OCZ Vertex 4 im Test: Indilinx im neuen SSD-Flaggschiff

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Performance mit “frischem” Laufwerk

Wenn man beurteilen will, wie sich die Datenraten einer SSD über Monate intensiver Nutzung hinweg verändern, muss man sie künstlich „altern“, indem man sie mit unkomprimierbaren Daten anfüllt. Die Idee dahinter ist, jeden Flash-Block mit Daten zu füllen, sodass der SSD-Controller keinen einzigen Block allozieren kann, ohne vorher Garbage-Collection durchzuführen.

Stark genutzter Zustand

Dieser Worst-Case-Performancetest beschreibt eine bereits mit Daten angefüllte SSD mit 4 KB-Blöcken an zufälligen Positionen. Da auf allen Flash-Blöcken bereits Daten sind, kann der SSD-Controller nicht einfach einen leeren Block für den neuen Schreibvorgang heranziehen. Und dann wird zur Abwechslung wieder sequenziell geschrieben, was die Garbage-Collection auslöst. Wir halten diesen Test für wichtig, weil er die Performance der Garbage-Collection beleuchtet – insbesondere bei SSDs wie der Vertex 4, bei der der gesamte Flashspeicher brutto für netto dem Anwender zur Verfügung steht und kein Speicher intern zurückgehalten wird.

Beim Test der Octane-SSD, die einen Everest-Controller eingebaut hat, haben wir schon bemerkt, dass die Garbage-Collection erst dann ausgelöst wird, wenn wirklich Blöcke benötigt werden – also nicht im Hintergrund. Das hat sich aber zum Glück bei der Vertex 4 geändert.

Das Diagramme oben und unten illustrieren, wie sich die Schreibperformance wieder verbessert, nachdem der Controller etwas Zeit hatte, im Hintergrund Garbage-Collection durchzuführen. Abgesehen davon möchten wir darauf hinweisen, dass so eine Extremsituation, wo alle Blöcke beschrieben und damit „dirty“ sind, in der Praxis ja ohnehin kaum auftritt. Eine typisches Szenario ist vielmehr, dass zumindest einige Blöcke leer sind und bei Schreibvorgängen unmittelbar zur Verfügung stehen, während der Controller im Hintergrund Garbage-Collection durchführt und damit weitere Blöcke „freischaufelt“. Wer regelmäßig seinen Papierkorb leert und dadurch das Betriebssystem veranlasst, das TRIM-Kommando an die SSD zu senden, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den von uns künstlich herbeigeführten Performanceeinbruch nie sehen.

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