Performance pro Watt: Das leistet AMDs FX

Der verantwortungsvolle Umgang mit Energie ist inzwischen kein Randthema mehr, sondern geht alle an. Gerade die Hersteller von PC-Plattformen wie AMD und Intel stehen hier in besonderer Verantwortung, liefern sie doch die Komponenten für viele Millionen Systeme. In der Summe machen sich ein paar Watt mehr oder weniger im weltweiten Gesamtenergiebedarf deutlich bemerkbar. Ausgehend von gesundem Menschenverstand gilt: so viel Enerbiebedarf wie nötig, aber so wenig wie möglich. Doch wie steht es hier mit AMDs neuem Flagschiff, dem FX-Prozessor?

Mit Zambezi, so der Haupt-Codename des FX-Prozessors aus der Entwicklung, geht AMDs neue Prozessorarchitektur an den Start, die unter dem Namen Bulldozer entwickelt und propagiert wurde. Das Hauptziel hat AMD allerdings erst einmal verfehlt: schneller zu rechnen als Konkurrent Intel. Allerdings bleibt AMD bei einer erträglichen bis teilweise attraktiven Preisgestaltung, so dass AMDs FX im Gesamtsystem durchaus nicht als Rohrkrepierer bezeichnet werden kann: Der Kunde bekommt eine kompatible Plattform auf Basis des Sockels AM3+, kann vorhandenen DDR3-Speicher gegebenenfalls weiter verwenden und auch das Overclocking-Potenzial der ersten Testmuster ist mehr als brauchbar. Es handelt sich beim FX um die erste CPU-Generation handelt, die AMD bei Globalfoundries im 32-nm-Verfahren fertigen lässt.

Was ist eigentlich Effizienz?

Das gibt Anlass zur Hoffnung bezüglich des Energiebedarfs der FX-Prozessoren. Wichtig ist dabei nicht allein eine mögichst deutliche Senkung der Leistungsaufnahme, sondern das Erreichen einer möglichst große Leistungsfähigkeit pro Watt an Energiebedarf. Auf PKW umgemünzt entspräche das dem Kraftstoffverbrauch in Litern pro 100 km bei einer definierten Geschwindigkeit.

Dabei bedeutet niedriger Energiebedarf nicht automatisch auch hohe Energieeffizienz, denn es gilt, verschiedene Lastzustände zu berücksichtigen. Kein System läuft immer auf Anschlag und auch die völlige Untätigkeit, im Englischen Idle-Zustand genannt, spielt eine große Rolle: Ein erhöhter Energiebedarf unter großer Last ist dann akzeptabel, wenn eine gegebene Aufgabe in möglichst kurzer Zeit beendet werden kann – so dass das System dann schneller wieder im Idle-Modus ankommt und so am sparsamsten operiert.

Der Benchmark: Intel Sandy Bridge

In den letzten Jahren hat sich Intel mit den Core-Prozessoren und vornehmlich der Sandy-Bridge-Generation (Core i3/i5/i7 mit vierstelliger Modellnummer) ordentlich mit Ruhm bekleckert. Das bedeutet: solche Systeme benötigen im Idle-Zustand am wenigsten Energie und sind auch unter Last angenehm sparsam.

Nun ist die Frage, wie gut AMD in diesem Bereich gearbeitet hat. Acht gerne bedeuten eine potenziell hohe Leistungsaufnahme unter Last, aber auch hohe Rechenleistung bei Thread-optimierten Anwendungen. 95 und 125 W TDP (Thermal Design Power) als Leistungsspezifikation deuten dagegen eher auf hohen Energiebedarf. Wir haben das getestet und das Zambezi-System mit Pheonom II X4, Phenom II X6 sowie allen relevanten Intel-Produkten verglichen.

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