Xilence Interceptor Pro – Innovativer Großraum-Jumbo im Exklusiv-Test

Mainboardeinbau

Wie bereits im Oberteil lässt sich das Board mit Rändelschrauben sehr einfach montieren. Die ATX-Blende sitzt im unteren Teil fast perfekt, nur die Länge der Aussparung ist etwas zu kurz (0,1mm). Aber das ist bereits Erbsenzählerei, da mit etwas Druck lösbar. Die Abstandshalter müssen im Gegensatz zum Oberteil selbst eingedreht werden – verständlich bei der Anzahl unterstützter Formate. Die Gewinde sind sauber geschnitten und weitgehend gratfrei. Auch die Aussparungen für die Blende und die restlichen Öffnungen sind sauber entgratet bzw. gebördelt.

Leerer Tanzpalast. Man hört geradezu ein fiktives Echo...Leerer Tanzpalast. Man hört geradezu ein fiktives Echo…

Eingesetztes ATX-Mainboard. Selbst dieses relative große Board verliert sich im Innenraum.Eingesetztes ATX-Mainboard. Selbst dieses relative große Board verliert sich im Innenraum.

Realisierung der Anschlüsse und Kabelverlegung

Ein großes Gehäuse bietet aber auch naturgemäß Nachteile, denn die Wege werden mit jedem Liter mehr Rauminhalt nicht kürzer, sondern länger. Wer keinen Adapter nutzen will, muss auf ein Netzteil mit einem mindestens 65cm langen Strang für die 12-Volt-Stromversorgung (4+4 EPS) zurück greifen und trotzdem den kürzesten Weg suchen, denn es wird knapp:

Hier muss diagonal verlegt werden...Hier muss diagonal verlegt werden…

...sonst fehlen wertvolle Zentimeter.…sonst fehlen wertvolle Zentimeter.

Das Dilemma der langen Entfernungen betrifft auch den HD-Audio-Anschluss (nicht im Bild), dessen Kabel 5cm hätte länger sein können. Bei einigen Gigabyte-Boards, wo dieser Anschluss mittig an der Rückseite liegt, wird die Verkabelung zur Denksportaufgabe. Wir würden eine diagonale Verlegung unterhalb des Mainboards empfehlen, man sollte also vorher darüber nachdenken.

Das Gehäuse bietet einen nativen Anschluss des Front-USB 3.0 – wirklich angenehm, denn man muss nicht sinnlose Kabel durch die Rückwand führen. Die insgesamt 10 Slots bieten zudem genügend Freiraum für den Anschluss weiterer angeschlossener Blenden mit Buchsen (USB 3.0, eSATA usw.).

Nativer USB 3.0 Anschluss.Nativer USB 3.0 Anschluss.

Die Molex-Stränge könnten aufgrund der hohen Anzahl von benötigten Buchsen durchaus knapp werden, es ist aber auch unter Umständen sinnvoll, den für die Festplatten genutzten PATA-Strang mit einem SATA-Adapter am Ende zu ergänzen, wenn nur bis zu zwei Festplatten, bis zu zwei SSDs und ein optisches Laufwerk anzuschließen sind. Denn dann reicht sogar ein einziger 4er-Strang für alles.

Ein Strang für alles kann schon ausreichend sein.Ein Strang für alles kann schon ausreichend sein.

Die Frontlüfter werden zweckmäßigerweise an den Platinen der SATA-HotSwaps angeschlossen, auch wenn sie so nicht geregelt werden können. Wir empfehlen im Normalbetrieb handelsübliche Zwischenstücke mit Widerstand zur Drehzahlminderung, denn die Kühlleistung ist auch bei 7 Volt noch mehr als passabel.

Anschluss der Frontlüfter an die optionalen AnschlüsseAnschluss der Frontlüfter an die optionalen Anschlüsse

Für die komplette Verkabelung und Hinterführung benötigt man wegen der problemlosen Zugänglichkeit und der einfachen Anschließbarkeit nur wenige Minuten. Wir hätten uns analog zum Corsair Obsidian 800D eine durchgehende, optionale Molex-Brücke für alle HotSwap-Platinen gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben.

Zwischenfazit

Alles in allem gestalten sich sich der Einbau der Hauptplatine und das Anschließen der Komponenten, sowie das Verlegen der Netzteilstränge kinderleicht.

  

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