Praxis: Kann man mehr Platz und Performance aus einer SSD herausholen?

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Prefetch und SuperFetch deaktivieren

So wird’s gemacht:

  • Regedit im Suchfeld des Startmenüs eingeben

  • Den Dateipfad “HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\SessionManager\Memory Management\PrefetchParameters” auswählen
  • Rechtsklick auf EnablePrefetcher und EnableSuperfetch
  • Jeden einzelnen anklicken und per Ändern den Wert von 1 (oder 3) auf 0 umstellen
  • Neu starten

SuperFetch dient dem Zwischenspeichern häufig verwendeter Dateien. Dank der niedrigen Zugriffszeit von SSDs kann diese Funktion ausgeschaltet werden. Bei Anwendern, die Windows 7 auf einer SSD installiert haben, sollte diese Funktion automatisch deaktiviert sein.

Prefetch lädt Teile von Programmdateien in den RAM. Deaktiviert man diese Funktion, gibt das System entsprechend Speicher frei.

Leeren des Geräteschreibcaches durch Windows deaktivieren

Diese Tweak-Möglichkeit gilt nicht allgemein für alle SSDs. Für Intel-Laufwerke raten wir von diesem Tweak ab, da es angeblich negative Auswirkungen auf die Performance hat. Man sollte vor und nach dieser Veränderung zumindest die Performance des Speicher-Subsystems bedenken, um so zu festzustellen, ob einem die Veränderung gefällt oder nicht.

So wird’s gemacht:

  • Rechtsklick auf Computer im Startmenü, dann Eigenschaften auswählen
  • Geräte-Manager auswählen
  • Laufwerke auswählen
  • Rechtsklick auf die entsprechende SSD und Eigenschaften auswählen
  • Unter dem Tab Richtlinien ein Häkchen bei “Von Windows veranlasstes Leeren des Geräteschreibcaches deaktivieren” setzen

Nochmals eine Erklärung direkt aus der Windows Hilfe: “Beim Write-Caching eines Speichergeräts geht es um die Verwendung von ultra-schnellem flüchtigem Speicher, mit dem Schreibbefehle an das Speichergerät gesammelt und zwischengespeichert werden, bis das langsamere Speichermedium (entweder eine physische Disk oder preiswerter Flash-Speicher) diese unterbringen kann.”

Bei einer Festplatte sendet das Betriebssystem die Befehle an den On-Board-Cache einer Disk. Das muss nicht unbedingt heißen, dass die Daten damit gesichert sind. Also wartet das Betriebssystem auf eine Rückmeldung des Laufwerks, dass die zwischengespeicherten Daten auf das magnetische Medium geschrieben wurden. Wem Performance wichtiger ist als die, spart sich durch das Ausschalten des Leeren des Geräteschreibcaches einen zusätzlichen Befehl, mit dem der interne RAM-Zwischenspeicher geleert wird.

Für weitere Einzelheiten zum Flushing und die Risiken, wenn man diese Funktion deaktiviert, empfehlen wir den persönlichen Blog-Post zum Thema vom Microsoft-Mitarbeiter Raymond Chen.

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