Praxis: Kann man mehr Platz und Performance aus einer SSD herausholen?

In der Regel sind Solid-State-Laufwerke deutlich schneller als mechanische Festplatten. Bei kleineren Kapazitäten wie den 40 GB Boot-Laufwerken leidet allerdings die Schreib-Performance deutlich. Ansonsten haben SSDs meistens die Nase vorn. Allerdings sind sie auch deutlich teurer als herkömmliche Festplatten. Jedes Gigabyte an Kapazität auf einer SSD ist also extrem wertvoll. SSDs sind prinzipbedingt bereits sehr schnell, wobei zahlreiche Anwender behaupten, dass sich solche Laufwerke mit ein paar einfachen Anpassungen sogar noch weiter beschleunigen ließen.

Der heutige Artikel ist eine Zusammenfassung unserer eigenen Bemühungen, die nutzbare Speicherkapazität einer wertvollen SSD voll auszuschöpfen. Dabei haben wir natürlich auch an Performance-Tweaks gedacht und diese mit ein paar unterschiedlichen Laufwerken getestet. Auf diese Weise wollten wir herausfinden, ob performance-orientierte Optimierungsmöglichkeiten auf die Hardware eines bestimmten Herstellers beschränkt oder universell anwendbar sind. Vielleicht ist an der Sache auch gar nichts dran und SSDs lassen sich schlicht nicht schneller machen.

Wir beginnen unsere heutigen Tests mit den neun am häufigsten empfohlenen Optimierungsmöglichkeiten, die immer wieder auftauchen, seit SSDs auf dem Markt sind und mit dem Windows-Betriebssystem von Microsoft betrieben werden. Mit dabei sind die folgenden:

  1. Deaktivieren der Systemwiederherstellung
  2. Deaktivieren der Laufwerks-Indizierung
  3. Deaktivieren der Auslagerungsdatei (Page-File)
  4. Deaktivieren des Ruhezustandes
  5. Deaktivieren von Prefetching per Registry
  6. Deaktivieren des Windows Write-Caching
  7. Deaktivieren der SuperFetch- und Windows Such-Dienste
  8. Deaktivieren von ClearPageFileAtShutdown und LargeSystemCache
  9. Anpassen des Energiesparschemas