Apple iMac 27″ im Einzeltest – Das Rundum-Sorglos-Paket?

Apple iMac 27''Apple iMac 27”

Die Zeiten, als Apple vor allem für schicke Computer, ob mobil oder stationär, stand, sind vorbei. Wer heute Apple hört, assoziiert mindestens so stark iPod, iPad und iPhone – wenn nicht so gar noch stärker. Man könnte fast denken, die Desktops und Notebooks würden nach und nach zum Nebengeschäft degradiert, und in Anbetracht der Verkaufszahlen der genannten Unterhaltungsprodukte und der immer stärkeren Annäherung von OS X an iOS ist das wohl gar nicht so weit hergeholt.

Auf dem Desktop ist Apple aber nach wie vor präsent. Während die Mac Pros eine ganze Weile kein wirkliches Update mehr erfahren haben, hält Apple die iMacs aber auf dem aktuellen Stand. Diese traditionsreiche Produktlinie ist es wohl auch, der es Apple die starke Wahrnehmung Anfang des vergangenen Jahrzehnts verdankte. Quietschbunt kamen die damaligen iMacs daher, in Farben wie Bondi Blue, Strawberry, Grape und Tangerine, und zogen die Blicke auf sich. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Statt PowerPC-Chips werkeln nun Intel-CPUs im Innern, anstelle des altehrwürdigen OS 9 hat schon lange OS X das Ruder als Betriebssystem übernommen, und der Röhrenmonitor ist einem immer größer werdenden Flachbildschirm gewichen. Die aktuell größte Variante des iMac misst inzwischen 27″ in der Bildschirmdiagonale. Dazu kommen noch der Rahmen und das charakteristische “Kinn” unter dem Display. Genau diese Variante wollen wir uns heute genauer anschauen und mit dem zuletzt getesteten iMac vergleichen. Der war vor bald vier Jahren aktuell und brachte es auf “nur” 24″. Was hat sich also seitdem getan?

Beim Design hat sich seitdem praktisch nichts verändert. Nach wie vor steckt der iMac in seiner Aluschale und steht, halb schwebend, auf seinem ebenfalls aus Aluminium gefertigten Fuß. Allein das Display fällt beim heutigen Vertreter größer aus, wodurch das Kinn etwas weniger auffällt. Fast meint man, es sei nur noch da, um das Apple-Logo aufzunehmen. Das Display sitzt hinter einer Glasscheibe, die an drei Seiten bis an den jeweiligen Gehäuserand reicht. Um das Panel selbst bleibt ein schwarzer Rand. Auf dem Schreibtisch aufgebaut wirkt der iMac dank der Diagonale erst einmal erschlagend. Selbst ein 22″-TFT wirkt daneben wie ein Notebook-Display.

Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, kann man die minimalistische Ästehtik auf sich wirken lassen, die den iMac auch in der aktuellen Inkarnation immer noch mehr wie einen Monitor als einen Komplettrechner erscheinen lässt: An der Front finden sich beispielsweise keine Bedienelemente; neben dem Display sind vorn allein noch das erwähnte Apple-Logo und die inzwischen in FaceTime-Camera umgetaufte Webcam zu finden. Im Profil betrachtet erkennt man die klassisch bauchige Form, denn in der Mitte ist der iMac rückseitig etwas pummeliger. An der rechten Seiten finden sich ein langer und ein kurzer Schlitz – der eine für optische Medien, der andere für SD-Cards. Auf der Rückseite sind alle anderen Anschlüsse untergebracht, nämlich vier Mal USB 2.0, ein Mal Firewire 800, je ein Audio Ein- und Ausgang sowie zwei Thunderbolt-Ports. Links hinten findet sich der Einschaltknopf. Mittig im Standfuß ist eine Aussparung, die das Hindurchführen von Strom- und Peripheriekabeln erlaubt und diese dabei bündelt. Weiteres cleveres Detail: Die Kleine Klappe unterm Displaykinn, die ein einfaches Aufrüsten des RAM erlaubt.

Die Verarbeitung gibt absolut keinen Grund zur Kritik, und das liegt auch an den verwendeten Materialien. Alu und Glas wirken wertig und stabil und sorgen zudem für eine sehr angenehme und edle Haptik. Die Spaltmaße sind extrem gleichmäßig, alles sitzt gerade. Die Kippmechanik des Displays ist stark genug, um den (begrenzten) Neigungswinkel zu behalten, man kann den Winkel aber auch mit nur einer Hand gut verstellen

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