit ihrem Innenleben bewegte sich die Raptor abseits der Konventionen, denn in der WD360GD werkelte eigentlich eine PATA-Festplatte, die ihre SATA-Fähigkeiten durch einen Bridge-Chip von Marvell verliehen bekam. Dieser Trick änderte aber nichts an der mit SCSI-Festplatten vergleichbaren Leistung der Raptor, was man bereits durch die dicken Kühlrippen auf den Laufwerksseiten deutlich signalisiert bekam. Aufgrund des zwar hohen, gegenüber des SCSI-Equipments aber trotzdem niedrigen Preises waren die WD360GD und ihre Nachfolger dementsprechend beliebt und wurden überall dort eingesetzt, wo es auf besonders hohe Datenübertragungsraten ankam, zum Beispiel beim Videoschnitt.

Aus Raptor wird VelociRaptor

Seit 2008 entwickelt Western Digital den Nachfolger der Raptor, die mit VelociRaptor einen ganz ähnlichen Namen trägt. Sicher kein Zufall, denn auch die neuesten Laufwerke dieser Baureihe setzen wie der Urahn unverändert auf eine Drehzahl von 10.000 U/Min und seit 2008 auf 2,5-Zoll- statt 3,5-Zoll-Festplatten, bei allerdings unverändertem 3,5-Zoll-Formfaktor. Das SATA-Interface hat sich ebenfalls nicht verändert, wenngleich es in neuen Modellen nativ statt über einen Bridge-Chip implementiert ist. Das Anwendungsgebiet ist ebenfalls gleich geblieben, hat sich mittlerweile aber deutlich ausgeweitet, da SCSI nur noch ein Nischendasein fristet. Dementsprechend besetzt die VelociRaptor frühere SCSI-Domänen und empfiehlt sich sowohl für Geschwindigkeits-Aficionados im Heimbereich und seit seiner 2,5-Zoll-Technik und der damit verbundenen geringeren Wärmeentwicklung und Leistungsaufnahme insbesondere auch für Workstations und kleinere Server. Zuletzt brachte es die VelociRaptor auf eine maximale Kapazität von 600 GB und eine SATA-Bandbreite von 6 Gb/s.

Seit die 2010er-Baureihe auf den Markt kam, hat Western Digital seine High-Performance-Festplatte abermals verbessert und nun den Nachfolger herausgebracht, der jetzt frisch im Testlabor eingetroffen ist und sofort seine Leistung unter Beweis stellen musste. Die WD VelociRaptor WD1000DHTZ bringt es auf eine Kapazität von 1000 GB und soll laut Hersteller über 25 Prozent schneller sein als der ohnehin schon flotte Vorgänger, der seinerzeit andere SATA-Laufwerke eindrucksvoll in ihre Schranken wies und verdient den Titel als schnellste Desktop-Festplatte einfuhr. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen an die WD1000DHTZ.

Die Radeon HD 7950 führte bisher, sicherlich auch auf Grund des hohen Anfangspreises und der Konkurrenz aus eigenem Hause in Form der sehr hoch getakteten Radeon HD 7870, ein eher geruhsames Leben fernab aller Hypes und Ausverkaufsmeldungen. Zu Unrecht, wie wir meinen, denn die Effizienz ist im Vergleich zur Radeon HD 7970 ungleich höher und wird aktuell nur noch von der GeForce GTX 670 übertroffen. Dies jedoch recht deutlich.

Somit wird es in absehbarer Zeit wohl zur Neupositionierung kommen müssen, wenn die GeForce GTX 670 auch auf längere Sicht hin zu einem günstigen Preis verfügbar sein wird. Dazu gehört für die kleine Tahiti-Karte am Ende auch ein niedrigerer Preis, der diese Karte dann auch für weniger gut betuchte Enthusiasten interessant macht. Wir sehen die HD 7950 langfristig auf gutem Wege, die Rolle der recht erfolgreichen Radeon 6950 zu übernehmen. Immer vorausgesetzt, der Markt reguliert die Preise und Nvidia hält mit der Langzeitverfügbarkeit das, was man vollmundig eigentlich schon zum Launch angekündigt hatte. Profitieren werden dann am Ende davon vor allem auch die Nicht-Nvidia-Kunden.

Die Auswahl der Testkandidaten umfasst diesmal sehr unterschiedliche Karten, die somit auch den verschiedensten Anforderungen und Vorlieben entsprechen könnten. Zusätzlich werden wir, wie schon beim Test der AFOX HD 7850 begonnen, mit aussagefähigen Videos die Klang- und Lautstärkeeindrücke der einzelnen Karten vertiefen helfen, denn schnöde Diagramme sind aufgrund der sehr unterschiedlichen Klangcharakteristika der Testkarten nur bedingt aussagekräftig.

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